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echtes 3D ingame für fuffzich cent (anaglyph Methode)

  • Ersteller Ersteller pilzbefall
  • Erstellt am Erstellt am
reiskocher83 schrieb:
Ahso, Du sprichst also von der Polarisationsfilter-Technik. Wie im Kino also.
Nein. Im Kino gibt es mehrere verschiedene Techniken - NICHT NUR Polfilter-Technik:

http://www.stereo-3d-info.de/kinosysteme.html

reiskocher83 schrieb:
Kann mir ein flackendes Bild nicht vorstellen, bisher sah alles wunderbar aus. Ist es bei Monitoren anders als bei Tv-geräten was die Shutters angeht?
LCD-Monitore und -Fernseher flackern (im Gegensatz zu Röhrenmonitoren und -fernsehern) nicht bei niedrigen Wiederholraten. Röhrenmonitore haben nämlich zwischen dem Einzelbildaufbau Dunkelphasen, die natürlich bei niedrigerer Wiederholrate länger (und somit deutlich sichtbarer) werden. Dieses ständige "Hell/Dunkel/Hell/Dunkel/..." gibt es bei LCDs technikbedingt nicht, und somit auch kein Flackern.

ABER durch die Shutterbrille wird so ein "Hell/Dunkel/Hell/Dunkel/..." gewissermaßen nachträglich bei LCDs im 3D-Betrieb erzeugt. Die Brille öffnet und schließt schließlich jedes Brillenglas abwechselnd - bei einem LCD im 120Hz-Betrieb sorgt die Shutterbrille also für "Flackern" mit einer 60Hz-Frequenz je Auge. Das gilt sowohl für LCD-Monitore im 3D-Modus, als auch für 3D-LCD-Fernseher.

Manche Menschen reagieren empfindlich auf dieses Flackern (z.B. mit Kopfschmerzen)... andere merken es kaum bis gar nicht. Die Frequenz einer Shutterbrille ist aber üblicherweise immernoch höher, als das Flackern bei einem klassischen Röhrenfernseher, der mit 50Hz arbeitet. Dafür wirkt das Flackern bei der Shuttertechnik aber "härter" - denn das Phosphor einer Kathodenstrahlröhre eines Röhrenmonitors/-fernsehers wird nicht abrupt dunkel, sondern glüht immernoch kurz nach, bevor es sich komplett verdunkelt. Bei einer Shutterbrille ist das (logischerweise) nicht der Fall.

3D-Kinos mit Shuttertechnik arbeiten üblicherweise mit einer Bildfrequenz von insgesamt 144Hz (= 72Hz je Auge). Das macht mehr Sinn als 120Hz - denn ein Kinofilm läuft mit 24 Bildern je Sekunde... und 24 ist ein exakter Teiler von 72.

Ich selbst habe hier auch noch einen Röhrenmonitor, den ich gelegentlich mit einer alten Shutterbrille nutze. Dabei allerdings mit 100Hz (= 50Hz-Flackern). Finde ich auch noch relativ erträglich - sofern die Umgebungsbeleuchtung nicht ZU hell ist. Aber ich bin da wahrscheinlich auch eher unempfindlich...
 
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Danke für die interessante Stellungsnahme Tom Keller.

gruß
jan :)


EDIT

Eben bei der Konfiguration, hab' ich eine AMD-Karte gewählt, wähle ich aber das 3D Display dazu, meint er, ich solle eine NVIDIA _Karte wählen. Es geht doch nur um die 120hz,...funktioniert das 3D also trotzdem mit einer ShutterBrille obwohl eine ATI-Karte verbaut ist? Bin zwar NVIDIA Fan, aber bei meinem aktuellen Notebook ist auch die ATI4650 verbaut. Die war damals verdammt gut. Glaube, dass im Notebook-Bereich ATI irgendwie besser zu sein scheint.
 
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Der Treiber mit ATI ist das Problem. NVidia bieten den Treiber Nativ an.

Für ATI gibt es Drittanbieter Lösungen. Externe 3D Treiber (IZ3D, Triedef DDD) Diese können zwar alle 3D Formate ausgeben dennoch muss man sich im falle der Shutterbrille selber drum kümmern wo man eine her bekommt und diese auch ansteuert.

Fazit
NVidia + orginal NVision Kaufen (Am unkompliziertesten)
oder
ATI oder NVidia mit 3 Anbietersoftware und einen 3D Bildschirm kaufen der mit Polarisation (für mich die angenehmere Variante) arbeitet.
oder
lange belesen, fragen stellen und sich nach gut überlegter Zeit dann das "richtige kaufen" da es nun mal Unterschiede mit vor und Nachteilen gibt. Preis, Flimmern, Gewicht der Brille, Batterien, Auflösung bei Polarisation aber Flimmerfrei. Meiner fkt sogar mit den 3D Kinobrillen aus dem UCI Kino.

Ich benutze z.B. ein 3D Polarisationsmonitor der mit NVida Treibern und/oder der Drittanbieter Software läuft. Wobei der Monitor an sich ja "dumm" ist. Die Software ist nur halt in der Lage das richtige 3D Ausgabeformat für meinen 3D Polarisations Monitor bereit zu stellen.
 
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ich find 3d ziemlich anstrengend beim spielen..und noch sehr viel mehr mit dem häßlichen rot/blau

aber so für ein halbes stündchen ist es tatsächlich sehr unterhaltsam, länger halte ich das aber nicht so wirklich aus
 
Das sehe ich recht ähnlich. Wobei: es kommt stark auf das Spiel(genre) an. Shooter (for allem 1st Person) finde ich persönlich extrem anstrengend in 3D. Vor allem wohl deshalb, weil's da sowieso schon hektisch zugeht, und die Tiefenwirkung einer möglichst schnellen Reaktion eher im Weg steht als nützt.

Als ich ein paar der alten "NfS" Teile ausgegraben hatte, um die mal in stereoskopischem 3D zu testen, hatte ich damit noch am meisten Spaß. Interessant wären wohl auch Jump 'n' Runs bzw. allgemein Sidescroll-Games (sofern sie mit Polygonen gerendert werden) - "Rayman - Origins" vielleicht(!?)... "Limbo" soll aber definitiv funktionieren (dürfte interessant aussehen: wie ein Schattentheater ;) )!
 
Sind die Original Farben erhalten wenn man eine Rot/Cyan Brille verwendet?
 
gibts hier eigentlich einen Thread fürs eigentliche, erwachsene 3D, also head mounted displays? Hab auf die Schnelle nix gefunden hier auf computerbase. Dabei gehts ja grad echt los mit potenten und gleichzeitig recht erschwinglichen Monitorbrillen. Der Nachfolger vom Sony HMZ-T1 vielleicht mit full HD oder das Kickstarter Projekt Oculus Rift plus Carmack mit seinem 90° FOV-Teilchen.
 
Wieso "erwachsen"?
HMDs sind zur Zeit noch deutlich weniger ausgereift als die anderen Technologien.

Wenn man wirklich an HighEnd interessiert ist, macht es im Moment am meisten Sinn, sich ein Setup mit 3 Monitoren zusammen zu stellen oder -noch besser- sich eine gekrümmte Leinwand zu besorgen und diese mit den entsprechenden Beamern zu bestrahlen.
 
das ist Ansichtssache. Seit ich mal eine fullHD Monitorbrille von sensics aufhatte (Preis 20.000 Euro), kommen mir sämtliche 3D-Setups, die anders als über 2 getrennte Minidisplays vor jedem Auge realisiert werden, wie ein schlechter Witz vor. Die Miniaturisierung hochwertiger Displays macht große Fortschritte....http://www.oled-display.net/emagin-...o-optimize-1920x1200-pixel-oled-microdisplay/

Mit "erwachsen" meinte ich eher das technische Prinzip, wie der 3D-Eindruck erzielt wird.

edit: auch nach längerem Suchen hab ich keinen einzigen Thread zum Thema Monitorbrillen HMD´s etc hier gefunden. Wie arm ist das denn??
 
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Das Prinzip ist doch genau das selbe wie bei allen anderen Technologien auch:
pro Auge ein Bild
(Und wie gut 3D rüber kommt, hängt auch sehr stark vom betrachteten Material ab.)

So HMDs würden mich auch erst so richtig flashen, wenn sie so wie das von Carmack vorgestellte tatsächlich das komplette Blickfeld ausfüllen. Wenn ich wieder nur 2 rechteckige Screens betrachte, ist die Illusion ja gleich wieder hinüber.

Für 20000€ kannste dir wahrscheinlich auch eine entsprechende Kugel-Halbschale konstruieren und diese von mehreren 3D-Beamern bestrahlen lassen. Danach kommen dir dann wahrscheinlich die meisten HMDs wie ein schlechter Witz vor.
 
großes Sichtfeld halte ich auch für notwendig, damit es sich vom Single-Display-3D abhebt. Da reicht mir das Sichtfeld vom Sony noch nicht so recht, auch wenns schon recht groß ist. Den prinzipiellen Nachteil der halbierten Helligkeit/Restghosting/halbierter Monitorfrequenz hat die Sonybrille jedoch nicht bauartbedingt.
 
Zuletzt bearbeitet: (Schusseligkeit)
Der Thread hier hat sich doch von der "anaglyphen Ausgangslage" bislang schon mehrfach weiterentwickelt - warum nicht auch Richtung HMDs!?

Du hast hast ihn doch erstellt - kannst du nicht nachträglich den Thread-Titel anpassen (in Richtung: "PC-Games in stereoskopischem 3D")? Dann könnte hier ALLES dazu besprochen werden: anaglyphe Lösungen, Shutter-Lösungen, Polfilter-Lösungen, autostereoskopische Displays und eben auch HMDs.
 
Und softwareseitig sind die bekannten Lösungen (wie eben TriDef- oder iZ3D-Treiber) sowieso multifunktional für die meiste 3D-Hardware geeignet. Sonys Sony HMZ-T1 nimmt z.B. meines Wissens ein 3D-Bild als Side-by-Side, Oben/Unten und Frame-Packing am HDMI-Eingang entgegen. Das sind alles Formate, die mit den gängigen Stereo-3D-Treibern möglich sind.
 
notgedrungen hab ichs abgeändert, und damit ich einen Schwerpunkt für 2-Display-Lösungen bekomme, 3 Synonyma für HMD´s in den Titel gepackt. Einfach damit die gezielt nach HMD´s Suchenden fündig werden hier. Nach meiner geringfügigen Einschätzung halte ich sämtliche 1-Display-3D-Lösungen für Kappes, daher meine neue Focussierung.

Ich fange mal an mit einer Linkzusammenstellung:
Carmacks Lösung:
http://www.tomsguide.com/us/Doom-3-HMD-John-Carmack-id-Software-virtual-reality,news-15470.html
http://oculusvr.com/?page_id=2

Displayentwicklungen:
http://www.youtube.com/watch?v=S1wFqr3budM&feature=related
http://www.oled-display.net/emagin-...o-optimize-1920x1200-pixel-oled-microdisplay/

aktuell käufliche Modelle, die schon ganz passabel sind:
Silicon Micro Displays ST1080 http://www.siliconmicrodisplay.com/index.html
HMZ-T1 von Sony http://www.sony.de/product/head-mounted-display/hmz-t1

edit: leider konnte ich den Threadtitel nicht mehr ändern, nur im Erstbeitrag den Titel.
 
Zuletzt bearbeitet:
pilzbefall schrieb:
Nach meiner geringfügigen Einschätzung halte ich sämtliche 1-Display-3D-Lösungen für Kappes
Sehe ich persönlich anders: HMDs sind zwar auch für mich (als technikbegeisterter Fanatiker) eine interessante Bereicherung, aber sie sind gleichzeitig unbequemer zu tragen als alle aktuellen 3D-Brillen. OK... die Bildtrennung mag damit perfekt sein - aber mit einem 3D-DLP-Beamer + DLP-Link-Brille ist sie das auch (wobei man mit Beamer + Brille sogar größtenteils deutlich günstiger wegkommt).

Interessant wird's erst, wenn zusätzlich beim HMD noch Head-Tracking in's Spiel kommt... allerdings gibt's dafür in Games größtenteils noch keine sinnvolle Anwendung.


Konti schrieb:
Ich würde noch Polarisation mit in den Titel packen.
Das ist immerhin die zur Zeit beste Technologie.
Jain. Jede der Technologien hat ihre Vor- und Nachteile.
 
HMD's sind für mich wiederum unerträglich. Aus einem Grund. Alles was ich unter 20cm fokussieren muss ist einfach auf dauer nur schmerzhaft. Selbst wenn die Brillen 4k Auflösung, 0Eur kosten und 10g wiegen würden.

Obendrein es es eine ICH lösung. Für PC ja auch völlig in Ordnung. Aber ich sehe für mich als beste Möglichkeit 1 Display mit Polarisation. Denn sie ist die Komatibelste Lösung wenn es mal nicht 3D sein soll. Ich würde immer wieder 3D Bildschirme mit Pol Kaufen. Sowohl mein Zalman als auch den TV von meinem Dad (Philips 7000er reihe 2011).

Glaube das das Anaglyph Thema in 2 Jahren nicht mehr viel bedeutung haben wird. Für 3D Fans gibt es so viele Möglichkeiten die sie sich in 2 Jahren auch als armer Mann zusammensparen und ersteigern können. Ab dann gibt es eh nur noch 120Hz und höher Monitore oder TV's. Was bedeutet das sie mindestens mit Shutterbrillen 3D können werden. Der 3D Transmitter ist dann obligatorisch sowieso mit verbaut bzw das kleinste übel.
 
Seh ich genau so. In beiden Punkten.

Alle HMDs, die ich bislang auf hatte, haben nach recht kurzer Zeit derbe Augenschmerzen verursacht, weil diese einfach so stark davon ermüden, daß es keinen Abstand zu den Screens gibt.
Theoretisch müsste man dem eigentlich irgendwie durch entsprechende Linsen vorbeugen können, aber in der Praxis scheint das keineswegs trivial zu sein.

Und Polarisation ist im Moment wirklich unschlagbar. Es ist günstig, strengt die Augen nicht an, die Brillen sind leicht und quasi kostenlos, und bei entsprechender Hardware gibt's auch kein Ghosting und somit einen astreinen 3D-Effekt.

Einziger Wermutstropfen ist die Tatsache, daß so ziemlich alle Screens für den Consumer zeilenweise interpolieren. Das ist bei einem Fernseher meist kein Problem, aber bei einem PC-Monitor, bei dem man näher davor sitzt, kann es wahrnehmbar werden.
Beamer sind davon natürlich nicht betroffen.

HIER würden sich mal wirklich solche Screens wie diese Retina-Displays bei Apple lohnen. Denn bei der hohen Pixel-Dichte dürfte die zeilenweise Interpolation auch bei PC-Monitoren kein Problem mehr darstellen.
 
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