Einrichtung eines WLAN-Access Point beim ONT

3bst0r

Cadet 1st Year
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Hallo zusammen,

Ich wohne im dritten Stock und bekomme mein Internet über ein langes Ethernetkabel, das im EG mit einem ONT verbunden ist, der wiederum ans Glasfasernetz angeschlossen ist. Der ONT bekommt Strom vom PoE Injector im dritten Stock. Hier das ganze als Skizze:

3. Stock
┌─────────────────┐
│ Fritzbox
│ (Router + WLAN)
└─────────────────┘
│ WAN

┌──────▼──────────┐
│ PoE-Injektor
│ (Strom für ONT)
└─────────────────┘

│ (ein einziges, langes Ethernetkabel)



┌─────────────────┐
│ ONT
│ (Glasfaser → RJ45)
└─────────────────┘
Erdgeschoss

Nun brauche ich im Erdgeschoss WiFi (für die Wallbox). Es braucht also Internet, und am liebsten hätte ich das Teil gleich im Heimnetz eingebunden. Natürlich wäre mir lieber, kein weiteres, langes Ethernetkabel zu ziehen, das ich dann an einen der Fritzbox Ports anschließen würde, sondern das bestehende Kabel wiederzuverwenden.

Ich habe mir schon überlegt, das es zwei Switches brauchen würde, einen im EG, einen oben. Unten der Switch würde das ONT und den WiFi Access Point einbinden. Der Switch oben würde den WAN Port und einen der LAN Ports der Fritzbox einbinden. Dann bräuchte es etwas VLAN Konfiguration. Der untere Switch müsste zusätzlich PoE fähig sein. Der obere wohl nicht, denn ich könnte den Injector von der Fritzbox aus gesehen nach dem Switch einhängen.

Geht das ganze auch einfacher? Oder was sind eure Ideen dazu?

-3bst0r
 
Muss der ONT zwingend über PoE versorgt werden?

Ansonsten, was spricht dagegen die Fritzbox ins EG zu verlegen und im 3. OG nen Switch und/oder AP hinzustellen?
 
Ja, da es ein Mehrparteienhaus ist, hab ich im EG keinen Stromanschluss, der mir gehört. Deswegen das Setup mit PoE nach unten.

Stimmt, das wäre in der Tat einfacher. Nur habe ich eben keinen Stromanschluss für die Fritzbox im EG...
 
Wenn unten generell Strom liegt, würd ich glaub primär versuchen den notwendigen Strom auch von dort zu bekommen - sprich ggf. mit dem Eigentümer oder der anderen Partei zu arrangieren... Stromverbrauch der Geräte hält sich ja in Grenzen.
 
@Phil_81 Ich bin Miteigentümer. Klar, Stromverbrauch hält sich in Grenzen, aber jemand muss es bezahlen. Das möchte ich nicht den anderen verrechnen, daher bräuchte es sicher irgendwelche Umbauten in der Elektrik. Wenn es keine günstigere netzwerktechnische Lösung gibt, werde ich es jedenfalls in Betracht ziehen. Das Problem würde sich dabei schon stark vereinfachen, da hast du Recht. Danke!
 
@TE du möchtest bestimmt nicht einen Zugriffspunkt auf dein Heimnetzwerk erschaffen, welcher von anderen im Keller genutzt werden kann einfach durch anstöpseln am unteren Switch.

Da würde ich eher schauen ob ich über einen Acces Point in der eigenen Wohnung ein Signal zur Wallbox herstellen kann.
 
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Der ONT erlaubt nicht den Anschluss eines zweiten Gerätes im selben LAN.
Lösung wäre also zwei manageable switche zu kaufen. Einer am ONT (woher der auch immr der switch sein strom bekommt) und einer vor dem WAN port de fritbox. In den switchen konfigurierst du 2 VLANs. Einies, was das ONT Signal zur Fritzbox bringt, eines was ein "ausgangssignal" von einem LAN Port der fritzbox zum switch in EG bringt und von da aus weiter zur WallBox oder zu einem WLAN mesh ding.

Es gibt AFAIK sogar swotche, die lassen sich per PoE versorgen und geben die "ungenutzte" Leistung sogar weiter.
 
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Es gibt POE Splitter die dir "Netzwerk" und "Strom" als Output zur Verfügung stellen.
Vielleicht kannst du darüber einen Weg finden Fritzbox und ONT im Keller mit Strom zu versorgen.

Dann wäre das eventuell die Lösung für deine Herausforderung.

Genauso gibt es Y-Kabel für die Stromstecker ... jetzt ist die Frage nach Stecker udn Leistungsbedarf deines ONTs.
 
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xxMuahdibxx schrieb:
@TE du möchtest bestimmt nicht einen Zugriffspunkt auf dein Heimnetzwerk erschaffen, welcher von anderen im Keller genutzt werden kann einfach durch anstöpseln am unteren Switch.

Da würde ich eher schauen ob ich über einen Acces Point in der eigenen Wohnung ein Signal zur Wallbox herstellen kann.
Stimmt natürlich. Ich habe jedoch großes Vertrauen in die Ehrlichkeit meiner Mitbewohner und wenig Vertrauen in deren technische Raffinesse ;-)

Ich glaube kaum, dass ich ohne Kabel ein WiFi Signal vom dritten Stock bis ins Carport zusammenbringe. Repeater auf dem Weg nach unten sind auch nicht einfach realisierbar, weil mir natürlich keine Steckdosen in anderen Stockwerken gehören. Oder fällt dir dazu etwas sein?
 
Nach dem ont muss direkt ein Router stecken der das Internet verteilt. Wie @scooter010 schon schrieb, kannst du das mittels zwei lankabel und vlan lösen oder einen reiserouter mit poe anhängen
 
Das wird schwierig bis unmöglich und in jedem Fall aufwendig.
Hast Du im 3. Stock ein Fenster zu der Seite, wo die wallbox ist? Dann würde ich dort einem ap platzieren. Cpe210 z. B.
 
3bst0r schrieb:
@Phil_81 Ich bin Miteigentümer. Klar, Stromverbrauch hält sich in Grenzen, aber jemand muss es bezahlen. Das möchte ich nicht den anderen verrechnen, daher bräuchte es sicher irgendwelche Umbauten in der Elektrik. Wenn es keine günstigere netzwerktechnische Lösung gibt, werde ich es jedenfalls in Betracht ziehen. Das Problem würde sich dabei schon stark vereinfachen, da hast du Recht. Danke!
Wenn wir mal von 10 Watt Stromverbrauch ausgehen, sind wir bei ca. 25 € Kosten im Jahr... Die kann man auch dem Besitzer der Steckdose in die Hand drücken, sofern er das natürlich mitmacht (oder überhaupt was dafür verlangt).

Ich bin bei sowas immer für die einfachen und pragmatischen Lösungen ;)

Wenn die Hardware dann noch entsprechend sichern willst, kannst ja noch nen kleinen abschließbaren Wandschrank mit dazuhängen.
 
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Man könnte oben und unten einen managed switch setzen. Dann kann man die Verbindung zum ont und Verbindung für den AP über ein Kabel führen.
 
Auch wenn es wahrscheinlich nicht hilfreich ist, ich würde versuchen den Glasfaseranschluss in die Wohnung zu legen/zu verlängern, incl des ONT. Das bestehende Netzwerkkabel kann man dann für den AccessPoint nutzen und diesen dann mit POE versorgen
 
3bst0r schrieb:
Nur habe ich eben keinen Stromanschluss für die Fritzbox im EG...
Für die Wallbox wird doch vermutlich sowieso ein Stromanschluss gelegt werden müssen, da kann man neben der Leitung für die Wallbox doch auch gleich eine zweite Leitung vom Verteiler zur Wallbox oder dem möglichen Aufstellort der Fritzbox legen. Allerdings würde ich weder Fritzbox noch Switch offen im Gemeinschaftsbereich stehen lassen, da muss man schon einen abschließbaren Schrank haben.
Aber eigentlich fühlen sich für mich alle Varianten mit der Fritzbox außerhalb der Wohnung eigentlich gruselig an.
Du sagst Carport, also vermutlich auch Mobilfunk Empfang. Da würde ich für die Wallbox auf 5G gehen, entweder ein Modell das 5G direkt beherrscht, oder eben 5G Router halbwegs gegen Zugriff durch Fremde geschützt neben der Wallbox.


Was ist es denn für eine Wallbox, welcher Hersteller? Lokal, autonom, nutzbar oder über eine Hersteller Cloud gemanagt? Privat oder vom Arbeitgeber für Dienstwagen?
 
Darklanmaster schrieb:
Auch wenn es wahrscheinlich nicht hilfreich ist, ich würde versuchen den Glasfaseranschluss in die Wohnung zu legen/zu verlängern, incl des ONT. Das bestehende Netzwerkkabel kann man dann für den AccessPoint nutzen und diesen dann mit POE versorgen
Ich habe mich explizit für ein Netzwerkkabel und gegen ein Glasfaserkabel in der Wohnung entschieden. Das Cat 7 Kabel bietet. 40Gbit/s, wobei ich aktuell nur 150Mbit/s beziehe. Mehr brauchen wir einfach nicht. Wie viele Jahrzehnte wird es dauern, bis ich mit 40Gbit/s nicht mehr auskomme?
Klar, ich hätte dann kein Problem mit dem Strom im EG gehabt.
 
@3bst0r: Wie Du siehst, ist die Datenrate halt nicht der einzige Faktor auf den es ankommt. Aber vermutlich konntest Du das Thema Wallbox zum damaligen Zeitpunkt noch nicht absehen.

Grundsätzlich ist die Idee mit VLANs über das Kupferkabel für diese Situation nicht schlecht, hättest Du damals Glasfaser gelegt, hättest Du jetzt ja das gleiche Problem.
 
Denke da bleibt nur ein weiters LAN Kabel runter zu verlegen. Oder falls ein Keller mit Strom vorhanden ist, es dorthin mit D-Lan Adaptern zu versuchen. Dann von dort weiter gehen....
Die Lösung mit 2 manged Switches wovon einer dann auch noch per POE versorgt werden soll und der 2. auch POE weiterleiten soll, ist sehr gewagt. Ich habe so etwas noch nicht installiert. Heist kann klappen muss nicht.
Wenn die POE Geschichte nicht wäre, würde man unten einfach einen alten OpenWRT Router mit 2,4Ghz WLAN plazieren und oben einen managed switch. Aber bei POE sehe ich Probleme überhaupt passende Hardware zu finden. Weil ja dann 3 Geräte von oben via POE versorgt werden müssen über ein Kabel. ONT, Switch und AP.
 
Zuletzt bearbeitet:
Variante 1:
Reiserouter in der Wallbox mit entsprechender Simkarte
Variante 2:
Nachbarn nen 50er in die Hand drücken und sein WLAN mitbenutzen für die Wallbox.
 
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