Kokujou schrieb:
Aktuell habe ich die Canon EOS 4000D im Auge
Kokujou schrieb:
Ja di ehatte ich auch im Blick, die hätte ich wohl eher nehmen sollen, aber ich bin drauf reingefallen, weil ich dachte größere Zahl = Besser 😆
Einmal klingt es so, als hättest du die Kamera nur vorausgewählt, dann wiederum schreibst du, als hättest du sie schon (bestellt). Falls letzteres: stornieren, nimm die 2000D.
Ich kenne beide Kameras nur aus der Fachpresse bzw. von den blanken Rohdaten, aber auf dem Papier ist die 2000D klar besser. Selbe Innereien wie die 4000D bis eben auf den viel besseren Sensor. Auflösung ist ganz gewiss nicht alles, aber es ist schon ein riesiger Unterschied, ob man "nur" mit 18 MP oder mit 24 MP fotografiert. Letzteres ermöglicht es dir z.B., dass du selbst aus einem im Hochformat geschossenen Foto noch problemlos ein 4K UHD-Crop im Querformat herausschneiden kannst - ein Grund, wieso ich (im mFT-Format bleibend) auf die G9-II hochgerüstet habe, die ebenfalls in dieser Auflösung schießt.
Kokujou schrieb:
im Grunde APS-C, das ist für mein Preisformat glaube ich das Beste
Vollformat ist außen vor, gar keine Frage. Ob APS-C oder mFT ist eigentlich nur eine persönliche Gewissens- und Entscheidungsfrage. Mit beiden Formaten lassen sich in nahezu jeder Lebenslage hervorragende Fotos schießen und beide Formate bieten günstige Bodies und Objektive (aber auch sehr teure - insbesondere bei APS-C).
Ein riesiger Vorteil von mFT ist weiterhin das kompakte Format. Nicht zwingend der Kamerabody, aber insbesondere eben die Objektive fallen bei mFT viel kleiner und kürzer aus und bieten dennoch einen größeren Zoomfaktor. Das ist einfach der Sensorgröße geschuldet, die diese kompakten Bauweisen ermöglicht - ein Hauptgrund, wieso (m)FT entwickelt wurde.
Somit ist es durchaus möglich mit nur einem einzigen Objektiv einen sehr großen Spielraum zwischen "naher Abbildung" und "Telezoom" abzudecken.
Wobei ich dennoch, ähnlich wie
@SuperHeinz auch, dazu raten würde, auf lange Sicht auf zwei, drei Wechselobjektive zu gehen. Je nach Situation ist es schon praktisch, entweder das extreme Telezoom mit 800mm Vollformatäquivalenz aufschnallen zu können (was bei mFT übrigens lediglich 400mm entsprechen würde - mFT ist exakt 1:2 zu Vollformat, also ist ein entsprechendes Objektiv auch nur halb so groß), oder eben schnell auf ein 30mm Festbrennweite zu wechseln für hervorragende Portraitaufnahmen, Bokeh oder Stadtleben.
Ein einziges Objektiv, das alles (also extreme Nahaufnahmen / Makro bis hin zu Telezoom) abfängt, gibt es in keinem Sensorformat bei Systemkameras.
Kompaktkameras "möchten" das gerne, aber letztlich sind die Objektive ihrer Baugröße geschuldet auch nur Spielzeug - sorry für alle, die hier diese Kameras empfehlen.
Kokujou schrieb:
Ich glaube da wäre es besser die fehlende Qualität über Objektive reinzuholen, zumindest für mein Preissegment.
Grundsätzlich kannst du viel mit Objektiven herausholen, aber die Basis, also der Body, sollte natürlich auch stimmen.
Aber auch mit "Kit-Objektiven" kann man hervorragende Ergebnisse erzielen.
Ich lege dir (und allen anderen, die es nicht kennen) mal eine geniale Seite nahe:
www.onfotolife.com
Wähle dort entweder deine Kamera (nach Typ: DSLR, Mirrorless, Compact, etc.) oder dein Objektiv (nach Hersteller) aus und dann forste einfach mal durch die Fotos. Dort kannst du sehen, was mit dem jeweiligen Equipment so möglich ist.
Schade: man kann auf der Seite leider nicht Objektiv UND Kamerabody gleichzeitig auswählen - ich geh dann immer über "STRG+F" und schaue, ob ich zum gewählten Objektiv auf den Vorschauseiten die gesuchte Kamera finde - oder anders herum.
Kokujou schrieb:
Also da bin ich über Begriffe wie f/1.8 gestolpert...
Das hat dir
@Listo sehr schön erklärt. Dennoch ist wichtig, dass man nicht nur bzw. zwingend auf einen möglichst niedrigsten f.Stop achtet - auch des Preises wegen.
Je niedriger jedoch der Blendenwert, desto mehr Freistellung (Tiefenunschärfe) ist auch möglich, wobei man das schnell wieder ins Extreme ziehen kann.
Viele behaupten ja immer, dass mit mFT keine gescheite Freistellung möglich wäre, weil das Sensorformat dafür nicht geschaffen sei. Nun, I beg to differ:
Ein Beispiel mit der Panasonic Lumix G81 und Standard-Kitobjektiv 12-60mm, aufgenommen 2022.
Kokujou schrieb:
Ich würd das gerne von nem Menschen verifzieren lassen
Nochmal zusammengefasst. Je kleiner der Blendwert, desto kreativer bist du bei der Gestaltung mit Tiefenunschärfe und Helligkeitsabstufung. Je größer der Blendwert, desto geringer wird die Tiefenunschärfe und desto mehr Licht (oder höhere ISO) ist nötig.
Kokujou schrieb:
also muss man nicht 20 Objektive mit sich rumschleppen
Muss man sowieso nicht, das wäre mir auch zu blöd. In der Regel habe ich eins auf der Kamera und eins im Rucksack und nur äußerst selten wechsel ich während meiner Fototouren überhaupt das Objektiv.
Ich fotografiere viel Landschaft, Natur und nur selten Menschgemachtes / Architektur / Personen. Mir ist zumeist aber eine spannende Komposition des Bildes wichtiger, als der eigentliche Inhalt selbst.
Kokujou schrieb:
habich schon, ich hab doch nix von da ausgewählt ^^ nichts davon war für mich relevant. sorry ich hätt die sektion gleich löschen sollen.
Oh sorry, das hatte ich falsch interpretiert - alles klar
Kokujou schrieb:
Verstehe, also ich glaube mir reicht der standard akku, zur Not werde ich immer eine PowerBank dabei haben, aber ich glaub die Akku-Thematik ist eher was für Sternenlinien-Fotos, wo du wirklich kontinuierlich für Stunden knippsen musst, so heftig soll es nicht werden.
Genau so ist es - oder wenn man z.B. ununterbrochen Serienbildaufnahmen schießt, die sehr viel Rechenpower und Strom benötigen, oder Blitzlicht, etc.
Mit einem Akku komme ich aber (ohne Blitz) ganz normal über einen Tagesausflug hinweg und zwischen 300 und 400 Fotos sind bei mir (G81 und G9-II) möglich.
Kokujou schrieb:
Im Grunde klingt es ja dass im Neuwaren-Sektor die 4.000D bzw. die 2.000D eigentlich die Beste wahl wäre.
Es ist ja auch das einzige, was es unter 400 Euro gibt neu gibt
Kokujou schrieb:
Über gebraucht werde ich mal intensiv nachdenken, besonders wenn du sagst dass die Gewährleistung sehr gut ist.
Ich kann mPB nur weiterhin empfehlen.
SuperHeinz schrieb:
Was suchst Du denn eigentlich? Eine kleine, spiegellose Systemkamera mit Wechselobjektiven oder eine kompakte Sucherkamera mit einem fest eingebauten Objektiv? In Deinem Preisbereich würde ich eher mal eine letztere vermuten, denn zur Kamera mit Wechselobjektiven käme dann ja noch mindestens ein Wechselobjektiv dazu. Und das hätte in diesem Preisbereich, inkl. Kamera, eine eher fragwürdige Qualität.
Das hat er ja gut beschrieben, was er sucht. Allein schon das Thema Lowlight-Aufnahmen ist ein 100%iges Ausschlusskriterium für sämtliche Kompaktkameras. Die Mini-Objektive und die ebenso winzigen Sensoren sind bei Weitem nicht in der Lage selbst der lichtschwächsten Systemkamera + schlechtestem Objektiv das Wasser zu reichen.
Mit einer halbwegs vernünftigen Systemkamera (selbst mit der von mir erwähnten, gebrauchten 150 Euro Canon EOS 550D mit Kitglas von 2012) stellst du jede noch so moderne Kompaktkamera an die Wand, was Lichtstärke und Freistellung angeht.
schneup schrieb:
Wenn Du schon nach Japan kommst wuerde ich vor Ort eine kaufen.
Das würde ich nicht - allein schon, weil lokal verkaufte Kameras oft (aber nicht immer) angepasste Firmwares haben, evtl. Funktionen nicht besitzen, die man vom heimischen Markt gewohnt ist oder diese anders beschrieben sind und im schlimmsten Fall gibts keine Firmware-Updates bzw. sind diese dann nicht kompatibel zueinander.
schneup schrieb:
400 Euro sind umgerechnet ~72'000 Yen. Da Du noch 10% MwSt abziehen kannst waere das Budget um 80'000 Yen.
Auch ne tolle Idee - denk bitte an die Einfuhrumsatzsteuer und die Zollabfertigung am deutschen Flughafen. Sicher ne ganz tolle Idee, Geld zu sparen.