Schranz0815 schrieb:
Weil es sehr viele Menschen in sie Existenznot treibt, deshalb ist es traurig! Traurig ist auch deine fehlende Solidarität mit den Armen der Gesellschaft.
Er hat nur geschrieben, dass er es gut findet, dass Energie teurer wird, alles Weitere, was nun von eurer Seite kommt, sind Unterstellungen und eigentlich unnötige Diskussion.
Ich - persönlich - finde es zum Beispiel auch nicht schlecht, dass die Energiepreise aktuell steigen und die Menschen auch merken, welchen Preis Energie haben kann. Ich weiß, dass manche "Vereinigungen" (Bund der Steuerzahler z.B.) gerne so tut, als wäre der Staat der Kostentreiber, das stimmt aber nur zum Teil. Genau wird gerne so getan, dass die Subventionen für die "Erneuerbaren Energien" schlimm wären, aber das stimmt halt alles nur halb.
Staaten - weltweit - subventionieren Energiekonzerne relativ stark - so wurde und wird
Steinkohle subventioniert. Klar, von über 4.000.000.000 € um 2000 auf 1.000.000.000 2017, aber es sind gewaltige Summen. Auch Öl, Braunkohle und Gas werden sowohl direkt als auch indirekt durch den Staat gefördert - also subventioniert. Dazu kommen Milliarden an Zahlungen an die Betreiber der Kernkraftwerke für die Abschaltung, die weit höher liegen, als das, was die zahlen müssen für den Atommüll. Gerade die Energieträger, die gerne von gewissen Kreisen als so wirtschaftlich dargestellt werden, bekommen Milliardensubventionen vom Staat. Hier auch mal ein Artikel zur
Atom-Energie.
Der "Hass" auf die erneuerbaren Energien, der durch bestimmte Kreise gefördert wird, ebenso auch die Aussage, dass der Staat ja so gut verdient daran, ist nur die halbe Wahrheit, wenn man sich die indirekten und direkten Subventionen für die klassischen Energieträger ansieht.
Das Problem mit der "EEG"-Umlage war damals, dass sowohl Grüne als auch SPD aus den klassischen, teilweise stark verschleierten Subventionen hinaus wollt, die die Staatskasse belasten, gleichzeitig die Gewinnmargen von Firmen sichern. Das hat damals zu einem steigenden Strompreis geführt, sollte aber auch den Preis für die Gesellschaft spiegeln. Probleme sind dann durch die "Verschlimmbesserungen" durch die CDU und SPD ab 2005 und besonders CDU und FDP ab 2009, massiv verstärkt wurden, weil man dann Firmen ausgenommen als wichtige Konzerne im internationalen Vergleich.
Dazu dann die verkappten Zahlungen an RWE, E.On und Co durch den stark verhunzten Atomausstieg dank CDU und FDP, die dann massive Entschädigungszahlungen an die Firmen als Folge hatten, die zu weite Teilen ja auch schon geflossen sind.
Der Finger auf den Staat, aber ebenso der Finger auf die erneuerbaren Energien, sind oft ideologisch geprägt, die versuchen die Probleme auf wenige Sündenböcke zuschieben, was so aber eben nicht funktioniert, weil das alles komplexer ist.
Das Thema hier wirklich aufzubereiten, würde viel zu lange dauern, nur das "gut" finden des hören Preises hat nicht unbedingt etwas damit zu tun, dass man nicht solidarisch wäre. Meist wird die Solidarität mit den "Ärmsten" genau dann von gewissen Kreisen bemüht, wenn die eigenen "Kosten" steigen und der Staat doch bitte was tun soll, damit die Kosten nicht steigen, und zwar am besten im Gießkannenprinzip, sodass alle was haben.
Schranz0815 schrieb:
Das sich Menschen wie du am finanziellen Leid anderer Menschen erfreuen, die Ihre Grundbedürfnisse des Lebens nicht mehr erfüllen können, obwohl die ihr ganzes Leben gearbeitet haben und jetzt mit Hungerrente und teure Grundversorgung fürs Leben in die Armut getrieben werden. Das ist traurig!
Richtig, für ca. 20 - 30 % der Bevölkerung wird das Leben unangenehmer, weil viel mehr Geld für Strom draufgeht, aber auch Heizung und Co. Das ist bedauerlich. Leider hat sich unsere Politik dazu entschieden, mit einem "Tankrabatt" die Gewinne der Öl-Firmen massiv zu erhöhen - der Preis pendelte sich ja eigentlich wieder ein - und damit auch eher den oberen 20 - 30 % der Bevölkerung zu helfen, als den unteren 70 %. Genau so mit der erhöhten Pendlerpauschale ab Kilometer 20, die eher bei dem oberen Prozent der Bvölkerung ankommt, als bei dem Großteil der Bevölkerung. Die unteren Berufsgruppen pendeln in der Regel überwiegend weniger als 10 km - über 50 % - und nur ca. 10 % mehr als 25 km, während es bei Menschen mit Hochschulabschluss, spricht Studium dann zu nimmt.
Dazu kommt, dass die unteren Gruppen überhaupt nicht genug Geld an die Steuer abführen, um davon wirklich zu profitieren.
Man verschenkt - der Staat - sehr viel Geld aktuell mit der Gießkanne, als zu schauen, wo es Sinn macht, auch wegen der Wähler. Statt des Tankrabattes, hätte es mehr Sinn gemacht für bestimmte Menschen Tankgutscheine zu verteilen, die es wirklich benötigen, als die Gießkanne zu nehmen. Auch jetzt beim Strom oder beim Heizen. Statt pauschal die 200 - 300 Energiegeld für alle, würden Gutscheine, die man bekommt, wenn man weniger als x Brutto verdient - auf den Haushalt bezogen - für den Strom und die Heizung mehr Sinn machen.
Ich persönlich könnte auf die 300 € Energiegeld dieses Jahr verzichten, andere bräuchten es dringender. Ich selbst sehe die steigenden Preise selbst durchaus "kritisch", finde es aber gut, weil damit den Leuten bewusst wird, dass Energie eben auch einen Wert hat. Gleichzeitig sehe ich aber das Problem für die Armen, statt aber die Entwicklung allgemein "abwürgen" zu wollen, würde ich mir Programme für die Menschen wünschen, die die Hilfe brauchen und nicht pauschal für alle.
finley schrieb:
Die dicken Brocken sind Herd, Waschmaschine, Kühlschrank.
Jaein, kommt darauf an, wie du es definieren magst. Kühlschränke brauchen heute selten mehr als 150 W die Stunde selbst im Peak und da reden wir dann von Tiefkühl-Kühlschrank-Kombo in Groß. Gute Kompressoren sind heute relativ sparsam. Auch moderne Backöfen und Herde sowie Waschmaschinen sind nicht mehr so die Stromfresser. Was hier die kWh anhebt, ist die Tatsache, dass man das Zeug relativ regelmäßig braucht.
Ich koche jetzt nicht mega häufig, aber auch nicht selten und ich hab es dieses Jahr geschafft auf ca. 600 kWh zu kommen. Muss mal schauen, wie weit ich schon bin dieses Jahr und ob ich den Abschlag noch mal anpasse nach oben. Ich bin aber einfach gut 40 % des Tages nicht zu Hause und weitere 33 % des Tages verbringt man mit schlafen, bleiben also nur 27 % des Tages. Ich schalte in der Zeit halt Computer aus, genau so alles Weitere. Und ich nutze dafür nicht mal "Master-Slave-Steckdosen" vieles läuft im Stand-By, da diese Verbräuche heute eh sehr niedrig sind. Klar, rechne ich das hoch, könnte ich sicher noch mal ein paar kWh einsparen, aber das war es.
Das Problem ist heute, wie auch damals, oft eher, dass Leute immer noch sehr unachtsam mit ihren Geräten umgehen und teilweise einfach Fernseher, Radio und Co laufen lassen, selbst wenn sie weg sind usw. Auch ich müsste mich gerade etwas schämen, der Rechner läuft noch, obwohl ich gerade ein Buch lese. Böses Pandi!
Donnerkind schrieb:
Neulich bekam ich die Abrechnung für letztes Jahr: 612 kWh.
Willkommen im Club der 600er. XD War 645, die ich verbraucht habe laut Rechnung, konnte das auch nicht glauben!
Und das mit einem PC, der echt ziehen kann.
