SW987 schrieb:
Bei mir ist es also plötzlich komisch, wenn ich einfach irgendeine Behauptung unbelegt in den Raum stelle? So close...
SW987 schrieb:
Ich behaupte nicht irgendwelche Sachen. Ich habe auf das Eckpunktepapier der BNetzA verwiesen und auf die Strukturparameter bestehender Netze hingewiesen.
Du sagst:
1. Die BNetzA arbeitet an Konzepten, um mit den zukünftig erwarteten Lastszenarien durch Elektrifizierung von Wärme/Verkehr umgehen zu können.
Das ist ein Fakt, den du belegt hast, und den niemand ernsthaft anzweifeln kann.
2. Die Netze in Gebieten mit Öl-/Gasversorgung sind nicht auf die Elektrifizierung der Wärmeversorgung ausgelegt.
Dafür lieferst du aber keine Belege.
Insbesondere ist aber relevant, welcher Elektrifizierungsgrad vom Netz im derzeitigen Zustand getragen werden kann und ab wann ein Ausbau nötig ist. Das sind ja relativ komplexe Betrachtungen, vermute ich zumindest.
Ich glaube dir auch ohne Belege, dass es in Deutschland Niederspannungsnetze gibt, in deren Gebiet eine vollständige Elektrifizierung der Gebäudewärme zu Engpässen führen würde.
Konkret folgt daraus, dass der Prozess(!) der Elektrifizierung mit Ausbau des Netzes einhergehen muss.
Daraus folgt auch, dass die Netzbetreiber von ihren durch (1.) eingeräumten (wenn es denn in Kraft tritt) Möglichkeiten zur Abregelung Gebrauch machen werden, wenn es nötig wird, weil der Netzausbau nicht mit dem Wärmepumpenausbau einhergeht.
Jegliche Quantifizierung fehlt aber. In welchem Maße/Tempo ist ein Netzausbau nötig, damit es nicht zu Abregelungen kommt? Ab welchen Temperaturen wird es problematisch? Warum bist du sicher, dass der Netzausbau zu langsam verlaufen wird und es sicher zu Abregelungen kommt? Welche Abregelungen sind überhaupt problematisch? Derzeit sind sie ja auch schon möglich und scheinbar kein Problem für Wärmepumpenbesitzer.
Du lässt das alles offen, aber das sind doch entscheidende Parameter, um eine solche Aussage zu belegen.
Und
SW987 schrieb:
Den Gleichzeitigkeitsfaktor ab 100 Wohneinheiten für Strom kann man in Öl- und Gas-Heizungsgebieten mit ca. 1 kW pro WE ansetzen.
Das deckt sich mit
Wikipedia, bei Gebieten ohne elektrische Warmwasserversorgung geht man von 110kVA pro 100WE aus.
Jetzt bleibt weiterhin offen, aus welchem Elektrifizierungsgrad welche Belastung folgt und welche Spielräume es derzeit überhaupt noch gibt. Das ist mir vollkommen unklar, auch, wie du auf 6-8kW pro Wohneinheit kommst.
Bedenken muss man auch, dass es Wärmepumpen auch in Verbindung mit Warmwasserspeichern gibt. Inwiefern ist davon auszugehen, dass diese bei niedrigen (welchen?) Temperaturen trotzdem dauerhaft laufen? Wie groß ist deren Anteil?
SW987 schrieb:
Na dann schieß mal los, über was reden wir? Die Ausbaugeschwindigkeit ergibt sich doch aus dem Gebäudeenergiegesetz oder nicht? Zum zugehörigen Netzausbau steht da aber nichts.
Das hast du falsch verstanden. Ich kann keineswegs quantifizieren, welcher Elektrifizierungsgrad der Wärmeversorgung welche Voraussetzungen an die Niederspannungsnetze stellt und welchen Ausbau nötig macht. Ich würde das gerne wissen und du hast vollmundig behauptet, dass Wärmepumpen in Zukunft aufgrund des BNetzA-Eckpunktepapiers abgeregelt werden, wenn es kalt wird. Also musst du das ja auch etwas genauer belegen können. Oder es war halt nur dein Bauchgefühl.
SW987 schrieb:
Das habe ich bereits mehrmals.
Nein, du hast rein gar nichts quantifiziert - bis zum letzten Beitrag, da aber leider wieder ohne Quelle.
SW987 schrieb:
singen die grünen Lieder,
Polemik ist aber immer dabei

Immer gut, wenn man weiß, wo der Feind steht, aber es hilft einfach nicht in einer sachlichen Diskussion.