Energiewende in Deutschland - Geschwindigkeit - Kosten?

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
ThomasK_7 schrieb:
Mit der neuen Gasbrennwerttherme hättet Ihr, soweit ich das überblicke, 30 Jahre neuen Bestandsschutz und trotzdem volle Handlungsfreiheit in Bezug auf Brennstoffumstellung.
Es geht nicht um Bestandsschutz.
Wir hätten 2019 unser Geld in eine Technik gesteckt, welche heutzutage nicht mehr empfohlen wird und bei Totalausfall zukünftig auch nicht mehr problemlos ersetzt werden kann.

Gruß
R.G.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Klingeldraht
SW987 schrieb:
denn an den ganz kalten Tagen werden das viele lokale Niederspannungsnetze ohnehin nicht schaffen
Diese Aussage ist nichts als unfundierte Panikmache, solange nicht mal versucht wird, sie mit brauchbaren Quellen zu belegen.

Die zeitlich begrenze Abregelbarkeit durch den Netzbetreiber ist meines Wissens schon jetzt Voraussetzung für die Nutzung von Wärmepumpentarife.

Grundsätzlich ist es natürlich absolut richtig, dass man Konzepte erarbeitet, mit denen die Integration von Batterieautos und Wärmepumpen ins Stromnetz möglichst netzschonend verläuft.
Wer sein Auto abends an die Wallbox hängt, um es bis zum nächsten morgen vollgeladen zu haben, dem ist egal, in welchem Zeitraum geladen wird - solange es am nächsten morgen voll ist. Für das Netz ist es natürlich von Vorteil, wenn nicht alle von 19:00 bis 23:00 Uhr laden.
Und manche werden sogar damit einverstanden sein, dass das Auto nicht vollgeladen ist, solange ein gewisser Schwellwert erreicht wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: KitKat::new()
Web-Schecki schrieb:
Diese Aussage ist nichts als unfundierte Panikmache, solange nicht mal versucht wird, sie mit brauchbaren Quellen zu belegen.[...]
Weshalb gibt es dann dieses Festlegungsverfahren der BNetzA, das gesetzliche Pflichten für Netzbetreiber und Betreiber der entsprechenden Geräte vorschreibt?

In Gebieten mit überwiegend Gas- und Ölheizung sind die Niederspannungsnetze nicht auf Wärme- und Tankstrom ausgelegt. Ganz grob kannst Du pro 100 Einwohner in der Stadt mit 1km Netz (MS und NS) rechnen.

Wie schnell sollen alle(!) Gehwege (dort liegen die Netzkabel) in diesen Gebieten aufgegraben werden? Es mangelt jetzt schon an Leitungstiefbauern wegen dem Breitbandausbau. Ja, da gibt es Synergien, aber Strom und TK-Netze sind nicht deckungsgleich, die Verknüpfungspunkte zur oberen Netzebene (Ortsnetzstation oder POP) liegen schon völlig unterschiedlich.
Web-Schecki schrieb:
Die zeitlich begrenze Abregelbarkeit durch den Netzbetreiber ist meines Wissens schon jetzt Voraussetzung für die Nutzung von Wärmepumpentarife.[...]
Ja, weil man damit die Last besser verteilen kann, das gibt es schon lange. Damit fängt man aber nicht die jetzigen Ausbauzahlen von WP ab und von E-Fahrzeugen war damals auch keine Rede.

Web-Schecki schrieb:
Grundsätzlich ist es natürlich absolut richtig, dass man Konzepte erarbeitet, mit denen die Integration von Batterieautos und Wärmepumpen ins Stromnetz möglichst netzschonend verläuft.[...]
Es soll/muss doch marktorientiert laufen. Geladen werden soll, wenn der Strom günstig ist. Das soll(?) er zukünftig tagsüber bei EE-Überschuss sein. Erstens steht dann das Auto oft nicht zuhause und zweitens bekommen das günstige Preissignal ja alle, mit der Folge hoher gleichzeitiger Lasten für das Netz.

"Marktorientiert" und "Netzorientiert" gehen nicht Hand in Hand, es ist ein Zielkonflikt.
Web-Schecki schrieb:
Wer sein Auto abends an die Wallbox hängt, um es bis zum nächsten morgen vollgeladen zu haben, dem ist egal, in welchem Zeitraum geladen wird - solange es am nächsten morgen voll ist. Für das Netz ist es natürlich von Vorteil, wenn nicht alle von 19:00 bis 23:00 Uhr laden.[...]
Das ändert nichts an den drohenden Überlastungen durch die WP an sehr kalten Tagen.

Der COP der WP geht bei sehr kalten Temperaturen in den Keller, gleichzeitig wird aber wegen der Kälte mehr Heizenergie gebraucht. Folge: Die WP läuft länger und der elektrische Zusatzheizstab muss regelmäßig mithelfen.

Wenn über mehreren kalten Tagen die Wohnungen warm bleiben sollen, dann müssen die Netze für diese Belastung ausgelegt werden. D. h. Netzausbau in allen(!) Städten, wo bisher Gas-und Öl-Heizungen laufen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Andy4 und Klingeldraht
SW987 schrieb:
Weshalb gibt es dann dieses Festlegungsverfahren der BNetzA, das gesetzliche Pflichten für Netzbetreiber und Betreiber der entsprechenden Geräte vorschreibt?
Um die von dir postulierte Überlastung zu verhindern. Die wird nämlich nicht eintreten.
SW987 schrieb:
Das ändert nichts an den drohenden Überlastungen durch die WP an sehr kalten Tagen.
Du kannst nicht weiter irgendwelche Sachen behaupten.
Niemand zweifelt an, dass der Zubau von Wärmepumpen eine Netzbelastung darstellt, die natürlich abhängig von der Außentemperatur ist, aber du kannst nicht einfach andauernd irgendwelche Überlastszenarien beschreien, ohne fundiert zu belegen, unter welchen Voraussetzungen diese eintreten. Und dein Bauchgefühl, dass der (angestrebte) Zubau irgendwann zur Überlastung führt, ist einfach keine belastbare Quelle, sondern nur Polemik. So funktioniert das vielleicht am Stammtisch, aber nicht, wenn alle Teilnehmer etwas aus der Diskussion ziehen sollen.

SW987 schrieb:
Wie schnell sollen alle(!) Gehwege (dort liegen die Netzkabel) in diesen Gebieten aufgegraben werden?
Wie schnell müsste das denn geschehen, damit der angestrebte Wärmepumpenzubau nicht das Netz gefährdet?
Ungefähr genauso schnell sollten dann die Gehwege aufgegraben werden.
Solange du ersteres nicht quantifizierst, wirst du wohl kaum jemanden davon überzeugen können, dass letzteres ein Problem ist...
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Hirtec und KitKat::new()
Samurai76 schrieb:
Natürlich dämmen 4cm von vor 30 Jahren nicht so effektiv, wie heutige 16cm oder gar 24cm, Sind 24cm nötig, um mit WP wirtschaftlich zu heizen? Nein, da reichen 4cm.
Unter 12-14cm geht eigentlich nicht, da das GEG U = 0,20 W/(m²·K) fordert.

https://www.isover.de/ratgeber/waer...t=Je kleiner der Wert, desto,,15 W/m²K liegen.

Mit einer guten PU-Dämmung kommt man aber unter die 18cm aus dem Link.

https://www.bauder.de/de/steildach/...daemmung/aufsparrendaemmung/bauderpir-sf.html
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Klingeldraht
Exit666 schrieb:
Unter 12-14cm geht eigentlich nicht, da das GEG U = 0,20 W/(m²·K) fordert.
Du verdrehst die Argumentation. Um mit einer WP effektiv wirtschaftlich zu heizen ist keine Vakuumgebäudehülle mit rundum 24cm nötig. Dass ich damit natürlich weniger Heizenergie benötige, wie luftig und 4cm Dämmung, ist physikalisch völlig korrekt. Geht trotzdem, und ob die Heizenergie über Strom, Öl oder Gas verschwendet wird aufgrund fehlender Dämmung, ist dem Heizgerät völlig egal. Aber um das letzte Prozent zu sparen, muss man 150k und mehr investieren. Ja, kann man machen, muss man aber nicht. Und die Gebäudestandards musst du nur erfüllen, wenn du Förderung haben möchtest. Dachdämmung und Fenstertausch sind aber wirtschaftlich so sinnvoll, dass das sehr gut ohne Förderung machbar sein sollte. Und wenn du selbst 4cm Dämmung unters Dach nageln kannst, wird es noch günstiger und es reicht halt. Natürlich, besser (und damit teurer) geht immer.
 
Web-Schecki schrieb:
Um die von dir postulierte Überlastung zu verhindern. [...]
Eben, durch Abregelung(!).

Hast Du das Eckpunktepapier der BNetzA gelesen?

Was bedeutet denn die Abregelung von Wärmepumpen an sehr kalten Tagen?
Web-Schecki schrieb:
Die wird nämlich nicht eintreten.[...]
Hellseher?

Erläutere mir doch bitte mal anhand von Netzstrukturparametern in bisherigen Gas- und Öl-Heizungsgebieten fundiert wie das dortige Stromnetz, welches für Kochen und Licht ausgelegt wurde, das schaffen soll.

Du darfst dabei gerne auf Begriffe wie Lastdichte, Gleichzeitigkeitsfaktoren, Strombelastbarkeit, etc. zurückgreifen, ich kann folgen.
Web-Schecki schrieb:
Du kannst nicht weiter irgendwelche Sachen behaupten.[...]
Ich behaupte nicht irgendwelche Sachen. Ich habe auf das Eckpunktepapier der BNetzA verwiesen und auf die Strukturparameter bestehender Netze hingewiesen.

Unsachlich ist Dein generelles Abbügeln. Erkläre doch mal konkret, welche Netzkapazitäten Stromnetze im Allgemeinen in Gas- und Öl-Heizungsgebieten aufweisen.
Web-Schecki schrieb:
Niemand zweifelt an, dass der Zubau von Wärmepumpen eine Netzbelastung darstellt, die natürlich abhängig von der Außentemperatur ist, aber du kannst nicht einfach andauernd irgendwelche Überlastszenarien beschreien, ohne fundiert zu belegen, unter welchen Voraussetzungen diese eintreten. [...]
Das habe ich bereits mehrmals. Dass Du das nicht erkennst, zeigt eher Defizite auf Deiner Seite, oder nicht?
Web-Schecki schrieb:
Und dein Bauchgefühl, dass der (angestrebte) Zubau irgendwann zur Überlastung führt, ist einfach keine belastbare Quelle, sondern nur Polemik. So funktioniert das vielleicht am Stammtisch, aber nicht, wenn alle Teilnehmer etwas aus der Diskussion ziehen sollen.[..]
Den Gleichzeitigkeitsfaktor ab 100 Wohneinheiten für Strom kann man in Öl- und Gas-Heizungsgebieten mit ca. 1 kW pro WE ansetzen. Wieviel kommt pro WE an einem kalten Tag mit WP zusammen? 6 bis 8 kW (mit Heizstab)?
Und das bei einer hohen Gleichzeitigkeit, denn es ist dann überall kalt.
Web-Schecki schrieb:
Wie schnell müsste das denn geschehen, damit der angestrebte Wärmepumpenzubau nicht das Netz gefährdet?
Ungefähr genauso schnell sollten dann die Gehwege aufgegraben werden.[...]
Na dann schieß mal los, über was reden wir? Die Ausbaugeschwindigkeit ergibt sich doch aus dem Gebäudeenergiegesetz oder nicht? Zum zugehörigen Netzausbau steht da aber nichts.
Web-Schecki schrieb:
Solange du ersteres nicht quantifizierst, wirst du wohl kaum jemanden davon überzeugen können, dass letzteres ein Problem ist...
Ich kann Dir nur aus meiner persönlichen Erfahrung berichten, dass sich in der Energiewirtschaft Stirnrunzeln und Kopfschütteln angesichts technischer Machbarkeit, Finanzierbarkeit und Wirtschaftlichkeit breit macht. Die oberen Ebenen halten noch still und singen die grünen Lieder, weil sie sich nicht mit der derzeit politischen Führung anlegen wollen. Das kannst Du mir glauben oder nicht, ist mir egal.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Andy4, Klingeldraht und rgbs
Web-Schecki schrieb:
Und dein Bauchgefühl, dass der (angestrebte) Zubau irgendwann zur Überlastung führt, ist einfach keine belastbare Quelle, sondern nur Polemik.
Ersetze Heizlüfter durch Wärmepumpe https://www.faz.net/aktuell/rhein-m...efahr-fuer-das-lokale-stromnetz-18216308.html.
Außerdem müsste doch Jedem klar sein, dass die elektrische Infrastruktur in den meisten Städten zu einer Zeit errichtet wurde, als Wärmepumpen und E-Autos noch kein Thema waren.

Gruß
R.G.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Klingeldraht
Samurai76 schrieb:
Und die Gebäudestandards musst du nur erfüllen, wenn du Förderung haben möchtest.
Für Förderung brauchts die 0,14 U-Wert.

Wenn du heute mehr als 10% deines Daches oder Gebäudehülle sanierst, musst du da auf 0,20 kommen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Klingeldraht
Exit666 schrieb:
Wenn du heute mehr als 10% deines Daches oder Gebäudehülle sanierst, musst du da auf 0,20 kommen.
Wenn du Förderung haben möchtest. Wie ich es mir selbst mache, geht den Staat nichts an und zieht auch keine Strafen nach sich. Kann zum Problem werden, wenn die EU die Gebäudeheizklassen eingeführt hat.

Und auch der/die Handwerker freut/en sich über keine Förderung. Muss wesentlich weniger gemessen, geprüft, gerechnet und Anträge ausgefüllt werden.
 
Samurai76 schrieb:
. Wie ich es mir selbst mache, geht den Staat nichts an und zieht auch keine Strafen nach sich.
Also ist das Gebäudeenergiegesetz nur eine Empfehlung?

https://geg-info.de/geg/048_%a7_anforderungen_an_baubestand_bei_aenderung.htm

"Wer über 10 Prozent der gesamten Fläche einer Außenbauteilgruppe eines Bestandsgebäudes – Außenwand, Fenster, Türen, Dach, Decken – energetisch verändert, muss den Wärmedurchgang der betroffenen Außenbauteilfläche gemäß den Anforderungen des GEG begrenzen. Der Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) darf die vorgeschriebenen Höchstwerte nicht übersteigen."

https://geg-info.de/geg_praxishilfen/210127_geg_2020_baubestand_regeln_pflichten.htm

https://geg-info.de/geg_praxishilfen/200902_geg_2020_ordnungswidrigkeiten_bussgeld.htm
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Andy4 und Klingeldraht
rgbs schrieb:
Ersetze Heizlüfter durch Wärmepumpe https://www.faz.net/aktuell/rhein-m...efahr-fuer-das-lokale-stromnetz-18216308.html.
Außerdem müsste doch Jedem klar sein, dass die elektrische Infrastruktur in den meisten Städten zu einer Zeit errichtet wurde, als Wärmepumpen und E-Autos noch kein Thema waren.

Gruß
R.G.

Wer kennt sie nicht, die massenweisen Blackouts wenn Sonntag Mittag halb Deutschland den Ofen und Herd anschmeißt um das Mittagessen zu kochen. Was meinst du denn wie viel Leistung so eine Wärmepumpe nimmt?
 
Hirtec schrieb:
[...]Was meinst du denn wie viel Leistung so eine Wärmepumpe nimmt?
Genau, Fakten sind immer gut.

Wieviel muss man für ein durchschnittlich gedämmtest EFH bei - 5 ° Durschnittstemperatur über sieben trübe Tage (inkl. E-Fahrzeug und sonstigen Haushaltstrom) ansetzen?

1682792420655.png

link
 
Ich rede hier nicht von E-Autos sondern von Wärmepumpen. Da ist schon ein eklatanten Unterschied von der Leistungsaufnahme.
 
Und die E-Autos laden an einem anderen Stromnetz?

Hast Du eine WP?

Auf was ist die ausgelegt? Hat sie eine elektrische Zusatzheizung?

An sehr kalten und trüben Wintertagen treffen sich gleichzeitig:

1. Der erhöhte Strombedarf der WP
2. Der zusätzliche Strombedarf durch eine elektrische Zusatzheizung (Heizstab)
3. Der erhöhte Strombedarf durch E-Fahrzeuge (im Winter wegen Heizung höher)

Die PV hilft an trüben Tagen nichts und am Niederspannungsnetz eines Wohngebiets hängt keine WKA.

Oder will man sich von einer sicheren Energieversorgung über 8.760h im Jahr verabschieden?

Dann soll man das auch sagen!
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Klingeldraht
SW987 schrieb:
Bei mir ist es also plötzlich komisch, wenn ich einfach irgendeine Behauptung unbelegt in den Raum stelle? So close...

SW987 schrieb:
Ich behaupte nicht irgendwelche Sachen. Ich habe auf das Eckpunktepapier der BNetzA verwiesen und auf die Strukturparameter bestehender Netze hingewiesen.
Du sagst:
1. Die BNetzA arbeitet an Konzepten, um mit den zukünftig erwarteten Lastszenarien durch Elektrifizierung von Wärme/Verkehr umgehen zu können.
Das ist ein Fakt, den du belegt hast, und den niemand ernsthaft anzweifeln kann.

2. Die Netze in Gebieten mit Öl-/Gasversorgung sind nicht auf die Elektrifizierung der Wärmeversorgung ausgelegt.
Dafür lieferst du aber keine Belege.

Insbesondere ist aber relevant, welcher Elektrifizierungsgrad vom Netz im derzeitigen Zustand getragen werden kann und ab wann ein Ausbau nötig ist. Das sind ja relativ komplexe Betrachtungen, vermute ich zumindest.
Ich glaube dir auch ohne Belege, dass es in Deutschland Niederspannungsnetze gibt, in deren Gebiet eine vollständige Elektrifizierung der Gebäudewärme zu Engpässen führen würde.
Konkret folgt daraus, dass der Prozess(!) der Elektrifizierung mit Ausbau des Netzes einhergehen muss.
Daraus folgt auch, dass die Netzbetreiber von ihren durch (1.) eingeräumten (wenn es denn in Kraft tritt) Möglichkeiten zur Abregelung Gebrauch machen werden, wenn es nötig wird, weil der Netzausbau nicht mit dem Wärmepumpenausbau einhergeht.

Jegliche Quantifizierung fehlt aber. In welchem Maße/Tempo ist ein Netzausbau nötig, damit es nicht zu Abregelungen kommt? Ab welchen Temperaturen wird es problematisch? Warum bist du sicher, dass der Netzausbau zu langsam verlaufen wird und es sicher zu Abregelungen kommt? Welche Abregelungen sind überhaupt problematisch? Derzeit sind sie ja auch schon möglich und scheinbar kein Problem für Wärmepumpenbesitzer.
Du lässt das alles offen, aber das sind doch entscheidende Parameter, um eine solche Aussage zu belegen.
Und

SW987 schrieb:
Den Gleichzeitigkeitsfaktor ab 100 Wohneinheiten für Strom kann man in Öl- und Gas-Heizungsgebieten mit ca. 1 kW pro WE ansetzen.
Das deckt sich mit Wikipedia, bei Gebieten ohne elektrische Warmwasserversorgung geht man von 110kVA pro 100WE aus.
Jetzt bleibt weiterhin offen, aus welchem Elektrifizierungsgrad welche Belastung folgt und welche Spielräume es derzeit überhaupt noch gibt. Das ist mir vollkommen unklar, auch, wie du auf 6-8kW pro Wohneinheit kommst.
Bedenken muss man auch, dass es Wärmepumpen auch in Verbindung mit Warmwasserspeichern gibt. Inwiefern ist davon auszugehen, dass diese bei niedrigen (welchen?) Temperaturen trotzdem dauerhaft laufen? Wie groß ist deren Anteil?

SW987 schrieb:
Na dann schieß mal los, über was reden wir? Die Ausbaugeschwindigkeit ergibt sich doch aus dem Gebäudeenergiegesetz oder nicht? Zum zugehörigen Netzausbau steht da aber nichts.
Das hast du falsch verstanden. Ich kann keineswegs quantifizieren, welcher Elektrifizierungsgrad der Wärmeversorgung welche Voraussetzungen an die Niederspannungsnetze stellt und welchen Ausbau nötig macht. Ich würde das gerne wissen und du hast vollmundig behauptet, dass Wärmepumpen in Zukunft aufgrund des BNetzA-Eckpunktepapiers abgeregelt werden, wenn es kalt wird. Also musst du das ja auch etwas genauer belegen können. Oder es war halt nur dein Bauchgefühl.

SW987 schrieb:
Das habe ich bereits mehrmals.
Nein, du hast rein gar nichts quantifiziert - bis zum letzten Beitrag, da aber leider wieder ohne Quelle.

SW987 schrieb:
singen die grünen Lieder,
Polemik ist aber immer dabei :) Immer gut, wenn man weiß, wo der Feind steht, aber es hilft einfach nicht in einer sachlichen Diskussion.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: KitKat::new()
Lies bitte meinen Text. Was willst du immer E-Autos reinreden, wenn ich von Wärmepumpen schreibe.
 
Hirtec schrieb:
... nicht von E-Autos sondern von Wärmepumpen. Da ist schon ein eklatanten Unterschied von der Leistungsaufnahme
Batterie VW i3 62 - 82 kWh 6-8 kW wenn man 10 Stunden lädt.
Wärmepumpe für 100 Quadratmeter Haus im Winter ca. 6-8 kW.
Ich sehe keinen "eklatanten Unterschied".

Gruß
R.G.
 
Web-Schecki schrieb:
[...]Insbesondere ist aber relevant, welcher Elektrifizierungsgrad vom Netz im derzeitigen Zustand getragen werden kann und ab wann ein Ausbau nötig ist. Das sind ja relativ komplexe Betrachtungen, vermute ich zumindest.[...]
Richtig.
Web-Schecki schrieb:
Ich glaube dir auch ohne Belege, dass es in Deutschland Niederspannungsnetze gibt, in deren Gebiet eine vollständige Elektrifizierung der Gebäudewärme zu Engpässen führen würde.
Konkret folgt daraus, dass der Prozess(!) der Elektrifizierung mit Ausbau des Netzes einhergehen muss.[...]
Richtig.
Web-Schecki schrieb:
Daraus folgt auch, dass die Netzbetreiber von ihren durch (1.) eingeräumten (wenn es denn in Kraft tritt) Möglichkeiten zur Abregelung Gebrauch machen werden, wenn es nötig wird, weil der Netzausbau nicht mit dem Wärmepumpenausbau einhergeht.[...]
Richtig, das wird dann eintreffen, wenn es sehr kalt ist.
Web-Schecki schrieb:
Jegliche Quantifizierung fehlt aber. In welchem Maße/Tempo ist ein Netzausbau nötig, damit es nicht zu Abregelungen kommt? Ab welchen Temperaturen wird es problematisch? Warum bist du sicher, dass der Netzausbau zu langsam verlaufen wird und es sicher zu Abregelungen kommt? [..]
Die WP werden sich überall gleichzeitig in Gebieten mit ehemaligen Öl- und Gas-Heizungen ausbreiten.

D. h. in jeder Straße wird die Anzahl der WP allmählich ansteigen, aber halt in allen Gebieten. Netzausbau bedeutet aber Ausbau des kompletten Straßenzugs. Man kann nicht eine Straße ein "bisschen" ausbauen, es gibt kein ein bisschen Schwanger. Es wird Unterschiede je nach Netzgebiet geben, ja, aber der elektrische Vollausbau in der Niederspannung kann mit den WP-Zielen nicht mithalten.
Web-Schecki schrieb:
Welche Abregelungen sind überhaupt problematisch? Derzeit sind sie ja auch schon möglich und scheinbar kein Problem für Wärmepumpenbesitzer.
Du lässt das alles offen, aber das sind doch entscheidende Parameter, um eine solche Aussage zu belegen.[...]
Derzeit laufen die Öl- und Gas-Heizungen noch und die E-Fahrzeug-Dichte ist noch überschaubar, natürlich gibt es jetzt noch keine Probleme.

Ob die Abregelung von WP an sehr kalten Tagen ein Problem darstellen wird, müssen die Betroffenen beurteilen.
Web-Schecki schrieb:
[...]Jetzt bleibt weiterhin offen, aus welchem Elektrifizierungsgrad welche Belastung folgt und welche Spielräume es derzeit überhaupt noch gibt. Das ist mir vollkommen unklar, auch, wie du auf 6-8kW pro Wohneinheit kommst.[...]
Dann beantworte doch meine Frage nach dem Leistungsbedarf einer WP bei durchschnittlich - 5° über mehrere Tage. Zu dem Strombedarf der WP kommt wie gesagt der unmittelbar verknüpfte Zusatzbedarf des Heizstabs und in gewissem Maße das E-Fahrzeug.
Web-Schecki schrieb:
Das hast du falsch verstanden. Ich kann keineswegs quantifizieren, welcher Elektrifizierungsgrad der Wärmeversorgung welche Voraussetzungen an die Niederspannungsnetze stellt und welchen Ausbau nötig macht. Ich würde das gerne wissen und du hast vollmundig behauptet, dass Wärmepumpen in Zukunft aufgrund des BNetzA-Eckpunktepapiers abgeregelt werden, wenn es kalt wird. Also musst du das ja auch etwas genauer belegen können. Oder es war halt nur dein Bauchgefühl.[...]
Ortsnetzstationen sind in der Spitze üblicherweise zwischen 30 - 70 % ausgelastet, wobei es hier auch Ausreißer nach unten und oben gibt. Dies liegt zum einen an einer effizienten Betriebsweise des Trafos (Verluste) und der Möglichkeit im Wartungs- oder Störungsfall über eine Nachbarstation zu versorgen.

Das gilt auch für Gebiete, die bisher ohne Wärmestrom versorgt wurden. Es war halt nicht der Auslegungsfall.
Web-Schecki schrieb:
Nein, du hast rein gar nichts quantifiziert - bis zum letzten Beitrag, da aber leider wieder ohne Quelle.[...]
Firmeninternas darf und will ich nicht verbreiten.
Web-Schecki schrieb:
Polemik ist aber immer dabei :) Immer gut, wenn man weiß, wo der Feind steht, aber es hilft einfach nicht in einer sachlichen Diskussion.
Schon klar, wichtig ist wo der Freund steht...
1682794667945.png


Nicht wahr? ;-)
Hirtec schrieb:
Lies bitte meinen Text. Was willst du immer E-Autos reinreden, wenn ich von Wärmepumpen schreibe.
Weil beide am selben Hausanschluss hängen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Klingeldraht
SW987 schrieb:
Weil beide am selben Hausanschluss hängen.
Du willst es wohl nicht verstehen... ist auch egal. Konstruiere du dir weiterhin deine Sachen.

Ich warte weiterhin, dass unser Stromnetz mal zusammenbricht...
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Skaiy
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben