Doch ich verstehe, dass sich der Leistungsbedarf von WP und BEV am Hausanschluss überlagern.Hirtec schrieb:Du willst es wohl nicht verstehen...[...]
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Energiewende in Deutschland - Geschwindigkeit - Kosten?
- Ersteller Derbysieger1995
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Ich würde stark vermuten, wenn deine Öl oder Gasheizung einen unreparierbaren Schaden entwickelt und die Wärmepumpe erst in 2 Jahren geliefert wird und das lokale Netz erst in 5 Jahren ausgebaut wird, giltst du als Härtefall und bekommst eine mobile auf Zeit. Oder eine gebrauchte. Öl oder Gas. Weil WP dauert nachgewiesenermaßen.
Und ich würde auch vewrmuten, dass die Netzbetreiber und Versorger nicht einfach zuschauen, wie das Netz sich dann im Winter abschaltet, weil sie eine solche Belastung vorher rechnerisch ausgeschlossen haben. Denn ich würde auch vermuten, dass sie bis zu einem gewissen Grad verpflichtet sind, Energie zum heizen zu liefern.
Und ich würde auch vewrmuten, dass die Netzbetreiber und Versorger nicht einfach zuschauen, wie das Netz sich dann im Winter abschaltet, weil sie eine solche Belastung vorher rechnerisch ausgeschlossen haben. Denn ich würde auch vermuten, dass sie bis zu einem gewissen Grad verpflichtet sind, Energie zum heizen zu liefern.
Tut es ja nicht, weil bei Überlastung vom Versorger Wärmepumpen und Laden der E-Autos abgeschaltet werden.Hirtec schrieb:Ich warte weiterhin, dass unser Stromnetz mal zusammenbricht...
Gruß
R.G.
Deshalb ja meine Frage an dich. Was meinst du denn wie viel Leistung eine Wärmepumpe zieht?rgbs schrieb:Tut es ja nicht, weil bei Überlastung vom Versorger Wärmepumpen und Laden der E-Autos abgeschaltet werden.
Ich halte Lastabwürfe von Großverbrauchern bei langen dunklen, windarmen Zeiten für sehr viel wahrscheinlicher, , als dass die Häuser auskühlen oder E-Autos stehen bleiben, wie von dir beschrieben. Bislang höre ich noch kein Gejammer wegen dem Abregeln. Die Abregelklausel ist genau für die kalten Zeiten, wo eine Überlastung drohen könnte. Ist das lokale Netz in dieser Risikogruppe, werden wohl keine WP-Anschlüsse vom Versorger genehmigt.rgbs schrieb:weil bei Überlastung vom Versorger Wärmepumpen und Laden der E-Autos abgeschaltet werden.
Nur wenn die dafür notwendige Mess- und Steuerungstechnik im Niederspannungsnetz inkl. dem Personal für Planung, Projektierung, Montage, Betrieb, etc. zur Verfügung steht.rgbs schrieb:Tut es ja nicht, weil bei Überlastung vom Versorger Wärmepumpen und Laden der E-Autos abgeschaltet werden.[...]
99% der Niederspannungsnetze sind derzeit ohne Messtechnik ausgestattet und völlig blind.
Die Kosten sind astronomisch, es gibt keine normierten Schnittstellen zwischen Netz und Verbrauchsgeräten und kein qualifiziertes Personal in erforderlicher Menge.
Bald werden nicht nur kritische Stimmen "Stopp!" rufen, sondern die normative Kraft des Faktischen wirken.
Ergänzung ()
Großverbraucher hängen an der Hoch- und Mittelspannung, nicht an Niederspannungsstromkreisen.Samurai76 schrieb:Ich halte Lastabwürfe von Großverbrauchern bei langen dunklen, windarmen Zeiten für sehr viel wahrscheinlicher, , als dass die Häuser auskühlen oder E-Autos stehen bleiben, wie von dir beschrieben. Bislang höre ich noch kein Gejammer wegen dem Abregeln. Die Abregelklausel ist genau für die kalten Zeiten, wo eine Überlastung drohen könnte. Ist das lokale Netz in dieser Risikogruppe, werden wohl keine WP-Anschlüsse vom Versorger genehmigt.
Der Abwurf von BASF hilft nicht gegen die Überlast im Rosenweg in Kleinkleckersdorf.
Systembilanz <> lokaler Netzengpass, Leistung <> Energie,...?
Ach was, wird schon!
Schon früher (>30Jahre) wurden Stromheizungen im Heizstromtarif 2 oder 3x täglich zu festen Zeiten abgeschaltet, Wärmepumpen im Wärmepumpentarif 2x täglich 12 und 18 uhr für je 90min (zumindest bei EnBW, ich denke andere Stromversorger machen sowas auch).
Probleme bezüglich ausgekühltem Haus gabs da(mals) auch nicht.
Probleme bezüglich ausgekühltem Haus gabs da(mals) auch nicht.
Web-Schecki
Lt. Commander
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Was heißt sehr kalt?SW987 schrieb:Richtig, das wird dann eintreffen, wenn es sehr kalt ist.
Welcher Elektrifizierungsgrad im Gebäudewärmebereich muss in einem Niederspannungsnetzgebiet erreicht worden sein, damit es (ab welchen Temperaturen) zu Abregelungen oder Netzengpässen kommen wird?
Es gibt ja Unterschiede in den Gebieten, bspw., wenn die Stromversorgung bereits auf elektrische Warmwasserversorgung ausgelegt wurde. Da hat man dann andere Spielräume, nehme ich mal an.SW987 schrieb:Die WP werden sich überall gleichzeitig in Gebieten mit ehemaligen Öl- und Gas-Heizungen ausbreiten.
D. h. in jeder Straße wird die Anzahl der WP allmählich ansteigen, aber halt in allen Gebieten. Netzausbau bedeutet aber Ausbau des kompletten Straßenzugs. Man kann nicht eine Straße ein "bisschen" ausbauen, es gibt kein ein bisschen Schwanger. Es wird Unterschiede je nach Netzgebiet geben, ja, aber der elektrische Vollausbau in der Niederspannung kann mit den WP-Zielen nicht mithalten.
Und der Ausbau der Wärmepumpen wird auch nicht überall in gleichem Tempo stattfinden. Dort, wo gerade Heizungssysteme erneuert wurden, wird wohl erstmal keine Wärmepumpe eingebaut werden. Dort, wo die Wärmedämmung eher rückständig ist, wird der Umbau auf Wärmepumpe aus wirtschaftlichen Gründen eher herausgezögert, weil die Kosten-Nutzen-Rechnung schlechter ausfällt. Das hängt dann alles mit den lokalen Gegebenheiten zusammen. Und da spielen sicher noch viele weitere Faktoren eine Rolle. Den Netzausbau muss man entsprechend danach ausrichten, also dort anfangen, wo zuallererst Probleme zu erwarten sind.
Naja, eine Abregelung der Heizung stellt kein Problem da, wenn trotzdem noch angemessene Raumtemperaturen erreicht werden. Egal, was man als angemessen empfinden mag, technisch ist es offensichtlich abhängig von Gebäudedämmung und etwaigen Energiespeichern, ob eine Abregelung über x Stunden zu einem unterschreiten dieser angemessenen Temperatur führt, oder eben nicht.SW987 schrieb:Ob die Abregelung von WP an sehr kalten Tagen ein Problem darstellen wird, müssen die Betroffenen beurteilen.
Ich habe nicht behauptet, dass ich den Leistungsbedarf kenne. Ich weiß nur nicht, wo die 6-8kW pro Wohneinheit herkommen, das ist alles.SW987 schrieb:Dann beantworte doch meine Frage nach dem Leistungsbedarf einer WP bei durchschnittlich - 5° über mehrere Tage. Zu dem Strombedarf der WP kommt wie gesagt der unmittelbar verknüpfte Zusatzbedarf des Heizstabs und in gewissem Maße das E-Fahrzeug.
Kann auch niemand verlangen, aber es ist nunmal schwierig, etwas belastbares aus Behauptungen zu ziehen, wenn diese nicht mit Fakten belegt werden.SW987 schrieb:Firmeninternas darf und will ich nicht verbreiten.
Wichtig wären viel mehr Belege und Fakten, weniger Polemik. Ist schade, dass du das nicht begreifen kannst.SW987 schrieb:Schon klar, wichtig ist wo der Freund steht...
Ja, aber das war genau geplant, es stand immer langfristig fest, welches Gebiet mit Strom, Gas, Öl oder Fernwärme versorgt wird.
Die Tarife waren in erster Linie dazu gedacht den Handel zu optimieren und teure Lastspitzen zu vermeiden und nicht Netzengpässen vorzubeugen.
Die Tarife waren in erster Linie dazu gedacht den Handel zu optimieren und teure Lastspitzen zu vermeiden und nicht Netzengpässen vorzubeugen.
Siehe #4.138Hirtec schrieb:Deshalb ja meine Frage an dich. Was meinst du denn wie viel Leistung eine Wärmepumpe zieht?
Gruß
R.G.
Ergänzung ()
Ja, da sind sie dann kleiner.Web-Schecki schrieb:Es gibt ja Unterschiede in den Gebieten, bspw., wenn die Stromversorgung bereits auf elektrische Warmwasserversorgung ausgelegt wurde. Da hat man dann andere Spielräume, nehme ich mal an.
als ich vor 6 Jahren auf Durchlauferhitzer umgestellt habe, wurde ein Drehstromzähler für meine Wohnung eingebaut und es wurde größere Sicherungen am Hausanschluss eingesetzt.
Das in der Straße verlegte Kabel ist gleich geblieben.
Gruß
R.G.
Zuletzt bearbeitet:
München, Winter 2012.Web-Schecki schrieb:Was heißt sehr kalt?
Richtig.Web-Schecki schrieb:[...]Es gibt ja Unterschiede in den Gebieten, bspw., wenn die Stromversorgung bereits auf elektrische Warmwasserversorgung ausgelegt wurde. Da hat man dann andere Spielräume, nehme ich mal an.[....]
Ok, dass es so einfach ist, war mir bisher nicht bewusst, insbesondere in Verbindung mit der Verbreitung von Ladeeinrichtungen und PV-Anlagen.Web-Schecki schrieb:Und der Ausbau der Wärmepumpen wird auch nicht überall in gleichem Tempo stattfinden. Dort, wo gerade Heizungssysteme erneuert wurden, wird wohl erstmal keine Wärmepumpe eingebaut werden. Dort, wo die Wärmedämmung eher rückständig ist, wird der Umbau auf Wärmepumpe aus wirtschaftlichen Gründen eher herausgezögert, weil die Kosten-Nutzen-Rechnung schlechter ausfällt. Das hängt dann alles mit den lokalen Gegebenheiten zusammen. Und da spielen sicher noch viele weitere Faktoren eine Rolle. Den Netzausbau muss man entsprechend danach ausrichten, also dort anfangen, wo zuallererst Probleme zu erwarten sind.[...]
Eine tolle Umschreibung dafür, dass eine abgeregelte Heizung nicht warm macht.Web-Schecki schrieb:Naja, eine Abregelung der Heizung stellt kein Problem da, wenn trotzdem noch angemessene Raumtemperaturen erreicht werden. Egal, was man als angemessen empfinden mag, technisch ist es offensichtlich abhängig von Gebäudedämmung und etwaigen Energiespeichern, ob eine Abregelung über x Stunden zu einem unterschreiten dieser angemessenen Temperatur führt, oder eben nicht.[...]
Verstehe, aber für "kein Problem" reicht es.Web-Schecki schrieb:Ich habe nicht behauptet, dass ich den Leistungsbedarf kenne. Ich weiß nur nicht, wo die 6-8kW pro Wohneinheit herkommen, das ist alles.[...]
Dass die Stromnetze in Gebieten mit Gas- und Öl-Heizungen nicht für Stromwärme ausgelegt sind ist aus welchem Grund nicht nachvollziehbar? Glaubst Du, man hat ohne Notwendigkeit Trafostationen (für die man Grundstücke braucht) und Dreifachkabel errichtet?Web-Schecki schrieb:Kann auch niemand verlangen, aber es ist nunmal schwierig, etwas belastbares aus Behauptungen zu ziehen, wenn diese nicht mit Fakten belegt werden.[...]
Ich begreife, dass Leute die "Kein Problem!" rufen, offensichtlich nicht vom Fach sind.Web-Schecki schrieb:Wichtig wären viel mehr Belege und Fakten, weniger Polemik. Ist schade, dass du das nicht begreifen kannst.
Habe ich nie behauptet. Nur, dass das Eine wahrscheinlicher eintritt als das Andere.SW987 schrieb:Der Abwurf von BASF hilft nicht gegen die Überlast im Rosenweg in Kleinkleckersdorf.
Es steht doch auch jetzt langfristig fest. Es werden nicht ab nächstes Jahre alle Bestandsgebäude auf einmal umgerüstet werden. Die Neubaurate geht aktuell auch runter, sollte funktionieren.SW987 schrieb:es stand immer langfristig fest,
Ok, dann nenne mir ein Gasverteilnetzgebiet wo jetzt feststeht wie es konkret weitergeht.Samurai76 schrieb:Es steht doch auch jetzt langfristig fest.[...]
Ergänzung ()
Na dann.Samurai76 schrieb:[..]Es werden nicht ab nächstes Jahre alle Bestandsgebäude auf einmal umgerüstet werden. Die Neubaurate geht aktuell auch runter, sollte funktionieren.
Der Hinweis, dass man einen Netzstrang nicht stückchenweise ausbauen kann ist anscheinend egal.
Ergänzung ()
Samurai76 schrieb:Habe ich nie behauptet. Nur, dass das Eine wahrscheinlicher eintritt als das Andere.[...]
Der Abwurf von BASF würde wegen einer Systembilanzstörung erfolgen, nicht wegen einem Netzengpass im Rsoenweg. Beides hat nichts miteinander zu tun.
Andy4
Admiral
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Also hier wollen die auf Wasserstoff gehen. Aber bisher ist nur die Rede von irgendwelchen Leitungen. Konkret ist da also noch gar nichts.
Das hier keine Wärmepumpen aufgestellt werden, kann ich auch nicht bestätigen. Sie werden gebaut und genutzt. Und ich bin hier wirklich noch in einem Gebiet wo es schneit bei 670 m ü. NN. Was ich aber bestätigen kann, dass es regelrechte Stromschwankungen gibt, wenn 2-3 Leute ihr E-Auto laden. Das macht sich dann in der Deckenlampe bemerkbar.
Die Stromzähler die jetzt überall digitalisiert werden sollen. Es ist ja ganz nett, aber ich sehe irgendwie nicht ein, dafür mehr Geld zu bezahlen. Dann sollen sie doch bitteschön eine solche Lösung nutzen, wie in Italien über den Router.
Der Blackout: Vielleicht passierts oder es passiert nicht. So lange unsere Nachbarn uns noch beliefern, sollte es gehen. Wir zahlen dann zwar weiterhin horende Summen, aber wenn die Wirtschaft dann endültig zusammenbricht, ist es dann vielleicht auch mal aus mit der Energie vom Nachbarn. Dann wird es garantiert passieren. Dann kommt das, was vielleicht im Oktober hieb und stichfest wird. Der digitale Euro. Und dann sind alle pleite.
Und wenn hier dann die Argumentation mit dem Ersparten kommt und man das habe wissen müssen, wieso sind dann so viele Pleite gegangen, wegen Corona? Da war das Geld dann einfach mal weg. Und die tollen Hilfen, die dann zwar viel zu spät kamen, haben nun dazu geführt, dass die Geschäfte/Wirte pleite sind oder weil sie es nicht zurückzahlen konnten. Und heute nagen viele immer noch auf dem Zahnfleisch, weil alles immer mehr kostet.
PS: Es ist faszinierend, wenn man die ersten Seiten dieses Threads heute mal begutachtet. Ist schon sehr interessant
Das hier keine Wärmepumpen aufgestellt werden, kann ich auch nicht bestätigen. Sie werden gebaut und genutzt. Und ich bin hier wirklich noch in einem Gebiet wo es schneit bei 670 m ü. NN. Was ich aber bestätigen kann, dass es regelrechte Stromschwankungen gibt, wenn 2-3 Leute ihr E-Auto laden. Das macht sich dann in der Deckenlampe bemerkbar.
Die Stromzähler die jetzt überall digitalisiert werden sollen. Es ist ja ganz nett, aber ich sehe irgendwie nicht ein, dafür mehr Geld zu bezahlen. Dann sollen sie doch bitteschön eine solche Lösung nutzen, wie in Italien über den Router.
Der Blackout: Vielleicht passierts oder es passiert nicht. So lange unsere Nachbarn uns noch beliefern, sollte es gehen. Wir zahlen dann zwar weiterhin horende Summen, aber wenn die Wirtschaft dann endültig zusammenbricht, ist es dann vielleicht auch mal aus mit der Energie vom Nachbarn. Dann wird es garantiert passieren. Dann kommt das, was vielleicht im Oktober hieb und stichfest wird. Der digitale Euro. Und dann sind alle pleite.
Und wenn hier dann die Argumentation mit dem Ersparten kommt und man das habe wissen müssen, wieso sind dann so viele Pleite gegangen, wegen Corona? Da war das Geld dann einfach mal weg. Und die tollen Hilfen, die dann zwar viel zu spät kamen, haben nun dazu geführt, dass die Geschäfte/Wirte pleite sind oder weil sie es nicht zurückzahlen konnten. Und heute nagen viele immer noch auf dem Zahnfleisch, weil alles immer mehr kostet.
PS: Es ist faszinierend, wenn man die ersten Seiten dieses Threads heute mal begutachtet. Ist schon sehr interessant
Zuletzt bearbeitet:
Wie auch, ein Gasnetzbetreiber kann nur versuchen sein Netz H2-ready zu machen. Er hat überhaupt keinen Einfluss darauf, ob es überhaupt genügenden und bezahlbaren Wasserstoff gibt. Er baut nur die Straße, er ist keine Tankstelle.Andy4 schrieb:Also hier wollen die auf Wasserstoff gehen. Aber bisher ist nur die Rede von irgendwelchen Leitungen. Konkret ist da also noch gar nichts.[...]
Die Menschen werden mit dieser angeblichen Technologieoffenheit hinters Licht geführt. Ich hoffe inständig, dass sie sich das nicht gefallen lassen.
Web-Schecki
Lt. Commander
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Ich finde das keineswegs einfach - die korrekte Priorisierung des Netzausbaus wird wohl extrem kompliziert sein, und etwas auszubauen dauert in Deutschland ja auch immer eine Weile.SW987 schrieb:Ok, dass es so einfach ist, war mir bisher nicht bewusst, insbesondere in Verbindung mit der Verbreitung von Ladeeinrichtungen und PV-Anlagen.
Welche Spielräume man beim Ausbau hat, wenn man die aktuellen Ziele beim Wärmepumpenzubau erreichen will, versuche ich ja die ganze Zeit herauszufinden.
Ein beheiztes Gebäude kühlt nunmal nicht sofort aus, sobald die Heizung ausgeschaltet wird. Sonst würde wohl niemand einen Wärmepumpentarif abschließen.SW987 schrieb:Eine tolle Umschreibung dafür, dass eine abgeregelte Heizung nicht warm macht.
Ich habe nicht gesagt, dass es kein Problem gibt. Ich verlange nur Belege für deine Behauptungen, die du partout nicht lieferst.SW987 schrieb:Verstehe, aber für "kein Problem" reicht es.
Niemand hat behauptet, dass die vollständige Elektrifizierung der Gebäudewärme nicht zur Überlastung der schwachdimensionierten Niederspannungsnetzen führen kann. Doch es ist ja offensichtlich, dass die Elektrifizierung der Gebäudewärmeversorgung eben nicht von einem Tag auf den anderen stattfindet und sofort Lastsituationen eintreten, die die Abschaltung von Wärmepumpen notwendig machen. Wir können also einen gewissen Anteil an Wärmepumpen auch mit den schwächsten Niederspannungsnetzen, die zu 70% ausgelastet sind, auch bei Kältewelle-2012-Bedingungen betreiben. Das kann man mit gutem Gewissen behaupten, weil es 2012 bereits Wärmepumpen gab.
Wie weit kann man diesen Anteil erhöhen? Meines Erachtens hängt das von extrem vielen Faktoren ab, siehe meine vorherigen Beiträge. Man wird es keinesfalls exakt quantifizieren können. Daraus folgt dann aber, wie schnell man die Netze ausbauen muss. Das zu bestimmen ist also logischerweise auch alles andere als einfach. Wo der rechtzeitige Ausbau nicht möglich ist, dort wird es zwangsläufig zu Abschaltungen kommen, ja. Du behauptest einfach, dass es so kommen wird. Das reduziert einen komplizierten Sachverhalt auf eine billige Stammtischparole. Warum sollte der rechtzeitige Ausbau nicht möglich sein?
Netter Strohmann, hat nämlich niemand behauptet.SW987 schrieb:Dass die Stromnetze in Gebieten mit Gas- und Öl-Heizungen nicht für Stromwärme ausgelegt sind ist aus welchem Grund nicht nachvollziehbar?
Wenn jemand irgendetwas von "grünen Liedern" erzählt und Schaubilder von Habeck für sinnvolle Diskussionsbeiträge hält, dann ist das argumentum ad hominem natürlich nicht weit entfernt.SW987 schrieb:Ich begreife, dass Leute die "Kein Problem!" rufen, offensichtlich nicht vom Fach sind.
Richtig.Web-Schecki schrieb:Ich finde das keineswegs einfach - die korrekte Priorisierung des Netzausbaus wird wohl extrem kompliziert sein, und etwas auszubauen dauert in Deutschland ja auch immer eine Weile.[...]
Ich auch. Aber anscheinend ist dies Leuten, die jetzt Verbote mit fixen Fristen aussprechen wollen offensichtlich egal.Web-Schecki schrieb:Welche Spielräume man beim Ausbau hat, wenn man die aktuellen Ziele beim Wärmepumpenzubau erreichen will, versuche ich ja die ganze Zeit herauszufinden.[...]
Wie bereits erläutert geht es bisher um Handel, Vermeidung von teuren Lastspitzen und dem Vorteil des Verbrauchers, aber nicht um die Vermeidung lokaler Netzengpässe.Web-Schecki schrieb:Ein beheiztes Gebäude kühlt nunmal nicht sofort aus, sobald die Heizung ausgeschaltet wird. Sonst würde wohl niemand einen Wärmepumpentarif abschließen.[...]
Du sagst selbst, dass es schwierig zu prognostizieren ist, aber Niederspannungsnetze in Öl- und Gas-Heizungsgebieten sind nun mal nicht für Wärme- und Tankstrom ausgelegt. Hätte ein Netzplaner vor 20 Jahren solche Netze geplant, hätte er müdes Lächeln und eine Ermahnung erfahren (zu Recht!).Web-Schecki schrieb:Ich habe nicht gesagt, dass es kein Problem gibt. Ich verlange nur Belege für deine Behauptungen, die du partout nicht lieferst.[...]
In vielen Netzgebieten liegen im Niederspannungsnetz noch Massekabel mit niederen Querschnitten, gerade in den den Städten. Glaub es oder nicht.
Nochmal, die WP wachsen vereinzelt, Netzausbaumaßnahmen lassen sich so nicht nachziehen. Ein Kabel hat den Querschnitt X und benötigt zukünftig Y. Der Querschnitt kann nicht "gleitend" mit wachsen. Dazu gesellen sich dann noch die E-Fahrzeuge. Gerade in Außenbezirken mit EFH-Struktur treffen WP und BEV zusammen.Web-Schecki schrieb:Niemand hat behauptet, dass die vollständige Elektrifizierung der Gebäudewärme nicht zur Überlastung der schwachdimensionierten Niederspannungsnetzen führen kann. Doch es ist ja offensichtlich, dass die Elektrifizierung der Gebäudewärmeversorgung eben nicht von einem Tag auf den anderen stattfindet und sofort Lastsituationen eintreten, die die Abschaltung von Wärmepumpen notwendig machen. [...]
Weil die bisherigen überschaubaren WP-Zahlen kein Problem darstellen, stellen die enormen Ausbauziele von WP zusammen mit BEV per se kein Problem dar? Was ist das für eine Logik?Web-Schecki schrieb:Wir können also einen gewissen Anteil an Wärmepumpen auch mit den schwächsten Niederspannungsnetzen, die zu 70% ausgelastet sind, auch bei Kältewelle-2012-Bedingungen betreiben. Das kann man mit gutem Gewissen behaupten, weil es 2012 bereits Wärmepumpen gab.[...]
Du benennst alle Probleme und stellst mir die Frage, weshalb diese nicht lösbar sein sollen? Ich habe die Antwort dazu (siehe oben bzgl. Ressourcen) bereits gegeben.Web-Schecki schrieb:Wie weit kann man diesen Anteil erhöhen? Meines Erachtens hängt das von extrem vielen Faktoren ab, siehe meine vorherigen Beiträge. Man wird es keinesfalls exakt quantifizieren können. Daraus folgt dann aber, wie schnell man die Netze ausbauen muss. Das zu bestimmen ist also logischerweise auch alles andere als einfach. Wo der rechtzeitige Ausbau nicht möglich ist, dort wird es zwangsläufig zu Abschaltungen kommen, ja. Du behauptest einfach, dass es so kommen wird. Das reduziert einen komplizierten Sachverhalt auf eine billige Stammtischparole. Warum sollte der rechtzeitige Ausbau nicht möglich sein?[...]
Sollte mir am Stammbau des BMWK ein Fehler unterlaufen sein, dann werde ich diesen umgehend korrigieren.Web-Schecki schrieb:[...]Wenn jemand irgendetwas von "grünen Liedern" erzählt und Schaubilder von Habeck für sinnvolle Diskussionsbeiträge hält, dann ist das argumentum ad hominem natürlich nicht weit entfernt.
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Keine Ahnung, nicht meine Logik, denn ich habe das mit keinem Wort behauptet...SW987 schrieb:Weil die bisherigen überschaubaren WP-Zahlen kein Problem darstellen, stellen die enormen Ausbauziele von WP zusammen mit BEV per se kein Problem dar? Was ist das für eine Logik?
Querschnitt X taugt für eine Wärmepumpenrate von W(X), das heißt, man muss ausgebaut haben, wenn man die erreicht hat. Sinnvollerweise dann natürlich gleich auf Y = W^{-1}(100%), also auf den Querschnitt, der absehbar nötig sein wird für eine vollständig elektrifizierte Wärmeversorgung.SW987 schrieb:Nochmal, die WP wachsen vereinzelt, Netzausbaumaßnahmen lassen sich so nicht nachziehen. Ein Kabel hat den Querschnitt X und benötigt zukünftig Y. Der Querschnitt kann nicht "gleitend" mit wachsen
Wenn man das rechtzeitig schafft, dann kommt es nicht zu Abschaltungen.
Wird man es schaffen? Keine Ahnung, kann ich anhand der mir bekannten Daten unter keinen Umständen sagen. Du sagst klar und bestimmt: "Nein". Weil wir zu wenig Resourcen für den Ausbau haben. Dann musst du ja eine Ahnung haben, welche Resourcen notwendig wären in welchem Zeitraum? Obwohl das allss hochkomplex und kaum vorherzusagen ist? Ich verstehe es einfach nicht. Wir müssen ja nicht bis 2025 alle Niederspannungsnetze auf Querschnitt Y erneuert haben.
(Ja, die Realität ist um zahlreiche Dimensionen komplexer eine Funktion W und ihre Inverse, aber Komplexität alleine belegt ja nicht, dass es unmöglich ist?!)
Ok, und was soll sich dann aus dieser Aussage ableiten?Web-Schecki schrieb:Keine Ahnung, nicht meine Logik, denn ich habe das mit keinem Wort behauptet...[...]
"Wir können also einen gewissen Anteil an Wärmepumpen auch mit den schwächsten Niederspannungsnetzen, die zu 70% ausgelastet sind, auch bei Kältewelle-2012-Bedingungen betreiben. Das kann man mit gutem Gewissen behaupten, weil es 2012 bereits Wärmepumpen gab."link
Wie Du bereits beschrieben hast, ist es ein komplexes Problem. Neben der reinen Stromtragfähigkeit überwiegt ab einer gewissen Entfernung zur Ortsnetzstation das Sapnnungsbandproblem. Das gesamte Problem zieht sich in Verbindung mit den BEV absehbar konkret bis in die Mittelspannungsebene hinauf.Web-Schecki schrieb:Querschnitt X taugt für eine Wärmepumpenrate von W(X), das heißt, man muss ausgebaut haben, wenn man die erreicht hat. Sinnvollerweise dann natürlich gleich auf Y = W^{-1}(100%), also auf den Querschnitt, der absehbar nötig sein wird für eine vollständig elektrifizierte Wärmeversorgung.[...]
Der Prozess Netzausbau ist eine lange Kette, Planung, Projektierung, Finanzierung, Genehmigung, Material, Tiefbau, Montagepersonal, Netzdokumentation, etc.Web-Schecki schrieb:Wenn man das rechtzeitig schafft, dann kommt es nicht zu Abschaltungen.
Wird man es schaffen? Keine Ahnung, kann ich anhand der mir bekannten Daten unter keinen Umständen sagen. Du sagst klar und bestimmt: "Nein". Weil wir zu wenig Resourcen für den Ausbau haben. Dann musst du ja eine Ahnung haben, welche Resourcen notwendig wären in welchem Zeitraum? Obwohl das allss hochkomplex und kaum vorherzusagen ist? Ich verstehe es einfach nicht. Wir müssen ja nicht bis 2025 alle Niederspannungsnetze auf Querschnitt Y erneuert haben. [...]
Das sind gewachsene und eingependelte Strukturen mit oft wenigen Experten an wichtigen Stellen. Das ist keine Pommesbuden-Kette die man nach Belieben kurzfristig skalieren kann.
Nein, das nicht, die Realität wird es richten und entscheiden wer Recht hat, Du oder ich oder irgendjemand anderes.Web-Schecki schrieb:(Ja, die Realität ist um zahlreiche Dimensionen komplexer eine Funktion W und ihre Inverse, aber Komplexität alleine belegt ja nicht, dass es unmöglich ist?!)
Andy4
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Das halte ich durchaus für angebracht! Denn diese "grünen Lieder" machen gerade das, was niemand glauben möchte oder es einfach konsequent ignoriert: Sie bluten uns aus! Betriebe sterben/wandern ab. Warum sollte man noch hier bleiben, bei den Preisen? Und dann soll man sich nicht darüber aufregen, dass die Familie richtig viel Geld macht, also manche die sowieso keine Ahnung haben, was sie auf ihrem Posten zu tun haben? Ist alles im Rahmen, während wir dauerhaft die Zeche dafür zahlen? Diese Menschen, die du gerade schönredest, steuern unsere Wirtschaft!Web-Schecki schrieb:Wenn jemand irgendetwas von "grünen Liedern" erzählt und Schaubilder von Habeck für sinnvolle Diskussionsbeiträge hält, dann ist das argumentum ad hominem natürlich nicht weit entfernt.
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