Energiewende in Deutschland - Geschwindigkeit - Kosten?

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Bohnenhans schrieb:
das Gegenteil war der Fall.
Nur das eine Weiternutzung jetzt ausgeschlossen ist. Die Gesetzeslage lässt derzeit nichts zu, kein Wiedereinschalten, kein Neubau. Politische Mehrheiten gibt es dafür nur in Bayern. Die Deutsche Bevölkerung glaubt wirklich überwiegend, dass ein Neubau von AKW zeitnah hilft und es am Ende weniger kostet als mit EE (Strom UND Umbau)?? Achso, eine ARD-Trendumfrage wo sich natürlich ein repräsentativer Bevölkerungsschnitt gemeldet hat. Umfrage zw. 10 und 12 Uhr Mittags, 20000 Hausfrauen und Harzer haben teilgenommen. Im Artikel gibt es dazu keine Angaben, also kann ich diese 'Umfrage' auch nicht wirklich ernst nehmen. AKW klingt nur einfach.
AKW Weg: In 20 Jahren 30 KW bauen für ~600Mrd. Erster wahrzunehmender Effekt auf den Strommarkt: Nach 20 Jahren Strompreis nach oben.
Energiewende: 40Mrd/Jahr, Gesamt dann 800Mrd. Erster Wahrnehmbarer Effekt auf den Strommarkt: Sinkende Erzeugerpreise und weniger Gas/Kohle, quasi sofort und dauerhaft, jeden Tag.

Ob es bei 30 AKW's parallel bei 20Mrd/Stück und 20 Jahren bleibt, halte ich mindestens für fraglich. Wo wir Uran kaufen und den Müll lassen kommt als Bonus noch oben auf. Rechnen wir für den Müll einfach noch mal 2000Mrd drauf. Wird nicht reichen bei den zu erwartenden Mengen. Aber das Geld wird ja ein Glück nicht auf den Strompreis gerechnet, das zahlt jeder Bürger dann unabhängig vom Strom. Genauso wie die Versicherungskosten. Ach nein, die gibt es ja nicht, da muss im Fall der Fälle dann ja auch der Bürger einspringen.

Und wie wir dann in den nächsten 20 Jahren auf eine Erhöhung des Strombedarfs reagieren, weiß auch keiner.
 
Bohnenhans schrieb:
Nien ich zeige nur dass Deustchland ganz schnell dabei ist für seine Überzeugung andere über die Klinge hüpfen zu lasse
Ach so, die Fracking Produktion in den USA besteht nue für uns Deutsche und würden wir nicht mehr das Gas abnehmen, würde dort nicht mehr gefrackt...
Bohnenhans schrieb:
Äh die Behauptung war aber dass Deurtsche mehrheitlich gegen Kernkraft seien
Waren sie.... Wie immer ignorierst du alles, was deinem Narrativ widerspricht, zeigst nur die aktuelle Umfrage und tust dann so, als wäre das alles zu dem Thema und nie anders...
2011 als Beispiel war eine überwältigende Mehrheit für einen Ausstieg. Das die Sicht dazu in den letzten 30-40 Jahren immer wieder geschwankt hat, ist echt kein Geheimnis. Zu behaupten, die Deutschen sind gegen den Ausstieg, ist eine absolut verfälschende Momentaufnahme...
 
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Repräsentativ für Deutschland; Gewichtung nach Alter, Region, und Einkommen
28% für Atomenergie. Das ist nicht mal in der Nähe einer Mehrheit.

Atom und Erneurbare haben ein Problem gemeinsam. Es gibt in beiden Bereichen Lager, die laut und dafür sind und Leute, die laut und dagegen sind. Wichtig sind aber nicht die lauten, sondern die Mehrheit aller. Und das ist nicht immer die wahrgenommene lautere Seite.
 
Erkekjetter schrieb:
Ach so, die Fracking Produktion in den USA besteht nue für uns Deutsche und würden wir nicht mehr das Gas abnehmen, würde dort nicht mehr gefrackt...

Waren sie.... Wie immer ignorierst du alles, was deinem Narrativ widerspricht, zeigst nur die aktuelle Umfrage und tust dann so, als wäre das alles zu dem Thema und nie anders...
2011 als Beispiel war eine überwältigende Mehrheit für einen Ausstieg. Das die Sicht dazu in den letzten 30-40 Jahren immer wieder geschwankt hat, ist echt kein Geheimnis. Zu behaupten, die Deutschen sind gegen den Ausstieg, ist eine absolut verfälschende Momentaufnahme...

Hier in D will niemand AKWs" Du verstehst schon Gegenwart?

Deutsche waren auch mal Nazis, haben alte Nähmaschinen gesammelt und waren Formel 1 und Tennisbegeistert.

Der Zustand und Meinung von gestern ist meistens nur der Zustand und die Meinung als man dümmer war.

Liefer halt einfach eine oder mehrere aktuellere seriöse Umfragen dass das wieder anders ist - wenn Du das kannst. Geschichten aus der Zeit als Gummistiefel aus Holz waren und farbige Menschen hinten im Bus sitzen mussten - wen interessiert das wenn es darum geht was Menschen HEUTE denken?
Ergänzung ()

Samurai76 schrieb:
Repräsentativ für Deutschland; Gewichtung nach Alter, Region, und Einkommen
28% für Atomenergie. Das ist nicht mal in der Nähe einer Mehrheit.

Atom und Erneurbare haben ein Problem gemeinsam. Es gibt in beiden Bereichen Lager, die laut und dafür sind und Leute, die laut und dagegen sind. Wichtig sind aber nicht die lauten, sondern die Mehrheit aller. Und das ist nicht immer die wahrgenommene lautere Seite.
Älter als meine.... was soll denn das bringen? Ich wollte eine AKTUELLERE keine ältere.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bohnenhans schrieb:
Der Zustand und Meinung von gestern ist meistens nur der Zustand und die Meinung als man dümmer war.
Das gilt Morgen genauso für deine Umfrage....

Und wieder ignorierst du einfach Fakten. Nämlich das der Atomausstieg je nach Zeitpunkt unterschiedlich bewertet wurde und immer schwankte. Mal dafür mal dagegen. Und so wird das auch künftig sein ggf. aber klar, weil dir es grad passt zählt ausschließlich nur alles ab deiner Umfrage und jünger. Selbst eine die grade mal 2 monate jünger ist akzeptierst du nicht. Das ist so hart lächerlich...

PS: Kleiner Tipp Der Atomausstieg wurde nicht im April 2023 beschlossen. Deine Umfrage ist somit völlig wertlos, da zu diesem Zeitpunkt der ausstieg längst beschlossene Sache und damit ein Fakt war.
 
Ja ein entscheidender Monat - in der Zeit der Abschaltung wurde über das Thema sicher intensiv geredet und das Wissen hat sich stark vergrössert über die Folgen.,

Du meinst infratest dimap D-Trend sei nicht repäsentativ?

Untersuchungsgrundlage

Grundgesamtheit: Wahlberechtigte in Deutschland
Erhebungsmethode: Zufallsbasierte Telefon- und Online-Befragung
Erhebungszeitraum: 11. bis 12. April 2023
Fallzahl: 1204 Befragte (707 Telefoninterviews und 497 Online-Interviews)
Gewichtung: nach soziodemographischen Merkmalen und Rückerinnerung Wahlverhalten; Sonntagsfrage mit separater Gewichtung
Schwankungsbreite: 2 Prozentpunkte bei einem Anteilswert von 10 Prozent
3 Prozentpunkte bei einem Anteilswert von 50 Prozent
Durchführendes Institut: infratest dimap
 
Äh das war eine Antwort auf Samurai "aber repäsenativ"

Du hat es doch noch nie geschafft eine Deiner Behauptungen einen Beleg oder Link zu liefern, der diese untermauert - Samurai aber schon - wie kommst Du da überhaupt auf die Idee mein Beitrag wäre eine Anwort für Dich?
 
Zuletzt bearbeitet:
Nein, das vermutete er bei mir. Aber ich habe nicht weit genug runtergescrollt. Gut, auch repräsentativ. 60% und 28% machen dann 44%, ist nicht >50%. Aber ich schreibe gern nochmal die Logischen Pros und Contras auf. Kosten: 600Mrd€ zu 800Mrd€. Effekt: In 20 Jahren zu sofort. Effekt Nr.2: Steigende zu sinkenden Strompreisen. Weitere Effekte: CO² Steigerung zu CO² Senkung. Weitere Kosten: Treibstoff zu nichts. Also, ausser bei den Gesamtkosten kann die Atomkraft in keiner Disziplin Punkten. 1 : 4, Punktsieg für die EE.
 
Bohnenhans schrieb:
Du hat es doch noch nie geschafft eine Deiner Behauptungen einen Beleg oder Link zu liefern, der diese untermauert
Habe ich bis zu einer einzigen, wo das weil in der Zukunft liegend, schwer möglich ist und du einen analogen Fall (atomausstieg) nicht aktzeptiert hast?

Jetzt auch noch diffamierende Unwahrheiten...
Bohnenhans schrieb:
wäre eine Anwort für Dich?
Er steht direkt unter meinem und du hast keinen Bezug hergestellt, der einen anderen nahe legt? oO dafür sind Zitate oder @ halt da...

Ist das hier echt dein ernst?
 
Natürlich kann man belegen, dass die eigene Ansicht auch von der Fachwelt so vertreten wird, die dann auch i.d.R. Quellangaben für ihre Prognosen glöeich bequemerweise mitveröffentlicht.

Hab ich doch hier auch gemacht - gerade erst wieder.

Eigene Prognosen sind - wenn man nicht belegen kann, dass diese auch von der Fachwelt oder Fakten geteilt werden - halt nur sinnfreie Laienbauchgefühle - vor allem bei komplexen Themen.

Die Energiwende ist auf jeden Fall so ein Fall und die Entwicklung des Gasbedarfs dann genauso.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bohnenhans schrieb:
Ja ein entscheidender Monat - in der Zeit der Abschaltung wurde über das Thema sicher intensiv geredet und das Wissen hat sich stark vergrössert über die Folgen.,
also das würde ich extrem bezweifeln.
Ja, es wurde viel darüber geredet.
Aber hat sich das Wissen tatsächlich vergrößert?

Ich hab weiterhin keine Ahnung, wie sich die Entscheidung Volkswirtschaftlich auswirkt.
Und das ist doch ein Kernfaktor.

Die Massen kannst über "Werbung" schnell mobilisieren.
Die Entscheidungsträger sollten da etwas seriöser Agieren.
Sie sollten eben nicht das berühmte Fähnchen im Wind sein.
Sie müssen sich auch mal gegen den aktuellen Wind stellen.
 
Samurai76 schrieb:
Ob es bei 30 AKW's parallel bei 20Mrd/Stück und 20 Jahren bleibt, halte ich mindestens für fraglich. Wo wir Uran kaufen und den Müll lassen kommt als Bonus noch oben auf. Rechnen wir für den Müll einfach noch mal 2000Mrd drauf. Wird nicht reichen bei den zu erwartenden Mengen. Aber das Geld wird ja ein Glück nicht auf den Strompreis gerechnet, das zahlt jeder Bürger dann unabhängig vom Strom. Genauso wie die Versicherungskosten. Ach nein, die gibt es ja nicht, da muss im Fall der Fälle dann ja auch der Bürger einspringen.

Und wie wir dann in den nächsten 20 Jahren auf eine Erhöhung des Strombedarfs reagieren, weiß auch keiner.

Ein Atomkraftwerk mit einem Reaktor zu bauen ist derzeit für ca. 8 Mrd. in 7 Jahren möglich (China, diverse Länder in Osteuropa). Schneller und günstiger geht es, wenn man vorhandene, abgeschaltete Atomkraftwerke "renoviert", weil dort (je nach Stand der Rückbauarbeiten) noch relativ viel Infrastruktur vorhanden ist: Gebäude, Straßen, Abklingbecken, Kühlkreisläufe, Verwaltungsbüros usw.

Uran kann man in Deutschland ganz ausgezeichnet im Erzgebirge abbauen. Das dortige Uranerz ist eins der besten Vorkommen der Welt, weil der Urananteil besonders hoch ist. Auch sind noch Dutzende Stollen und Einrichtungen aus DDR-Zeiten vorhanden, da die DDR dort große Mengen an Uran förderte und einer der weltgrößten Exporteure von Uran war.
 
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florian. schrieb:
also das würde ich extrem bezweifeln.
Ja, es wurde viel darüber geredet.
Aber hat sich das Wissen tatsächlich vergrößert?

Ich hab weiterhin keine Ahnung, wie sich die Entscheidung Volkswirtschaftlich auswirkt.
Und das ist doch ein Kernfaktor.

Die Massen kannst über "Werbung" schnell mobilisieren.
Die Entscheidungsträger sollten da etwas seriöser Agieren.
Sie sollten eben nicht das berühmte Fähnchen im Wind sein.
Sie müssen sich auch mal gegen den aktuellen Wind stellen.
Festhalten an einmal getroffenen Entscheidungen ist sicher oft nur ein Zeichen von Faulheit und Dummheit - denn die äusseren Umstände ändern sich in vielen Bereichen ständig.

Survival of the fittest ist halt nicht wie oft fälschlich übersetzt wird Überleben des Stärkeren sondern überleben dessen der sich an veränderte Umstände am besten anpassen kann.
 
j-d-s schrieb:
Ein Atomkraftwerk mit einem Reaktor zu bauen ist derzeit für ca. 8 Mrd. in 7 Jahren möglich (China, diverse Länder in Osteuropa).
China, Osteuropa, Baltikum... die repräsentativen Preisreferenzen für Bauprojekte in Deutschland.

Sorry falls ich irgendwo den Ironie Hinweis übersehen habe, aber das tut schon so weh, dass es beinahe lustig ist. In Großbritannien, was man vom Preislevel dann eher mit uns vergleichen kann, kosten die aktuellen Neubauten übrigens schlappe 38 Milliarden, pro Reaktor!

Ich vermute das würde Deutschland nochmal locker toppen.
 
Ja das wäre vermutlich teurer in D aber nicht weil das Ergebnis dann besser wäre sondern weil die Deutschen halt nur noch oft ineffiziente und in vielen Bereichen nicht besonders kompetente Bürokraten sind und keine Macher mehr.

Der schlechteste Handwerker braucht am längsten und der grösste Pfusch ist am Ende am teuersten - das ist etwas das doch jeder weiss, der viel mit Handwerkern zu tun hat - oder?

Vor allem chinesische Kernkraftwerksbauer sind halt Umsetzer und Macher, die ihr Handwerk verstehen einfach weil die das täglich machen. Bis manche Europäer ihre 4. Yogaunterbrechung an dem Tag gemacht haben und 2 Sitzkreise wegen Mobbing und Gendertoiletten geplant haben gehen die Chinesen in den Feierabend und haben nach der Mittagspause noch 3 Kernkraftwerke aus Spass zusätzlich gebaut :D

Das ist etwas übertrieben - aber viel nicht.

China und Südkorea bauen in unter 6 Jahren - und Südkorea ist sicher was Technologie und Anspruich an Technologie angeht nicht nur vor Deutschland sondern sicher praktisch allen Ländern Europas.
 
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Erkekjetter schrieb:
Die Erzgebirgler werden dir was Husten.

Zumal der Uranabbau dort schon während der DDR nicht rentabel war. Heute ist er es ganz sicher nicht.
Während der DDR war so gut wie gar nichts rentabel, weil die von vornherein nie auf marktwirtschaftlicher Basis gedacht haben (das hat ja die Führung auch explizit abgelehnt). Und heutzutage... nunja, so billig wie Uran aus Kasachstan oder Afrika wohl nicht, weil dort natürlich Arbeitskräfte viel billiger sind und Sicherheitsvorschriften weit weniger streng.

Aber das NIMBY-, bzw. heutzutage BANANA-Prinzip (Build absolutely nothing anywhere near anything) müssen wir sowieso drastisch zurückschrauben. Also sowas wie Verbandsklagerecht, Bürgeriniativen, Kommuneneinsprachen usw., die Bauprojekte auf Jahrzehnte verzögern können.

Das trifft übrigens nicht nur "böse" Vorhaben wie Industriegebiete oder Straßen, sondern auch Bahnlinien, Stromtrassen und Windräder sind oftmals von solchen Verzögerungstaktiken betroffen...

Hätte man sowas wie das Verbandsklagerecht (wurde übrigens erst 2006 eingeführt) bereits vor 150 Jahren gehabt, gäbe es heute wohl keinerlei Autobahnen, Eisenbahnen, Flughäfen oder Kraftwerke. Denn irgendjemand ist immer dagegen.
 
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Urankosten sind doch bei Kernkraftwerken so gut wie egal.

Eine Verdoppelung der Urankosten verteuert die kWh um ~ 7%....
 
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