Selbst wenn es 40 Mrd. € pro Stück sind.Sggguy schrieb:China, Osteuropa, Baltikum... die repräsentativen Preisreferenzen für Bauprojekte in Deutschland.
Sorry falls ich irgendwo den Ironie Hinweis übersehen habe, aber das tut schon so weh, dass es beinahe lustig ist. In Großbritannien, was man vom Preislevel dann eher mit uns vergleichen kann, kosten die aktuellen Neubauten übrigens schlappe 38 Milliarden, pro Reaktor!
Ich vermute das würde Deutschland nochmal locker toppen.
Wir haben aktuell eine Basis-Auslastung im Netz von ca. 40 - 50 GW, in Spitzenzeiten am Tag 70 - 80 GW. Gesamtbedarf an Strom etwa 550 TWh pro Jahr.
Ein typischer moderner Reaktorkomplex hat so um die 1,5 GW. Wir bräuchten also etwa 50 solcher Reaktoren, macht insgesamt zwei Billionen Euro, um zu 100% zu jeder Tag und Nachtzeit unseren Bedarf an Strom zu decken. Einzelne Wartungsfenster können über gut regelbare Gaskraftwerke nachgesteuert werden.
Die Energiewende hat uns bereits rund eine Billion Euro gekostet, um aktuell etwa 50% der benötigten Gesamtmenge an Strom im Jahr zu erzeugen. Die weiteren 50% werden aber nur zu deutlich höheren Kosten machbar sein, weil man eben diese gigantischen Speicher benötigt, um eben für die Nacht und den Winter jeweils die entsprechenden Mengen auf Vorrat zu produzieren. Das wird logischerweise auch die Netzkosten vervielfachen, da eben deutlich mehr Kapazität (vermutlich für > 250 GW) benötigt wird.
Die Grenzkosten davon werden umso größer, wenn wir auch noch die ganze Wärme- und Verkehrswende damit abbilden wollen. Allein mit der Abwärme der konventionellen Kraftwerke lassen sich ja auch noch einige TWh an Wärme ins Netz einspeisen, die bei EE komplett anderweitig erzeugt werden müssen.