Energiewende in Deutschland - Geschwindigkeit - Kosten?

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Die Diskussion wer wann wen und wo einen Deckel nicht mehr öffnete und welche Turbine wo genau sein müsste ist derart abwegig und entzieht sich völlig dem Gesamtkontext dieses Krieges.

Herrscht wirklich bei einigen die Überzeugung das Russland den größten Krieg seit 1945 in Europa entfachen würde und das ökonomische Zentrum in Europa wäre nie berührt und es gebe die nächste feierliche Eröffnung einer Pipeline? Das ist doch absurd und abseits jeder geopolitischen Realität.

Krieg ist die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln und Russland hat diesen Krieg geplant und wir waren zentraler Bestandteil dieses planes, es gab nie die Möglichkeit sich diesem Krieg zu entziehen, das ist eine Realität bei der sich in Deutschland immernoch viele, bis in die Politikspitzen, weigern diese zu akzeptieren.

Jede Form der Energiepolitik war seit April 2022 nur noch Krisenpolitik, es wird nie wieder eine warme Umarmung aus Moskau geben, denn es ist nicht das Ziel Russlands uns günstiges Gas wieder zu verkaufen, sondern die Ukraine zu vernichten und seine geopolitische Position in Süd-Ost-Europa erheblich zu verbessern und diesem Ziel wird jedes handeln unterworfen.
 
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Andy4 schrieb:
Die Turbinen wurden doch vertraglich immer nach Canada zur Wartung geschickt.
Soweit richtig. Auch, dass die Turbine dann in D gelandet ist. Dann wollte sie Russland nicht haben, weil Papiere fehlen.
Grad frischer Artikel dazu: https://www.n-tv.de/politik/Putin-heuchelt-deutschem-Botschafter-was-vor-article24578104.html. Da verlinkt ein älter Artikelö dazu, Fazit davon:Am 31. August 2022 fließt zum bislang letzten Mal Erdgas durch die Ostsee-Pipeline Nord Stream 1. Schon vorher hatte Gazprom monatelang den Gashahn immer weiter zugedreht.
 
The_waron schrieb:
Herrscht wirklich bei einigen die Überzeugung das Russland den größten Krieg seit 1945 in Europa entfachen würde ...
Kommt darauf an, wie du "groß" jetzt bemisst, aber den Jugoslawienkrieg sollte man angesichts der betroffene Menschen, der hohen Zahl der direkt involvierten Länder, der Toten (sechstellig?) und der Auswirkungen bis heute (z.B. Serbien vs. Kosovo) nicht unter den Tisch fallen lassen.​

The_waron schrieb:
Krieg ist die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln und Russland hat diesen Krieg geplant und wir waren zentraler Bestandteil dieses planes, es gab nie die Möglichkeit sich diesem Krieg zu entziehen, das ist eine Realität bei der sich in Deutschland immernoch viele, bis in die Politikspitzen, weigern diese zu akzeptieren.
Auch hier ist wieder die Frage, was du unter "Entziehen" verstehst, zumal es nicht nur Absolutismen gibt. Die EU boykottiert z.B. Russland, aber die Franzosen lassen noch ihre Brennstäbe aufarbeiten, ein paar Länder beziehen Gas, griechische Reedereien haben lange Öl geschippert.
Der "eigentliche Plan" war - im Gegensatz zum Handelsblatt oben - ein ganz Anderer. Deutschland und Russland starten 2021 Nordstream2, womit die Leitungen durch die Ukraine obsolet geworden wären. Aus Putins Perspektive nachvollziehbar, denn man hat die Pipeline gebaut, um sie zu benutzen und Deutschland braucht das günstige Gas für die Energiewende und die Industrie. Deutschland und Resteuropa bezieht so weiterhin Gas, während Putin sich in Ruhe mit der Ukraine beschäftigt, ohne sich Sorgen um Gasverkäufe und Devisen machen zu müssen.
Was oben steht war vielleicht improvisiert, nachdem NS2 nicht in Betrieb ging, womit sich Deutschland eigentlich schon gegen Russland gestellt hatte.​

The_waron schrieb:
Jede Form der Energiepolitik war seit April 2022 nur noch Krisenpolitik, es wird nie wieder eine warme Umarmung aus Moskau geben, denn es ist nicht das Ziel Russlands uns günstiges Gas wieder zu verkaufen, sondern die Ukraine zu vernichten und seine geopolitische Position in Süd-Ost-Europa erheblich zu verbessern und diesem Ziel wird jedes handeln unterworfen.

Zwischen dem 1. und 2. WK (beide Mal der Gegner) hat die Sowjetunion ihre Waren an uns geliefert und nach dem 2. WK mit einer vermutlichen zweistelligen Millionenzahl an toten Sowjets, habe sie uns wieder Waren geliefert. Soviel zum Thema "nie wieder". Der Ukrainekrieg wird auch vorbeigehen und Putin lebt nicht ewig. Ich könnte da noch mehr schreiben, aber wenn von Deutschen so leichtfertig das Verb "vernichten" in Zusammenhang mit Krieg verwendet wird, dann wird es von vorneherein sehr schwierig.
 
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The_waron schrieb:
rieg ist die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln und Russland hat diesen Krieg geplant und wir waren zentraler Bestandteil dieses planes, es gab nie die Möglichkeit sich diesem Krieg zu entziehen, das ist eine Realität bei der sich in Deutschland immernoch viele, bis in die Politikspitzen, weigern diese zu akzeptieren.
Wir haben uns durch schlechte Politik zu einem Bestandteil machen lassen. Russland kann nichts dafür wenn man bei uns diese Politik macht.
 
Die Gasreservespeicher haben sie trotzdem mit Kuss-Hand von uns gekauft.

Der Initiale Fehler war aus meiner Sicht aber in der Tat, die Fehler vom Öl bei Gas zu wiederholen.

Ist aktuell leider erst einmal so wie es ist. Bis wir die Scherben auffegen und neu starten können , wird es aber vermutlich noch etwas dauern.

Sprich, bei der Problemlösung wird das für die nächsten 2 Jahre aus meiner Sicht eher nicht behilflich sein können. Also braucht es sinnvollere Alternativen abseits vom "weiter so wie die letzten 100 Jahre".
 
chaopanda schrieb:
Die Gasreservespeicher haben sie trotzdem mit Kuss-Hand von uns gekauft.

Der Initiale Fehler war aus meiner Sicht aber in der Tat, die Fehler vom Öl bei Gas zu wiederholen.

Der initiale Fehler war, dass man zuerst die Atomkraftwerke abschalten wollte, anstatt den Kohlekraftwerken. Daraus ergibt sich der Rest. Weil der Weiterbetrieb der Kohlekraftwerke für die CO2 Bilanz eine Katastophe war, hat man auf Gas als Übergangstechnologie gesetzt. Gas erzeugt auch Emissionen, aber doch deutlich weniger als Kohle. In einer Marktwirtschaft kauft man das Gas eben dort, wo es am Günstigsten ist. In der EU fördern wir Gas und Atom als grüne Energien und weil jeder andere weiter Atomkraft verwendet und unser Gas sehr teuer wurde, verzögert das die Energiewende finanziell.
Von daher gestehe ich den Grünen auch nicht ihre "wir haben immer vor Putin gewarnt" Nummer zu, weil sie den ersten Atomausstieg - als Bedingung für die Koalition Ende der 90er - initiiert haben und damit Russland zugearbeitet haben.​

chaopanda schrieb:
Ist aktuell leider erst einmal so wie es ist. Bis wir die Scherben auffegen und neu starten können , wird es aber vermutlich noch etwas dauern.

Sprich, bei der Problemlösung wird das für die nächsten 2 Jahre aus meiner Sicht eher nicht behilflich sein können. Also braucht es sinnvollere Alternativen abseits vom "weiter so wie die letzten 100 Jahre".

Das Problem ist doch das Umkippen von Strategien aus dem Nichts, meist aus ideologischen Gründen oder Reaktion auf die Tagesstimmung. Dafür ist der zweifache Atomausstieg doch das beste Beispiel. Selbst in Japan stieg man nach Fukushima nicht aus der Atomkraft aus und die Ukraine betreibt bis heute - trotz Tschernobyl - Atomkraft.
 
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The_waron schrieb:
Krieg ist die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln und Russland hat diesen Krieg geplant und wir waren zentraler Bestandteil
Ich finde da jetzt nichts auf den Seiten des öffentlich rechtlichen Rundfunks zu diesem Themenbezug. Hast du da mal einen Link zu? Der Focus ist auch eher so ein windiges Blatt.
 
@Treiber
Weder in Japan, noch in der Ukraine gibt es eben so eine medial völlig überhypte Grüne Partei, die jedweden Stuss weitgehend ohne kritische Nachfragen auf alle mögliche Kanälen des öffentlich-rechtlichen Pay-TV oder den üblichen MSM kundtun können. Dementsprechend gilt da eben noch der gesunde Menschenverstand und keine Ideologie.

Im Rest der Welt kann man eben den Taschenrechner benutzen und sich der Tatsache nicht verschließen, dass aktuell nur mit fossilen Energieträgern eine überwiegend Nachfrage-orientierte Stromversorgung realisiert werden kann, wohingegen die erneuerbaren Energien in Form von PV und Windkraft ohne gigantische Speicher eben nur eine Angebots-orientierte Stromversorgung schaffen. Bei PV kann man ja wenigstens noch je nach Tages- und Jahreszeit eine grobe Abschätzung des Ertrages vornehmen. In unseren Breiten ist eben zu erwarten, dass am 21.06. um 12 Uhr volle Pulle anliegt und jede Nacht sowie in den Wintermonaten eben wenig bis garnix. Bei Windkraft ist man völlig der Natur ausgeliefert, man kann bestenfalls ein paar Tage im Voraus planen. Bei Windstille helfen eben auch 100.000 installierte Windräder nix.

Wasserkraft, Gezeitenkraftwerke und Biogas sind ein anderes Thema. Gibt durchaus Länder wie Norwegen oder in Teilen auch die Schweiz, die über die notwendigen geografischen Voraussetzungen verfügen, um einen nennenswerten Teil ihrer Stromversorgung über diesen Weg abzuwickeln. Das lässt sich aber eben nicht auf jedes große Industrieland übertragen.
 
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Orcon schrieb:
Ich finde da jetzt nichts auf den Seiten des öffentlich rechtlichen Rundfunks zu diesem Themenbezug. Hast du da mal einen Link zu? Der Focus ist auch eher so ein windiges Blatt.

Ich weiß das genaue Zitat gerade nicht, aber "Krieg ist die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln" steht schon sinngemäß bei Clausewitz im 19. Jahrhundert. Ob sich der ein Autor beim Focus darauf hin eine Theorie ausdenkt, ist das doch eher zweitranging. Wie gesagt, es kann durchaus sein, dass Russland in der Richtung BEI KRIEGSBEGINN improvisiert hat, aber der urspünglich Plan Jahre vorher von Putin war doch wohl eher, was ich oben beschrieben habe. Dazu passt auch die Dutzfreundschaft mit Schröder mit entsprechenden Gasposten und die weitesgehend von Russland bezahlte 2. Nordseepipeline, die mit passendem Timing fertig wurde und das ganze "Gesponsere". Ich möchte auch gar nicht wissen, was der Schröder dem Putin so alles bei gemeinsamen Saunagängen zugesagt hat.

Mich wundert bei der außenpolitischen Neubewertung von Russland ohnehin, dass man davon ausgegangen ist, dass bei der ganzen deutschen außenpolitischen Rhetorik, den Sanktionen und den massiven finanziellen Hilfen und späteren militärischen Hilfen für die Ukraine, die Russen in dieser halbwegs friedlichen Haltung zu Deutschland bleiben. Die Änderung der Verhältnisses zu Russland kann man durchaus vertreten, nur war das keine rein passive Entwicklung, wie ich seit Neuestem manchmal höre. Wir haben uns auf die Seite der Ukraine gestellt und gleichzeitig das ideologische Ausscheiden aus dem Atomstrom weiter vorangetrieben und damit die komplette Strategie für die Energiewende über den Haufen geschmissen. Mit Kohle jetzt einen beachtlichen Teil des Stroms zu erzeugen ist quasi 3 Salti rückwärts.

Die Energiewende ist gescheitert, aber man versucht sie immer noch genauso weiter zu betreiben und setzt auf Gas, siehe z.b. hier:
https://www.handelsblatt.com/politi...bau-von-gaskraftwerken-foerdern/28900646.html
Das mit dem Wasserstoff ist natürlich vorgeschoben, weil der nicht zeitnah in ausreichender Menge zur Verfügung stehen wird. Das Gas muss teuer importiert werden.
cbuser01 schrieb:
@Treiber
Weder in Japan, noch in der Ukraine gibt es eben so eine medial völlig überhypte Grüne Partei, die jedweden Stuss weitgehend ohne kritische Nachfragen auf alle mögliche Kanälen des öffentlich-rechtlichen Pay-TV oder den üblichen MSM kundtun können. Dementsprechend gilt da eben noch der gesunde Menschenverstand und keine Ideologie.

Geht auch ohne Medien. Realistisch betrachtet hat Gerhard Schröder damals in dem Punkt mit der Atomkraft nachgegeben, weil das für die Grünen ein zentraler Bestandteil ihres Wahlerfolgs war und er sonst weitesgehend machen konnte, was er wollte. Frau Merkel hat den Spuk wieder zurückgedreht, was richtig war, aber ist nach Fukushima wieder zurückausgestiegen, weil sie sehr nach aktuellen Meinungsumfragen regiert hat.

Wenn der Rest der Welt weiter auf Atomkraft setzt und dies gleichzeitig CO2 spart, während durch Kohle weitaus mehr Menschen sterben als durch Atomkraft, dann macht man vielleicht bei uns etwas falsch.​
https://www.welt.de/newsticker/dpa_...eutschland-soll-Atomausstieg-ueberdenken.html
https://www.welt.de/wissenschaft/pl...t-etwa-1000-mal-toedlicher-als-Atomkraft.html
 
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Nun so langsam kommen die bisher durch Steuermittel und Schulden versteckten Kosten der Energiewende bei den Bürgern in Deutschland an und das doch wie gesagt erst der winzig kleine Anfang der Netzkosten.

https://www.focus.de/finanzen/droht-uns-ein-neuer-strompreis-schock_id_259142064.html

Ich bin gespannt ob die deutschen Verbraucher 2024 oder erst 2025 die 40 oder 50 Cent als Normal sehen werden - da staatliche Stromnebenkosten gelten doch die üblichen Preisgarantien dann auch nicht oder?

Es macht doch keinen Sinn die ganzen Systemkosten der Energiewende mit Steuergeldern zu verstecken - vor allem wenn man sich das wegen des wirtschaftlichen Abwärtstrends und anderen wichtigeren zentralen Ausgaben wie Soziales eh nicht mehr leisten kann. Das mindeste was eine Regierung bei so einem Megaprojekt wie der Energiewende sein müsste ist ehrlich.

Eigentlich müssten doch die Netzausbaukosten um ein x-faches höher sein, damit man damit den durch die Energiewende bedingten Komplettumbau der Mittel und Niederspannungsnetze finanzieren kann auf WP für "alle" und E-Autos fgür "alle" (alle = irgendwann in den nächsten 10-15 Jahren 50%+)

D hat seine Leitungen oft unter der Erde da ist das extrem viel schwerer als in USA Asien Indischer Raum, wo die häufig oberirdisch laufen.

Mittel und Niederspannungnetze gibt es doch viel viel viel mehr als Hochspannungstrassen. Das bisschen Hochspannung Nord Süd ist da doch dagegen ein Klacks - das muss D jetzt angehen und nicht auf "morgen" verschieben, denn "morgen" - wann das alles stehen MUSS - ist inzwischen in 10 Minuten xD

Man muss ja nich gleich so "perfekt verteilte Netze" verkabeln wie das in Indien langsam überall aussieht weil die Leute schnneller reich werden als man Infrastruktur aufbauen kann :o:D .... aber .einen extremen Zahn zulegen muss D für die Energiewende die mehr vom Stromnetz Spinnennetz statt wie aktuell zentralisiert aufgebaut sein muss.

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Treiber schrieb:
Gas erzeugt auch Emissionen, aber doch deutlich weniger als Kohle.​
Das ist auch nicht unbedingt wahr. Gas erzeugt bei der Verbrennung weniger Emissionen, aber Methan (der Hauptbestandteil von Erdgas) ist als Treibhausgas knapp 30x effizienter als CO2 (langfristig ist es etwas komplizierter, weil es auch schneller aus der Atmosphäre abgebaut wird, aber kurz- und mittelfristig kann man damit rechnen).

D.h. wenn bei der Förderung des Erdgas etwas davon entweicht (Lekagen), zieht das die Klimabilanz schnell in den Keller. Es reichen schon wenige Prozent und Erdgas ist schlechter als Steinkohle.

Und das Schöne: Lekagen werden selbst in Deutschland nicht ordentlich erfasst (siehe z.B. hier https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2023-01/methan-leck-klimagas-hamburg-elbmarschen), und wie es bei eventuell maroder Infrastruktur in anderen Ländern aussieht ist noch weniger bekannt.
Langsam kommt fahrt in die Analyse von Methanquellen durch Satelliten, aber die Karte hat da noch sehr viele blinde Flecken.

Unterm Strich können wir heute kaum sagen, ob das Gas, das wir verbrennen, überhaupt, und wenn ja wie viel, besser fürs Klima ist als Kohle. Und gerade bei der immer wieder propagierten Hoffnung in Deutschland, Fracking, fällt das ins Gewicht, weil beim Fracking besonders viel Methan unverbrannt entweicht. Da kann man auch einfach die Kohle weiterlaufen lassen, ist günstiger.
 
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Ich hoffe doch, das niemand auf die dumme Idee mit Fracking in DE kommt. Von den von Autokiller angesprochen Problem des Entweichens von Gas direkt in die Atmosphäre braucht man doch nur nach Amerika schauen um zu sehen, dass das mit dem Fracking alles andere als nachhaltig verläuft. Massive Bodensenkungen über Gas im Trinkwasser gibt es da so einige Dinge, die die Folge von Fracking sein können. Allein Das Fracking Fluid ist giftig und wird nicht vollsändig wieder aus dem Boden entfernt. Da es, damit man fracken kann, mit sehr hohem Druck eingepresst wird, kann mir keiner erzählen, dass er vorab exakt und fehlerfrei berechnen kann, wo genau das Fracking Fluid hin gepresst wird oder das man exakt weiß, wie die Bruchlinien dann um die Bohrlöcher wirklich verlaufen werden.

Wer glaubt, dass wir es besser machen als die Amis und vor allem alle möglichen Folgen vorab identifizieren und vorgreifen können, der ist einfach nur arrogant naiv...
 
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Erkekjetter schrieb:
dumme Idee mit Fracking in DE
Auch der Zeithorizont spricht nicht dafür, dass Fracking eine Lösung sein könnte. Wir haben dafür in D keine Industrie vorhanden, d.h. mindestens 10 bis 15 Jahre bis das erste Gas fliesst. Bei unserem derzeitigem Bedarf in Homöopatischen Dosen. Dann könnten wir auch neue AKW#s in Betrieb nehmen oder oder Fusion warten. Dauert alles zu lange.
Treiber schrieb:
Die Energiewende ist gescheitert
Sie läuft nicht ganz rund, es sind noch einige Fakten zu klären, aber von einer Absage habe ich nur einen reden hören, den derzeitigen Leiter der COP28 und Vorsitzenden der Saudischen Ölfirma. Auch ist das GG nicht geändert, wo unsere Klimaziele vorgegeben sind. Oder von einem Plan, dieses dahingehend zu ändern.
 
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Das Modell, das Deustchland bisher fährt sich selber zu belügen mit ja Fracking ist akzeptabel wenn es im Ausland passiert und wir nur kaufen aber sonst der Teufel kommt an sein natürliches Ende.

https://www.klimareporter.de/deutschland/fracking-gas-stroemt-vermehrt-nach-deutschland

Aktuell hat Deutschland von früher als die Wirtschaft noch rundlief noch ein wenig Geld übrig um Fracking outzusourcen, aber die Abhängigkeit ist längst da.

Sobald das Geld ausgegeben ist kommt nichts mehr in dem Umfang nach - der Bedarf an Strom durch die Energiewende steigt deutlich - die gesicherte (Kohle-)Leistung geht zurück.
 
Die Nachteile von Fracking sind im überwiegenden Maße regional. Andere Länder haben schon deswegen weniger Probleme damit, weil sie Fracking in unbewohnten Gebieten betreiben können. Sowas ist in DE de facto nicht vorhanden. Bodensenkungen sind nun mal ein reines Problem bewohnter Gebiete und kein Umweltproblem.

Zumal das auch nur ein ein Argument für mehr EE ist, da egal ob man Kohle abbaut oder Gas frackt: Die Umwelt schädigt beides massiv und CO2 bei der Verbrennung entsteht ebenfalls bei beidem...
 
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Naja ausserhalb Dustchlands ist Fracking ok? Besonders wenn Deustchland auf das Fraking Gas angewiesen ist?

Es gibt doch auch genug Berichte über lokale negative Auswirkung von Fracking in den USA - werden die denn nicht als Beweis angebracht wie schlimm Fracking sein kann?

Die Gesundheit von Nicht Deutschen ist doch genausoviel wert - oder etwa nicht?

Wenn man Fracking vor allem aus möglichen gesundheitlichen Risiken ablehnt - was man durchaus machen kann, weil gewisse Restrisiken immer objektiv bestehen - dann ist es egal welche Herkunft, Hautfarbe Religion Nationalität etc die betroffenen Personen haben - muss man das ERNSTHAFT erwähnen?
 
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Bohnenhans schrieb:
Beweis angebracht wie schlimm Fracking sein kann
Das wird von der lokalen Bevälkerung in den USA durchaus wahrgenommen. Aber Geld (oder Kapitalismus) regiert die Welt, besonders in den USA (Waffengesetze...etc.). Und einen Rohstoff wegen prekärer Umstände nicht zu kaufen, ist auch keine Option. Die Zustände werden sich dadurch nicht ändern, man muss die Ursachen Bekämpfen (Armut). Wie auch im Kongo mit dem Cobalt und der Kinderarbeit. Wenn wir (oder sogar die Welt) kein Cobalt von dort mehr kaufen würden, ändert sich für die Kinder im Kongo dann genau was? Richtig, Ihre Situation wird nicht besser und sie müssen sich dann evtl. mit noch schlimmeren Sachen über Wasser halten.
 
Bohnenhans schrieb:
Die Gesundheit von Nicht Deutschen ist doch genausoviel wert - oder etwa nicht?
Und wenn wir das GAs nicht kaufen, wird das Fracking dort eingestellt? Zumal ich erneut betone: Das ist ein Problem bewohnter Zonen wie das in DE 100% der Fall ist. In Den USA nicht. Darüber hinaus ist doch inzwischen bekannt, dass der berühmte brennende Wasserhahn wohl gar nicht durch Fracking zustande kam sondern dieses Phänomen bereits Jahre vor dem Fracking dort dokumentiert wurde.
Bohnenhans schrieb:
muss man das ERNSTHAFT erwähnen?
Muss ich ernsthaft wieder darauf hinweisen, dass du komplett ignorierst, was ich schreibe? Ich sprach doch klar von unbewohnten Gegenden fürs Fracking, die es beispielsweise in den USA gibt. Im Gegensatz zu DE.... Und du kommst mit Gesundheitsschäden bei Menschen.
 
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Cobalt kann Duetchland nicht sleber fördern Gas schon

Bei Gas muss Deutschland nicht in dem Maß andere Menschen gefährden wenn es das haben will - es kann auch selber seinen Beitrag leisten statt nur andere auszubeuten.

Der Wert eines Menschen endet nicht an der dt Grenze. Wer sich selber für das Wohl der Menschheit einsetzt - was fraglos ein sehr ehrenwertes Ziel ist - und damit sein Handeln begründet, der muss auch bereit seinen eigenen Teil ZUERST zu leisten statt zu sagen ja aber ich kann doch auch statt selber irgendwas zu tun einfach andere ausbeuten - weil das ist gerade möglich.

Ist das denn für Deutschland dann überhaupt möglich, wenn das Lieferkettengesetz in Kraft tritt auf Fracking Gas aus dem Ausland zurückzugreifen wenn man gleichzeitig sagt aber in Deutschland machen wir das nicht auch wenn wir es könnten, weil wir unsere Bevölkerung nicht schädigen wollen? Eigentlich soll doch das Gesetz genau sowas verhindern?
 
Zuletzt bearbeitet:
Bohnenhans schrieb:
Bei Gas muss Deutschland nicht in dem Maß andere Menschen gefährden wenn es das haben will - es kann auch selber seinen Beitrag leisten statt nur andere auszubeuten.
Wie @Erkekjetter schrieb, wird Gas in den USA in komplett unbewohnten Gebieten gefördert, weil riesige Vorkommen in der Wüste von Nevada liegen. Welche Menschen werden dort gefährdet?

https://gisweb.unr.edu/OilGas/


Nun versuche mal im Gegenzug in Deutschland ein auch nur halbwegs unbewohntes Gebiet dieser Charakteristik zu finden. Die natürlichen Flächen betragen hierzulande knapp 2%, der Rest sind Städte, Gemeinde und Landwirtschaft. Ergo, würde Fracking hierzulande auch nahezu immer Wohngebiete oder unsere Lebensmittelversorgung betreffen. Genau dies ist in den USA eben nicht der Fall.
 
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