News Entlassungswelle bevorstehend: Bei Intel könnten noch einmal 20 Prozent der Stellen wegfallen

wo habe ich geschrieben dass ich Intels Praktiken gut finde bitte?
 
Maxminator schrieb:
Intel liefert ca. 10x mehr CPUs als AMD es JE KÖNNTE - alleine Physisch nicht - vom Kapital unabhängig!
weil das aktuell vielleicht noch so ist, bedeutet nicht das es nicht gehen würde, TSMC könnte locker das was Intel an Kapazitäten hat, binnen eines Jahres bereitstellen und müsste sich dafür nicht mal krummlegen.
abgesehen davon liefert Intel schon lange nicht mehr 10x mehr. AMD hat 20% Marktanteil somit liefert intel nur noch 5x und das auch nur weil sie es müssen, schau die die Marge von Intel 2020 und heute an. morgen abend kommen die Zahlen von Intel und gut werden die wohl nicht aussehen, der Ausblick sowieso nicht
 
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stefan92x schrieb:
Ich glaube kein Ingenieur bestreitet, dass es Management braucht. Aber viel zu oft sieht man zu viele zu inkompetente Manager.
Ja, dass ist zweifelsohne richtig, aber ich erlebe auch genügend Ingenieure, denen man alles aus der Nase ziehen muss oder die nur in ihren Bereich schauen. Wir hatten zB mal einen sehr guten Entwickler, der hat nur in seine Montage in seinem Werk geschaut, aber seit gut zwanzig Jahren herrscht bei uns die Devise "Was entwickelt wird, muss in allen Werken nutzbar sein". Und dass verinnerlichen einige bis heute nicht.
Davon abgesehen ist es aber auch ein Problem, dass man mittlerweile wirklich jede nicht so kleine "Nicht-Kern-Kompetenz", die es an manchen Stellen aber einfach war, nach China oder Indien ausgelagert hat. Dazu hat man dann interne Stellen auslaufen lassen und das Wissen wurde mit in den Ruhestand genommen. Das erlebe ich auch gerade sehr oft.
Ergänzung ()

stefan92x schrieb:
Der Gründer war aus der Geschäftsleitung ausgeschieden, die Nachfolgerin war ebenfalls BWLerin und die BWL/BWL-Doppelspitze hat viel in "Prozesse" und "Strukturen" investiert und darüber vergessen, wie man eigentlich gute Produkte entwickelt hat. Und von außen betrachtet spricht viel dafür, dass Intel das gleiche Problem hat, ich erkenne da einiges wieder.
Oh ja, so ist es genau bei unserem Softwarelieferanten passiert. Die Gründer haben das Unternehmen an eine Heuschrecken Holding verkauft. Danach haben auch viele Wissensträger das Unternehmen verlassen und unsere Geschäftsbeziehung zerbrach.
 
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Hach, diese typisch deutsche Neiddebatte. Immer sind es "die da oben". :rolleyes:
 
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BorstiNumberOne schrieb:
Ja, dass ist zweifelsohne richtig, aber ich erlebe auch genügend Ingenieure, denen man alles aus der Nase ziehen muss
Auch das ist zweifelsohne richtig :freak:
BorstiNumberOne schrieb:
Die Gründer haben das Unternehmen an eine Heuschrecken.Holding verkauft. Danach haben auch viele Wissensträger das Unternehmen verlassen und unsere Geschäftsbeziehung zerbrach.
Dann ist es nicht so wirklich vergleichbar zu dem was bei uns war... denn da hat die ersten Jahre niemand (außer der üblichen Fluktuation) das Unternehmen verlassen, sondern es wurden einfach nur mehr Leute eingestellt, mehr Strukturen geschaffen, mehr "klare Prozesse" festgelegt. Und das mit besten Absichten, muss man halt auch sagen.

So kam z.B. so jemand aus dem "mittelhohen Management" auf die erstmal sinnvoll klingende Erkenntnis: "Wir sind ja Qualitätsmarktführer, das geht nur wenn wir auch gute Qualität verbauen". Daraus folgte die Idee: "Entwicklungsingenieure sollen die Preise für Komponenten nicht mehr sehen können, sollen rein sachlich entscheiden". Das Resultat davon waren dann völlig überteuerte Produkte, denn wie sich herausstellte, wurden bis dahin eigenverantwortlich von den Ingenieuren sinnvolle Entscheidungen getroffen, die Preis, Leistung und Qualität der Komponenten berücksichtigt haben. Simple Maßnahmen wie diese haben auf Entwicklerebene unternehmerische Verantwortung abgeschafft und damit den Laden zugrunde geführt.

Unter dem alten Ingenieur-Chef war es eher so, dass der bei manchen Dingen den Entwickler direkt gefragt hat "weißt du was das kostet?" und eine vernünftige Antwort erwartet hat, warum es denn so viel kosten muss.

Bei Intel fühl ich mich halt aktuell sehr an diese Erfahrungen erinnert, die ich da gemacht habe.
 
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Trump möchte doch "Intel inside", also sollte die Produktion wieder zurück geholt werden ins eigene Land ;)
Dann kostet eine Intel CPU plötzlich viel mehr als bisher...und keiner kauft es :D
 
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In einigen Projekten arbeiten fünf Mal mehr Leute als es bei der Konkurrenz der Fall sei – mit am Ende doch gleichem Ergebnis.

Das wage ich bei denen nun schon seit geraumer Zeit berechtigterweise stark zu bezweifeln.
Evtl. sich mal bei AMD als Praktikant bewerben und schauen wie die das machen. Wie sie das Comeback geschaft haben als sie bei Intel schon nicht mal mehr als ernsthafte Konkurrenz wahrgenommen wurden.
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Mittlere Management-Positionen gebe es viel zu viele, doch sie tragen wenig bis gar nicht zu Intels Anstrengungen im Kerngeschäft bei.

Kern Kompetenz sollte die bei einem Chip Hersteller nicht eher im Ingeneursbereich angesiedelt sein. Bei Intel stecken doch die Fehler jetzt schon seit Jahren in allen möglichen Bereichen. Einfach gesagt im Kern fehlt schlicht die Kompetenz.
 
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SheepShaver schrieb:
Hach, diese typisch deutsche Neiddebatte. Immer sind es "die da oben". :rolleyes:
na wenn ein Intel in schwanken kommt liegt das sicher nicht am Arbeiter der schlampig gearbeitet hat, sondern an denen die das nicht unterbunden haben und das sind nun mal die oben, es gibt in so gut wie jedem großunternehmen heute viel zu viele ebenen/Manager die keinen Plan haben und weil sie BWL studiert haben eben über Leuten mit plan stehen, jedoch diese ignorieren weil nicht wirtschaftlich :)
 
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SheepShaver schrieb:
Hach, diese typisch deutsche Neiddebatte. Immer sind es "die da oben". :rolleyes:
Es steht ja jedem frei, sich nach "oben" zu arbeiten.
Mir liegen diese ganzen politischen Diskussionen und Wortspielereien gar nicht, die in dieser Ebene geführt werden.
 
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DerMond schrieb:
Die ganzen unwichtigen und überbezahlten Stellen bleiben ohnehin erhalten, der neue CEO wird ja nicht die Stellen Streichen die ihm zu seiner Position verholfen haben.
Seit wann wird ein CEO von Managern der mittleren Ebenen in seine Position gebracht? Das dürfte nirgendwo der Fall sein.

Was sich halt in den letzten Jahren und Jahrzehnten etwas herauskristallisiert hat ist, dass Organisationen mit zu vielen vertikalen Hierarchieebenen (man denke an den damit einhergehenden Reporting- und Organisationsaufwand und den ineffizienten Informationsfluss) eher benachteiligt sind.

Tatsächlich ist die Sache dann im Detail doch recht komplex. Wo genau man ansetzen muss um ein Unternehmen erfolgreich zu verschlanken und wieder effizient zu machen ist auch individuell verschieden. Diese Pauschalaussagen in denen sinngemäß mitschwingt, dass "Alle mit Krawatte doof" oder "Alle Ingenieure Einsteins" sind, treffen dabei sicher auch nicht zu.
 
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BAssDad schrieb:
Evtl. sich mal bei AMD als Praktikant bewerben und schauen wie die das machen. Wie sie das Comeback geschaft haben als sie bei Intel schon nicht mal mehr als ernsthafte Konkurrenz wahrgenommen wurden.
Also Jim Keller hatte großen Anteil daran, dass AMD-CPU-Entwicklungsteam neu aufzustellen, so dass Zen entwickelt werden konnte, und ist danach zu Intel gegangen. Das Wissen hat(te) Intel also schon längst im Haus, wie AMD das geschafft hat. ;)
 
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DerMond schrieb:
Das Streichen von 20.000 Stellen macht deren Produkte auch nicht besser.
Aber günstiger - was auch genau das aktuelle Problem ist
 
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"Ich gebe nun die Entlassungen bekannt, die ich in Alphabetischer Reihenfolge verlesen werde: Simpson, Homer. Das sind alle."

Boimler schrieb:
Ich finde es schwierig, da einfach so der Argumentation von Intel zu folgen. Ich glaube, Intel hat in den letzten Jahren viel verschlafen und muss von einem hohen Ross heruntersteigen, das Marktführerschaft (in vielen Bereichen) heißt. So etwas löst man nur bedingt durch Personalabbau.
Disziplin erschafft Erfolg, Erfolg zerstört Disziplin. Kannst Du bei vielen Firmen beobachten. Auch VW gehört dazu. Bei Intel hat man sich vom Erfolg der letzten Jahre blenden lassen und sich lange auf seinen Lorbeeren ausgeruht. Bis sie auf einmal hinterherlaufen mussten. Ein BMW Ing. hat mir mal erzählt dass er, so wie es da intern läuft was er jeden Tag sieht, sich wundert dass am Ende vom Förderband noch Autos und keine Waschmaschinen oder irgendwas anderes rauskommt.
 
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Boimler schrieb:
Ich finde es schwierig, da einfach so der Argumentation von Intel zu folgen. Ich glaube, Intel hat in den letzten Jahren viel verschlafen und muss von einem hohen Ross heruntersteigen, das Marktführerschaft (in vielen Bereichen) heißt. So etwas löst man nur bedingt durch Personalabbau.
An der Stelle ist es immer kompliziert den Argumenten zu folgen, weil man dafür die ganze Firmenstruktur kennen müssen und auch wie diese gewachsen ist.

Deswegen ist es auch zwar immer einfach davon zu sprechen, dass man quasi das ganze mittlere Management einmal entlassen kann, weil es eh nicht die falschen trifft, am Ende kann genau das allerdings auch nach hinten los gehen.

Das Problem - egal ob jetzt Firma oder Staat - ist oft das historische Wachstum und dann das "Zuschustern" von Stellen als Gefälligkeit aber auch Entlastung von anderen Stellen. Da kommen teilweise komische Konstrukte dann zusammen.

Ich hab da so einen Fall, der mir das Leben jetzt etwas "komplizierter" gemacht hat. Da sind zwei Stellen, die gefühlt etwas zu wenig Auslastung haben, dadurch sich Aufgaben gesucht haben und plötzlich meinten, dass Etat- und Projektentscheidungen in der IT doch im größeren Kreis von "ihnen" mitbestimmt werden müssen. Ich konnte mich da zwar soweit durchsetzen, weil mein Bereich, gleichzeitig kommt aber doch viel mehr Arbeit auf mich zu, weil jetzt Entscheidungen noch mehr auf Meetings kommuniziert werden müssen und ja es eingeräumt werden muss, dass die beiden Stellen gehört werden.

Und so entstehend dann solche Wasserköpfe. Nur diese Wasserköpfe dann zu entwirren, ist viel Arbeit und wenn man das nicht sauber macht, kann am Ende es auch sein, dass die Personen, die man benötigt, dann doch weg sind.
 
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DevPandi schrieb:
Nur diese Wasserköpfe dann zu entwirren, ist viel Arbeit und wenn man das nicht sauber macht, kann am Ende es auch sein, dass die Personen, die man benötigt, dann doch weg sind.
Schönes Beispiel. Denn das klingt ja danach: Es machen alle etwas sinnvolles. Und etwas sinnloses. Du kannst niemanden direkt feuern, weil niemand überflüssig ist. Sondern du musst erst dafür sorgen, dass jemand überflüssig wird, indem seine sinnvollen Aufgaben an andere Leute verteilt werden.
 
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stefan92x schrieb:
Wobei das aber tatsächlich auch einfach seine Philosophie ist, sich keine fremden Klötze ans Bein zu binden.
"Mergers and Aquisitions" ist fester Bestandteil der Innovations- und Wachstumsstrategie von Konzernen. Die Wissen, dass sie behäbige Dinos sind und scannen aktiv den Markt.
Manches funktioniert, anderes nicht. So, wie wenn man sich das eigenes aufbauen würde.
Ergänzung ()

Boimler schrieb:
So etwas löst man nur bedingt durch Personalabbau.
(Zu) viel Personal hilft aber auch nicht unbedingt.
 
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Die Mitarbeiter müssen jetzt einmal mehr das ausbaden, was eine Führung mit guter Planung hätte im Vorfeld vermeiden können. Ich sehe hier wie so oft Managementversagen als Ursache an.
Ich bin seit November in Intel Aktien investiert und habe bereits mehrmals von dem Kurs-Pingpong profitiert. Diese Nachricht hier wird ebenfalls den Aktienkurs befeuern, traurig aber wahr.
Ich wünsche Intel, dass sie wieder zu alter Stärke zurückfinden - wäre gut für den Markt und die Mitarbeiter.
 
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DevPandi schrieb:
Da sind zwei Stellen, die gefühlt etwas zu wenig Auslastung haben, dadurch sich Aufgaben gesucht haben
Ich will mir da kein Urteil erlauben, aber wenn Mitarbeiter sich Zuständigkeiten "suchen", hat die Etage darüber schon nicht aufgepasst. Es ist ja eigentlich nicht deine Aufgabe, die Auslastung der Mitarbeiter zu beurteilen, sondern die des Chefs.
 
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