BAssDad schrieb:
Ansonsten hätte er doch auch bei Intel ähnliches wie zuvor bei AMD reissen sollen.
Wenn man ein paar Interviews mit Keller und anderen gelesen/gesehen hat, und dann auch Meldungen wie zu Lip Bu Tans Abgang von Intel letztes Jahr (
https://www.computerbase.de/news/wi...ute-und-unnuetze-management-positionen.89375/ ), dann ergibt sich ein relativ klares Bild:
Keller hat bei AMD keine Architektur gebaut, er hat ein Team gebaut, aus kompetenten, motivierten und optimistischen (!!!) Leuten, die daran geglaubt haben, ein geiles neues Produkt bauen zu können, und AMD als Konzern hat genau dieses Team ermöglicht, unterstützt und ist ins Risiko gegangen um den vollen Fokus darauf zu ermöglichen. Leute die dabei nicht mitziehen wollten oder nicht überzeugt waren, sind gegangen (worden).
Intel hingegen ist dieses Risiko nicht eingangen, hat nicht so radikal seine Arbeitsweisen umstrukturiert und hat viel vom früheren Antrieb verloren. Keller hat sehr offen darüber gesprochen, wie erschrocken er davon war, dass bei Intel intern der Glaube "Moore's law is dead" vorherrschte, sodass überhaupt keine Ambitionen mehr vorhanden waren, es noch irgendwie am Leben zu erhalten. Währenddessen hat AMD auf Chiplets hin entwickelt, um die Preis/Leistungs-Entwicklung, die daraus folgt, weiterhin erreichen zu können.
Keller konnte bei Intel also nicht das gleiche erreichen, weil Intel ihm gar nicht die Rahmenbedingungen geboten hat. Und genau dieses Thema hat Bu Tan als Aufsichtsrat schon kritisiert und will es jetzt wohl angehen.