Erfahrungsbericht über WLAN-USB-Sticks

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#1
Hallo zusammen.

Vorausschicken will ich folgendes:

Mein Notebook Lenovo steht ca 3 Meter entfernt von der UnityMedia-ConnectBox.
Auf diesem Notebook hatte ich zuerst ArchLinux installiert.
Ich hatte noch einen alten Asus-WLAN-Stick, doch der brachte mir nicht genug Speed.
Das hatte mich auf die Idee gebracht, einmal nach besseren Sticks Ausschau zu halten.

Dazu muss ich noch erwähnen, daß ich mit der im Notebook befindlichen WLAN-Karte
noch gar nicht umgegangen war - ich weiss wirklich nicht, warum...

Also habe ich mir bei Amazon nacheinander 2 Sticks gekauft. Der erste war:
Wifi Adapter YOTECE USB Wlan Stick 600Mbit/s mit AC Dualband wireless Adapter (2.4G/150Mbps+5.8G/433Mbps) und Wlan Stick mit Antennenbuchse und abnehmbarer Antenne für Windows Mac Linux

Diesen habe ich bei verschiedenen Distributionen getestet - kein Erfolg, weil die auf der kleinen CD befindlichen Treiber
bei der Installation unter Linux immer wieder Fehlermeldungen brachte.

Nur eine Distribution hat meine besondere Aufmerksamkeit geweckt: Mageia6.
Als ich das gebootet habe, sah ich sofort an einem kleinen blauen Lichtpunkt auf dem Stick,
daß er erkannt und eine Verbindung versucht wurde.
Erstaunlicherweise brauchte ich nur kurz im Kontrollzentrum die Einstllungen WPA/WPA2 vornehmen und
das Zugangspasswort eingeben.
Dann stand die Verbindung.
Der erste Speedtest brachte 202,6 Mbit/s Download-Speed und über 20 Mbit/s Upload-Speed.

Jetzt war ich also regelrecht angezündet, um auch die anderen Distributionen damit auszustatten,
was allerdings bei keiner gelungen ist.

Also noch einmal Suche nach einem Stick. Im Fedora-Forum habe ich einen Hinweis lesen über einen Stick
NET-DYN, der kostete über 40 Euro. Aber ich habe ihn geordert.

Zuerst wieder bei Mageia: Auch dieser wurde sofort erkannt und brachte den o.g. Speed, zT besser, manchmal geringfügig weniger.

Nun wieder zu den anderen Distributionen:
Auch dort kein Erfolg.

Nun weiß ich zumindest, daß der kernel von Mageia den passenden Treiber bereits beinhaltet, deswegen das schnelle Erkennen.
rtl8812au ist das Modul.
Wenn ich dieses per Download bekommen habe, habe ich es bei ArchLinux und PCLinuxOS probiert,
doch wieder nichts zu machen.
Ein "Forscher" hat herausgefunden - Zitat:
"ich habe im desktop-kernel von Mageia gesehen, das dort unter 3rdparty/rtl8812....
eine 4.x.x version dieses Realtektreibers läuft."
während bei den anderen Distributionen da nur eine 3.x.x läuft.

Dieser "Forscher" ist dabei, für PCLinuxOS das passende Paket zu bauen, was allerdings eine Weile dauern wird.

Fazit:
Ich hatte offensichtlich Erfolg mit den beiden genannten WLAN-USB-Sticks, aber nur bei Mageia.

Zwischendurch habe ich allerdings einen gravierenden Fehler begangen:
In der Konfiguration der ConnectBox kommt bei der WLAN-Sparte ein Punkt,
wo man die Alternative zwischen
20 oder 20/40 hat.
Bisher war da immer 20, ich habe es - weiß nicht warum - auf 20/40 umgestellt.

Doch von da an lieferten die Sticks nur noch minimalen Speed, als ich diese Umstellung wieder rückgängig gemacht hatte,
war der volle Speed wieder da.

Nun zum Schluss:
Endlich war ich auf die Idee gekommen, mal ganz ohne Stick, die WLAN-Karte des Notebooks zu überprüfen -
wieder mit UnityMedia-Speedtest:
Da kamen - je nach Zeit morgens - mittags - abends - recht unterschiedliche Werte heraus.
Aber doch immerin zwischen 56 Mbit/s und 97 Mbit/s.

Als ich das realisiert habe, kam bei mir die Frage auf, warum ich das nicht schon als erstes gemacht habe,
als ich das Notebook von meiner Frau übernommen hatte.

So hätte ich mir die Suche und die Kosten der Sticks sparen können.

Aber manchmal geht man offensichtlich eher Umwege als Wege,
ganz falsch ist das nicht immer, aber auch nicht immer richtig.

Ich jedenfalls freue mich auf unseren Herbst-Urlaub, wo wir die GigaCube-Box von Vodafine wieder mitnehmen,
da werde ich wieder sowohl die WLAN-Karte des Notebooks als auch die beiden Sticks testen - was sie an Speed bringen.

In diesem Sinne:
Allen, die sich bei Linux mit WLAN-USB-Sticks versorgen wollen, haben vielleicht hier den einen oder anderen Tipp erhalten.
Ich kann nur hoffen, daß diese bei anderen Distributionen. die die User hier im Froum nutzen, mehr Erfolg mit solchen Sticks bieten.

Gruß
Manfred
 

ManBla

Ensign
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#2
Nun kann ich doch Erfolge vermelden:
1. PCLinuxOS: Der "Forscher" hat mir gestern 2 Pakete zur Verfügung gestellt mit der Bitte,
diese möglichst erst im LiveModus zu testen, um mein System auf dem Notebook zu schützen.
Ich habe diese beiden Pakete mit "apt-get install ~" installiert und dabei verfolgen können,
wie dieser Prozess abläuft. Ich mußte nicht einmal neu starten, da hatte ich bereits wlan2
im Kontrollzentrum und konnte eine Verbindung herstellen. Nach reboot war das Problem einwandfrei gelöst.

2. ArchLinux: ich habe dort ein Kombi-Paket installiert 8821au-8812au.
Erst konnte ich es nicht glauben. Tatsächlich wurde danach der USB-Stick erkannt.
Heute starte ich ArchLinux und sehe im YOTECE-Stick das kleine blaue Licht blinken.
Danach starte ich diese Verbindung und dann bringt der Speedtest fast 200 Mbit/s.

Fazit:
Alle drei auf dem Notebook installierten Distributionen sind nun mit funktionierendem
USB-WLAN-Stick verbunden.

Das freut mich sehr, denn damit sind meine Bemühungen und die Geduld belohnt worden.

Gruß
Manfred
 

ManBla

Ensign
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#3
Fazit:
Der NET-DYN-WLAN-USB-Stick ist nun nicht mehr rechts am Notebook, wo meine Maus bewegt wird,
sondern links angeschlossen. Von dem schon älteren ASUS-WLAN-Stick hatte ich noch ein Minikabel,
das einen sehr schmalen USB-Anschluss für das Notebook anbietet. Am anderen Ende habe ich NET-DYN anschlossen.
Und damit stört der Stick überhaupt nicht mehr, sondern ragt seitlich etwas weg vom Notebook.

Das Tollste ist aber, daß nun ArchLinux, PCLinuxOS und Mageia6 ohne Probleme damit zurechtkommen.
Alle drei nutzen diesen Stick nun für erheblich besseren Speed beim WLAN.

Gruß
Manfred
 
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