News Erneuter Rückschlag: Intel 18A ist bei Kunden gescheitert, 14A soll es jetzt richten

Quidproquo77 schrieb:
Strategisch wäre es wohl besser die Fabs endlich auszugliedern.
Für Intel wäre das natürlich was, aber noch nicht die allgemeine Lösung. Die Ausgliederung bei AMD brachte mit Global Foundries am Ende ja auch nur einen Chiphersteller für den "Massenmarkt" statt einer Firma die weiterhin im HighEnd-Bereich der Fertigungen aktiv ist. Nach dem Start von Zen kam dann nicht mehr viel und eben der Wechsel auf TSMC für AMD.
Egal was Intel da machen wird: Es braucht halt einen Gegenpol zu TSMC. Man hoffte, Intel könnte das wieder werden, aber auch eine Auslagerung sichert das ja nicht ab. Vielleicht nur dadurch, dass durch die Infrastruktur Investoren weiter Geld reinschießen in der Hoffnung, da wieder ran zu kommen. Aber wer soll denen jetzt noch glauben nach den Fehlschlägen in Serie.
 
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Wieso sollte es mit noch kleineren Strukturen besser gehen? Wird ja nicht einfacher ...

Hoffen wir auf Samsung. :-/
 
stefan92x schrieb:
Hyperthreading nicht unbedingt. Das hat bei Intel eh nur 10-20% gebracht, wenn im Gegenzug der Chip einfacher aufgebaut werden kann, dann tut das unterm Strich nicht weh.
Stimmt bei AMD sind es schon 40 % eines Kerns was Leistung angeht .
Die e Kerne machen gewiss bei Intel 50 % eines Kerns aus . Darum konnte Intel da auch nun besser gleich ziehen .
Ein 265k CPU entspricht wenn man die e Kerne zusammen tut einer Leistung eines 6 kerner . Also im Grunde genommen sind das also dann am Ende 14 p kerne wenn man es genau nimmt . Bei AMD sind es beim 16 kener allerdings 21 Kerne weil smt so gut ist . Also 16 smt Kerne sind am Ende 5 normale Kerne.
Für die rohleistung scheint das allerdings keine Rede zu sein ,weil es nix bringt.
 
stefan92x schrieb:
Taktpotential, Effizienz und Produktionskosten sind weitere Faktoren die da mit reinspielen.
Wohl auch die Werkezuge, um ein Chip-Design für einen Prozess anzupassen. Qualcomm/nvidia/AMD/... müssten ihre für TSMC-Fertigung designten Chips ja für den Intel-Prozess optimieren - es könnte auch an diesem Schritt liegen. Oder eine Kombination.
Da jeder am TSMC-Zipfel hängt, und keiner gerne "Single-Sourcing" für absolut kritische Teile betreibt, ist es tatsächlich ein umso miserableres Bild, was diese News malt.
Ergänzung ()

stefan92x schrieb:
Eine echte Ausgliederung dürfte angesichts der Buchwerte, die Intel für die Fertigung ansetzt, zu milliardenschweren Abschreibungen führen. Ist die Frage, ob sich Intel das überhaupt auf einen Schlag leisten könnte.
Meine Rechnungswesen-Vorlesungen sind etwas her, aber Buchwerte über Abschreibungen zu korrigieren, tut einem Unternehmen doch nicht wirklich weh?
Kritischer ist eher, dass die Fabs mutmaßlich seit zwei, drei(?) Jahren einen negativen Cashflow haben dürften, und nach einer Ausgliederung nach ca. einem Monat zahlungsunfähig sein dürften - sofern nicht jemand permanent Geld rein schießt.
 
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@Cr4y das sind tatsächlich weitere Punkte, die für die Vermarktung eines Prozesses wichtig sind. Für die rein technische Frage, wie man überhaupt einen guten Prozessor bauen kann aber weniger. Natürlich müssen die Tools sinnvoll benutzbar sein für Kunden, aber ein guter Prozess und ein gut vermarktbarer Prozess sind nicht das gleiche - wie wir bei Intel früher schon gesehen haben.
 
Taxxor schrieb:
Die aktuellen Produkte mit teilweise Negativperformance zur 14. Gen sind übrigens die ersten aus TSMC Fertigung
Wie will man dieses Argument nun zu Ende denken.

Hat TSMC den schlechteren Prozess = Intels CPU-Technik ist noch schlechter als bisher gedacht. Weil man hätte dann vom überlegenen Intel Prozess auf den Unterlegenen TSMC gewechselt. AMD benutzt aber den TSMC Prozess und hat das bessere Endprodukt. Da würde man sich schon fragen warum die halbe Welt auf TSMC statt Intel oder auch Samsung setzt. Da das nicht der Fall ist und die Hiobsbotschaften zu Fertigungstechniken bei Intel inzwischen Tradition haben gehen wir mal nicht davon aus dass dies zutreffend ist.

Daher hat TSMC den besseren Prozess = Intel gesteht sich ein den schlechteren Prozess zu haben. Intel hat aber trotz TSMC Prozess die schlechteren CPUs zu AMD. Also verliert Intel auf beiden Fronten hier. Und das ist die traurige Realität die Intel nun vor sich hat. Man kann es drehen und wenden wie man will. Man hat es geschafft auf zwei Feldern zu verlieren.
 
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Cr4y schrieb:
Meine Rechnungswesen-Vorlesungen sind etwas her, aber Buchwerte über Abschreibungen zu korrigieren, tut einem Unternehmen doch nicht wirklich weh?
Wenn man hochverschuldet ist und plötzlich zugeben muss, dass die angeblichen Sachwerte gar nichts wert sind, dann ist doch die Frage, wie kreditwürdig man noch ist? Aber geht mir grundsätzlich wie dir, das ist nicht mein Fokus.
 
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Cr4y schrieb:
Meine Rechnungswesen-Vorlesungen sind etwas her, aber Buchwerte über Abschreibungen zu korrigieren, tut einem Unternehmen doch nicht wirklich weh?
Naja, Cashflow ist das eine, aber der Buchwert sichert das ja als Vermögen im Hintergrund ab. Wenn da dann plötzlich eine große Summe fehlt hast du keinen Gegenpol mehr für Schulden und Kredite. Dann geht die Spirale schnell nach unten.

/zu langsam ^^
 
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So schlimm wie dargestellt ist das ja auch nicht, 18A ist irgendwo auf N3P Niveau, also wenn Panther Lake Ende diesen /Anfang nächsten Jahres kommt ist es zusammen mit eben N3P der beste Prozess auf dem Markt, bis eben Ende 2026 N2 kommt.

Das Problem ist halt, dass ein Gleichziehen mit TSMC nicht reicht, um die Kunden von dort wegzulocken. Auch AMD musste erst deutlich an Intel vorbei, um die Server CPU Kunden wegzulocken.

18A ist also kein schlechter Prozess, nur eben nicht weit genug voraus um die bei TSMC eingegessenen Kunden rüberzuholen.
 
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stefan92x schrieb:
Wenn man hochverschuldet ist und plötzlich zugeben muss, dass die angeblichen Sachwerte gar nichts wert sind, dann ist doch die Frage, wie kreditwürdig man noch ist?
Ja, billiger werden die Kredite dadurch nicht. Der Geschäftsbetrieb ist dadurch aber nicht direkt gefährdet. Aber Schuldenstand vs. Eigenkapital und Verbindlichkeiten vs. Forderungen sehen bei Intel aktuell schon nicht gut aus. Könnte auch bald soweit sein, dass Intel die Fabs ausgliedern muss, um nicht als gesamtes Unternehmen in die Insolvenz zu rutschen, um dann dort ggf. die Fabs auszugliedern.
 
Dasher schrieb:
Daher hat TSMC den besseren Prozess = Intel gesteht sich ein den schlechteren Prozess zu haben. Intel hat aber trotz TSMC Prozess die schlechteren Prozessoren zu AMD.
Besser und schlechter sind eindimensionale Begriffe, die das ganze zu sehr vereinfachen. Intel war und ist immer besser als TSMC darin gewesen, hohe Taktraten zu erreichen. Und Intels Architektur ist seit langem darauf ausgelegt, solche hohen Taktraten auszunutzen. Das bricht Intel bei Arrow Lake so ein bisschen das Genick. Sie sind viel effizienter, aber müssen halt 10% Rückstand im Takt zum Vorgänger ausgleichen.
 
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pioneer3001 schrieb:
verzweifelt scheinen die nicht zu sein. Und wer außer denen und Intel braucht den besten Node?
Apple, Qualcom, Amazon, google und weitere Anbieter von Arm Cpus /server cpus.
 
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Also kann man dann GLück haben ob man jetzt Intel oder TSMC Chips bekommt?
Ich sehe es kommen^^
 
Taxxor schrieb:
man hätte in der Zeit von 2000 bis 6000 gar nicht schneller vorankommen können, das hat ja auch keine andere Foundry geschafft.

Doch wenn die Dividende 5 Prozent kleiner wäre und man das investiert hätte wäre man deutlich weiter.
 
xxMuahdibxx schrieb:
@Taxxor das sind 6 Jahre ausgeruht in der Zeit und dann nur weiter optimiert an der Art wie man Taktraten erreicht mit knapp 150 Watt extra an Strom.
Ja gut, auch 22 nm und 14 nm kam nicht mehr so pünktlich, wie ursprünglich angedacht.
 
xxMuahdibxx schrieb:
Doch wenn die Dividende 5 Prozent kleiner wäre und man das investiert hätte wäre man deutlich weiter
Geld auf eine Sache zu werfen, lässt einen nicht auf magische Art alle Probleme lösen.
Intels Problem kommt wohl primär aus der Zeit danach: man hat zu lange die DUV-Maschinen genutzt, statt in EUV zu investieren. Da wäre das Geld besser angelegt gewesen, als in Dividenden.
 
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johnieboy schrieb:
Intel weiter am Torpfosten verschieben.
Die sollten besser die Tore an die Pfosten stellen und Klarschiff machen - sprich sich von den Politikern im Management trennen und stattdessen wieder die Macher und Schaffer in die Verantwortung bringen.

Eine Firma, ein Konzern, selbst ein Staat fehlt immer am Kopf zuerst - das Schlimme ist, die Köpfe wälzen es erstmal auf alle unter ihnen ab und enden erst, wenn keine Substanz mehr zum verzehren da ist.
 
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Ich hoffe doch sehr das die neue Gen an Intel CPUs gute Werbung für die Fertigung liefert. Konkurrenz belebt das Geschäft.
Bis auf den 7800X3D und 9800X3D ist Intel mit Gen1 jetzt schon auf einem Level mit AMD.
 
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sie müssen nicht mit AMD auf einem level sein, sondern mit TSMC so wie ich das verstehe. Es geht ja um die Fertigung und nicht Design?

@R3vAn_88
 
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