Cabranium schrieb:
Der vergleich ist ehrlich gesagt unter der Gürtellinie. Ein Spiel mit nicht realistischer Grafik ist immer noch eine andere Basis, als KI genierte Kindernacktbilder in einer Qualität die dem realismus entspricht. Das eine wird von 99.999% klar als Spiel betrachtet und auch so gelebt. 00.001% fallen da vielleicht aus dem raster, aber bei denen ist es jedes mal das selbe Mobbing die in eine Selbstmordsituation mit Rache bedürfnis an der Geselschaft oder einzelnen endet. Jede diese Taten wäre verhinderbar gewessen, wäre die Geselschaft nicht mit den Menschen so umgegangen wie sie es taten.
Aber 100% der Menschen die sich auf Kindern (Frauen wie auch Männer) einen Orgasmus herbei führen, leben dass ganz real und triggern damit einer tieferen Biologischen und Genetischen Ebene. Und das da kucken irgendwann nicht mehr reicht liegt im Prinzip der Natur und im dran sich vermehren zu wollen.
Ich würde durchaus sagen, dass dies zwei völlig unterschiedliche Basen sind.
Sorry, aber ich glaube nicht dass du die psychologische und kriminologische Vorbildung hast um das zu beurteilen.
Realistische Grafik ist kein wesentlicher Faktor. Das menschliche Gehirn ergänzt im Zweifel den Realismus von selbst oder hat sogar Fantasien, die über das realistische hinausgehen. Wenn das ein Faktor wäre, dann müsste man deiner Meinung nach sexualisierte Abbildungen im Anime-Stil nicht verbieten, weil das wäre ja nicht realistisch?
Abgesehen davon, dass die Grafik von bestimmten Shootern ebenfalls viel realistischer geworden ist in der Zwischenzeit, ohne dass wir einen großen Effekt auf Amokläufe sehen, wurden schon immer Simulationen in der Militärausbildung genutzt, weil es eben reicht um dem Gehirn das nötige Verhalten anzutrainieren.
Deine Täter-Opfer-Umkehr mit dem Mobbing geht zu weit. Natürlich ist Mobbing scheiße und kann bleibende Schäden hinterlassen, dennoch führt es nie zwangsläufig zum Amoklauf (mit meist unbeteiligten Opfern, sonst ist es ja ein gezielter Mord/Totschlag).
Sicher war das soziale Umfeld mehr ein Faktor als die Existenz des "Killerspiels" aber deine Argumentationslogik zum Triggern von Gewalt ist dieselbe, an die damals alle besorgten Boomer geglaubt haben.
Das 100% Ausleben ist nicht zutreffend (
https://www.uniklinikum-leipzig.de/einrichtungen/dunkelfeld/hintergrund sonst wären deutlich über 3-9% der Männer aktive Sexualstraftäter, außerdem sind umgekehrt viele Sexualstraftäter bei Kindern nichtmal pädophil:
https://www.weisses-kreuz.de/themenuebersicht/sexualisierte-gewalt/ueber-die-taeter/ Abschnitt "Welche Ursachen bzw. Motive stehen hinter solchen Taten?").
Eine Vermehrung mit Kindern ist nicht möglich, eine Triebkontrolle ist dagegen dem Menschen prinzipiell möglich (natürlich mit den bekannten Ausnahmen, aber selbst die die auffällig werden waren ja meist lange Zeit unauffällig).
Die "Genetik" hängt übrigens von deinen Vorfahren ab, viel Spaß dabei, die zu beeinflussen.
Ich denke es wird Fälle geben, wo die von dir geschilderte Steigerung von KI zu (problematischem) Ausleben stattfindet, gleichzeitig könnte es aber auch Fälle geben, wo die KI dem Pädophilen ausreicht bzw. dem realen Verhalten vorgezogen wird (welches ja viel stärker strafbewehrt ist, und mehr Gewissenbisse verursacht). Ähnlich wie bei den bekannten Fällen, wo sich Menschen zu einem immer verfügbaren und genau den Wünschen entsprechenden KI-Chatbot plötzlich mehr hingezogen fühlen als zum menschlichen Partner.
Um mehr auf das Thema zurückzukommen: ich glaube, wer sich entsprechende Bilder ansehen will, wird das immer können. Das Netz/Darknet ist jetzt schon voll davon, teils lassen Polizeibehörden selbst entsprechende Server und Aufnahmen online um die Täter und Konsumenten zu erwischen und haben dabei um Zugang zur Szene zu bekommen vereinzelt sogar selbst Material geliefert (neuerdings oft KI-generiert, um der rechtlichen Grauzone zu entkommen).
Es sollte alles getan werden, den Zugang einzuschränken, und ich denke eben auch eine in den USA ansässige Firma mit Lust auf Regierungsaufträge wird da formal tun was möglich ist. Aber gleichzeitig wird es auch immer jemand geben, der in alle Richtungen unzensierte KI bereitstellt (die Limitierungen muss man ja erstmal nachträglich einbauen).
@wagga Vermutlich wird es schwer sein dazu öffentlich Studien durchzuführen. Stell dir vor, du machst als Wissenschaftler so eine Studie, lädst dafür Pädophile ein, beobachtest über einen langen Zeitraum und am Ende kommt raus, es hat doch nichts geholfen, x% haben währenddessen Straftaten begangen? Viel Spaß den Shitstorm zu überleben. (Wenn du sagst sie werden überwacht, wird das das Ergebnis wieder verfälschen.) Bei der Uni Leipzig die ich oben zitiere gibt es ein Therapieprogramm, aber das scheinen eher die üblichen Gruppensitzungen zu sein wie bei Substanzabhängigen, klingt nicht so als ob da so ein Ansatz probiert wird.