Die erneute Verschiebung des „Adult Mode“ bei ChatGPT ist kein ethisches Statement, sondern eine strategische Finanzentscheidung vor dem Börsengang. OpenAI kann es sich bei Milliardenverlusten nicht leisten, das „saubere“ Image für konservative US-Großinvestoren zu riskieren. Man wartet lediglich, bis die rechtlichen Brandmauern stehen, um die gigantischen Gewinnmargen des Erotikmarktes, die „Lust-Rente“, erst dann abzugreifen, wenn der Aktienkurs nicht mehr gefährdet ist. Es ist die gezielte Vorbereitung, um später mit menschlichen Instinkten Kasse zu machen.
Dabei exportiert OpenAI eine tief sitzende US-Heuchelei als technischen Standard nach Europa. In den USA gilt ein entblößter Nippel im Live-TV als nationaler Skandal. Frauen die öffentlich ihre Kinder stillen werden angefeindet etc., während das Land gleichzeitig den weltweit größten Pornomarkt betreibt und die meisten Konsumenten bedient. Genau diese Schizophrenie wird uns nun als Sicherheits-Filter verkauft: Während Freizügigkeit in unserer Kultur (Europa) völlig normal ist, blockt die KI bei anatomischer Fachsprache oder Weltliteratur oft mit Phrasen wie „Ich kann dabei nicht helfen“ ab. Statistische Auswertungen zeigen, dass US-Modelle bis zu 74 % solcher legalen Anfragen verweigern, während europäische Alternativen den Nutzer als mündigen Erwachsenen begreifen (beipielehaft Mistral 20%)
Diese fast schon kranke Doppelmoral hat fatale Folgen für die Entwicklung der nächsten Generation. Jugendlichen und junge Erwachsenen wird eine künstliche, perfekt simulierte KI-Fantasie als Normalität verkauft, während echte Erfahrungen durch moralische Filter tabuisiert oder als „riskant“ markiert werden. Und wo früher das Erlernen von Nähe ein Prozess aus Ausprobieren, Fehlern und echter menschlicher Begegnung war, tritt nun eine sterile, computergesteuerte Welt, die keine Widerworte gibt und keine echten menschlichen Grenzen kennt.
Das soll jetzt kein Bashing für Leute sein, die sich mal einen Porno anschauen und es geht es nicht um ein pauschales Verbot von Erotik. In einem gesunden Umfeld können reale Beziehungen und bewusster Konsum nebeneinander existieren. Das Problem ist die unkontrollierte Prägung junger Gehirne durch KI-Fantasien, die ein völlig falsches Bild von Konsens und menschlicher Biologie vermitteln. Wenn Frauen dort als 'immer willig' dargestellt werden und Grenzen verschwimmen, wird die künstliche Welt zur gefährlichen Schablone für die Realität (Frauen sind Dauergeil, immer willig, Nein heißt Ja, Frauen und Männer haben so und so auszusehen etc.)
Das Ergebnis dieser Entwicklung ist eine Abkehr von der Wirklichkeit. Wer darauf trainiert wird, dass Bedürfnisse sofort und ohne jedes zwischenmenschliche Risiko durch einen Algorithmus befriedigt werden, verliert die Fähigkeit, mit den Ecken und Kanten eines echten Partners umzugehen. Wir riskieren eine Gesellschaft von Einzelgängern, die mit echten Menschen schlicht nicht mehr klarkommen. Diese Entwicklung gefährdet langfristig nicht nur die Beziehungsfähigkeit, sondern drückt auch die ohnehin sinkenden Geburtenraten weiter nach unten.
Aber das sind unsere Probleme am Ende. Für die Konzerne geht es nur um Profite, Profite, Profite. Es ist ein Hohn, wie der ‚Adult Mode‘ als etwas Großzügiges inszeniert wird, während hinter verschlossenen Türen längst die Marge berechnet wird, während man die psychischen Folgen und die gesellschaftliche Zersplitterung bei uns einfach in Kauf nimmt. Wir müssen eine Lösung finden, die echte Mündigkeit zulässt, statt uns dem Prägungsstil der Konzerne zu unterwerfen, die ihre Margen über Generationen hinweg auf Kosten unserer sozialen Gesundheit maximieren. In den USA ist das gelebte Realität mit der "Doppelmoral". Sie wissen es, leben damit und handeln drumherum. Ich würde mir aber wünschen, dass wir in Europa nicht Opfer dieses Systems werden.