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NewsErste indische Chipfabrik: Produktionsstart erst Mitte 2028 mit 90-nm-Chips
Eine Chipfabrik in einem Land aufzubauen, das nichts Vergleichbares vorweisen kann, und dann direkt moderne Chips zu fertigen, ist nicht einfach, wenn nicht gar unmöglich. Indiens Vorzeige-Projekt von einem der größten Konglomerate des Landes, der Tata Group, zeigt das. Denn hier wird trotz viel Hilfe nur mit 90 nm begonnen.
@DFFVB Klassische Mikrocontroller und sowas. Die Billig-Chips, die du in jedem elektronischen Gedöns findest, vom Toaster bis zum (klassischen) Auto-Motorsteuergerät.
Ich hab grad mal recherchiert und war überrascht, dass diese kleinen Strukturbreiten < 10nm noch einen sehr kleinen Teil der gesamten Chip-Produktion ausmachen. 90nm sind für sowas wie Sensoren, einfache Mikrokontroller, SIM-Karten, Bank-Karten, etc.
Es gibt aber anscheinend sogar noch Produktion von > 180nm für Verstärker, Analoge Bauteile etc.
Alles was primitive Controller sind zum Beispiel.
Der Steuerchip einer Waschmaschine, ein Microcontroller für eine Powerbank, einfache Steuergeräte und ähnliches.
Generell sollte man den Artikel speichern, wenn mal wieder über deutsche Bürokratie geklagt wird.
In Indien ist die ein Monster und verzögert sehr viel.
Klingt Mittelalterlich diese Strukturgröße, verfügt aber über einen gewaltigen Kundenkreis und ist perfekt geeignet, um Erfahrung zu sammeln und die eigene Expertise auszubauen.
Alleine um die Pläne der Modernisierung der Streitkräfte umzusetzen, hilft die eigene Fertigung extrem.
Man muss sich mal gedanklich von CPU/GPU lösen.
2003 war noch massig in >400nm gefertigt.
Die echte Massenware im Halbleiterbereich sind irgendwelche Controller, Mosfet und was weiß ich was.
Die werden teils noch auf 200mm Wafern mit >200nm gefertigt.
90nm zum Einstieg und perspektivisch 28nm für Leistungselektronik ist schon nicht schlecht.
Hui, das klingt ja holprig - aber sie sind ja nicht alleine - und am Ende zählt das sie irgendwann eine funktionierende Chip-Produktion haben werden. Darauf dann aufbauend die nächsten Schritte gehen ist sicherlich leichter, als von Null auf 100. Kann man nur die Daumen drücken.
Je mehr Länder auf der Welt eine funktionierende Chip-Produktion auf die Beine stellen, desto weniger anfällig sind am ende alle hinsichtlich Lieferketten und Engpässen 😁👍
Die wollen damit ja nicht im modernen Computing mitmischen. Wie Vorredner schon richtig analysiert haben, gehts hier um das Fertigen von Chips für <alles andere> und das ist ein nicht zu vernachlässigender Haufen Chips, mit denen man sich deutlich das (geopolitische) Lieferkettenrisiko reduziert.
Beide Unternehmen unterschrieben im Mai einen Vertrag über die Zusammenarbeit (siehe Titelbild), die primär auf die Lieferung von ASML-Maschinen abzielt.
Also, laut dem Schild da auf der Bühne und der Pressemeldung ist es kein Vertrag, sondern ein Memorandum of Understanding (MoU). Ein rein zeremonieller Akt, der nur verbrieft, dass man die Absicht hat, auf ein gemeinsames Ziel hinzuarbeiten. Der wirklich verbindliche Vertrag muss dann noch folgen und bis der nicht geschlossen ist, ist das alles nur Wunschdenken. Wäre nicht das erste Mal, dass ein MoU dann am Ende doch im Papierkorb landet und nichts draus wird.
Tata Electronics, a pioneering leader in India’s electronics and semiconductor manufacturing sector, and ASML, one of the world’s leading semiconductor equipment manufacturing companies, today, announced the signing of a Memorandum of Understanding (MoU) to advance the semiconductor manufacturing ecosystem in India.
Das ist aktuell deren erklärtes Ziel, gemeinsam die Halbleiterfertigung in Indien ankurbeln. In welcher Form sie das umsetzen wollen steht da noch nicht. Tata stellt das als großen Wurf und strategische Partnerschaft dar, also die üblichen Floskeln. Es gibt aber noch keine Details zu einer wirklichen Bestellung von Belichtungssystemen bei ASML.
Die Auftragsbücher bei ASML sind doch sowieso voll. Natürlich würden die den Kunden auch noch mitnehmen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das bei denen jetzt gerade eine besonders hohe Priorität hat. Und wenn jetzt in Indien nur jemand falsch hustet, dann könnte das auch schnell alles wieder hinfällig sein.
Irgendwo muss man ja mal anfangen und wenn es für die Größe noch genug Kundschaft gibt, warum nicht?! Habe aber erst 90 "mm" gelesen und gedacht "WTF?!"... 🤦♂️ 🤪
Wenn die das wirklich hinbekommen, nächstes Jahr eine brauchbare Fertigung in 90 nm und perspektivisch in 50 nm zu starten, ist das schon beeindruckend. Zudem ist damit der allerwichtigste Schritt getan - der erste. Dann gibt es Zulieferer, Personal mit Erfahrung (niemals zu unterschätzen) etc. So hält man sich ggf. die Tür auf in Zukunft noch mehr zu schaffen.
Auch ist es klug, realistische Ziele wie 90 nm zu verfolgen, statt mit Prestige-Unsinn zu scheitern. So macht man die eigene Wirtschaft resilienter, denn die allerwichtigsten Dinge sind nicht die neuesten Ryzens, sondern "alltägliche" Elektronik, die alles am Laufen hält.
Oh mein erster Prozessor hat knapp 90nm verpasst der 130 nm war Athlon 3500+ für den Sockel 939 beim Modell bin ich nicht mehr hundert prozentig sicher aber glaube schon das es 3500+war.🙃