News Erste indische Chipfabrik: Produktionsstart erst Mitte 2028 mit 90-nm-Chips

[F]L4SH schrieb:
Alles was primitive Controller sind zum Beispiel.
Der Steuerchip einer Waschmaschine, ein Microcontroller für eine Powerbank, einfache Steuergeräte und ähnliches.

Generell sollte man den Artikel speichern, wenn mal wieder über deutsche Bürokratie geklagt wird.
In Indien ist die ein Monster und verzögert sehr viel.
Primitiv? Bist du denn der Meinung du könntest etwas in 90nm herstellen? Bei 99% der User scheitert es schon beim entfachten eines Feuers, der wohl primitivsten Entdeckung des Menschen.

In dem Fall wäre das richtig Wort adäquat und ausreichend.
 
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DerMond schrieb:
Ja primitiv. Solche Chips sind um Größenordnungen primitiver als moderne CPUs etc.

Du hast natürlich recht, dass die völlig adäquat für ihren Einsatzzweck sind. Primitiv bleiben diese Chips trotzdem.
 
mit 90nm könnten sie den P4 wieder fertigen...
vielleicht klappt es ja dann mit den 10GHz...
 
Wenn man sich mal ueberlegt das frueher quasi jede "Industrienation", oder die sich dafuer hielt, eigene Chips nicht nur entwickelt, sondern auch gebaut hat, wundert es mich tatsaechlich, das Indien bis jetzt nichts hatte...

Das war natuerlich zu Zweiten wo man noch mit Mikrometern gemessen hat. Vielleicht ist das schon so lange her, dass das vergessen wurde :D
 
jotecklen schrieb:
Ich hab grad mal recherchiert und war überrascht, dass diese kleinen Strukturbreiten < 10nm noch einen sehr kleinen Teil der gesamten Chip-Produktion ausmachen. 90nm sind für sowas wie Sensoren, einfache Mikrokontroller, SIM-Karten, Bank-Karten, etc.
Es gibt aber anscheinend sogar noch Produktion von > 180nm für Verstärker, Analoge Bauteile etc.
ja natürlich, bei vielen Bauteilen "bringt" eine Verkleinerung der Strukturen wenig bis kaum etwas
Ergänzung ()

Nebula123 schrieb:
mit 90nm könnten sie den P4 wieder fertigen...
vielleicht klappt es ja dann mit den 10GHz...
Das war wenigstens noch eine Zeit von "verdoppelung der Transistoren pro Fläche alle 2 Jahre".
90nm ist ein guter Anfang, wenn sie da halbwegs dran bleiben sind sie nur noch knapp hinter TSMC in 10-15 Jahren, vor allem auch weil die Prozesse bei TSCM eben nicht mehr +100% alle 2 Jahre haben, sondern +15-20%
 
stefan92x schrieb:
Ja primitiv. Solche Chips sind um Größenordnungen primitiver als moderne CPUs etc.
Na ja, der Preßkoks ...äh ... Prescott-Prozessor war gar nicht so primitiv.
Der hatte 125 Millionen Transistoren in 90nm Technik und eine ausreichende Rechenleistung (von der nicht überarbeiteten Befehlsstruktur mal abgesehen).

Wenn die Inder genau so schnell lernen, wie Intel, und das trau ich denen zu, haben sie bald stabile 28nm und dann ein paar Jahre später 14nm-Pozesse und dann kann man wohl schon Mehrkern-Prozessoren bauen.

stefan92x schrieb:
Primitiv bleiben diese Chips trotzdem.
Hat man von den chinesischen Autos auch mal gesagt.
 
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wuselsurfer schrieb:
Na ja, der Preßkoks ...äh ... Prescott-Prozessor war gar nicht so primitiv.
Der hatte 125 Millionen Transistoren in 90nm Technik und eine ausreichende Rechenleistung (von der nicht überarbeiteten Befehlsstruktur mal abgesehen).
Stimmt, wobei man natürlich auch mit 90nm schon 2, 4 oder mehr Kerner fertigen kann
 
Immer wieder kann man über Indien staunen. Eigenes Raumfahrtprogramm, Chipfertigung, Nuklearwaffen, gleichzeitig die Größte Schere zwischen Arm und Reich, rigides Kastensystem und die allseits beliebten "hygienischen" Videos auf Social Media. Auf andere, wesentlich beunruhigendere Dinge in der indischen Gesellschaft einzugehen würde den Umfang des Themas sprengen.
 
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wuselsurfer schrieb:
Na ja, der Preßkoks ...äh ... Prescott-Prozessor war gar nicht so primitiv.
Klar. Der war aber auch deutlich komplexer als die im zitierten Post erwähnten Microcontroller.
 
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BAR86 schrieb:
90nm ist ein guter Anfang, wenn sie da halbwegs dran bleiben sind sie nur noch knapp hinter TSMC in 10-15 Jahren, vor allem auch weil die Prozesse bei TSCM eben nicht mehr +100% alle 2 Jahre haben, sondern +15-20%
Die Inder müssen ja nicht gleich nach der Krone greifen. Eine x86-Lizenz haben sie nicht, also keine Konkurrenz für AMD/Intel und für als Auftragsfertiger für GPUs ist es noch ein weiter Weg. Die werden sich eher erstmal um Steuerchips usw. in gröberen Strukturgrößen kümmern.
 
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Ja, das ist selbst für ein Land mit Erfahrung sehr schwierig, wie man gerade in den USA sieht. Die ersten Chips wurden anfänglich dort entwickelt und gefertigt. Mit viel Geld und Druck versucht die US-Regierung die Produktion wieder in die USA zurückzuholen. Die Fabs werden fleißig von TSMC und Samsung aufgebaut. Nur stellen sie jetzt fest, dass kaum Fachkräfte da sind und dieser Mangel soll noch lange anhalten.
Denn die Uni-Absolventen wollen lieber zu den Softwaregiganten oder im Bereich KI arbeiten, weniger in der Chipfertigung und damit man in der Chipfertigung arbeiten kann, braucht man viel Erfahrung und Spezialkenntnisse.

Man könnte jetzt meinen, das ist doch kein Problem. Warum nicht einfach Fachkräfte aus Taiwan und Südkorea einfliegen lassen? Das geht aber wegen der restriktiven Einreisegenehmigung der Trump-Administration nicht ohne weiteres. Man erinnere sich an die Zeit, als ca. 300 Fachkräfte aus Südkorea in Hand und Fußfesseln abgeführt wurden.

Aber ich begrüße, was Indien da macht. Man muss irgendwann anfangen. Wenn man aufgibt, weil andere schon viel weiter ist, dann wird man für immer abhängig.
 
DerMond schrieb:
Primitiv? Bist du denn der Meinung du könntest etwas in 90nm herstellen? Bei 99% der User scheitert es schon beim entfachten eines Feuers, der wohl primitivsten Entdeckung des Menschen.
Was soll das mit dem Thema hier zu tun haben? Weiß auch nicht warum du das als negativ interpretierst. Es beschreibt den Chip und nicht das Vorhaben von Tata.
DerMond schrieb:
In dem Fall wäre das richtig Wort adäquat und ausreichend.
Nein tut es nicht. Adäquat für was?

Ergänzung ()

wuselsurfer schrieb:
Hat man von den chinesischen Autos auch mal gesagt.
Nochmal, die Herstellung von einfachen Controllern wurde doch gar nicht kritisiert. Das hat auch nichts mit Qualität zu tun, sondern mit Komplexität.
Die werden auch in über 20 Jahren noch benötigt.
Ergänzung ()

wuselsurfer schrieb:
Na ja, der Preßkoks ...äh ... Prescott-Prozessor war gar nicht so primitiv.
Heute würde niemand auf die Idee kommen, so etwas komplexes in 90 nm zu fertigen.
 
Klingt sehr gut für Indien, weiter so. Mit 90nm reißt man zwar keine Bäume aus, aber man kann durchaus Erfahrungen sammeln.

Allein schon, das sie die 90nm hinbekommen haben, ist schon eine Meisterleistung an sich.

Eben das, was eine zukünftige High Tech Nation braucht.
 
Nebula123 schrieb:
Die Inder müssen ja nicht gleich nach der Krone greifen. Eine x86-Lizenz haben sie nicht, also keine Konkurrenz für AMD/Intel und für als Auftragsfertiger für GPUs ist es noch ein weiter Weg. Die werden sich eher erstmal um Steuerchips usw. in gröberen Strukturgrößen kümmern.
so war das gar nicht gemeint. Ich weiß, wir hier auf der CB denken immer gleich an CPUs und GPUs aber das habe ich gar nicht gemeint, ich meine, es sind gute Anfänge und eine gute Ausgangslage
 
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Verständlich, die Fertigung ist relativ günstig zu realisieren, ausgereift bezüglich ausbeute und robust bezüglich Umgebungen, also hohe Qualität zum relativ günstigen Preis.

Ist ja nicht so, als würden die Firmen einen Intel Core Ultra 270K Plus in einen Kühlschrank einbauen wollen 🥴🤪
 
Schön, dass sich etwas tut und es zeigt, dass es Bürokratie und Politik überall gibt... und meistens ein Moloch ist.

incurable schrieb:
Nur zur Einordnung: 90-nm-Produkte sind seit 2003 in Großserienfertigung.

Das ist mal eben älter als ca. 600 Millionen Indische Staatsbürger.
Was hat das mit diesem Thema zu tun?
 
stefan92x schrieb:
Der war aber auch deutlich komplexer als die im zitierten Post erwähnten Microcontroller.
Was ist denn an einem einem Microcontroller einfacher, als an einem Prescott-Prozesssor?
Der besteht aus den gleichen Funktionsgruppen, wie eine CPU plus zugehöriger Peripherie-Elektronik, volkstümlich auch Chipsatz genannt.
Deswegen können sie oft ohne Zusatzbauelemente funktionieren, was eine reine CPU nicht kann.

Die meisten Microcontroller haben noch 8 oder 16 bit Datenbusbreite, aber ein 32bit Microcontroller kann durchaus komplexer sein, als ein Pentium 4.
Ergänzung ()

bensen schrieb:
Heute würde niemand auf die Idee kommen, so etwas komplexes in 90 nm zu fertigen.
Man nimmt das, was man beherrscht.

Der U 61000 (FWE, DDR) wurde auch in 1,2 µm Technik oder schlechter hergestellt, obwohl der internationale Typ MCM511000A (Motorola) schon in 1µm Technik hergestellt wurde.

Für die geplanten 32bit PCs wäre er mehr als ausreichend gewesen, obwohl einige Parameter (tRAS = 120ns) schlechter waren, als die vom Vergleichstyp (70ns).
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Leute verhungern auf der Straße oder sterben wegen mangelnder Gesundheitsversorgung aber eine eine Chipfabrik.
 
Zuletzt bearbeitet:
wuselsurfer schrieb:
Die meisten Microcontroller haben noch 8 oder 16 bit Datenbusbreite, aber ein 32bit Microcontroller kann durchaus komplexer sein, als ein Pentium 4.
Komplexe Controller baut man heute auch nicht mehr in 90 nm.
wuselsurfer schrieb:
Man nimmt das, was man beherrscht.
Man nimmt das, was verfügbar ist. Und das ist eben nicht mehr nur 90 nm. Man muss nicht alles selber herstellen.
 
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