News Erstes Wärmeleitpad aus Metall

Das Auftragen von der Coolaboratory-Flüssigkeit setzt absolut saubere Oberflächen voraus, damit Adhäsion eintreten (und Kohäsion nachlassen) kann und nichts abperlt. Ich habe mit verschiedenen Reinigungsflüssigkeiten an einer toten CPU geübt. Ungeeignet: Nitroverdünner, schlecht: Feuerzeugbenzin, Aceton, Arctic Cleaner!. Gut: 90%-iger Aethylalkohol, K2R-Fleckenwasser. Die in der News erwähnten Reinigungssets dürften für die Vorbereitung sein, nicht für die Nachbereitung nach Coolaboratory-Anwendung! Coolaboratory-Flüssigkeit ist äußerst schwer wieder wegzubekommen, der Hersteller empfiehlt Auto-Poliermittel ohne Wachsanteile. Coolaboratory hat für die Verwendung mit Alu eine weitere Flüssigkeit angekündigt. Nun sind die Pads vorher erschienen. An und für sich sind Wärmeleitpads die schlechtestmögliche Lösung, was den Wärmeübergangswiderstand betrifft. Sie sind aber absehbar *foolproof* in der Anwendung, was man von der Flüssigkeit nicht sagen kann. Die Spachtler vom Dienst werden sie völlig ungeeignet zu dick daraufpampen...
 
den preis für die päckchen finde ich angesichts der leistung für angemessen. und angesichts der Kohäsion und Adhäsion (wie von spaceman4u gut beschrieben) war die paste bei mir doch etwas zickig :/ - der tropfen lies sich einfach nicht klein machen.

ich bin gespannt ab welcher temperatur das "sich verflüssigen" eintritt, da ich bedingt durch meine sparsame cpu und meiner wakü nicht oft über 40C° komme. aber dafür gibt es auch eine lösung.
 
Ich vermute, die "Verflüssigung" ist mehr anpressdruckabhängig als temperaturabhängig. Das Flüssigzeugs ist in einem Gewebe eingesperrt und wird durch *Squeezing* aktiv. Normale Wärmeleitpads sind auch nur leicht klebrig, bevor sie gequetscht werden. Allerdings werden hier Silikone zur Verflüssigung aktiv. Das eingelagerte Flüssigmetall ist absehbar aber von vorneherein bereits flüssig und wird wohl nur freigelegt werden müssen. Durch Temperatureinwirkung wird LiquidPro eher zäh und pastös - was wiederum (schlecht zu entfernen) nicht die Anwendung für Ex und Hopp nahelegt
 
"Was der Bauer nicht kennt, das frißt er nicht !" Armes Deutschland.
Ich hab erstmal ShinEtsu Pads, wenn die das nicht bringen(teste noch), gibts die Pro Paste. Die Beschreibung ist doch ausführlich und genau genug, wo soll da was schiefgehen ? Auf jeden Fall Coole :-) Sache.
 
Ich würde die Anwendung nicht verharmlosen: Bei einer heatspreaderbedeckten CPU - kein Problem. Bei Northbridge/Southbridge-Anwendungen und bei GPUs sicherheitshalber einen Schutzkragen vorsehen - das Zeugs ist verdammt leitfähig (elektrisch, nicht nur wärmetechnisch)
Bei meinen Versuchen habe ich Abgeperltes mal soeben mit einem Küchentuch wegwischen wollen, eine schöne Sauerei, kaum wegzubekommen - graphitähnliche schwarze Spuren, probeweise mit einem Ohm-Meter vermessen, bestens leitfähig!
 
http://de.wikipedia.org/wiki/Flüssigmetall
So viel zur Definition - "garantiert ungiftig" heißt auf jeden Fall "kein Quecksilber"!
Es wird wohl eine Legierung sein, weil die Beschaffenheit (*Aggregatzustand*) nicht konstant bleibt. Die anfänglich dauerhafte Flüssigkeit der Substanz ändert sich mit der Zeit, unter Lufteinwirkung und mit der Temperatur in ein dauerhaft pastöses Verhalten. Dieser Vorgang ist irreversibel: Die anfängliche Flüssigkeit ist nach Gebrauch nicht wieder herzustellen. Wenn man den Kühlkörper nach einer Zeit von der CPU entfernt, sind die Flächen zäh *beschmiert*, der ehemals metallische Glanz ist etwas *gräulich* geworden
 
hier
gibts einen Test der Coollaboratory Liquid Pro......wem es 1k wert ist sich den aufwand zu machen,muss ja jeder selber wissen....

Wer Temperaturverbesserungen von 10k hat,hat die vorherige Paste eindeutig falsch aufgetragen.
 
hmm die frage ist, was macht man mit ner wasserkühlung? oder sogar mit nem chiller, da ist man eigentlich dauerhaft unter raumtemp und bei ner guten wasserkühlung auch nie weit drüber, bin mal echt auf die ersten reviews gespannt^^
 
@ BenniKO

Da könnt es auch noch was bringen...allerdings wohl weniger als einfach den IHS entfernen ,wie es die ganz mutigen machen......

Mit ner WaKü Kommt man übrigens nicht unter Raumtemp......
 
ach ja, neuerdings kann man die physik mit nem chiller überlisten (nicht nur neuerdings^^)

hm gibt genug leute die ihre cpu geköpft haben ;)
 
Mich würden mal die Legierungsbestandteile dieses Metalls interessieren!
Quecksilber kann mal nicht das Hauptbestandteil der Legierung sein..
Und Caesium ist auch nicht ein besonders herrausragender Leiter...


LG

edit:
Hab mal was zum Thema gefunden:
Liquidpro ist also ein amorphes Material wie zb. Glas!
Vitreloy 106a: Zirkonium 58,5%; Kupfer 15,6%; Nickel 12,8%; Aluminium 10,3%; Niobium 2,8%.
 
Zuletzt bearbeitet:
Coole sache, ist eine überlegung wert. Vielleicht kommt das in mein ersten Komplett selbst erstellten Rechner im nächsten Jahr rein. Obwohl es wohl nur sinn macht wenn man OCen will.
 
Nicht nur für Overclocker! Ein guter Wärmeübergang zwischen CPU/GPU und Kühlkörper bewirkt einfach, dass der Kühlkörper die *unter ihm* entstehende Wärme schneller mitbekommt (Regelverhalten). Bei temperaturgesteuerter Regelung des/der Kühlerlüfter(s) merkt man den Unterschied sehr stark, Temperaturspitzen werden sehr schnell *beantwortet*. Also auch was für Silentfreaks, die sich darauf verlassen wollen, dass Temperaturspitzen dennoch bei Bedarf mit höherer Lüfterdrehzahl schnellstmöglich weggebügelt werden
 
schaut nett aus, leider haben die nicht getestet, ob man es wieder benutzen kann, dass wäre mal was :)
 
Ichg hab's etz mal bestellt,
die Paste davon benutz ich schon laenger und die is bei de rrichtigen Anwendung echt spitze.
 
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