ETF's auswählen

Wenn man das maximale an Steuerersparnis rausholen will, gilt:
Sofern man günstig kaufen/verkaufen kann, ist es sowohl mit Thesauriern als auch Ausschüttern sinnvoll, Anteile zu verkaufen und neu zu kaufen wenn Kursgewinne da sind und der Sparerpauschbetrag nicht erreicht ist.

Aber am Ende ist das wieder sehr viel optimieren und kommt auf den Einzelfall an ob sich das lohnt.
 
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FreeZer_ schrieb:
Genau, und deshalb soll er ja Ausschütter nehmen, weil er dann erstmal sehr sehr lange keine Steuern zahlt. Wenn der ETF 2€ pro Schein ausschüttet (oder alternativ thesauriert) ist es doch besser, die 2€ steuerfrei zu bekommen als die Steuer nur bis zum Verkauf zu stunden.

Ich widerspreche dir nicht. Es geht nur um die Mär vom Bankrun an Tag X.
 
Themaerweiterung... (ohne einen neuen Thread zu starten)....

Mein Arbeitgeber (Stadt) bietet mir eine Zusatzrente an. Hier kann ich z.B. 200 Euro meines Bruttogehalts per Entgeltumwandlung in eine private Rentenversicherung zahlen. (netto wäre das 135 Euro)...
beim Renteneintritt ist mir eine garantierte Rente von ca. 450 Euro pro Monat zugesagt. Oder eine Kapitalauszahlung.
Das ist doch besser als jeder selbst gestrickte ETF-Plan, oder?
 
Besser ist immer schwer zu sagen bei so wenig Informationen. Gibt es neben den 450eur/m auch eine Einmalzahlung als Option? Wenn nicht, kannst du es direkt verwerfen. Wenn ja, rechne in Excel mal hoch wie es bei Renteneinntritt aussieht. Wenn du das parallel in einen ETF mit 4% p.a. gesteckt hättest.
 
Bei Garantien bin ich immer vorsichtig. Um etwas zu garantieren müssen Instrumente zum Einsatz kommen, die Geld kosten und oft schwer durchschaubar sind (nie etwas abschließen was man nicht versteht!). Und wieviel die Garantien am Ende wert sind, weiß man vorher auch nicht.
Daher würde ich eine transparente Vorsorge - also direkt in Aktien/ETFs - immer bevorzugen. Man muss sich halt nur im Klaren sein worauf man sich einlässt. Denn Garantien gibt es beim Aktienmarkt keine :) Attraktiv ist natürlich die Tatsache, dass das Geld vom Brutto und nicht vom Netto weggeht. Als einen Baustein zur Altersvorsorge kann man das vielleicht machen.

Aber sagen wir mal man legt die 135 netto über einen Zeitraum von 30 Jahren in einen breiten ETF an: Dann kommt man mit einer eher konservativ geschätzten Rendite von 5% auf ca. 110.000€ Vermögen. Dieses Vermögen kann man auch 20 Jahre lang mit 450€ pro Monat entsparen.
Und wenn man dem Depot während der Entsparphase weiterhin 5% Rendite unterstellt, wird das Vermögen noch nicht mal weniger :)

Am besten wäre es natürlich direkt vom Brutto in einen (selbst ausgesuchten) ETF zu sparen.
 
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parats schrieb:
Gibt es neben den 450eur/m auch eine Einmalzahlung als Option?
das gibt es auch, das wären dann ca. 95.000 ....

das ist ja dann etwa dasgleiche wie:

feynman schrieb:
Aber sagen wir mal man legt die 135 netto über einen Zeitraum von 30 Jahren in einen breiten ETF an: Dann kommt man mit einer eher konservativ geschätzten Rendite von 5% auf ca. 110.000€ Vermögen. Dieses Vermögen kann man auch 20 Jahre lang mit 450€ pro Monat entsparen.
Und wenn man dem Depot während der Entsparphase weiterhin 5% Rendite unterstellt, wird das Vermögen noch nicht mal weniger :)

das mit dem Entsparen ist natürlich eine gute Option...
 
@larska

Bedenke: Voll steuer und sozialversicherungspflichtig. Und fraglich wie die Gesetzgebung zu deinem Rentenbeginn ist.

Voll anrechenbar auf Sozialleistungen.

Wären mir viel zu viel Fragezeichen. Wenn nicht massiv vom Arbeitgeber bezuschusst - und du bekommst so wie beschrieben NULL Zuschuss - lohnt sich das überhaupt nicht.
 
smuper schrieb:
Wären mir viel zu viel Fragezeichen. Wenn nicht massiv vom Arbeitgeber bezuschusst - und du bekommst so wie beschrieben NULL Zuschuss - lohnt sich das überhaupt nicht.
Ich denke schon, dass mein Arbeitgeber das bezuschusst...
 
larska schrieb:
Ich denke schon, dass mein Arbeitgeber das bezuschusst...

So wie du schreibst nicht. Das ist eine reine Entgeltumwandlung.
Du müsstest also pro von dir investiertem Euro eine Zusatzleistung von deinem Arbeitgeber bekommen, das wäre zu klären.

Nicht zu verwechseln mit irgendeinem Fixum, was dein Arbeitgeber sowieso an eine Zusatzversorgungskasse zahlt.
 
feynman schrieb:
Aber sagen wir mal man legt die 135 netto über einen Zeitraum von 30 Jahren in einen breiten ETF an: Dann kommt man mit einer eher konservativ geschätzten Rendite von 5% auf ca. 110.000€ Vermögen. Dieses Vermögen kann man auch 20 Jahre lang mit 450€ pro Monat entsparen.
Und wenn man dem Depot während der Entsparphase weiterhin 5% Rendite unterstellt, wird das Vermögen noch nicht mal weniger :)

das klingt ja echt gut...
ich könnte dann, wenn ich jetzt z.B. 100 Euro in versch. ETF's 30 Jahre lang investiere auf ein Kapital von ca. 150.000 Euro zugreifen... (ich gehe von einer monatlichen dynmischen Steigerung von 5 % der Sparrate aus)
das würde dann ja bedeuten, wenn es möglich ist sich nach und nach auszahlen zu lassen,
das mir eine Zusatzsrente von. ca 400 bis evlt. 600 Euro zukommt...
oder ist da irgendwo ein Denkfehler?
Ergänzung ()

smuper schrieb:
Voll steuer und sozialversicherungspflichtig.
und das wäre ein ETF-Vermögen nicht?
 
Kein Denkfehler, aber die Unbekannte ist die Besteuerung in 30 Jahren. Aber alle Mal besser als gar nichts machen ist es.
 
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parats schrieb:
Es geht nur um die Mär vom Bankrun an Tag X.
Das Thema des "Bankrun an Tag X" ist eher interessant, denn letztlich kann keiner von uns ausschließen das wir diesen Tag X nicht doch erleben. Dann geht es weniger um Rendite als um Werterhalt, also möglichst viel über die Katastrophe zu retten, die entweder die Ursache des Bankruns wäre oder in dessen Folge auftreten könnte. Aber was könnte die Ursache für das eine oder andere sein?

Eigentlich nur entweder ein Währungskrise wie der Zusammenbruch des Euro oder eine Bankenkrise, wie sie 2008 gerade noch abgewährt werden konnte, aber die könnte dann auch zum Zusammenbruch des Euro führen. Dann wäre die nächste Frage, was man in so eine Situation machen sollte und da möchte ich ehrlich gesagt nicht die Euros von der Bank holen, sondern bin dann lieber in Sachwerten investiert. Aktien sind Anteile an Unternehmen solche Sachwerte und damit auch die Fonds die in Aktien investieren. Also würde ich gerade dann nicht verkaufen, sondern lieber nachkaufen wollen.
larska schrieb:
Das ist doch besser als jeder selbst gestrickte ETF-Plan, oder?
Nicht unbedingt, denn man muss ja auch schauen worin da investiert wird. Wenn es Anleihen sind, wie bei Renten üblich ist, dann dürfte die Rendite sehr mies sein, die Zinsen werden dürften der hohen Verschuldungen nämlich noch lange sehr niedrig sein. Dazu kommen dann die Kosten, die werden bei den Lebensversicherungen ja auch von den Beiträgen abgezogen und zählen nicht zu der Sparrate auf die es ggf. noch einen Garantiezins gibt.

Dann kommt noch die steuerliche Seite hinzu, auf die Renten müssen nach heutigem Stand nämlich später Einkommenssteuern und Sozialabgaben bezahlt werden. Außerdem:
feynman schrieb:
Aber sagen wir mal man legt die 135 netto über einen Zeitraum von 30 Jahren in einen breiten ETF an: Dann kommt man mit einer eher konservativ geschätzten Rendite von 5% auf ca. 110.000€ Vermögen. Dieses Vermögen kann man auch 20 Jahre lang mit 450€ pro Monat entsparen.
Und wenn man dem Depot während der Entsparphase weiterhin 5% Rendite unterstellt, wird das Vermögen noch nicht mal weniger :)
Und kann am Ende auch noch vererbt werden, während dies bei einem Rentenanspruch nicht möglich ist.
larska schrieb:
Ich denke schon, dass mein Arbeitgeber das bezuschusst...
Auf der Basis von "Ich denke schon" sollte man keine derart wichtigen Entscheidungen treffen, sondern sich bemühen gesicherte Informationen zu bekommen.
 
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Sollte ein so massives Ereignis eintreffen wie Beispielsweise eine Abwicklung des Euros, wird es keine Möglichkeit geben seine Anteile in eine harte Währung zu tauschen. Es gibt schlicht keine, die zu diesem Zeitpunkt liquide genug wäre. Also ja, Anteile an Unternehmen sind für die Zeitspanne wohl das Beste.
 
den ETF den ich gewählt ist ein MSCI-World... würde das als Basis reichen, in diesen einen ca. 150 Euro zu investieren, oder besser in 2,3 verschiedene MSCI-World...?
Ist doch eigentlich unnötig, da ja sowieso ca. 1600 Unternehmen in einem Index enthalten sind...?!

Ich habe auch gelesen , dass die MSCI-World Indizes hauptsächlich den US-Markt beinhalten... Finde ich ja eigentlich nicht so super... das wären dann hauptsächlich Unternehmen wie Apple, faceboob, amazon....
 
Ein MSCI World reicht und ja, der Index ist relativ USA lastig. Entweder ein FTSE ACWI oder du mischt noch EmergingMarkets mit rein in den MSCI World.
 
parats schrieb:
der Index ist relativ USA lastig.
tja irgendwie fühle ich mich nicht so gut dabei.... wobei ich bei anderen Rentenversicherungen/Banken ja auch nicht weiss, was die mit meinem Geld machen...

parats schrieb:
EmergingMarkets mit rein in den MSCI World.
aber dann als extra Sparrate zusätzlich...
bei meiner Direktbank kann ich auch noch nachträglich einen andern ETF hinzufügen...
 
Ganz ernstgemeinte Frage,
Warum hast Du ein Problem mit den USA? Wenn die USA gebeutelt sind, warum auch immer, dann hast Du in Europa die gleichen Sorgen und dann ist es egal wo Du vermeintlich sonst noch auf der Welt investiert hast. Ganz einfach weil Die Bank/Der Broker durch welchen Du gekauft hast dann eh ein Problem haben, da die entweder in Europa sitzen oder in den USA... Und dann bekommst Du da auch nichts zurueck/raus. Von daher muss ich ehrlich sagen verstehe ich das nicht.

Wenn Du nun von zeitweise besseren Renditen in "Wachstumsmaerken" profitieren willst, gut. Aber das mit dem Risiko halt ich pers. fuer muessig.
 
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DaishoCB schrieb:
Warum hast Du ein Problem mit den USA?
ist mehr ein "moralisches"... würde lieber in andere Unternehmen investieren als apple, google, facebook, amazon...
 
Moral gibt es am Kapitalmarkt nicht.
 
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