ETF's auswählen

larska schrieb:
Jetzt habe ich mit einem MSCI-World begonnen...
das wäre der ARERO-Fond:
https://kunde.comdirect.de/inf/fonds/detail/uebersicht.html?ID_NOTATION=25521984

kann ich meinen Sparplan noch wechseln?
Ich habe irgendwie nicht den Eindruck, dass du dich bereits ausreichend über das Thema Börse informiert hast, wenn du wegen eines Foren-Postings sofort wieder deine Strategie ändern willst. Befasse dich mit dem Thema und wähle eine Strategie, von der du aufgrund deines eigenen Wissens überzeugt bist. Dann fällt es dir auch leichter die Strategie durchzuziehen. Wie lange hast du jetzt deine erste Strategie durchgehalten? Ein paar Tage?

Aber prinzipiell ist der Arero natürlich eine solide Geschichte.
 
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Lese dir mal die Seite vom arero durch. Egal ob den kaufst oder nicht. Da sind alle wichtigen basics leicht verständlich erklärt
 
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SothaSil schrieb:
ist das aber ein Strategiewechsel
ok, ich dachte es wäre nur ein "anderer" ETF...

feynman schrieb:
Ich habe irgendwie nicht den Eindruck, dass du dich bereits ausreichend über das Thema Börse informiert hast, wenn du wegen eines Foren-Postings sofort wieder deine Strategie ändern willst.
ich habe jetzt doch schon einige Zeit reininvestiert, und bin deshalb zu dem Schluss gekommen langfristig (20 plus x Jahre) einen ETF zu besparen.
wie gesagt, ich dachte der Arero wäre nur eine "solidere" Version eines ETF wie dem MSCI-World...
 
Skywalker27 schrieb:
hoffen das man immder das richtige timing dabei erwischt (nennt man market timing). Aber da kein Mensch die Zukunft vorhersehen kann, hat das in der gesammten Menschheitsgeschichte noch nie geklappt.
Man kann unter Market Timing vieles verstehen und es hängt vor allem von dem Anlagehorizont ab, aber mir gefällt die Definition von Wikipwdia.de am besten:
Dazu muss man nicht die Extremwerte erreichen, wie es die englische Wikipediaseite beansprucht:
Natürlich wird man die maximalen oder minimalen Kurs bestenfalls durch Glück erwischen, aber warum sollte man dies müssen? Ich habe Ende 2008 bis Mitte 2009 alles in Aktien gesteckt, tatsächlich habe ich bei einer von einer mittleren 2 stelligen Anzahl an Aktien den Tiefstwert erwischt, bei allen anderen gab es auch Leute die diese damals billiger erworben haben, aber der Gewinn meines Depots ist trotzdem gewaltig genug.

Es ist also überhaupt nicht wichtig oder gar nötig die Extremwerte zu treffen, man muss nur erkennen ob die Bewertung der Märkte, also z.B. der Aktienmärkte oder der einzelnen Aktien die man kauft, eher hoch oder eher tief ist. Eigentlich sollte es damals vor etwas mehr als 10 Jahren einfach sein zu erkennen, dass die Bewertungen nur tief waren, die Kurse waren ja schon massiv eingebrochen, trotzdem haben mich viele damals für verrückt erklärt in Aktien zu investieren. Offenbar war es also vielen damals trotzdem nicht klar, dass es damals Kaufkurse waren und leider scheint auch vielen nicht klar zu sein, dass die Bewertungen nun, nach 10 Jahren steigender Kurse eben eher hoch sind und es eher die Zeit zum Verkaufen als zum Kaufen ist, auch wenn die Kurse noch weiter steigen könnten und man nicht zum Höchstkurs verkauft haben wird und nicht weiß, wann es wieder abwärts geht. Aber eines weiß ich ganz sicher: Es wird wieder niedrigere Kurse geben als dir heutigen.

Wer es also schafft zu erkennen ob die Kurse gerade niedrig sind und daher in der Zukunft wieder deutlich höher sein dürften und wann umgekehrt die Kurse hoch sind und man mit deutlich fallenden Kursen rechnen muss, der kann mit einem langfristig ausgelegten Market Timing durchaus Erfolg haben, ohne auf Glück angewiesen zu sein, außer man definiert jede Erholung nach einer Rezession als ein solches Glück.

Bzgl. des "heading toward bankruptcy" kann ich nur noch mal an die breite Streuung erinnern und wenn mal wirklich alle Firmen pleite gehen sollte, haben wir alle unser Geld verloren und wahrscheinlich ganz andere Probleme als dies.
larska schrieb:
kann ich meinen Sparplan noch wechseln?
Das muss Dir der Anbieter des Sparplans beantworten, aber Du solltest wirklich nicht auf jede Anlage anspringen von der Du irgendwo liest oder hörst. Einmal weil Hin-und-Her wegen der Gebühren die Taschen leert, dann aber auch, weil bei weitem nicht jede Empfehlung auch gut ist und zu Deiner Anlagestrategie passt.
larska schrieb:
wäre nur eine "solidere" Version eines ETF wie dem MSCI-World
Erstens ist der MSCI-World ein Index und kein ETF, die ETF sind Fonds die diesen Index abbilden, also die Aktien in der Gewichtung kaufen, wie sie in dem Index enthalten sind oder wenigstens ungefähr. Außerdem solltest Du lernen Dich selbst zu informieren um nicht Entscheidungen auf der Basis von Annahmen zu treffen, die sich am Ende womöglich als falsch erweisen.
 
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Holt schrieb:
Bzgl. des "heading toward bankruptcy" kann ich nur noch mal an die breite Streuung erinnern und wenn mal wirklich alle Firmen pleite gehen sollte, haben wir alle unser Geld verloren und wahrscheinlich ganz andere Probleme als dies.
This :D

@TE wie viele schon sagen, informieren, Entscheidung treffen und Geduld mitbringen. Man verkauft nicht ausser man braucht wirklich das Geld... Und dann sollte man vorher wissen das man es braucht und dann kommt das Markt Timing von @Holt ins Spiel den "best moeglichen" Zeitpunkt zu finden und dann einfach die Entscheidung so zu tragen, sonst Aergert man sich immer...
 
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Ist es eigentlich auch sinnvoll, hin und wieder einen grösseren Betrag "x" in den ETF zu stecken, in dem man mal für einen Monat die Sparrate anhebt? Oder ist das eher ungünstig, da es ja auf den momentanen Kurs ankommt....
was denkt ihr?
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn die Kurse im Keller sind und man Geld über hat, macht es viel Sinn auch mal aus der Reihe Anteile zu kaufen, da man dann natürlich für sein Geld auch viel mehr Anteile bekommt als in Zeiten hoher Kurse. Siehe Post #84.
 
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Bin da auch bei Holt, wenn die Bedingungen gut sind passt es denke ich. Allerdings sollte das Maß immer gefunden werden.
 
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Man muss natürlich erkennen können im welchem Zyklus die Märkte in die man investiert, gerade ist, damit man eben nicht in dem Moment extra zukauft, wenn die Bewertungen hoch sind. Wer sich das nicht zutraut, der ist besser damit bedient regelmäßig gleichen Beträge zu investieren um eben vom Cost-Average-Effekt zu profitieren.
 
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Spielt eigentlich keine Rolle wann du wie viel kaufst. Heute "all in" ist mathematisch gesehen immer die beste. Zu glauben man wisse wann der ideale Zeitpunkt ist, ist eine Glaubensfrage 😁

Den cost average Effekt gibt es übrigens nicht. Wird von Banken nur gerne so verkauft. Google es mal.
 
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Skywalker27 schrieb:
Zu glauben man wisse wann der ideale Zeitpunkt ist
Es geht nicht um den idealen Zeitpunkt, dies wäre ja der Punkt der niedrigsten Bewertung und solche absoluten Hoch- oder Tiefpunkte wird man wie schon gesagt, bestenfalls per Zufall treffen. Das aber vor 10 Jahren die Kurse günstiger für einen Einstieg waren als sie es heute, nach 10 Jahren steigender Kurse sind, dürfte wohl auch keiner bestreiten. Gibt man also den Anspruch auf den idealen Zeitpunkt zu erwischen und beschränkt sich darauf einen günstigeren zu erwischen, so sollte es bei den meisten schon besser klappen.
 
Skywalker27 schrieb:
Den cost average Effekt gibt es übrigens nicht. Wird von Banken nur gerne so verkauft. Google es mal.
Man sollte hier ganz genau sein, denn Durchschnittskosten gibt soweit. Die Bank sagt einem nur nicht beide Seiten der Medallie. Abhängig vom Kursverlauf kann dies Vor- und Nachteile haben, die zu Beginn aber nicht bekannt sind. Eine monatlich fixierte Sparrate ermöglicht aber eine bessere Planung als ein Kauf fixierter Anteile.
 
Ich glaube der viel wichtigere Punkt ist, monatliches Sparen erfordert ein "einmaligen" Aufwand/Opt-in und ist daher nachweislich besser geeignet (siehe die ganze Nuding / Opt-in Debatte zum Thema 401K).
Aber wenn Du das Geld ueber hast und es nicht "brauchst" dann natuerlich immer jetzt investieren als spaeter (abgesehen ein offensichtlicher down turn ist im Gange)
 
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Skywalker27 schrieb:
Man kann zwar soviele ETFs bespaaren wie man möchte. Jedoch kostet jede Transkation gebühr. Oft mind. 5€ pro trade. Also sind 1x 150€ sparen günstiger als 3x 50€
das scheint zumindest bei der comdirect nicht zu stimmen, dort hat jeder ETF-Kauf (zumindest im Sparplan), 1,5 % Orderprovision... dann wäre es ja egal ob 3 x 50 oder 1 x 150... oder? Denkfehler?
 
Im Klein gedruckten steht oft eine % Angabe. Aber gleichzeitig auch eine mindest Gebühr
 
Skywalker27 schrieb:
Im Klein gedruckten steht oft eine % Angabe. Aber gleichzeitig auch eine mindest Gebühr
diese mindest-Gebühr gibt es bei der comdirekt nicht...
Die Order-Gebühren betragen immer 1,5 %, im Sparplan....

791997

791998
 
Ich habe mich etwas über die Abgeltungssteuer schlau gemacht...

Ist es so?:
Man hat ja einen Sparerpauschbetrag von 801 Euro pro Jahr.
Bei einem therausierenden ETF werden die Gewinne nicht ausgezahlt. Man gibt die anfallenden und automatisch reinvestierten Erträge in der jährlichen EST an.

Wenn man dann in die Auszahlphase kommt, nehmen wir mal an in 30 Jahren ist die Steuerregelung noch ähnlich. Dann würde man nur auf den jährlich anfallenden Gewinn Abgeltungssteuer zahlen, nicht auf den gesamten Ertrag der Ansparphase, oder bin ich da auf dem Holzweg?

Bsp. in 30 Jahren hat mein Depot einen Wert von 125.000, ca. 75.000 davon sind Kapitalertrag.
Jetzt muss ich aber nicht die kompletten 75.000 versteuern, da ich in den 30 Jahren davor ja schon jedes Jahr einen Teil in der EST angegeben habe...
 
ETFs werden seit kurzem pauschal besteuert. Die Steuern führt die Depot-Bank automatisch ab (gilt nicht für alle Depot-Banken -> informieren!). Die Depot-Bank schickt einem eine jährliche Steuerbescheinigung. Die Werte aus der Steuerbescheinigung muss man dann nur noch in die Anlage KAP übertragen.
Das war bis vor kurzem in der Theorie zwar nicht anders. In der Praxis musste man aber für ausländische thesaurierende ETFs die Thesaurierungen selbst heraussuchen und erklären. Das hat sich mit der Pauschalbesteuerung aber erledigt.

Und wie die Besteuerung in 30 Jahren aussieht kann einem herzlich egal sein. Bis dahin wurde eh wieder x-mal die Steuergesetzgebung geändert. Beispielsweise stehen die Chancen nicht schlecht, dass die Abgeltungssteuer demnächst eh abgeschafft wird. Und dann sind die meisten Überlegungen schon wieder hinfällig.
 
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feynman schrieb:
Die Steuern führt die Depot-Bank automatisch ab (gilt nicht für alle Depot-Banken -> informieren!).
Ich habe bei meiner Depotbank einen Freistellungsauftrag erstellt, so dass zumindest bis zum Freibetrag keine Steuern abgeführt werden.

Aber ist das bei therausierenden ETFs auch so? Da werden ja keine "Erträge" ausgezahlt"... Bekommt man dann eine Info über die wieder eingezahlten Erträge?
 
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