News EU-Kommision ermittelt gegen Google

@Morphium:
Den Umsatz kann sich nicht mal google entgehen lassen.
Ohne einen Bund wie die EU könnte wie Wirtschaft sich erlauben was sie will. Einzelne Länder könnten nur schwer dagegen vorgehen. Das Geschwür ist also schon gut an der richtigen Stelle und bleibt da mit großer Wahrscheinlichkeit auch - egal was du darüber denkst. ;)
 
suessi22: Das ist aber nicht Googles Problem. Sie bieten ihre Dienstleistung "as is" an ohne mit irgendwelchen Dingen zu werben.
Sie machen Konkurrenten aber auch nicht schlecht, indem sie Unwahrheiten behaupten oder Ähnliches.

Man muss es auf das reduzieren was es ist und nicht von Manipulation fantasieren.
Klar will Google die Konkurrenz nicht auch noch mit ihrer eigenen Suchmaschinen bewerben. Aber das ist auch vollkommen in Ordnung. Nur weil der Konzern groß ist, kann es nicht sein dass völlig logische Dinge plötzlich illegal sind.

Wenn das so wäre müsste es auch klare Grenzen und Vorschriften dazu geben. Ab wann beherrscht man den Markt? Ist das abhängig vom Unternehmenswert? Oder von Nutzerzahlen?
Und was darf man dann noch?

So lange es nur um die Dienstleistung eines Unternehmens geht, kann man da nicht reinreden. Würde Google andere Firmen bestechen, oder unlautere Verträge machen, ist das was anderes. Aber die eigene angebotene Leistung kann und muss bleiben wie das Unternehmen sie gestaltet.

Und es kann eben auch nicht sein dass Firmen dazu verdonnert werden kostenlos hochwirksame Werbung für Konkurrenten zu machen, die sich dann ins Fäustchen lachen.
 
@Moep89
Dem ist meiner Meinung nach nichts hinzuzufügen. Sehe ich genauso.

Die kleinen armen Firmen sehen einfach eine Möglichkeit auf sich aufmerksam zu machen und unter Umständen noch etwas zu kassieren. Würde gerne mal wissen, welche Firmen das sind. Deren Angebote würde ich dann direkt erstmal meiden. Finde ich einfach schwach, wenn man es nicht schafft sich mit seinem Produkt/Dienstleistung ohne solchen Käse selber zu etablieren. Jeder weiss, dass es auch Alternativen zu Google gibt.
 
Oh je EU... das fällt euch aber ziemlich früh auf... Man man... Google ist schon seit Jahren als Suchmaschine unbrauchbar und sollte lieber als "Werbeanzeigendienst" kategorisiert werden...
 
Zuletzt bearbeitet:
m4c1990 schrieb:
Verstehe ich das jetzt richtig, dass Google nicht selbst entscheiden kann welche website an welcher stelle steht?

Nein, du (und einige andere hier) verstehen das nicht richtig. Als gewinnorientiertes Unternehmen mit einem Marktmonopol unterliegt das Unternehmen ganz bestimmten Gesetzen/Regeln.

Diese Regeln kannst du dir / könnt ihr euch ja gerne vorher nochmal durchlesen, bevor ihr unqualifiziert, weil ahnungslos daher redet.


FrAGgi schrieb:
Finde ich einfach schwach, wenn man es nicht schafft sich mit seinem Produkt/Dienstleistung ohne solchen Käse selber zu etablieren. Jeder weiss, dass es auch Alternativen zu Google gibt.

Finde ich ja schwach, wenn man schon ein Monopol und seine Konkurrenz immernoch mit verbotenen Mitteln klein halten muss. Fällt dir was auf? Ich hoffe (für dich)...
 
Zuletzt bearbeitet:
Klar ist Google ohne Frage Marktführer. Aber das darf nicht dazu führen, dass ganz normale Dinge plötzlich zu Illegalen werden. Erst Recht nicht wenn solche Beschlüsse grundlegende Mechanismen völlig umkrempeln und zum Teil sogar dem eigentlichen Sinn widerstreben.

Wenn ein Unternehmen z.B. Wucherpreise verlangt nur weil sie es können, oder Konkurrenten Dinge verweigern, die ihnen nach geltendem Recht zustünden, ist das wie gesagt was ganz anderes.

Hätte z.B. MS in Windwos vorsätzlich verhindert dass man andere Browser installiert wäre das auf jeden Fall nicht ok. Oder würde Google andere Dienste garnicht anzeigen oder gar als schlecht titulieren könnte man auch nochmal drüber reden. Aber so nicht.
 
@Moep89

Ich sehe das anders. Das MS-Beispiel ist doch optimal dafür. Eigentlich sollte es ja niemanden stören, das jemand auf seiner EIGENEN Plattform einfach noch einen Browser installiert. Nur wenn ich der einzige Anbieter der Plattform bin und dann noch die Trägheit der Menschen ausnutze "Ist doch ein Browser drauf, braucht man keinen anderen" - so wird einfach der Markteintritt oder überhaupt das Bestehen der Wettbewerber gestört.

Das Problem ist - wo fängt man mit der Regulierung an. Wie lange kann man eben solche Dinge zulassen. Bei MS hat es auch lange genug gedauert - und auf einmal sind Firefox (und andere) dermaßen am Ansteigen - besser für uns - besser für alle - und siehe da - der IExplorer wird besser (naja bissl).

Auch google wird die Grenzen immer weiter ausloten, bis es eben Milliardenstrafen gibt - aber das wird noch laange dauern.

MfG
 
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Nein Moep89, es ist was ganz anderes.

Beispiel Intel:

Wenn ein kleiner Chip-Hersteller zu einem Händler geht und sagt, pass mal auf der Chip kostet normalerweise 100 Dollar, wenn wir jetzt aber einen Exklusivvertrag machen, dass du nur noch meine vertreibst, bekommst du ihn für 90 Dollar. Das ist völlig legal.

Wenn Intel das macht nicht mehr, wegen marktbeherrschende Stellung.
 
m4c1990 schrieb:
Verstehe ich das jetzt richtig, dass Google nicht selbst entscheiden kann welche website an welcher stelle steht?
Google gehört Google oder nicht?
Google hat eine marktbeherrschende Position*, also was Google nicht oder nur weit unten anzeigt, das wird von den allermeisten Benutzern auch nicht gefunden. Deshalb gelten für Google andere Regeln als für die restlichen Mitbewerber.
Irgendwie gehe ich aber davon aus, dass Google da recht gut belegen kann, dass einfach auf Googles Kartendienst öfter geklickt wird als auf Bing und Yahoo und es deshalb weiter oben auftaucht.

PS: Vonwegen Apple und so. Seit wann haben die eine marktbeherrschende Position? Dass das nicht toll ist stimmt vlt, aber rechtlich...

*kein Monopol, was lernen die heute eigentlich noch in der Schule?
 
Zuletzt bearbeitet:
Habe auch sofort an Apple gedacht, die alles machen können. Nichts freigeben und alles was sie nicht wollen ablegen und nicht zu lassen.

Beispiel:
Android Magazin App, das nicht erlaubt wird.
Apple OS, das machen kann was es will und keine Dritten Eintritt erlaubt.
usw.
 
@Tommes3001

Nur das eben bei deinem Beispiel "marktbeherschende Stellung" nicht direkt zutrifft...
Da wird man nicht viel machen können, leider...

MfG
 
Hört doch mal mit den lächerlichen Vergleichen zu Apples iOS auf... Apple stellt ein Produkt her -iPhone, Mac/MacBooks, iPod- und in jeder Produktsparte gibt es genügend Wettbewerb für Apple und auch iOS... Warum sollte Apple sein iOS für andere Hersteller/Wettbewerb freigeben? Man sieht es ja wozu es führt, Google's Android auf zig Produkten von Smartphones bis hin zu Tablets... Es gibt ein viel zu großes Gefälle zwischen "günstig und teuer"...

Und Apple kann mit seinen Produkten die Qualität einigermassen auf gleichen Niveau halten...

Google will einfach zu viel... Sei es persönliche User-Daten... Geld für Werbeplattformen... Irgendwann muss Schluss sein, mit dieser Gier...
 
Marvin_X schrieb:
Nein Moep89, es ist was ganz anderes.

Beispiel Intel:

Wenn ein kleiner Chip-Hersteller zu einem Händler geht und sagt, pass mal auf der Chip kostet normalerweise 100 Dollar, wenn wir jetzt aber einen Exklusivvertrag machen, dass du nur noch meine vertreibst, bekommst du ihn für 90 Dollar. Das ist völlig legal.

Wenn Intel das macht nicht mehr, wegen marktbeherrschende Stellung.


Und das ist illegal, weil der Händler die Chips des Marktführers anbieten muss,
weil diese eben verlangt werden. Würde er den Rabatt ausschlagen. hätte er
einen Nachteil den anderen Händlern gegenüber. Also ist dieser gezwungen,
einzuwilligen. Hätte AMD das versucht, wäre es etwas anderes, weil man auf
deren Produkte eben hätte verzichten können, weil sie nicht nachgefragt werden.
Der illegale Rabatt führt dann aber dazu, dass erst gar keine Nachfrage entstehen
kann, da es ja nicht angeboten wird. Hier wird dann die eigene Marktstellung
ausgenutzt, um einen Konkurrenten klein zu halten.

Ähnlich ist es bei Google. Im Internet suchen heißt sogar schon "googlen".
Google hat die Macht zu entscheiden, was die Menschen finden und
was nicht. Wenn Google nun Produkte der Konkurrenz unten in der Liste
versteckt, wird es nicht mehr gefunden und benutzt. Mit dieser fast Monopol-
stellung kann man eben nicht mehr alles machen, was man will, weil das
Ausnutzen dieser Macht der Wirtschaft und den Konsumenten enorm schadet.
Was glaubt ihr, wo die CPU-Leistung und die Preise wären, hätte Intel
zum Beispiel nicht AMD behindert. Und was glaubt ihr würden CPUs leisten
und kosten, gäbe es gar keine Konkurrenz mehr?
Man darf nicht zulassen, das Google einer propagandistischen Werbeplattform
wird. Sonst finden wir keine Informationen mehr, sondern nur noch Produkte.

Würdest du als kleines Unternehmen Brot verkaufen, dürftest du backen
und verlangen, was du willst. Bist du nun aber der Brot-Marktführer, darfst
du nicht einfach andere ausstechen und deine Kunden verhungern lassen,
weil du dank mangelnder Konkurrenz deine Preis angezogen hast.

Zu den Apple-Vergleichen: Apple ist nun mal nicht alleiniger Marktführer,
also können die ihre Brötchen verkaufen, wie sie wollen.
 
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@Marvin X: Genau das ist ja das Problem. Gleiche Handlungen werden anders bewertet. Das geht in der Form einfach nicht.

Und der Exklusivvertrag ist auch ein schlechtes Beispiel. Es geht hier allein um Googles eigenen Dienst, nicht um Verträge mit anderen. Das ist wie ich schon mehrfach sagte etwas anderes.

Würde Google z.B. mit Mozilla einen Vetrag schließen, dass sie nur noch Googles Toolbar im Browser zulassen und dafür etwas bekämen wäre das ein ähnlicher Fall wie bei Intels Exklusivvertrag.

Und das anderer Browser nun zulegen und der IE verbessert wird, ist kein Argument für solche Praktiken.

Nur weil man eine Marktbeherrschende Stellung innehat, darf das nicht heißen, dass man nun etwas FÜR die Konkurrenz tun muss. Das hat nichts mit Fairness zu tun. Das ist ne ähnliche Geschichte wie z.B. eine Frauenquote. Gleichmacherei mit der Keule und dadurch wieder unfair.
Solche Dinge müssen sich aus den Grundlegenden Faktoren heraus entwickeln und nicht sozusagen ganz oben mit Gewalt "gemacht" werden.

Und in gewisser Hinsicht ist Apple auch Marktführer. Es kommt ganz darauf an wie man den Markt definiert. iPhones bzw. iPads stellen wieder einen eigenen Markt dar. Nämlich im Bezug auf Software und dergleichen. Und da Software nur über den AppStore legal zu bekommen ist, beherrscht Apple diesen Markt. Da kann nämlich kein anderes Unternehmen eindringen.
 
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Neben dem Verein sollten sie den angebissenen Apfel auch gleich noch etwas mehr abknabbern!:o
 
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warum sollte ich nach alternativen suchen googlen????!!!! ist doch ralle

Gleiches bsp IE und MS...

die EU hat in meinen augen verschissen!
 
Ist doch so, als sollte man die ProSiebenSat.1 Media AG dazu zwingen zur besten Sendezeit für das Programm von RTL etc. Werbung auszustrahlen. Oder wo ist da der Unterschied? (OK, da gibt es keine Monopolstellung, wie sie Google inne hat, aber so ganz erschließt sich mir der Sinn jetzt nicht)
 
@ Weltenspinner,

ich glaube du hast meinen Text nicht richtig gelesen, schreibst ja das gleiche wie ich nur ausführlicher^^

@Moep

Doch es geht gleiche Handlungen anders zu bewerten, nämlich unter dem Stichpunkt Marktbeherschung.
Wenn der kleine Chiphersteller sagt, verkauf mich Exklusiv oder gar nicht geht das, wenn Intel das sagt, geht eben nicht. Eventuel kann man ja ein Schuh für dich daraus machen, dass eben verschiedenen Handlungen sind wenn es ein marktbeherschendes Unternehmen macht und ein nicht beherschendes.

Und wenn eine Suchmaschine eine solche marktbeherschende Stellung hat, dann muss sie sich auch den Regeln des Monopolrechts unterwerfen. D.H. nicht, dass Google jetzt die Suchergebnisse der anderen auf Platz 1 stellen muss, da kann Google bleiben, es geht aber eben auch nicht dass Google sie künstlich auf Seite 2 oder 3 schiebt und schlechtere Treffer nach oben schiebt. Das muss untersucht werden.
 
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