Eure Budgetplanung

Ich habe ne ganz einfache Regel. Solange der Kontostand 5 Stellen vor den Komma hat kann ich das Geld ausgeben wofür immer ich will. Darunter wird nichts gekauft.

Und bevor jemand fragt: Natürlich gehen monatlich noch Daueraufträge weg um geld für die Zukunft zu haben ...
 
Ich lege nicht wirklich in voraus ein spezifischen budget fest.
Es wird geschauf was benötigt wird, dann wie viel das kostet, und dann ob es im verhältnis zu meinem guthaben steht.
Wenn finanziell und moralisch vereinbarend wird abgeschätz ob es nicht eine "zu teure" ausgabe ist.

wenn ich z.b. eine GPU kaufen will, welche 600.- Eur kostet, und ich rechen dass mir diese mindestens 2 jahre hält, dann sind das pro tag 0,83 Eur, bzw. 1,15 Eur pro Arbeitstag....
da gebe ich auf der Arbeit mehr für meinen Kaffee aus (2x -.80 cts), und deshalb ist es ein luxus den ich mir leisten kann (vor allem wenn ich bedenke dass ich die GPU wohl eher länger als 2 jahre behalten werde)
 
Ich kauf nur dann, wenn ich mir was vom Ergebnis verspreche.

Upgrade von Vierkern A @3GHz auf Vierkern B @3.1 GHz? Nee.
Upgrade von GTX 1070 auf 1080? Nee.
Oder von SSD 960GB auf 1TB? Erst recht nicht.

Wenn der Performancezuwachs größer als 50% wird, dann können wir anfangen nachzudenken. Das gilt aber natürlich auch, wenn eine Änderung "hier" Auswirkungen hat auf Komponente "da" - neuer Monitor, vierfache Auflösung? Bisher hat das die Grafikkarte prima gestemmt, aber nun... muß wohl was Besseres her.

Normalerweise sind Anschaffungen auch gut überlegt. Nichts ist schlimmer als in den nächsten Laden zu latschen und mit neuer Hardware für 1000 Euro nach Haus zu kommen... ohne daß man vorher wußte daß man was kaufen wollte oder nachher wußte was man eigentlich gekauft HAT. Für PC heißt das normalerweise, was sind denn meine Usecases? Woran hakt es momentan? Gibt es wichtigere Dinge, die höher priorisiert werden sollten? Und so weiter. Entsprechend laß ich Black Fridays und dergleichen üblicherweise ausfallen.

Genügend Ressourcen sind dann üblicherweise ein simpler Nebeneffekt. Wenn ich weiß, ich will ne neue Grafikkarte haben, und anfange, auf die Jagd nach Optionen und Reviews zu gehen, dann ist das Geld dafür mehr oder weniger fest verplant und wird dann auch irgendwann verfügbar, wenn es das bisher nicht sein sollte. Dann wird gekauft, und an der Stelle gibt es dann nicht mehr soo viele Überraschungen.

Manchmal ist halt was nicht lieferbar oder es gibt irgendwo zufällig Sonderangebote. Dann wird ggfs. nochmal schnell drübergeschaut, wie die bisherige Präferenz im Vergleich abschneidet, und ggfs umentschieden.

128GB RAM waren nicht geplant. Aber an 600 Euro für Quadchannel wollt ich nicht vorbeilaufen, da hätte ich sogar LEDs genommen für. Und die vorgesehene CPU war nicht lieferbar, also hab ich nochmal geschaut; die nächstgrößere war lieferbar, kam 50 oder so Euro mehr und war (insignifikant) "besser". Nicht lang gefackelt.


Kurz, ich kauf nicht nach Budget, sondern nach Bedarf. Dinge, die gekauft werden, halten dann auch. Aus dem Rest wird ggfs. die Lehre gezogen, sowas nicht nochmal zu kaufen. Vergoldeter RAM ist aber ebenso überflüssig wie blinkende Netzteile oder gamer-zerklüftete Plasteteile, dafür bin ich mir zu schade. Funktionieren muß es, zuverlässig muß es sein, halten muß es, und eine neutrale Ästhetik haben "sollte" es. Budget ist dann untergeordnet, insbesondere, wenn "nach Budget" nur heißt, daß man in ein paar Monaten dieselben Kosten gleich nochmal hat, ergo insgesamt teurer und unzufriedener.
 
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