Ich weiß gar nicht, warum diese Diskussion immer weiter geht, nur weil ein paar Kreationisten ....
naja, aber dann doch mal zu den wesentlichen Punkten: "Schöpfungsmythen" vs. "Evolutionstheorien"
Ersterer halten dem Anspruch einer naturwissenschaftlichen Überprüfung nicht stand, da sie ein seltsames, nicht messbares, außerhalb des Universum stehendes Uberwesen erfordert, welches alles lenken und steuern soll. Weiterhin erheben Bibel, Thora und Koran gar keinen wissenschaftlichen Anspruch. Sobald sie es dennoch versuchen, haben sie verloren und degradieren sich selbst zu einer Lückenbüßerrolle.
Sobald man so ein Schöpferwesen postuliert, verschieb man das Problem der Entstehung des Lebens auf diesem Planeten nur um eine Stufe: Wo sollte deses Wesen denn hergekommen sein? Warum sollen für dieses denn nicht die gleichen Gesetze gelten, wie für alles andere auch im Universum? Wie sollte ein Wesen, wenn es außerhalb des Universums stehen sollte, denn überhaupt Einfluß in diesem System nehmen können? Ist sowas messbar? Wurde sowas je gemessen oder geht es auch eleganter, logischer und einfacher?
Nur weil etwas besonders toll, schön und beruhigend klingen mag - der Großvater / Weihnachtsmann auf Wolke-9 drückt auf ein paar Knöpfe und streut den Kindern Sand in die Augen, damit sie Träumen. Mischt sich in das Sexualleben humanoider Lebensformen (und wahrscheinlich auch in das anderer Lebewesen) ein?
Schaut man sich das Universum an, so würde dieses Wesen nicht dem Anspruch gerecht werden, den bibletreue Christen_innen, Fundamentalist_innen, Muslim_innen, Islamist_innen und andere abergläubige Menschen nicht gerecht werden.
Es sind nur Mythen, Legenden, Erzählungen - ohne jeden naturwissenschaftlichen Anspruch. Genauso könnte man Startrek, Starwars oder Stargate zitieren - oder meinetwegen die Simpsons - das ist genau das gleiche...
wieder zurück zum Thema.
Die sog. Makroevolution haben die Kreationisten als Zugeständnis erfunden. Dieses Begriff existiert gar nicht bzw. hat gar keine Darseinsberechtigung. Warum wurde er erfunden? Naja, weil es eben selbst für die Kreationsten nicht mehr haltbar gewesen ist, an der ewigen und unverändlichen Form von Lebewesen (genotyp, phänotyp, ...) festzuhalten. Es ging irgendwann nicht mehr, weil die Beweislast zu erdrückend war -> Lückenbüßerfunktion -> es verschiebt sich einfach.
Und genau das machen diese fanatisch / verrückten Kreationisten: sie suchen gezielt nach "Lücken" in den gegenwärtigen Modellen, um daraus eine Rechtfertigung für ihren abergläubischen Plunder herausziehen zu wollen. Das gleiche könnte man bei der Gravitation auch probieren und die in die Rolle dieser "Zweifler" schlüpfen: "Die Gravitation ist wissenschaftlich doch gar nicht bewiesen! Das ist ein Wesen, welches Körper je nach Masse bewegt und sich anziehen lässt!" Klingt mindestens genauso hirnrissig, wie der Anspruch, den Kreationisten und andere religiöse Fundis hegen.
Schaut man ins muslimische Lager, so findet man die gleichen wissenschaftsfeindlichen Fanatiker wie unter Christen. Meist dumme Leute, die von Naturwissenschaften keinen blassen schimmer haben, selbsternannte Experten und Personen, die sich profilieren möchten - Betrüger, Abzocker.....
hier z.B. ein Link zu einer diese Fundiseiten:
http://www.answersingenesis.org/articles/ka Was da den Kinder zugemutet wird. "Wie sind die Dinosaurier entstanden?" Haha, unglaublich diese Verrückten.
Aber hier noch ein ernsthafter Link :
http://www.darwin-jahr.de/evo-wissen/schoepfung-contra-evolution
http://www.darwin-jahr.de/evo-wisse...egen-evolutionstheorie-und-ihre-widerlegungen
"Evolution | 20.12.2008
Antworten auf Evolutionszweifel
Kinderzeichnung zur Evolution
Unter Gläubigen und Laien grassieren viele Fehldeutungen und Missverständnisse, wenn es um die Evolution geht. Prof. Wuketits klärt auf.
Evolution läßt sich nicht beweisen
FALSCH Für die Evolution liegt eine große Fülle von Belegen aus sämtlichen Gebieten der Biologie und ihrer Rand- und Nachbardiszplinen vor. Pflanzen- und Haustierzucht sowie verschiedene Experimente liefern sogar einen sehr direkten Zugang zum Verständnis von Evolutionsprozessen. Heute helfen dabei auch Computersimulationen.
Für die Evolution gibt es keine Augenzeugen
IRRELEVANT Auch für Julius Caesar gibt es keine Augenzeugen, trotzdem zweifelt niemand an seiner Existenz. Dem Historiker dienen Handschriften, Bauwerke usw. bei der Rekonstruktion geschichtlicher Abläufe, dem Evolutionsbiologen Strukturen und Funktionen rezenter Organismen, Fossilien usw. bei der Rekonstruktion evolutionsgeschichtlicher Abläufe.
Das Fehlen von Übergangsformen (connecting links) läßt auf
einen Schöpfergott und nicht auf Evolution schließen.
FALSCH Neben dem bekannten Urvogel als Bindeglied zwischen Reptilien und Vögeln sind noch weitere Übergangsformen vorhanden. Und dort, wo solche fehlen, ist der Schluss auf einen Schöpfer illegitim. Pointiert gesagt: Wer nicht weiß, wer sein Urgroßvater war, zweifelt auch nicht daran, dass es diesen gegeben hat und glaubt auch nicht, daß die folgenden Generationen spontan erschaffen worden sind.
Die Selektion - als "blinde Kraft" - kann die Ordnung des
Lebendigen nicht erklären.
FALSCH In den relativ langen Zeiträumen, in denen sich Evolution abspielt, kann Selektion gar manches bewirken. Außerdem wirken fundamentale Naturgesetze. Schließlich lenken die den Organismen eigenen Konstruktions- und Funktionsbedingungen in Verbindung mit Außenfaktoren die Evolution in eine bestimmte Richtung. Daher gibt es auch keine vier Meter großen Käfer, keine würfelförmigen Haie, keine fliegenden Seehunde usw.
Die Natur weist auf einen intelligenten Planer hin.
FALSCH Die unzähligen Sackgassen der Evolution - bedingt vor allem durch enge (teils extreme) Spezialisierung - lassen eher an einen Pfuscher, als an einen intelligenten Planer, denken. Warum hätte dieser auch zulassen sollen, daß 99 Prozent aller Arten, die je existiert haben, wieder ausgestorben sind? Warum hat er nicht alle Arten gleich perfekt konstruiert? Warum läßt er zu, dass der Mensch, die "weise" Spezies, die ihn umgebende Natur zerstört, schon unzählige andere Arten ausgerottet hat und mit seinen eigenen Lebensressourcen verschwenderisch umgeht... ?!
Nicht alle Strukturen und Funktionen lassen sich als
Anpassungen erklären
IRRELEVANT Aus der Sicht der modernen Evolutionsbiologie ist Anpassung nicht alles. Das wusste schon Darwin. Organismen sind aktive Systeme und keine Spielbälle externer Kräfte. Sie können sich nicht beliebig an ihre jeweilige Außenwelt anpassen. Umgekehrt aber wirken sie auf diese (aktiv) ein.
Die Evolutionstheorie kann den menschlichen Geist nicht erklären
FALSCH Schon Darwin führte aus, dass auch komplexe psychische und mentale Phänomene in der Evolution allmählich entstanden und nicht vom Himmel gefallen sind. Heute liefern Disziplinen wie evolutionäre Erkenntnistheorie, Evolutionspsychologie und Soziobiologie stichhaltige, empirisch nachvollziehbare Argumente für die Evolution des menschlichen Geistes.
Darwin hat nicht alle Probleme der Evolution gelöst
IRRELEVANT Auch Newton hat nicht alle Probleme der Physik gelöst. Seit Darwin hat die Evolutionsbiologie unzählige Einzelerkenntnisse gewonnen, die unser Bild von der Evolution ständig verbessern und vervollständigen. Die Evolutionsbiologie ist eine sich stürmisch entwickelnde Disziplin, die fortgesetzt neue Detailergebnisse bringt."