Hui, ein heikles Thema, da darf ich natürlich nicht fehlen.
Ich bin da sehr zwiegespalten. Auf der einen Seite ist es so, dass Religion für mich, früher als ich ein Kind war jedenfals, ein Apell war an Gott zu glauben. Das war einfach so: Gott ist da wie das Salz in der Suppe. Ist zuviel drin ist es nicht gut, ist zuwenig drin ists auch nicht gut. Fehlen darf es nicht sonst schmeckt die Suppe nicht.
Heute denke ich etwas weiter, stoße aber vor ein Problem. Selbst wenn ich eine Erklärung wissenschaftlicher Natur hätte für alles, so wäre meine Frage ein einfaches: Warum?
Sagen wir mal vereinfacht:
Am Anfang gab es Nichts. Und dann explodierte es. Oder es gab Alles, und dann explodierte es. Die Frage ist: Warum? Ein Wann ist auszuschließen, gehen wir davon aus, dass die Zeit entstanden ist, als der Urknall "war". Aber "davor" hat keine Relevanz mehr. Denn "davor" gibt es gar nicht. Es gibt auch kein "danach". Was für mich bedeutet: Materie muss schon immer in einer Form existiert haben und wird auch "ewig" existieren.
Meine eigene Theorie ist, dass am Ende der Zeit und der Materie ein spontanes zusammenziehen des Universums wieder einen neuen Urknall entstehen lässt, sodass wir hier in einer Art Schleife leben. Auch das ist wieder relativ zu sehen. Wir würden von der Schleife nichts mitbekommen, sie wäre auch nicht beweisbar.
Die Frage die hier schonmal aufkam: Wieso ist unser Universum genau so wie es momentan ist?
Auch die Frage ließe sich mit Schleifen und einer Art Evolution der Universen erklären. Das Universum hat sich ans Leben angepasst.
Und die Bingo Frage ist: Wieso? Gott? Was ist Gott für uns eigentlich? Der Herr, der Himmel und Hölle, uns und das Universum erschaffen hat? Ist es wirklich so ungeheuer schwer das zu leugnen, aber an eine Unendlichkeit zu glauben in der wir uns durch die Scheinwelt "Zeit" schlagen? Was war vor dem Urknall? Was kommt in einer sehr weit entfernten Zeit? Keiner weiss das, wir werden es auch nicht erleben, aber etwas abzulehnen was man nicht versteht ist typisch Mensch.
Außerdem habe ich persönlich mich von der Kirche distanziert als ich alt genug war und mich damit beschäftigt habe. Was mich sehr im Glauben erschüttert hat, war, dass von den 4 Evangelien, die in der Bibel zu finden sind vielleicht was Wahres drin enthalten ist, aber dass viele andere Evangelien existiert haben die einfach weggeschlossen, verbrannt, aberkannt etc. wurden und nur 4 von vielleicht 100en ausgewählt wurden, weil sie damals in die Zeit passten.
Ich glaube nicht, dass meine Schritte von einem "Gott" als Person gelenkt werden oder dass etwas nur passiert weil es "Gottes Wille" ist. Ich denke viel eher dass es entweder einen Gott gibt, der uns die Freiheit des Lebens geschenkt hat, in welcher Art und Form auch immer, sei es durch die Naturkonstanten oder durch nen Schuss Göttlichkeit, oder aber dass es dieses Wunschdenken an eine "Person" Gott nur durch den Menschen selber entstanden ist, und wir eigentlich von heute auf morgen leben und somit den lieben langen Tag mit unserer persönlichen Befriedigung füllen sollten.