Götterwind
Commander
- Registriert
- Apr. 2004
- Beiträge
- 2.687
Der aktuelle Stand der Forschung stellt nur den aktuellen Stand des Wissens dar. Die Evolutionstheorie ist eine Theorie und kein festgesetztes, unumstößliches Naturgesetz. Es erklärt die wissenschaftlichen Erkenntnisse, welche wir uns mühsam rückwärts erarbeitet haben.
Exakt das Gleiche ist die Schöpfungsgeschichte! Es stellt den Stand der Erkenntnis (im Sinne, wie man die Dinge erklärt) zu seinem Zeitpunkte der Verfassung dar. Allerdings ist diese nicht wissenschaftlich und hat sehr viele Macken und Fehler. Jedoch werden diese durch die Allmacht Gottes (man darf ja keinen Zweifel daran haben) wieder wettgemacht...
In einer Zeit quasi ohne Bildung (Schrift gabe es zwar, aber war effektiv nicht zugänglich), musste man Sachverhalte erklären. Um Fragen über die Rechtmäßigkeit der Interpretation zu unterbinden, hält einfach ein Wesen her, das immer Richtig liegt und in dessen Laune unser Wohlergehen liegt. Und siehe da - es werde Licht im dunklen Stübchen - ein Gott/Schöpfer ist gebohren! (etwas ironisch)
Ein Beispiel: Wer schonmal in den Bergen war, dem werden sicherlich die möglicherweise vorhandenen Meeresfossilien aufgefallen sein. Heutzutage weis man, dass da wo heute Berge sind, früher mal Meere waren. Die Zeitskala Meer-> Berg ist allerdings viel länger als Sagen und Geschichten sich überliefern lassen.
Mann konnte sich also nicht erklären, wie die ungeheuren Mengen an Muscheln etc. in die Berge kamen. Die Lösung ist einfach - das Wasser muss mal so hoch gestanden haben, dass dort auch die Meerestiere dort hinkamen. Das wirft allerdings die grundsätzliche Frage auf, warum aber alle Anderen (Mensch und Tier) noch existieren, abwohl die gesamte Erdoberfläche überflutet war (Die Zeitskala einer Flut ist aber locker auf dem Level eines Menschenlebens - besser gesagt beenden Fluten Menschenleben, also auch die Folgen bekannt)?
Es muss also jemand gegeben haben, der ein so großes Schiff haben musste, um alle Tiere (zumindest immer zwei jeder Art zur Fortpflanzung) an Bord zu nehmen. Allerdings muss der ja gewusst haben, dass eine Flut kam - und jetzt glaubt mal, wer das ihm gesteckt haben könnte
Richtig - unser Schöpfer. Et voilá, unsere Erklärung ist perfekt und alle Fragen sind beseitigt!
Dieses Schema ist an Sich schlüssig und funktioniert solange, bis man Zweifel an der Unfehlbarkeit des Schöpfer, oder noch Schlimmer, an dessen Existenz hat.
Die Schöpfung ist ein (für unsere Zeit extrem simples) Hilfskonstrukt um komplizierte Sachverhalte zu erklären. Allerdings ist sie teilweise so hahnebüchern und zieht sich meist selbst am Schopfe aus dem Sumpf, wenn man etwas detailiert nachschaut.
Die gemeinen Fragen gegenüber dem Kreationismus sind: Warum gibt es eine solch extreme Vielfalt, obwohl das völlig unnütz ist? Oder ist der Erschaffer doch nicht perfekt und macht fehlerhafte Dinge?
Wen der Schöpfer alles erschuf - wer erschuf den Schöpfer? (Henne-Ei-Problem, welches ja mit der Evolutionstheorie erklärbar ist)
Wenn der Schöpfer uns nach seinem Ebenbild erschuf, was ist er? Mann oder Frau, oder beides? Wenn er beides Wäre, dann machen ja getrennte Geschlechter keinen Sinn mehr... Naja...
Ein Gegenargument der Kreationisten ist immer wieder die Wahrscheinlichkeit, dass wir so heute sind, wie wir es sind. Errechnet man nämlich die Wahrscheinlichkeit per Evolutionstheorie, erhält man in guter Näherung Null. Allerdings merkt man dann an der Stelle, dass Kreationisten keine Mathematiker sind. Man darf nämlich nicht auf die Einzelwahrscheinlichkeiten jedes Schrittes so plump zurückrechnen - die sind natürlich wohl deutlich von Null verschieden. Ein Zusammenrechnen macht in dem Zusammenhang keinen Sinn
um mal zum Ende zu kommen: Schöpfung ist alter Kaffee und falsch. Die Evolutionstheorie ist nur eine Theorie und stellt den momentan bekannten Ablauf gut dar, also passt das soweit. Wir Menschen verzerren aber diese theorie - wir rotten angepasste Spezies zu unserem Vergnügen aus.
Exakt das Gleiche ist die Schöpfungsgeschichte! Es stellt den Stand der Erkenntnis (im Sinne, wie man die Dinge erklärt) zu seinem Zeitpunkte der Verfassung dar. Allerdings ist diese nicht wissenschaftlich und hat sehr viele Macken und Fehler. Jedoch werden diese durch die Allmacht Gottes (man darf ja keinen Zweifel daran haben) wieder wettgemacht...
In einer Zeit quasi ohne Bildung (Schrift gabe es zwar, aber war effektiv nicht zugänglich), musste man Sachverhalte erklären. Um Fragen über die Rechtmäßigkeit der Interpretation zu unterbinden, hält einfach ein Wesen her, das immer Richtig liegt und in dessen Laune unser Wohlergehen liegt. Und siehe da - es werde Licht im dunklen Stübchen - ein Gott/Schöpfer ist gebohren! (etwas ironisch)
Ein Beispiel: Wer schonmal in den Bergen war, dem werden sicherlich die möglicherweise vorhandenen Meeresfossilien aufgefallen sein. Heutzutage weis man, dass da wo heute Berge sind, früher mal Meere waren. Die Zeitskala Meer-> Berg ist allerdings viel länger als Sagen und Geschichten sich überliefern lassen.
Mann konnte sich also nicht erklären, wie die ungeheuren Mengen an Muscheln etc. in die Berge kamen. Die Lösung ist einfach - das Wasser muss mal so hoch gestanden haben, dass dort auch die Meerestiere dort hinkamen. Das wirft allerdings die grundsätzliche Frage auf, warum aber alle Anderen (Mensch und Tier) noch existieren, abwohl die gesamte Erdoberfläche überflutet war (Die Zeitskala einer Flut ist aber locker auf dem Level eines Menschenlebens - besser gesagt beenden Fluten Menschenleben, also auch die Folgen bekannt)?
Es muss also jemand gegeben haben, der ein so großes Schiff haben musste, um alle Tiere (zumindest immer zwei jeder Art zur Fortpflanzung) an Bord zu nehmen. Allerdings muss der ja gewusst haben, dass eine Flut kam - und jetzt glaubt mal, wer das ihm gesteckt haben könnte
Dieses Schema ist an Sich schlüssig und funktioniert solange, bis man Zweifel an der Unfehlbarkeit des Schöpfer, oder noch Schlimmer, an dessen Existenz hat.
Die Schöpfung ist ein (für unsere Zeit extrem simples) Hilfskonstrukt um komplizierte Sachverhalte zu erklären. Allerdings ist sie teilweise so hahnebüchern und zieht sich meist selbst am Schopfe aus dem Sumpf, wenn man etwas detailiert nachschaut.
Die gemeinen Fragen gegenüber dem Kreationismus sind: Warum gibt es eine solch extreme Vielfalt, obwohl das völlig unnütz ist? Oder ist der Erschaffer doch nicht perfekt und macht fehlerhafte Dinge?
Wen der Schöpfer alles erschuf - wer erschuf den Schöpfer? (Henne-Ei-Problem, welches ja mit der Evolutionstheorie erklärbar ist)
Wenn der Schöpfer uns nach seinem Ebenbild erschuf, was ist er? Mann oder Frau, oder beides? Wenn er beides Wäre, dann machen ja getrennte Geschlechter keinen Sinn mehr... Naja...
Ein Gegenargument der Kreationisten ist immer wieder die Wahrscheinlichkeit, dass wir so heute sind, wie wir es sind. Errechnet man nämlich die Wahrscheinlichkeit per Evolutionstheorie, erhält man in guter Näherung Null. Allerdings merkt man dann an der Stelle, dass Kreationisten keine Mathematiker sind. Man darf nämlich nicht auf die Einzelwahrscheinlichkeiten jedes Schrittes so plump zurückrechnen - die sind natürlich wohl deutlich von Null verschieden. Ein Zusammenrechnen macht in dem Zusammenhang keinen Sinn
um mal zum Ende zu kommen: Schöpfung ist alter Kaffee und falsch. Die Evolutionstheorie ist nur eine Theorie und stellt den momentan bekannten Ablauf gut dar, also passt das soweit. Wir Menschen verzerren aber diese theorie - wir rotten angepasste Spezies zu unserem Vergnügen aus.