News Existenzbedrohung: Ohne den Google-Suchdeal droht Firefox das Ende

Ich halte FF ggü. Chromium-Derivaten für den schlechteren Browser und nutze ihn deshalb nicht. Ein Verlust wäre es wohl dennoch, auch wenn Firefox immer weiter in die Irrelevanz herabrutscht.

Verstehe aber auch nicht, wie man 500 Mio. jährlich verballern kann. Mit so einem Missmanagement soll der Laden ruhig untergehen.
 
Ich verstehe hier eine Sache nicht ganz (hoffe, das ist auf den 7 Seiten nicht schon angesprochen worden):

Es gibt hunderte frei verfügbare Programme (Stichwort Open Source, GNU Linux,...) und viele Programme kommen ohne die Unterstützung von Millionengeldern aus. Was ist denn bei einem Browser und einer Renderingengine wie Gecko anders?
 
Ltcrusher schrieb:
@paxtn neben so komplexen Ideen, wie der aufgeworfenen EU Idee, wäre es eigentlich recht simpel für die an Geld zu kommen: Man bastelt in den Browser eine CPU Crypto-Mining & Werbe-Mining Option rein. […]
Dann würde ich zumindest definitiv keinen Firefox mehr nutzen und generell einen großen Bogen um Mozilla machen. Selbst ein Abo wäre mir lieber als sinnlose Strom- und Ressourcenverschwendung. :freak:
 
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MGFirewater schrieb:
@homer0815 welche news genau und was deine alternative die hoffentlich nicht auf manifest v3 beruht?
Vom reinen Firefox bin ich schon vor Jahren abgesprungen und auf LibreWolf auf dem Desktop und Fennec auf Android gewechselt.
Es gibt einige Entscheidungen von Mozilla in den letzten Jahren mit denen ich nicht einverstanden bin.
  • Integration von Pocket
  • Proton UI
  • Cliqz
  • Privacy Preserving Attribution
  • Heimliche Änderung der AGB
  • vermutlich anstehender Verkauf von Nutzerdaten und Einführung von KI.
Firefox kann sich gerne durch Google finanzieren, auch die Boni für die Manager sind mir recht egal.
Der Browser wird von Programmierern in Vollzeit entwickelt und kostet demnach auch Geld, dessen bin ich mir vollstens bewusst.

Was ich nicht leiden kann, ist das seit Jahren auf Benutzermeinungen gepfiffen wird und "Features" ungefragt im Hintergrund eingeführt werden. Bei einer Neuinstallation von Firefox muss man mittlerweile gefühlt jede Option invertieren und 10 Einträge in der about:config ändern (die unter Android mittlerweile sogar deaktiviert wurde). Wenn ich mich gängeln lassen wollte, würde ich Windows und Edge benutzen.

Zu Manifest V3 kann man sich wenigstens eine Meinung bilden, da es von Google offen kommuniziert wurde.
Man kann dann dazu stehen oder sich Alternativen suchen.
Im Moment bin ich bei Brave gelandet, will aber auch nicht ausschließen, dass das am Ende des Jahres immer noch der Fall ist. Ich bin nicht mit einem Browser verheiratet.
 
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Alleine das man 500.000.000 Dollar kriegt für den ersten Platz bei der Suchmaschinenauswahl ist das ja schon absurd. Und was muss ich an einem schon seit Jahren bestehenden Gerüst für 500.000.000 Dollar jedes Jahr nachprogramieren für das das es genau das gleiche macht wie letztes jahr ? Wartung, Updates und hier und da mal was neues aber nicht 500.000.000 Dollar.
Ich mag Firefox und nutze es seit Jahren, aber bei einer halben billionen Dollar im Jahr würde ich eher jedes Jahr ein neues Betriebssystem erwarten und nicht nur Pflege eines Browserfensters das Sachen aus dem Internet anzeigt.
 
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Bisher war das für Mozilla leicht verdientes Geld. Das Mozilla Management ist ein Selbstbedienungsladen und Google hat das freiwillig finanziert um eine Zerschlagung zu vermeiden.
 
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Marflowah schrieb:
s gibt hunderte frei verfügbare Programme (Stichwort Open Source, GNU Linux,...) und viele Programme kommen ohne die Unterstützung von Millionengeldern aus. Was ist denn bei einem Browser und einer Renderingengine wie Gecko anders?
Ich dachte mir dazu gerade.. Die globale Verbreitung und die damit einhergehende Verantwortung bez Sicherheitslücken etc. Dann habe ich mir angeschaut, wie Debian "finanziert" wird....

Aber ob man das nun wirklich vergleichen kann?
 
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BloodGod schrieb:
So lange es bei chrome noch geht ist alles gut. Sollte es tatsächlich irgendwann nicht mehr gehen werden lustige Sachen passieren.

Ich persönlich glaube inzwischen nicht mehr dran…

Kann sein das du nicht bemerkt hast das alle deine Extensions schon auf V3 laufen!
Die V2 Extensions selbst gibt es Store schon nicht mehr!
Chrome 139 wird halt sehr interessant, da wird Manifest V2 nicht nur deaktiviert... sondern wirklich im Chrome entfernt!

Der von uBlock musste sogar noch kürzlich ein Statement abgeben, nachdem bei denen die Reports/Tickets voll gespammt wurde, das die Ursache halt uBlock V3 ist und der abgespeckte API in Manifest V3!
 
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Ein Lichtblick am Himmel könnte Ladybird sein. Ich bin gespannt, was daraus wird und verfolge das Projekt locker nebenbei.
Vielleicht haben manche von euch davon noch nichts mitbekommen, deshalb erwähne ich das mal.

Ziel ist es, einen Browser inkl. eigener Engine zu bauen und man kommt da stetig voran, auch wenn es wahrscheinlich noch etwas dauern wird.
 
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Fegr8 schrieb:
Kann sein das du nicht bemerkt hast das alle deine Extensions schon auf V3 laufen!

Das kann tatsächlich sein, es läuft ja alles wie vorher auch, Werbung wird weiterhin erfolgreich unterdrückt etc, ich sehe jedenfalls keinen Unterschied.

Haben evtl dann alle übertrieben und V3 war nur ein heißes Lüftchen? Oder warum funktioniert alles immer noch leider geil?
 
BloodGod schrieb:
Ich persönlich glaube inzwischen nicht mehr dran…

Dann ist es bei Dir noch nicht eingetroffen oder nutzt Du bereits uBlock Origin light?
Beim Chrome werden seit letzten Oktober Erweiterungen wie uBlock, die auf dem ManifestV2 basieren, deaktiviert und blockiert. Ab Februar ist es vermehrt bei weiteren Nutzern aufgetreten, vor allem bei Neuinstallationen.

Der Entwickler von uBlock Origin hat den Support für Chrome eingestellt und verweist auf uBlock Origin light, der deutlich weniger blockt. Daher wird der uBlock Origin für Chrome mit der Zeit sowieso nicht mehr funktionieren.

Zum Thema:
Sollte es so eintreten, wäre das schon sehr übel, da es auch die datenschutzfreundlichen Forks wie LibreWolf treffen würde.
 
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BloodGod schrieb:
Das kann tatsächlich sein, es läuft ja alles wie vorher auch, Werbung wird weiterhin erfolgreich unterdrückt etc, ich sehe jedenfalls keinen Unterschied.

Haben evtl dann alle übertrieben und V3 war nur ein heißes Lüftchen? Oder warum funktioniert alles immer noch leider geil?
Es wird noch gekämpft, aber es passiert schon sehr oft bei YouTube das doch plötzlich Werbung läuft.
Und V3 ist noch nicht am Ende!!! Alphabet plannt im Chromium das die Liste nur noch einmal täglich aktualisiert werden darf! Noch geht es... aber im Vergleich zu Firefox-Variante hatte uBlock schon öfters Aussetzer gehabt bei Seiten die schon im Stundentakt ihre Werbung ändern! Manifest V3 wird weiterentwickelt und da muss du die Vorschläge lesen, wie die Listen der API vielleicht in Zukunft von den Browserhersteller eine Verifikation erzwingen möchte und somit wäre uBlock dann tot, weil die Liste dann 24h hinterher ist!
 
Syrato schrieb:
Ist ja extrem, was machen die mit all dem Geld? Ich nutze FF, aber auch nur ein Bruchteil davon, was sie anbieten.

@Andy kann man das irgendwie nachvollziehen, wo das Geld hinfliesst?
Ein detaillierteren Artikel dazu, falls das machbar ist, wäre toll! 500 Millionen für einen "simplen Browser“ (edit:* selbstverständlich überspitzt!), sprengt ja schon alle Dimensionen.

seh ich auch so, da geht sicher 80% für Bürokratie drauf oder so anders kann das doch nicht sein wenn man ka 200 Programmierer hat die an der Engine und Code bisi was schreiben das kostet doch keine 500 Millionen im Jahr.
 
https://www.sovereign.tech/tech

Mozilla sollte an die deutsche Bundesregierung wenden, genauer das Wirtschaftsministerium wenden. Den wir haben da vor einiger Zeit wirklich etwas sinnvolles aufgesetzt, was nahezu einzigartig in der Welt ist. Es fehlt noch an langfristiger Dauerinvestition. Mozilla wird ein Sonderfall werden, aber dem STF fehlt ohnehin noch eine Dauerkomponente. Der STF fördert schon jetzt eine Grossteil der Basispakete der normalen Linuxinstallation (Archlinux Pacman, FFmpeg, curl, GNU Coreutils - ich habe Zweifel ob ein Zwanghafter Ersatz mit Rust Sinn macht - bis hin zu PHP und PGP). Erstens ist Linux fuer uns ueberlebenswichtig, weil wir sonst von Microsoft, Google und Apple (finanziell) erwürgt werden. Zweitens, weil 80% deren Infrastruktur auf diese Software aufsetzt.


Ich nutze Firefox gerne, neben Epiphany (WebKitGtk).
Und ich habe damals in Deutschland bei der Spendenaktion fuer die FAZ-Seite mitgemacht. Und so sollte sich Firefox sich auch finanzieren. Mit Spenden, eigenen Zusatzleistungen wie speziellen Dienste (Thunderbird plant Mailhosting) und ueber diverse Unternehmen und Regierungsprogramme. Erinnert Ihr euch wie duelloffene Software funktioniert? Jemand - das meint konkret den Leser hier - muss etwas reinstecken. Quellcode, Spenden, oder Fehlerberichte. Wenn Ihr nicht 10 Euro an eure Linuxdistribution oder Firefox spendet oder direkt mitwirkt seid ihr nicht...teil der der Lösung. Es funktioniert nur mit uns :)

Firefox bekommt sein Geld fast nur Google. Langfristig hat das Firefox schon geschadet und das wird es weiterhin. Ähnlich bei einem Drogenabhaengigen, der Entzug ist Schmerzhaft und notwendig. Hier ist das gleiche Muster wie bei einem Windowsanwender dem schon lange klar ist, dass dieses Windows schadet. "Ja aber dann muss ich aktiv werden. Umlernen. Und bis ich wieder so fit mit dem Computer bin sind vier Jahre vorbei...".

Klar. Kann man lassen. Dann ist die Rechnung von Microsoft vier Jahre später um 80% hoeher. Die IT noch unzulaessiger. Und man flucht noch mehr. Da ist die Natur von Abhängigkeitsverhältnissen, es erfordert Kraft aus zu brechen.

Google finanziert Mozilla nur, um einer Massnahme zu entgehen. Mozilla hat dann auch ein Management-Wasserkopf, der merkwürdige Entscheidung getroffen hat (Smartphones...ja...ne...Firefox Send...ja...ne...). Ein Vorstand kann mehr als ein Programmierer bekommen, aber höchsten ein doppelt so hohes Gehalt. Dann ist Schluss, Spesen fuer Reisen und sonstige Ausgaben aussen vor. GNOME hat sich zuletzt auch zweifelhaftes Personal beschafft, aber das scheint hoffentlich überstanden. Lieber wenn, der es ehrlich meint und nicht der beliebste Social-Media-Star mit perfekten Fotoauftritt ist. Perfektion und stets richtige Entscheidung erwartet keiner. Viel mehr Fehlererkenntnis und Korrektur :)


PS: IT-Monopole gehoeren reguliert. Nicht Zerschlagen. Regulierung hat wunderbar bei AT&T funktioniert. Die Zerschlagung war ein einziges Desaster mit schwerwiegenden Folgen bis heute. Aber x Nutzern, kann man schon mal direkt einen Regierungsbeamten in den Aufsichtsrat entsenden. Proprietäre APIs (endor Lock-Ins) und Auszunutzung des Masseneffekts (Nutzerbasis als Waffe) sollte grundsaetzlich verboten werden.

PPS: Wir müssen mehr tun. Wir! Sonst bringt auch dieser Post in einem Forum wenig.
 
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OiOlli schrieb:
Es war ein Vergleich. Ein Browser ist natürlich ein komplexes Stück Software. Und das Stopfen von Sicherheitslücken ist nicht umsonst. Im Vergleich zu Spielen wo eine Entwicklung inzwischen gerne mal 10 Jahre und länger dauert vergleichsweise simpel.

Ein Browser muss einen Riesenhaufen Spezifikationen implementieren, und dann angesichts der Marktmacht der Blink-Engine (z.B. Chrome) auch noch Bug-for-Bug-Kompatibilitaet, das ist alles viel Arbeit, und es ist kein Wunder, dass die meisten Konkurrenten da inzwischen ausgestiegen sind, inklusive MicroSoft. Bei Spieleengines gibt's m.W. mehr Auswahl, und bei Spielen erst recht. Liegt vielleicht daran, dass da mehr Geld zu holen ist, aber ich denke, es hat auch damit zu tun, dass Spiele einfacher zu programmieren sind.
Ergänzung ()

Atma schrieb:
Ohne den Feuerfuchs besteht das Web nur noch aus Blink und Chromium.

Blink ist die Engine von Chromium, Chrome, Edge, und einigen anderen Browsern. Es gibt noch Webkit (Safari), aber das ist mit Blink verwandt, und eben Gecko (Mozilla).
 
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Also das Geld fließt auf alle Fälle nicht in den Android-Browser.

Ist ein Selbstbedienungsladen wie viele andere Non-Profit-Organisationen...
 
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