Hier mal mein persönliches Far Cry 2 Reviev nach 76 Stunden Spielzeit und kompletter Auflösung des Spiels:
Zum Gegnerspawnproblem:
Das mit den ständigen nachspawnenden Gegnern in Far Cry 2 wurde inzwischen gepatcht.
Ich habe das Spiel Februar 2010 durchgespielt mit dem aktuellsten Patch und in einer gesäuberten Basis gab es keine nachspawnenden Gegner mehr,egal wie lange man sich in der Basis aufgehalten hat.
Nur wenn man die Basis verlassen hat in einer sehr großen Distanz oder auf mittlerer Distanz etwa 15 min gewartet hat,waren die Feinde wieder neu gespawnt.Dieses Problem wurde allso gepatcht.
Zu dem Malaria Problem:Wenn man der Zivilbevölkerung immer braf geholfen hat und für die Aufträge erfüllt hat,hatte man Anti Malaria Pillen im Überfluß und solange das Malaria Level auf 1 war und man immer braf die Pillen genommen hat,dauerte es fast 45 Minuten bis zum nächsten,kleinen Malariaanfall,der einem aber kaum gestört hat selbst im Kampf und nach dem Kampf sofort geheilt werden konnte.Allso auch kein großes Problem.
Und die Straßensperren konnte man kinderleicht umfahren,wenn man mit einem Geländewagen so 200 Meter vor dem Checkpoint in die Pampa gefahren ist und einen ausreichenden Abstand zu dem Checkpoint eingehalten hat oder einfach Schleichwege durch die Wüste genutzt hat.
Ich kannte in dem Spiel Schleichwege durch die Wüste oder die Savanne,das man in einem kompletten Level Distrikt (nicht Süd/Nord Gesamtdistrikt) keinen einzigen Gegner begegnen musste und alle umgehen konnte.Auch die Wasserwege helfen sehr dabei
Nur in den gegnerischen Basislagern und Städten musste man kämpfen oder in den engen Gebirgspässen,da führte am Kampf kein Weg vorbei.
Aber mit dem Sniper als Hauptwaffe,kleinen Granatwerfer als Sekundärwaffe für die Jeeps und dem Silent Sniper Gewehr als Spezialwaffe konnte man eine ganze Basis ausrotten,ohne das man gesehen wurde oder die einen entdeckt haben.
Ausser man machte Bekanntschaft mit einen feindlichen Sniper oder Mörser/Raketenteam,die lösen sofort Alarm aus und man wurde aufgespürt.
Achtung Story Spoiler,zum lesen bitte den Text markieren:
Am meisten hat das Spiel Spaß gemacht,wenn man den Stealth Anzug freigespielt hat und das SVD Dragunov Sniper,M82 Sniper oder das schallgedämpfte Sniper hatte + UZI für den Nahkampf,da konnte man herrlich taktisch die Camps ausrotten,ohne gesehen zu werden und kam sich wie ein Navy Seal vor.
(Falls jemand den Film Tears of the Sun kennt,der auch in Afrika spielt))
Vor allem deswegen,weil nach jedem ausgerotteten Camp der eigene Ruf bei der Freundschatspartei gestiegen ist und die einen dann für eine absolut psychopathische Killermaschine halten,ständig über einen reden im Hintergrund und vor Angst zusammenzucken,wenn man sich Ihnen genähert hat.
Ziel des Spieles war es ja auch,zum brutalsten,erbarmungslosesten und härtesten Söldner im ganzen Land zu werden und so viele Blutdiamanten wie möglich zu sammeln,am Schluß sogar seine eigenen Freunde umzulegen,um mehr Diamanten für sich zu gewinnen und mit den ganzen Steinen das Land zu verlassen.
Nur am Schluß hatte man dann doch die Wahl,auch mal etwas gutes zu tun und den Zivilisten bei Ihrer Flucht vor dem Krieg zu helfen,in dem man seine hart verdienten Klunker aufgeben musste dafür und sogar noch etwas viel wertvolleres dafür opfern musste,damit die Zivilisten fliehen konnten,oder aber auf das ganze Pack zu pfeifen und mit den ganzen Diamanten alleine aus dem Land zu flüchten.
Ich hab mich für die Diamanten entschieden und bin abgehauen.
Waren sowieso alles unfreundliche Gesellen,die alle doch heimlich unter einer Decke steckten und einen ans Leder wollten,wenn Sie Dir ausserhalb des Stadt begegnet sind *lol*
Das Spiel ist an sich schon cool gewesen und man konnte herrlich taktische Angriffe auf alle mögliche Arten ausführen,mann konnte sogar selbst Dörfer mit Mörsergranaten beschiesen und alles in Schutt und Asche legen.Oder mann machte es auf die Rambotour,fuhr mit dem Jeep in ein Dorf und mähte alles mit dem MG nieder,man hatte halt selbt die Wahl,wie man spielt.
Aber die Sniper Variante hat mir am meisten gefallen.
Die KI war auf schwer recht ordendlich,aber erst nach dem aktuellsten Patch,der die KI verbessert hatte.
Wenn man einfach planlos irgendwo reingelaufen ist,ohne eine Taktik,war man sehr schnell tot.
Und die Waffen hielten eigendlich recht lange,solange man sich eine neue Waffe gekauft hat und nicht die gebrauchten Gammelwaffen der Gegner benutzt hat.
Aber die größten Kritikpunkte in dem Spiel:
Extrem lange Autofahrten durch die Pampa,wo nie was passiert über 15-20 Minuten lang,bis man am Auftragsort ankam,erledigte die Mission aber schon nach gut 5 Minuten mit guten Waffen und musste wieder 15-20 Minuten einsam und gelangweilt zurückfahren,wo dann das gleiche wieder von vorne begann bei der nächsten Mission.
Allgemein waren die Missionen viel zu kurz und zu leicht,selbst auf der härtesten Stufe:man wurde eigendlich bis auf 1-2 Missionen der über 50 Missionen nie richtig gefordert und war sofort fertig nach etwa 5-10 Minuten,je nach Mission,was dann bei den langen Anfahrtswegen einen noch mehr frustriert hat.
Die Story des Spiels war ebenfalls beschissen und die Charaktere komplett austauschbar,ohne persönlichen Hintergrund.
Auch über die Gründe,warum die beiden Parteien eigendlich Krieg führen,erfuhr man nicht wirklich etwas und auch nicht,warum Sie am Ende ihre eigene Zivilbevölkerung ausrotten wollen.
Man konnte sich nicht fest einer Partei anschließen oder mit einer Partei gemeinsam im Krieg kämpfen und musste immer alleine gegen alles,was sich bewegt kämpfen.
Die angeblich so extrem bis aufs Blut verfeindeten 2 Parteien kämpfen im gesammten Spiel nur 2 mal kurz gegeneinander,ansonsten leben Sie in friedlicher Nachbarschaft immer in den Städten gemeinsam im Frieden und schießen nur auf Dich,wenn Sie Dich ausserhalb der Stadt sehen.
Ausser in den kleinen Städten,die immer nur einer der Parteien gehören,dort schießt jeder auf Dich
Da fragt man sich,warum kämpfen die überhaupt ganz selten gegeneinander und führen im ganzen Spiel angeblich Krieg,wenn die sich ansonsten 90% des Spiels ganz lieb haben und friedlich zusammenleben,ohne auch nur einen Schuß abzugeben aufeinander ?
Waffenstillstand hin oder her,die werden unter realistischen Bedingungen eh nie zu 100% eingehalten in Afrika.
Und der letzte Kritikpunkt: Das Spiel ist viel zu langatmig und wurde extrem künstlich in der Spielzeit gestreckt durch die vielen Fahrtwege und Diamantenverstecke.
Ich hab insgesammt 76 Stunden spielen müssen,bis ich es durch hatte und auch alle Diamanten gefunden und alle Nebenmissionen,sammt den Hauptmissionen erledigt hatte.
Ohne die langen Fahrt- und Wandertouren zu Fuß wäre ich wohl in weniger als 10 Stunden durch gewesen mit dem Spiel.
Ich hoffe ich konnte mit diesem Reviev einen guten Überblick über das Spiel verschaffen und entschultige mich für die kleinen Spoilereinlagen.