Fehlt es Linux an "Coolness" für mehr Marktanteile? Blick Richtung Apple

calippo schrieb:
Lol, Bluescreens gehören für mich in die Kategorie optische Laufwerke oder HDDs im Desktop. War ne witzige Zeit, aber lange vorbei.

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Letztes Jahr. Und die Leute auf den Flughäfen der Welt haben keine optischen Laufwerke benutzt. Und die ITler, die das Wochenende durcharbeiten mussten, haben vermutlich auch nicht LOL gerufen.
 
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@Mondgesang ich kann dir das Problem von Linux und auch vielen anderen open source Anwendungen nennen: deren Entwickler und deren Weltbild.

Man sieht das ja hier schon, wie über kleinste UI und UI Änderungen gemotzt wird und nicht verstanden wird, warum Windows nicht mehr so aussieht wie XP oder 7 (und manchmal macht man sich sogar die Mühe und installiert sich irgendein Programm, um den Look zu bekommen).

Darüberhinaus fehlt es im kompletten open source Segment an Menschen, die etwas von moderer UI, UX und auch Kundenansprüchen (böse Menschen sagen Marketing :) ) verstehen. Aber ich habe auch den Eindruck, dass das gar nicht gewollt ist. "Das ist mein Tool und ich mache es genau so wie ich es verwenden will" mag eine legitime Einstellung sein, dann erreicht man aber nur Seinesgleichen und das ist eben nicht Max Mustermann (und ~90% der Weltbevölkerung), da der überhaupt nicht programmieren kann und folglich überhaupt nicht versteht, warum das nicht so funktioniert, wie er es erwartet.

Edit: Es gibt auch gute Beispiele: Blender
 
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RedPanda05 schrieb:
Darüberhinaus fehlt es im kompletten open source Segment an Menschen, die etwas von moderer UI, UX und auch Kundenansprüchen (böse Menschen sagen Marketing :) ) verstehen.
Du arbeitest wohl nicht mit Enterprise-Anwendungen die im Browser laufen :-)
 
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foofoobar schrieb:
arbeitest wohl nicht mit Enterprise-Anwendungen die im Browser laufen
Ich bin vom privat Nutzer ausgegangen, da Apple als Vergleich verwendet wurde.
Aber ja, die sind auch .... sagen wir mal "verbesserungswürdig" ;)
 
TomH22 schrieb:
Betriebssystem und Desktop Umgebung sind einfach für mich einfach "Commodity" Basics, die einfach out-of-the-box funktionieren sollen, da will ich garnichts tweaken.
Es geht nicht ums "tweaken", es geht um die Auswahlmöglichkeiten bei der Herstellung einer Linux-Distribution bzw. um die Auswahlmöglichkeiten der Nutzer, zwischen verschiedenen Linux-Distributionen zu wählen.
TomH22 schrieb:
Kaum jemand steigt primär um, weil Linux stabiler, benutzerfreundlicher oder technisch besserer als Windows ist.
Stimmt. Umsteigen tun die Leute, weil sie Windows zunehmend als unzumutbar empfinden. Und wenn sie umgestiegen sind und ihre Windows "Clicky-clicky, ich lad Malware ausm Internet, lol!"-Mentalität abgelegt haben, dann sehen sie auch, dass Linux in der Tat stabiler, benutzerfreundlicher und technisch besser ist als Windows.
Stabiler: Wie oft rät man Linux-Anwender bei Problemen, am besten das ganze System neu zu installieren, weil sie sich das alte zugemüllt haben? - Nie!
Benutzerfreundlicher: Wie oft will jemand weg von Linux, weil er sich bevormundet, genaggt oder von der Software veräppelt vorkommt? - Nie!
Technisch besser: 80% der Server weltweit laufen auf Linux. 100% der Supercomputer laufen auf Linux. Es ist schon allein deswegen besser, weil viele Fehler vom Anwender repariert werden können, weil man weiß, wie der Code funktioniert, und man nicht auf einen Geistesblitz aus Redmond warten muss, damit irgendein Fehler auf nicht nachvollziebare Weise weggezaubert wird, oder auch nicht.
 
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gimmix schrieb:
Technisch besser: 80% der Server weltweit laufen auf Linux. 100% der Supercomputer laufen auf Linux. Es ist schon allein deswegen besser, weil viele Fehler vom Anwender repariert werden können, weil man weiß, wie der Code funktioniert, und man nicht auf einen Geistesblitz aus Redmond warten muss, damit irgendein Fehler auf nicht nachvollziebare Weise weggezaubert wird, oder auch nicht.
Die Geistesblitze aus Redmond die dir deine Kiste platt machen kommen doch regelmäßig per Windows-Update auf deine Kiste.
 
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gimmix schrieb:
Letztes Jahr. Und die Leute auf den Flughäfen der Welt haben keine optischen Laufwerke benutzt.
Und trotzdem ist Bluescreen extrem selten. Wenn Du Linux schmackhaft bzw. Windows unattraktiver darstellen willst, dann ist das kein Argument mehr.

Und nein, Leute empfinden Betriebssystem insgesamte nicht unzumutbar, weil sich alle Systeme aus Anwendersicht nicht mehr viel geben. macOS/iOS mag da noch eine Sonderstellung haben. Die Bubble hier bei CB darf man natürlich nicht auf die Allgemeinheit übertragen.

Wer an einem höheren Verbreitung von Linux interessiert ist, muss die alten Denkmuster hinter sich lassen. Weder sind Bluescreens ein Problem noch die Umstellung der Benutzerführung von Windows zu Linux. Da ist das jährliche Androidupdate oder der Wechsel eines Smartphones samt Neuinstallation der Apps schwieriger zu meistern, bekommen alle Smartphonenutzer irgendwie hin.

Es gibt auch eher keine Windows Fanbase, weil Leute, die heute Windows nutzen keinerlei emotionale Bindung oder sonstige tiefergehende Interessen am System haben. Es interessiert doch auch niemanden, welches System auf dem TV läuft oder im Auto. (ja, im Zweifelsfall ist es sogar Linux)

Die Software muss laufen, Games und Anwendersoftware und die Peripherie muss funktionieren. Im privaten Bereich werden es vor allem Games sein, im Bereich Video/Audiobearbeitung lese ich immer wieder, dass es noch keine 100% vergleichbaren Linuxalternativen gibt. Hier sind die Anwender natürlich strenger, denn wenn man eine für sich sehr gute Anwendung gefunden hat und diese gut beherrscht, muss es sehr, sehr gute Gründe geben, aufgrund eines anderen System eine andere Anwendung zu erlernen.

Ich würde meine Gamingkiste auf Linux umstellen, aber noch spiele ich sehr regelmäßig PUBG (das nicht unter Linux läuft) Dann könnte ich die Kiste gleich komplett abbauen, denn Spiele wie KCD2 laufen auch auf Luna, da brauche ich dann gar keinen PC mehr. Mit ARC scheint jetzt eine Alternative zu PUBG erschienen zu sein, das läuft wohl unter Linux, mal sehen.
 
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foofoobar schrieb:
Schau mal in deine oder andere Hütten und zähle dort die Kisten die mit Linux laufen vs. die Windows-Kisten.
Da dominiert weder Windows noch Linux, ganz grob. Allerdings prüfe ich nicht regelmäßig die Betriebssystemnutzungsgewohnheiten ab. Gibt auch wichtigeres.
 
foofoobar schrieb:
Nö, schau mal Richtung ARM, ...

Magst du das mal genauer ausführen?

IMHO hätte der linux kernel eine über Jahrzehnte stabile ABI wäre das mit ARM gar kein Problem wie Windows halt.
Ergänzung ()

TomH22 schrieb:
Der einzige handfeste Vorteil den Linux gegenüber Windows und macOS hat, ist dass es eben nicht von einem intransparenten und zur Bevormundung neigenden Hersteller kontrolliert wird.

Dieser "nicht-technische" Grund ist ja der Treiber für viele Linux Umsteiger, zumindest wenn man Aussagen hier im Forum glauben schenken kann. Kaum jemand steigt primär um, weil Linux stabiler, benutzerfreundlicher oder technisch besserer als Windows ist.

Genau so sehe ich das auch.



gimmix schrieb:
Und wenn sie umgestiegen sind und ihre Windows "Clicky-clicky, ich lad Malware ausm Internet, lol!"-Mentalität abgelegt haben, dann sehen sie auch, dass Linux in der Tat stabiler, benutzerfreundlicher und technisch besser ist als Windows.
Nein

gimmix schrieb:
Stabiler: Wie oft rät man Linux-Anwender bei Problemen, am besten das ganze System neu zu installieren, weil sie sich das alte zugemüllt haben? - Nie!
Nein, nicht zugemüllt aber zerschossen nach ein paar Troublieshooting versuchen mit einer AI oder dem Google hilft oft nur linux neu zu installieren.

Und windows ist seid schon seid 7 eigentlich unzumüllbahr, solche probleme hatte man eher zu Xp zeiten.


gimmix schrieb:
Benutzerfreundlicher: Wie oft will jemand weg von Linux, weil er sich bevormundet, genaggt oder von der Software veräppelt vorkommt? - Nie!
Nein nicht von der Software per aber von den Communities bei denen man um Hilfe bitten wenn mal was nicht läuft, da kommt meist nur, schmeis dein ganzen workflow übern haufen, benutz eine komplett andere software, RTFM, oder eine anwendungs firewall braucht man unter linux gar nicht, etc pp...


gimmix schrieb:
Technisch besser: 80% der Server weltweit laufen auf Linux. 100% der Supercomputer laufen auf Linux.
Das ist aber für den desktop usecase komplett irrelevant, wenn du eine herz OP brauchst wirst auch keinen boddybuilder der 100m in 10 sec laufen kann anstellen oder?


gimmix schrieb:
Es ist schon allein deswegen besser, weil viele Fehler vom Anwender repariert werden können, weil man weiß, wie der Code funktioniert, und man nicht auf einen Geistesblitz aus Redmond warten muss, damit irgendein Fehler auf nicht nachvollziebare Weise weggezaubert wird, oder auch nicht.
Dies trifft nur auf Entwickler zu, noch dazu solche welche die zeit haben einpaar monate bis jahre ihres lebens darin zu investieren die linux innereihen kennen zu lernen.
Dem typischem Nutzer hilft das überhaupt nicht ob der Geistesblitz von Redmond, Canonical, OpenSuse oder sonst wehm kommt, er kann den in jedem fall sowieso nciht machvolziehen.
 
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calippo schrieb:
Wenn Du Linux schmackhaft bzw. Windows unattraktiver darstellen willst, dann ist das kein Argument mehr.
Dann nimm dies als Argument (eine wahre Geschichte):

Jemand schenkt seiner Tochter ein Notebook mit vorinstalliertem Windows und richtet die Kiste ein, mit Microsoftkonto. Anschließend vergisst dieser jemand das Kontopasswort und löscht darüberhinaus das Emailkonto, das mit dem Microsoftkonto verbunden war. :freak:

Soweit noch nichts, was man MS anlasten könnte. (Außer der eher abstrakte Vorwurf, seit 30 Jahren an der Verblödung seiner Kunden zu arbeiten.)

Jetzt kommts aber: Nach einem automatischen Update wurde die SSD mit Bitlocker verschlüsselt. Das Kind kam nicht mehr über den Screen: "Irgendwas ist anders, gib dein Bitlocker-Key ein" (den genauen Text weiß ich nicht mehr) hinaus.

Alles war weg. Und, selbstverstänflich: kein Backup, da ja alles in der Microsoft Cloud. :freak::freak:

Glaubst du, dass es bei Leuten, die sowas erlebt haben (ob aus eigener Dummheit oder aus MS-Wurschtigkeit ist gar nicht so wichtig), mehr braucht, Linux schmackhaft zu machen, als zu sagen: "Mit Linux kann dir sowas gar nicht passieren"?

"Bluescreengenerator" ist noch das Netteste, was man über Windows sagen kann.
 
Und unter Linux kommt man an die Daten, wenn man das Passwort vergessen hat? Ich empfehle grundsätzlich ein 3-2-1 Backup und die Verwendung eines Passwortmanagers, für alle Betriebssysteme.

Aber ja, immerhin ist das ein realistischeres Problem als Bluescreen
 
DavidXanatos schrieb:
Doch!

Ooooch!
Ergänzung ()

calippo schrieb:
Und unter Linux kommt man an die Daten, wenn man das Passwort vergessen hat?
1.) Ja - wobei ich mich frage, wie man sein Userpassword, das man zum Einloggen braucht, vergessen kann.
2.) Es gibt kein Passwort für "Keys" und für irgendwelche "Konten".
3.) Du scheinst noch nie Linux ausprobiert haben, deiner Frage nach zu urteilen.

Der Punkt ist: Linux macht nichts ungefragt, was deine Daten gefährden könnte. Wenn du eine Partition oder dein /home-Verzeichnis verschlüsseln willst, musst du das dem System ausdrücklich mitteilen.

Selbst "LinusTechTips"-Linus, als er in Pop!OS rumstümperte, wurde mehrfach gewarnt und musste explizit im Terminal eintippen: "Yes, do as I say!", um sein System zu zerschießen.
 
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Hab ich bereits in dem von dir zitierten Beitrag.

Dass du dir mit KI und Rumgooglen aus Unkenntnis dein System zerschießt - was soll ich dazu sagen?

Und über deinen Satz:
DavidXanatos schrieb:
windows ist seid schon seid 7 eigentlich unzumüllbahr
muss ich bis jetzt so lachen, dass ich keine adäquate Antwort dazu tippen kann.
 
sedot schrieb:
Da dominiert weder Windows noch Linux, ganz grob. Allerdings prüfe ich nicht regelmäßig die Betriebssystemnutzungsgewohnheiten ab. Gibt auch wichtigeres.
Fernseher, Router, Handys, sonstiges "smartes" Gedöns.
DavidXanatos schrieb:
Magst du das mal genauer ausführen?

IMHO hätte der linux kernel eine über Jahrzehnte stabile ABI wäre das mit ARM gar kein Problem wie Windows halt.
Und wieso laufen dann bestimmte Treiber für Windowsn-1nicht auf Windowsn?
Warum hat es so lange bei Windows gedauert bis dort 64-Bit die Regel wurde?
Bei geschlossenen Treibern wäre man darauf angewiesen das der Treiber auch für die entsprechende Zielarchitektur vom Hersteller bereitgestellt werden. So laufen upstream Treiber auch auf jedem Plasterouter.
Und das Thema multiqueing und RT hatte ich ja schon angesprochen.

Wenn man nur in der Nische Desktop-PCs rumkurvt mag das vielleicht alles nicht so wichtig sein, aber das mit dem Tellerrand muss jeder für sich selbst entscheiden.
 
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Mondgesang schrieb:
Liebe Freunde,

Kann es sein, dass es der Linuxwelt schlicht und ergreifend an "Coolness" fehlt, um sich im Desktop- und Consumerbereich mit mehr Ansehen und anderem Image zu etablieren? Es ist spannend, wie sich Dinge entwickeln, wo ich (als Laie der Computer-Geschichte) weiß, dass Linux und MacOS eigentlich entfernte Verwandte sind, wo doch beide unixoide Wurzeln haben. Und dennoch könnten die Images dieser beiden Ökosysteme nicht unterschiedlicher sein.

Ist Coolness eigentlich eine Größe oder Kategorie die irgendeine Relevanz hat? Mein Toaster ist cooler als Deiner? Bestimmt das mein Kauf- oder Nutzerverhalten?

War Apple eigentlich jemals wirklich Cool bzw. was ist Erzählung und Marketing?
Der Umgang mit Steve Wozniak? Cool? Der Kult um Steve Jobs? Cool? Oder eher beängstigend? Das Genie das sich die Mouse ans Revert heftete, ebenso wie den Touchscreen? Möchte ich solche Preise zahlen, für mittelprächtige Hardware? Cool zu den auserwählten in einem golden Käfig zu gehören? Kleine Kinderhände in China die diesen Mist für im Grunde kein Geld zusammen kloppen? Cool?

In seiner Autobiografie "Just for fun!" hatte Linus Torvalds mal auf die Frage geantwortet: "Was würdest du bei einem Treffen mit Bill Gates zu besprechen haben?" "Wir hätten uns nichts zu sagen. Bill hat Ahnung vom Geschäfte machen, ich nicht. Ich bin Informatiker, Bill Gates nicht." So habe ich das sinngemäß in Erinnerung. Ich denke Bill Gates wäre in diesem Sinne auch austauschbar durch Steve Jobs.

Was ich mir spannend vorstelle wäre: "Worüber würde Torvals mit Wozniak sprechen?" Glaube die hätten sich eine Menge zu sagen gehabt. Ob es so ein Aufeiandertreffen mal gab weiß ich nicht.

Denke ich an Apple, denke ich gleichzeitig an Herrn Kaiser von der Hamburg-Manheimer Versicherung oder an Klementine von Ariel. Werbefiguren die verkaufen, egal wie toll oder auch nicht die feilgebotenen Produkte sind.

Unter diesem Umständen will ich nie und niemals das meine benutzten Linux-Derivate irgendein VW-Käufer cool finden wollen würde.
 
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ich finde linux am desktop cool wie es ist udn die nische hat ah vorteile zb kaum viren usw
 
TomH22 schrieb:
aber ist dann auch nicht wirklich so entscheidend.
Da muss ich kurz widersprechen, denn ich glaube im wertvollsten Unternehmen der Welt wird keine Millisekunde, keine Haarsträhne von Federighi und kein Frame dem Zufall überlassen. Ich glaube, da ist absolut ALLES zu 100% entscheidend.

RedPanda05 schrieb:
ich kann dir das Problem von Linux und auch vielen anderen open source Anwendungen nennen: deren Entwickler und deren Weltbild.
Perfekt formuliert. Auf der Seite von KDE präsentieren sie sich sogar als Aktivisten. Oh boy...

Bob.Sponge schrieb:
Ist Coolness eigentlich eine Größe oder Kategorie die irgendeine Relevanz hat?
Deshalb schrieb ich doch explizit, dass dieser Thread sich eben mit dem nicht messbaren beschäftigt. Und selbstverständlich hat Coolness eine Relevanz. Denn sonst würde nicht Johnny Depp in der Werbung von Dior Sauvage zu sehen sein sondern Helmut aus der Pommesbude gegenüber vom Hagebaumarkt. Nicht Pierce Brosnan für Rocher Pralinen, nicht Adam Driver für Davidoff Blue Water, nicht Daniel Craig für Vodka, nicht Arnold Schwarzenegger für Parkside Werkzeuge, nicht Rafel Nadal für KIA Autos, nicht Roger Federer für Rolex, etc etc etc. Persönlichkeiten, die gemeinhin als "heraufsehenswürdig" angesehen werden (Spitzensportler, Top Musiker etc) und besonders bei Schauspielern mit ihren coolen übermenschlichen Rollen verbunden werden, werden jetzt mit einem Produkt verbunden. Ältester Trick der Welt und an Relevanz kaum zu überbieten würde ich sagen.
 
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