Fernarbeit in der Software-Entwicklung

@Kokujou

Wie alt bist du und was genau hast du studiert? Dann kann man sicherlich vernünftiger etwas zu deiner Situation sagen.

@blubberz

Du hast eventuell nur an der Realität vorbei studiert.
 
Nabend,

ich kann sehr gut nachvollziehen wie es dir geht, ich war nämlich mal ganz genauso, bis ich einen anfänglichen Burnout hatte, das hat bei mir damals gut 5 Jahre gedauert, ansonsten recht gleiches Profil. War mein erster Job und ich war der Meinung ohne mich geht nix, hab Tag und Nacht gearbeitet, kaum Dank dafür bekommen und bin zum Schluss zusammengeklappt. Keiner schreibt dir vor wie du etwas zu erledigen hast, aber du kannst dir den ein oder anderen Schritt sparen wenn du von Erfahrungen anderer partizipierst. ;)

Kokujou schrieb:
Ich mach ja nichtmal Mittagspause
Deine Mittagspause wird dir sogar bezahlt, sie ist dafür da deine Leistungsfähigkeit zu erhalten. Sie steht dir zu und du solltest sie nutzen. Der Job ist in dem Moment vollkommen egal. Außerdem dient sie dazu sich im Team sozial zu betätigen, wir machen regelmäßig bewegte Pausen, an denen wir raus gehen und uns ein Restaurant oder eine Kantine suchen.

Kokujou schrieb:
Ich werde fürs Programmieren bezahlt.
Richtig und im Moment wohl nur dafür. Du wirst nicht dafür bezahlt über andere zu urteilen oder deine Vorstellung zu präsentieren. Wenn du mal Product Owner, Scrum Master oder ähnliches bist, kannst du deine eigenen Vorstellungen umsetzen ;)

Kokujou schrieb:
Das ist inzwischen für mich die Bedeutung von "Team". Einer allein hat keine Stimme. Halt die Klappe und tu was die anderen sagen.

Das ist schade, ein Team sollte eine Bereicherung sein, das geht aber nicht nur von einer Person, sondern von allen beteiligten aus. Auch hier gibt es Möglichkeiten des Teambuildings. Sprich darüber mit deinem Vorgesetzten wenn du dich nicht wohl fühlst. Man arbeitet ja gerade in Teams um die Fähigkeiten von allen zu vereinen. Es kommt aber auch hier darauf an wie weit man sich selbst darauf einlassen möchte und Ideen zum Team beiträgt.

Mir ist bewusst, dass du deine eigenen Vorstellungen hast und ich muss dich nicht überzeugen ob etwas richtig oder falsch ist, du wirst das für dich früher oder später selber erkennen. Bis du soweit bist und darüber hinaus, versuche deine Kolleginnen und Kollegen einfach so zu behandeln, wie du auch selbst behandelt werden möchtest ;)

Viel Erfolg und viele Grüße
 
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Guten Morgen,

nachdem ich mich durch die Beitrage gelesen habe meine Meinung dazu:

Das "Recht auf Home Office" ist meiner Meinung nach mehr ein Privileg als Standart. Viele Firmen, die ich kenne bieten Homeoffice an aber unter der Vorraussetzung, dass es verdient werden muss. Dieses "verdienen" zeigt sich durch konstante Leistung, Zuverlässigkeit was Termine/Abgaben anbelangt und auch ständige Erreichbarkeit innerhalb der Arbeitszeiten zu Hause. Das alles setzt auch eine gewisse Zeit in der Firma vorraus und ist in der Probezeit sehr ungern gesehen.

Generell ist Homeoffice an sich ein zweischneidiges Schwert. Sobald du Zuhause arbeitest, kann der Postbote mit dem neusten Spielzeug, dass du bestellt hast vorbei kommen oder die Waschmaschine fertig sein und und und. Dementsprechend wird auch eine gewisse Disziplin verlangt seine Aufgaben zu machen. Ebenso musst du auch deine Stunden buchen, die du arbeitest. Wenn nun im Stundenzettel von 8-16 Uhr drinsteht du aber dein Code um 2 Uhr nachts ins Git einbringst und das regelmäßig so ist wird dein Arbeitgeber sehr schnell Probleme bekommen. Zum Einen stimmen die Buchungen nicht mit der realen Arbeitszeit überein und zum Anderen kommen ggf. Nachzahlungen wegen Nachtarbeit und Strafen wegen Arbeitsschutz auf Ihn zu. Dementsprechend kann ich es nachvollziehen, wenn der Arbeitgeber dir nicht sofort Homeoffice gibt.

Und, nimm es mir nicht übel, was deine Beiträge hier zeigen ist nicht grade förderlich für deinen Wunsch die ganze Woche Homeoffice zu machen. Auch wenn du nichts sagts, zeigt in der Regel die Körpersprache und Mimik sehr genau was du denkst.
Viele Vorposter haben hier schon Ansätze gebracht, wie du versuchen kannst zu verstehen, warum das Team so arbeitet und nicht anders.

Dein Eindruck, dass das Team sich gegen dich stellt, kann ich auch nachvollziehen. Aber das ist nunmal normal. Als "neuer Kollege" bist du erstmal ganz Unten. Aber du kannst über die Zeit mit deiner Arbeitsleistung und deinem Umgang mit den Kollegen dir Vertrauen und Respekt über dein Fachwissen aufbauen. Dann wird es auch im Team einfacher werden. Ich selber war auch in der Situation, dass die Kollegen mich nicht kannten und skeptisch waren was ich denn überhaupt kann. Durch immer mehr Projekte und den "Flurfunk" lernt man sich schätzen und kann seinen Gegenüber besser einschätzen. Danach wird es auch besser und auf deine Meinung wird Wert gelegt. Es liegt nunmal in den Genen der Menschen, Neuem erstmal skeptisch gegenüber zu stehen.

gruß
 
Ich bin mittlerweile bei meinem zweiten Arbeitgeber nach meinem Studium. Bei meinem alten AG hatten nur die alten Hasen das Recht „ab und an mal“ im Home Office zu verbringen wenn sie wollten. Wir „normalos“ haben einen triftigen Grund dafür gebraucht wie Handwerker-Termin oder Ähnliches.

Bei meinem neuen AG können wir frei entscheiden ob wir ins Office gehen oder von zu Hause aus arbeiten - egal ob man Neuling ist. Ist vertraglich so geregelt, dass die Wahl des Arbeitsplatzes frei wählbar ist, so lange man alle nötigen Mittel zum Arbeiten bei sich hat.
Bin in der Beratung tätig.
 
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