News Festivals: Verbraucherzentrale klagt wegen bargeldlosen Bezahlchips

Freut mich das die Verbraucherzentrale dagegen kämpft.
Wir waren Samstag auf Parookaville in Weeze, und haben uns unfassbar geärgert.
Wir haben jeder 100€ an diesem ING Terminal aufgeladen, nur um dann festzustellen das nur 97€ Guthaben drauf sind.
Das wurde von der Dame am Schalter aber nicht vorab kommuniziert, und stand auch nirgends angeschlagen.
Ja ich weiß, und haben es gemerkt : Auf der Website gibt es verschachtelt diesen Hinweis.
Aber fanden das extrem frech, einfach eine extra Steuer.
Und ist doch klar : Wir hätten zumindest als Familie dann nur ein Band aufgeladen, und damit schon 9€ gespart.
Ich hab nix gegen die hohen Preise dort, das weiss ich vorher.
Aber DAS ist gewolltes Abzocken, und es ist gut das es da Gegenwind gibt.
 
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Interessanter Artikel, ABER was hat der auf Computerbase.de zu suchen?
Mal im Ernst - so einen Artikel erwarte ich bei der FAZ oder sonst einem Onlineportal, aber bei Compubase? Verrückt.

Zur News selbst:
Tja, die Leute machen es mit - wer sich selbst nicht zu schade ist absolut abgezogen zu werden -> Have Fun und wohl bekomms!
 
wilk84 schrieb:
Der deutsche Michel hängt an seinem Bargeld (wegen Datenschutz) wieder der Junkie am Heroin und an der Kasse wird bei nächstem Einkauf die Payback-Karte hingehalten.
Payback hat 33 Mio Nutzer. Selbst wenn die alle Barzahler wären, wären das noch immer nicht alle, die lieber bar bezahlen. Und selbst wenn es so ist: Es geht vorallem darum, dass jeder selbst entscheiden können soll, ob und welche Daten er mit wem teilt. DAS ist Datenschutz. Wie Datensparsam jeder einzelne leben möchte, das soll (und kann weitgehend) der mündige Bürger selbst entscheiden.
Ergänzung ()

CrustiCroc schrieb:
Ich hab nix gegen die hohen Preise dort, das weiss ich vorher.
Spannend. Woher kennst du vorher konkret die Preise eines Festivals?
 
Lan_Party94 schrieb:
Tja, die Leute machen es mit - wer sich selbst nicht zu schade ist absolut abgezogen zu werden -> Have Fun und wohl bekomms!
Warum erlauben die Betreiber wohl nicht parallel weiter Barzahlung? Eben weil viele es NICHT mitmachen würden, wenn sie die freie Wahl hätten.
 
nlr schrieb:
Smartphone hat doch ohnehin jeder Besucher dabei.

Niemals....zumindest nicht aufm Wacken. Da sind so viele Ältere dabei, die das garantiert nicht freiwillig machen würden.
 
Chesterfield schrieb:
Warum zur Hölle schaffen es Festivals niemals nie nie nie, einen Becher bis zur verdammten Markierung zu füllen
Dann gehst du am die falschen Festivals, habe am Wochenende erst den Ausschank gemacht, die Becher waren meist eher überfüllt als zu wenig und haben nur 4€ gekostet. :D

Und genau hier sind solche Bezahlsysteme sehr praktisch. Wir haben noch auf Pappkärtchen gesetzt, aber der Vorgang ist für beide Seiten total Transparent und geht sehr schnell. Kein gewurstel mit Bargeld (sie möchten ihr Bier mit diesem frisch gefälschten 200€ Schein zahlen?), keine 1001 Bank-Terminals was Gebühren kostet (das Bier wird teurer).
Ganz doof finde ich solche Systeme also nicht.
Die von Verbraucherschutz angekreideten Mängel sind natürlich ein Unding!
 
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aid0nex schrieb:
Bereits geschehen. ;)
Ist zumindest ein Anfang; Wünschen tu ich mir, dass deren Monopolstellung als solche ordentlich ins Schwanken kommt - ob nun über den Markt oder den Staat ist mir egal. :D

wilk84 schrieb:
Der deutsche Michel hängt an seinem Bargeld (wegen Datenschutz) wieder der Junkie am Heroin und an der Kasse wird bei nächstem Einkauf die Payback-Karte hingehalten.
Beim Payback muss dich ein Unternehmen davon überzeugen, dass du dich tracken lässt - dich also effektiv dafür bezahlen. Bei elektronischen Zahlungsmethoden passiert das u.U. automatisch, und in Fällen wie hier sogar per Zwang. Äpfel und Birnen und so.

wilk84 schrieb:
Aber welche Zahlungsarten Veranstalter anbieten ist denen überlassen und wenn es den Leuten nicht passt, dann muss ja nicht auf das Festival und
Welche Gesetze Anbieter zu befolgen haben ist aber nicht denen überlassen - und wenn ihnen die Gesetze nicht passen, dann müssen sie ja kein Festival in Deutschland veranstalten. :freaky:
 
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Lan_Party94 schrieb:
Tja, die Leute machen es mit - wer sich selbst nicht zu schade ist absolut abgezogen zu werden -> Have Fun und wohl bekomms!

Naja.... sei doch mal ganz ehrlich zu dir selbst und beantworte dir folgende Frage:

Wenn es ein Festival in deinem Leben gäbe, auf das du dich megamäßig freuen würdest und was für dich absolut unersetzbar wäre, würdest du es nur wegen dieser Geldgeschichte absagen?
 
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Bright0001 schrieb:
Ein Pre-Paid Bezahlchip birgt ein deutlich geringeres Risiko finanziell zu eskalieren als das "unlimitierte" Girokonto/KK.
Nicht, wenn du auf dem Festival mit der "unlimitierten" besoffen nachladen kannst. Vorallem aber ist psychologisch nachgewiesen, dass man digital (egal ob limitiert oder unlimitiert) mehr ausgibt, weil viele den Überblick verlieren. Der relevantere Vergleich ist Bargeld.
Bright0001 schrieb:
In jedem Lebensbereich ist es für jedermann klar, dass Verträge anfechtbar sind, wenn man bei Vertragsschluss nicht bei klarem Verstand (und/oder besoffen) war - aber die Regel scheint außer Kraft gesetzt, wenn ein Unternehmen ein Interesse daran hat, die mangelnde Zurechnungsfähigkeit nicht nur auszunutzen, sondern noch weiter zu reduzieren. Ist das nicht irgendwie komplett absurd? Oder bin das nur ich?
Dann versuch mal den Döner, den du nachts besoffen gekauft hast, am nächsten Tag anzufechten.
 
ReactivateMe347 schrieb:
Dann versuch mal den Döner, den du nachts besoffen gekauft hast, am nächsten Tag anzufechten.

Zitat der Woche :daumen:
 
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Bin gerade etwas schockiert, dass die Verbraucherzentralen die Aufladegebühr nur bei digitaler Einzahlung rügt und nicht allgemein.
 
Ja aber das ist doch das selbe System was doch schon in free2play Games gibt, eine Fantasiewährung mit der man dann Sachen in den Spielen kaufen kann. Damit es aber dann noch maximal undurchsichtig wird, werden auch noch zusätzlich Lootboxen angeboten.

Komisch da klagt keine Verbraucherzentrale, auf Festivals bekomme ich immerhin noch einen realen Gegenwert zurück, bei digitalen Gütern wird es schwer den echten Wert davon auch noch zu beziffern.
In Südkorea hat man jetzt sogar die Spieler mit einem Gesetz gestärkt, was macht EA? Die stellen lieber Ihr Fifa Ultimate Team ein, bevor sie preisgeben müssen wie hoch die Chancen sind etwas mit Gegenwert zu bekommen.
https://mein-mmo.de/lootboxen-ea-fc25-in-korea-eingeschraenkt/

Das die Festivals auf den Zug aufspringen und das noch weiter ausbauen werden, ist nur eine Frage der Zeit
 
ReactivateMe347 schrieb:
Nicht, wenn du auf dem Festival mit der "unlimitierten" besoffen nachladen kannst. Vorallem aber ist psychologisch nachgewiesen, dass man digital (egal ob limitiert oder unlimitiert) mehr ausgibt, weil viele den Überblick verlieren. Der relevantere Vergleich ist Bargeld.
Was eine zusätzliche Hürde darstellt, und einen Impulskauf im ersten Moment verhindert.

Und wie groß der Effekt des "Überblick-Verlierens" bar vs. digital bei einem Besoffenen ist, lass ich mal offen; Ich glaub da nehmen andere Winde Überhand. :P

ReactivateMe347 schrieb:
Dann versuch mal den Döner, den du nachts besoffen gekauft hast, am nächsten Tag anzufechten.
Meinen Beitrag nicht verstanden? Mein Punkt ist doch eben, dass die Einordnung der Geschäftsfähigkeit bei Alkohol eine komplett andere ist, als überall sonst. Wenn du als strammer Alki jemanden mit 3,3 Pegel überfährst, dann giltst du als unzurechnungsfähig und bekommst maximal 5 Jahre Gefängnis - wenn du dir mit 3,3 eine 100€ Bestellung beim Dönermann gönnst, und den Vertrag am nächsten Tag anfechten willst, zeigen dir alle nur den Vogel.
 
Haggis schrieb:
Was können diese Bezahlchips denn besser als moderne Giro- und Kreditkarten mit NFC?
Kosten verschleiern und Restguthaben einsacken - sicher ein lukratives Geschäft. Das Abgreifen von Daten und das Gläsern machen der Nutzer sollte auch jedem klar sein.

Findet meine vollste Zustimmung.
Mehr Tranzparenz und vor allem mehr vernünftig bezahltes Personal. Hat schließlich Jahrzentelang alles funktioniert.
 
Bright0001 schrieb:
Wenn du als strammer Alki jemanden mit 3,3 Pegel überfährst, dann giltst du als unzurechnungsfähig und bekommst maximal 5 Jahre Gefängnis
Was ich by the way fuer ein absolutes Unding halte. Aber das wird offtopic :D

Crifty schrieb:
Ja aber das ist doch das selbe System was doch schon in free2play Games gibt, eine Fantasiewährung mit der man dann Sachen in den Spielen kaufen kann.
Nicht ganz, aber parallelen gibt es natuerlich.
Was hier angeklagt wird, ist, dass das "Kaufen" dieser "Alternativwaehrung" eine Gebuehr kostet, und die Rueckabwicklung von Resten ebenfalls Gebuehren kostet und nicht immer ueberhaupt moeglich ist.
 
Guitarluke schrieb:
Wenn es ein Festival in deinem Leben gäbe, auf das du dich megamäßig freuen würdest und was für dich absolut unersetzbar wäre, würdest du es nur wegen dieser Geldgeschichte absagen?
Stimmt eigentlich. Gerade in Deutschland haben wir es auch nicht so mit "guten" Festivals. Rock am Ring ist mehr so Pop am Ring geworden, Hip Hop Festivals verkommen zu Pop/Tekk Konzerten, Schlager bin ich absolut raus, und Techno ist nicht meins.

Ich gehe lieber auf kleine Shows, da gibt's sowas nicht. Ich höre Untergrund Rap, Deathcore, Deathmetal, Slam und ähnliches in der Richtung. Ich habe IMMER Bar bezahlt, diese komischen Tokens und Karten oder was es da sonst noch gibt habe ich nie gesehen. Ich kenne aus einer Disco wohl diese "Verzehrkarten", aber auch diese sehe ich als heftige Abzocke. Clubs meide ich, Bars sind noch ok. Vielleicht bin ich in diesem Punkt einfach zu introvertiert? 😁
 
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aid0nex schrieb:
Die Bänder setzen doch idR auf NFC Chips. Das ist ja die Härte. :D
Warum ist das "die Härte"?
Es geht hier ganz klar nur darum Kohle zu machen. Die besseren Abläufe, um mehr Zeug zu verkaufen, reichen nicht, hier soll der Kunde auch noch die - eher versteckten - Kosten dafür bezahlen.
 
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