Festplatte "friert ein"

Puma D.

Cadet 4th Year
Registriert
Aug. 2005
Beiträge
92
Bitte verzeit mir den schlechten Titel aber ich weiß echt nicht, wie ich es besser in so wenig Zeichen beschreiben soll.

Ich fange mal vorne an:
Ich habe versucht eine Datei per FTP zu übertragen. Irgendwo in der Mitte ist die Geschwindigkeit dann plötzlich auf Null eingebrochen und die Festplattenleuchte hat dauerhaft geleuchtet.
Auch nach Beenden des FTP-Prozesses hat sich daran nichts geändert. Selbst das Herunterfahren hat so lange gedauert, dass ich den PC schließlich resettet habe.
Er hat es aber versucht, die Platte ist also nicht vollständig hängen geblieben.

Dieses Verhalten konnte ich mit meiner Datei - und NUR mit dieser - beliebig reproduzieren.

Ich habe daraufhin mal CHKDSK ausgeführt (Systemplatte, also beim Neustart) und er hing beim File data check (Stage 4) dann bestimmt eine Stunde fest, bis er sich einfach ohne eine Meldung neu gestartet hat.
Als nächstes dann die betreffende Datei gelöscht und nochmal CHKDSK ausgeführt:
Der File data check ist diesmal durchgelaufen aber irgendwo bei den freien Sektoren hing er dann wieder eine Weile fest. Dann ging es etwas weiter, bis die nächste problematische Stelle erreicht wurde. Hier wollte er nach einigen Minuten dann endgültig nicht mehr und hat das ganze mit einem BOSD quittiert.

Ich war leider etwas zu baff (und der BOSD zu schnell wieder weg) um mir die Fehlermeldung oder Nummer anzuschauen.

Genau wie beim FTP-Upload war die Festplatten immer voll ausgelastet (oder hat zumindest geleuchtet) wenn CHKDSK irgendwo hing.

Ansonsten funktionert der PC bislang problemlos und ich kann keine ungewöhnlichen Geräusche von der Festplatte ausmachen.

Zusammengefasst sieht es also ein Bischen so aus wie ein eingefrohrener Prozess, der jetzt die gesamte CPU-Leistung beansprucht. Nur das es halt eine Festplatte ist und ich nicht was was da einfrieren könnte.

Hat hier irgendjemand Lösungsvorschläge, Erklärungsversuche oder Verschwörungstheorien?
 
Starte mal Crystal Disk Info und poste den Screenshot mit den ganzen S.M.A.R.T. Werten hier.
 
Hi,
mal mit HD Tune oder CrystalDiskInfo die Smart Were auslesen und die Sektoren überprüfen?
Und alles schön hier posten.

mfg
Kai

Edit: Bah selbst um die Uhrzeit bin ich zu lahm!
 
Ach, auf euch ist doch Verlass. Selbst um 03:00 bekommt man innerhalb von 10min erste Antworten :D


 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Oberfail
Das sind die fehlerhaften Sektoren, die beim nächsten Mal getauscht werden...
Noch nicht kritisch... halt mal beobachten...
Neustart und CHKDSK /f /r sollte das beheben.
Hab übrigens auch schon gehört, dass CDI den Wert auch mal falsch ausliest.

Teste die HDD doch mal mit dem Hitachi Drive Fitness Test.
Sollte auch bei deiner HDD funktionieren - Toshiba bietet sowas ja nunmal nicht an...
 
Quakfrosch schrieb:
Das sind die fehlerhaften Sektoren, die beim nächsten Mal getauscht werden...
Noch nicht kritisch... halt mal beobachten...
Neustart und CHKDSK /f /r sollte das beheben.
Ich will ja nicht unhöflich sein, aber hast du meinen Post überhaupt gelesen?
Wenn die Sache so einfach währe, würde ich nicht hier posten.
Wie bereits geschrieben, produziert auch CHKDSK and der/den betreffenden Stelle(n) nur einen BOSD. :freak:
 
Erstmal ne Datensicherung machen. bevor du irgendwelche Programme auf die Platte loslässt.
 
Aufgrund der defekten Sektoren musst du deine Festplatte austauschen. Wenn SMART defekte Sektoren meldet ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis sie ihren Geist komplett aufgibt. Laut Google Statistik dauert es durchschnittlich 6 Monate vom ersten gemeldeten defekten Sektor bis zum Festplattenausfall. Da du jedoch bereits bei chkdsk Probleme hast, solltest du den Festplattenaustausch als hohe Priorität sehen.

Defekte Sektoren sollte außerdem automatisch Ersetzt werden sobald sie erkannt werden. Warum dies nicht passiert, ist mir ein Rätsel. Das die Festplatte "nicht weiterkommt" (sich aufhängt, einfriert, wie auch immer man es nennen will) ist ebenfalls beunruhigend. Vielleicht stimmt irgendwas an der Software der Festplatte nicht und sie deshalb nicht in der Lage die defekten Sektoren zu überspringen bzw. auf die Reservesektoren auszulagern.
 
Moment, noch sind es schwebende Sektoren, also solche bei denen die Platte noch nicht zum Austausch (Zuweisung auf Reserveblöcke) geschritten ist, denn es gibt noch keine Wiederzuweisungsereignisse oder unkorrigierbaren Sektoren. Backup ist die erste Masnahme, da es kein Tool von Toshiba gibt ein Test mit dem von Seagate oder Hitachi dann die nächste, wenn alle verfügbaren Daten gerettet sind. Kommen dann auch Fehler und es ist noch Garantie drauf, dann umtauschen.
 
stimmt, das mit dem bluescreen hatte ich wohl überlesen. Hoffe, das lag nur an der Uhrzeit...
...streich den Satz ;)

Beim Hitachi DFT bleib ich bei.

mfg

p.s. bsod, nicht bosd :)
 
Da die Platte das Systemlaufwerk ist, kommt halt ein Bluescreen wenn Windows darauf nicht mehr zugreifen kann weil diese nicht mehr reagiert. Puma D., Du solltest darüber nachdenken Dir schon mal eine neue Platte zu kaufen, denn wenn diese einen Schaden hat, dann können weitere BSOD immer wieder auftreten. Es ist ja eine 2.5" Platte,von daher vermute ich mal, dass die in einem Notebook steckt. Da kann es reichen, wenn das mal hart irgendwo angeschlagen ist. Eine SSD wäre die robustere und schnellere Alternative, nimm aber keine mit Sandforce Controller, die machen in Notebooks öfter Ärger, besser eine Crucial m4 oder Samsung 470.
 
Tut mir leid, dass ich so lange nicht geantwortet habe. Es kamen irgendwie keine Neue-Antwort-Mails mehr.

xammu schrieb:
Erstmal ne Datensicherung machen. bevor du irgendwelche Programme auf die Platte loslässt.
Längst erledigt bzw. nicht nötig.


Quakfrosch schrieb:
Beim Hitachi DFT bleib ich bei.
Der hängt bei "Loading DFT" fest. :(

Quakfrosch schrieb:
p.s. bsod, nicht bosd :)
Äh, stimmt, verdrehe ich immer wieder.

Holt schrieb:
Es ist ja eine 2.5" Platte,von daher vermute ich mal, dass die in einem Notebook steckt. Da kann es reichen, wenn das mal hart irgendwo angeschlagen ist. Eine SSD wäre die robustere und schnellere Alternative, nimm aber keine mit Sandforce Controller, die machen in Notebooks öfter Ärger, besser eine Crucial m4 oder Samsung 470.
SSD, ja klar...
Da kosten ja schon die kleinen 600+€.

--------------------------------------------------------------


Da noch Garantie drauf ist:
Kann mir jemand ein Programm zum sicheren Löschen empfehlen?^^
Ich wusste ich hätte das Verschlüsseln nicht so lange vor mir herschieben sollen...
 
Beispielsweise Hard Drive Eraser kann sowas. Eine SSD bekommt man schon für um die 100 Euro, jedoch ist die Frage wie viel Speicherplatz man benötigt. Eine Magnetspeicherfestplatte ist absolut iO.
 
andy_0 schrieb:
Beispielsweise Hard Drive Eraser kann sowas.
Hm, ne das ist so ein Windows-Programm, dass nur unter bestimmten Betriebssystemen und Dateisystemen funktioniert (und dann auch noch gleich neu formatiert).
Ich benutze jetzt http://www.dban.org/ . Da musst man zwar aufpassen weil es ALLE angeschlossenen Festplatten löscht, aber im Moment will ich ja genau das.

andy_0 schrieb:
Eine SSD bekommt man schon für um die 100 Euro, jedoch ist die Frage wie viel Speicherplatz man benötigt. Eine Magnetspeicherfestplatte ist absolut iO.
Alles under 500GB ist nur eine bessere Diskette.
 
Aus dem Grund wollte ich Boot and Nuke nicht empfehlen. Es kann gefährlich enden ;-).

Naja, teilweise hast du schon recht. Ich selber setze auch keine SSDs ein. Sie sind P/L noch deutlich zu teuer und vergleichsweise anfällig sind sie auch noch. Viele sind nicht einmal bedeutsam schneller - außer natürlich bei den Random-Zugriffszeiten. Wenn man jedoch nur ~80 GB für das System und einige Anwendungen benötigt, ist das natürlich eine Möglichkeit.
Viel interessanter finde ich die Idee, eine SSD als Cache zu verwenden wie z.B. bei den Intel Z68 Chipsätzen. Für Windows gibt es FancyCache, welches sowas primär mit RAM ermöglicht, die haben jedoch glaub ich auch einen SSD-Modus, was auch immer der genau macht. Die Idee ist jedoch super.
 
andy_O, SSD sind nicht anfälliger als HDDs und es gibt wie bei HDDs Hersteller/Modelle die mehr und solche die weniger Probleme bereiten. SSDs vom Herstellern die auch selbst NANDs produzieren sind aber eigentlich durch die Bank zuverlässiger als HDDs, also die von Intel (vom der 320er Reihe wegen dem 8MB Bug mal abgesehen), Samsung, Toshiba (gibt es nicht direkt für Endkunden) und Micron/Crucial (nicht mit JMicron zu verwechseln). Wer dagegen eine SSD eines anderen Herstellers oder gar mit Indilinx oder Sandforce Controller kauft, der darf sich über erhöhte Ausfälle nicht beschweren.

SSDs sind zwar teuer pro GB, aber sie haben auc eine ganz andere Performance weil sie sehr viel kürzere Zugriffszeiten haben und parallele Anforderungen auch wirklich parallel verarbeiten können. Außerdem leiden sie nicht unter der Fragmentierung, was sie eben zu den idealen Systemlaufwerken macht. Dafür reichen 64GB locker und die kosten dann auch keine 85€, sollen noch die Programme und vielleicht ein Spiel mit drauf, so bekommt man für 155€ eine sehr gute 128GB SSD. Große Datenmengen wie die Videosammlung gehören nicht auf eine SSD und profitieren ja auch nicht wirklich von deren Performance.
 
Alternate 1
Zurück
Oben