Festplatte hinüber? CrystalDiskInfo - Auswertung

1.988 Gemeldete unkorrigierbare Fehler, da aber keine Lesefehler angezeigt werden (erste 4 Stellen des Attributes Lesefehler) konnten die Fehler in einem oder mehreren Versuchen doch noch korrigiert werden, das werden wohl deine "hohen Antwortzeiten" sein.

Bei der Barracuda 7200.12 hatten einige ein Problem mit dem Lesecache, Daten jetzt sichern, niemand kann sagen wie lange die Platte überhaupt noch lesbar bleibt.
 
Neburnation schrieb:
kann mir jemand sagen warum meine Festplatte so hohe Antwortzeiten hat?
Vergleichen zu SSDs sind HDDs sehr lahm und die Antwortzeiten steigen besonders, wenn es viele parallele Zugriffe auf die Platte gibt.
Neburnation schrieb:
Ist die Festplatte kaputt?
Sie ist zumindest alt und hat die 5 Jahre Nutzungsdauer auf die HDDs vom Hersteller ausgelegt werden, wohl schon deutlich überschritten. Unbeschränkt lagerbar sind HDDs auch nicht, die altern auch wenn sie gar nicht benutzt werden.
Neburnation schrieb:
- ST31000528AS
...
01 _92 _83 __6 00000DB94226 Lesefehlerrate ↓
...
07 _85 _60 _30 000014D4E26C Anz. Suchfehler
Hier ist alles bestens, die Anzahl der Fehler steht in den 4 Stellen links, die anderen sind die Anzahl der Lese- bzw. Suchvorgänge, bei "Hardware-ECC wiederhergestellt" ist es ebenso.


Beunruhigend ist einzig dieser Wert:
Neburnation schrieb:
BB __1 __1 __0 0000000007C4 Gemeldete unkorrigierbare Fehler ↓
Der ist aber recht unspezifisch bzw. welche Fehler dies genau sind. Der Aktuelle Wert ist aber mit 1 schon nahe am Grenzwert von 0 und wird auch nicht weiter fallen, den Grenzwert also nie erreichen.
Neburnation schrieb:
05 100 100 _36 000000000000 Anz. wiederzugewiesener Sektoren ↓
...
C5 100 100 __0 000000000001 Aktuell schwebende Sektoren ↓
C6 100 100 __0 000000000001 Nicht korrigierbare Sektoren ↓
Es gibt einen einen schwebenden Sektor, der erkannt worde ohne direkt vom Host gelesen zu werden. Schwebende Sektoren sind Sektoren deren Daten nicht mehr zur ECC passen die hinter jedem Sektor steht und mit deren Hilfe auch nicht mehr korrigiert werden können. Da die korrekten Daten nicht mehr feststellbar sind, gibt die Platte statt falscher Daten einen Lesefehler als Antwort wenn man versucht diese zu lesen. Das kann auch anderen Gründe als defekte Oberflächen haben, z.B. einen Stromausfall während eines Schreibvorgang der dazu führt, dass eben nicht die ganze Daten plus der neuen ECC geschrieben wurden oder wegen eines Stoßes oder Vibrationen ist der Kopf beim Schreiben aus der Spur gekommen und hat Daten auf der Nachbarspur überschrieben. Auch arbeiten HDDs nicht 100%ig und die Hersteller geben die Fehlerhäufigkeit auch in Form der UBER an, wobei eine UBER von 1:10^14 bedeutet, dass je 10^14 gelesener Bits was etwa 12TB gelesener Daten entspricht, ein Lesefehler und damit schwebender Sektor im Rahmen der Erwartungen liegt.

Die Controller merken sich die schwebenden Sektoren und prüfen die Daten nach dem erneuten Schreiben auf diese Sektoren, dann verschwinden diese einfach oder werden eben durch Reservesektoren ersetzt, dies war hier bisher nicht der Fall.

Neburnation schrieb:
C7 200 200 __0 000000000000 UltraDMA-CRC-Fehler ↓
Das Datenkabel ist auch in Ordnung, es gab keine Fehler in der Kommunikation mit dem Host Controller.

Vielleicht sollte die HDD einfach mal defragmentiert werden, denn die Fragmentierung bremst HDDs schon aus. Dann werden HDDs langsamer umso voller sie sind, weil sie auf den äußeren Spuren mehr Sektoren unterbringen können als auf den inneren, da liegt etwa Faktor 2 dazwischen und damit ebenso bei der Datentransferrate von Dateien die auf den äußeren und solche die auf den inneren Spuren liegen. Obendrein werden die nötigen Kopfbewegungen länger und dauern daher auch länger.

Sind diese hohen Antwortzeiten plötzlich aufgetreten? War dies nach einem bestimmten Ereignis? Prüfe mal mit dem Resourcen Monitor welche Prozesse auf welche Dateien der Platte zugreifen, vielleicht ist da ja eine ungewöhnlich Tätigkeit zu erkennen, dies würde dann eben die anderen Zugriffe massiv ausbremsen und ist bei HDD halt sofort spürbar, während man bei einer SSD gar nichts davon merken würde. Wenn da nichts ist, klemme doch mal auf Verdacht das optische Laufwerk ab, vielleicht gibt es da ein Problem mit dem Datenkabel, was dann auch die ganze Kommunikation über den Controller zur HDD beeinflussen kann.
 
Vielen Dank erstmal! Ja die langen antwortzeiten sind plötzlich aufgetreten. Inzwischen habe ich den Verdacht, dass sich der Fehler auf der Partitionierung s: befindet. Jedenfalls treten die langen antwortzeiten erst auf wenn ich Steam starte. (was auf s: liegt)
Aber so wie sich eure Antworten anhören sollte sowieso eine neue Festplatte her. :) ist zu erwarten, dass jetzt weitere Fehler auftreten? Oder ist das ganze einfach weil die Festplatte so alt ist. Danke nochmal für die Antworten.
 
Schau halt mit dem Resorucen Monitor nach welches Programm auf welche Dateien zugreift, die Antwortzeiten dieser Zugriffe zeigt der auch an. Wenn Steam da im Hintergrund ständig auf etwas zugreift, dann ist es kein Windows wenn das System lahm wird, weil sich dann die Köpfe der HDD ständig hin und her bewegen müssen und wenn man Windows und die Spiele auch noch auf getrennten Partition der gleichen HDD ablegt, dann können diese Kopfbewegungen nicht mehr so kurz sein als wie wenn alles auf einer Partition liegt. Wechsele auf eine SSD, da gibt es das Problem nicht und wenn Du nur eine für Windows nimmst, so wirst Du den Unterschied massiv merken oder baue eben zwei HDDs ein, eine für Windows und eine für die Spiele.
 
Seit dem Auftreten der hohen Antwortzeiten habe ich auch ab und zu bluesceens. Zum Beispiel bei der Überprüfung der Partition s: duch Windows. Hängen diese dann auch mit der Beschädigeten Festplatte zusammen?
Besonder aufällig im Performance Monitor waren bei den hohen Antworzeiten (neben 100% max. Datenträgeraktivität) "svchost" und "System" was eigentlich nichts mit Steam zu tun haben sollte oder?

PS: Die Antwortzeiten erhöhen sich auch leider nich nur gering sondern gehen teilweise (wenn das Problem auftritt) auf 10+ Sekunden hoch
 
Zuletzt bearbeitet:
Hinter svhost und System kann alles mögliche stecken, da müsstest Du den Prozess Explorer nehmen um mehr zu erfahren, solltest Du nicht schon aufgrund der Dateien erkennen was genau dahinter steckt. 100% Datenträgeraktivität bedeutet nur, dass zu 100% der Zeit wenigstens eine Anfrage aussteht, wenn dem so ist, wundern mich lange Antwortzeiten bei einer HDD nicht.

Wegen eines Schwebenden Sektors sollte es nicht zu Bluescreens kommen und auch nicht wegen hoher Antwortzeiten, die dürften eine andere Ursache haben. Ich würde empfehlen mal einen RAM Test mit Memtest86 oder Memtest86+ zu machen, denn Abstürze sind neben korrupte Dateien typische Zeichen für RAM Fehler. Teste alle Riegel so wie sie eingebaut sind, ändere da nichts und lass auch die BIOS Einstellungen so wie sie unter Windows betrieben werden, genau so müssen sie ja auch fehlerfrei laufen. Wenn es keine Fehler gibt, warte 6 PASS ob es so bleibt und wenn es Fehler gibt, teste zuerst mit den Standardeinstellungen neu, sollte übertaktet worden sein und danach teste die Riegel einzeln um zu sehen ob einer defekt ist oder ggf. eine andere Ursache vorliegt warum die möglicherweise auch fehlerfreien Riegel nicht fehlerfrei zusammenarbeiten wollen.

Dann würde ich dieses CloneDrive mal deinstallieren, ich meine damit hatten auch andere User schon Ärger.
 
Holt schrieb:
Wegen eines Schwebenden Sektors sollte es nicht zu Bluescreens kommen ...

Eine gewagte These.
Wenn der schwebende Sektor zu einem Treiber gehört gibt es natürlich einen blauen Bildschirm.

Mit der genauen Meldung zum Bluescreen kann man auch den defekten Treiber ermitteln.

Tschau
 
Zuletzt bearbeitet:
Es ist aber sehr unwahrscheinlich, da die wichtigen Treiber ja meist beim Booten geladen werden und außerdem habe ich "sollte" und nicht "dürfte" geschrieben. Wenn wirklich eine wichtige Systemdatei betroffen ist, müsste dies aber mit sfc /scannow zu beheben sein.
 
Holt schrieb:
Es ist aber sehr unwahrscheinlich, da die wichtigen Treiber ja meist beim Booten geladen werden und außerdem habe ich "sollte" und nicht "dürfte" geschrieben. Wenn wirklich eine wichtige Systemdatei betroffen ist, müsste dies aber mit sfc /scannow zu beheben sein.

Ich habe da keine Ahnung welcher Treiber betroffen ist, da ich den Text vom blauen Bildschirm nicht kenne.

Ich kann ja jetzt den feuchten Finger in den Wind halten und krude Thesen erstellen.

Fakt ist, es gibt einen schwebenden Sektor.

Tschau
 
Jetzt übertreibe mal nicht, denn wie viel von der ganze Kapazität der HDD wird mit derart wichtigen Dateien belegt? Eben nur Bruchteil, von daher ist es schon statisch unwahrscheinlich das ein Treiber betroffen ist. Welcher Treiber wird denn überhaupt nachgeladen während die Überprüfung eines Filesystems läuft? Da müsste ja einer geladen werden, wenn Du Dir so sicher bist, dass es ein Treiber ist, aber der Treiber für den SATA Host Controller wird schon während des Bootvorgangs geladen, sonst könnte Windows ja gar nicht erst Booten.
 
Holt schrieb:
Jetzt übertreibe mal nicht, denn wie viel von der ganze Kapazität der HDD wird mit derart wichtigen Dateien belegt? Eben nur Bruchteil, von daher ist es schon statisch unwahrscheinlich das ein Treiber betroffen ist. Welcher Treiber wird denn überhaupt nachgeladen während die Überprüfung eines Filesystems läuft? Da müsste ja einer geladen werden, wenn Du Dir so sicher bist, dass es ein Treiber ist, aber der Treiber für den SATA Host Controller wird schon während des Bootvorgangs geladen, sonst könnte Windows ja gar nicht erst Booten.

Mal ruhig Brauner. :)

Es gibt ja wohl mehr Treiber als den Treiber zu Festplatte. Ohne den Text des blauen Bildschirms kann man nix genaues sagen.

Tschau
 
Und die werden nachgeladen während chkdsk läuft :freak:
 
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