Festplatte sicher unter Windows 7 formatieren

na was denn jetzt.
mal ne prinzipielle überlegung. Die Informationen werden auf die Platte geschrieben indem die weißschen Bezirke in bestimmte Richtungen ausgerichtet werden. angenommen ich überschreibe jetzt alles mit einer 1, dann werden alle Bezirke in eine Richtung polarisiert. Wie sollen die Daten dann noch wiederherstellbar sein? Liegt das am Protokoll des Datenschreibens? Ich verstehe es ja wenn eine Platte mechanische beschädigt wurde, dass man die Daten dann noch retten kann da sich an der magn. pol. auf der Plattenoberfläche nix änderte. Oder beim schnellformatieren wenn nur irgendwelche Tabellen überschrieben werden. Aber beim konstanten beschreiben mit einem bestimmten oder zufälligen Wert, wie geht das physkalisch?

schau dir bitte die beiden videos an, da wird das problem erklärt
 
Zu dem Video:
Uhm, dass die Platte intern eine 'Kopie' anlegt möchte ich aber doch stark bezweifeln - zumindest bei Platten aus diesem Jahrtausend. Wenn diese Kopie an einer völlig anderen Stelle läge, wäre auch die Leistung beim Schreiben arg mau, da ja der Lesekopf immer umher'springen' müsste.
Zumal ich genügend Fälle kenne, in denen ein defekter Sektor zumindest eine Datei zerlegt hat.

Genauso der Fakt, dass Windows die FAT/MFT ganz innen anlegen würde - Ernst@at!? Sag' mal was dazu. Wimre liegt das ja am Partitionsbeginn der außen auf den Platten liegt.

Ich will auch mal sehen, wie die 'Experten' dann die Historie auslesen, wie ein Bit auf der Platte magnetisiert war, mittlerweile überlappen die Spuren ja schon marginal um die Datendichte besser auszunutzen.
 
Zuletzt bearbeitet:
ja...

dann formatier die platte mit windows und sei glücklich wenn daten von dir im netz auftauchen....
 
Dann freu' du dich, weil du besser schläfst, wenn du Ewigkeiten wartest, bis deine Platte ach so sicher gelöscht ist.
Wenns Spaß macht...

(btw: Wer den Quatsch hier ins Netz stellt muss eh völlig bescheuert sein. Das würd' auch niemand runterladen. :D )
 
also wie der typ da im video teil2 meint, ist die einzige möglichkeit wirklich sicher zu sein ist gleich die neue festplatte mit truecrypt zu beschreiben. dann sind die daten für andere zwar lesbar aber unverständlich.
ich denke man sollte auch noch unterscheiden wann daten von einer festplatte mit reiner software hergestellt werden können und wann nur mit aufschrauben und manuellem auslesen.
 
Genau.
Selbst wenn sich im Labor mit viel Glück ein Bruchteil der Daten wiederherstellen ließe - wer kauft bitte HDDs bei ebay,.. nur um ggf. mit Laborausrüstung vom Feinsten nach sensiblen Daten zu suchen!?
 
Der Autor des Videos hat offensichtlich nicht wirklich Ahnung. Allein, dass er vermutet, dass die Daten in dem vom Head-Crash zerstörten Bereich zu 100% wiederhergestellt worden seien, ist lachhaft. Physisch zerstörte Sektoren können nicht mehr ausgelesen werden. Ganz einfach weil in diesem Fall die Datenträgerschicht weg ist.

Und dass von jedem Sektor ein Backup-Sektor existiert ist reinster Unsinn. Festplatten legen keine Kopien an. Lediglich Dateisysteme oder auch die unter dem Betriebssystem laufende Anwendungssoftware können von bestimmten Dateien Kopien anlegen. Nach einer (normalen) Formatierung oder Überschreibung des gesamten Datenbereichs sind auch die weg.

Fällt ein Sektor aus, sind die darin gespeicherten Daten verloren. Es gibt keine Sektor-Kopie, auf das zurückgegriffen werden kann. Reservesektoren stehen zwar zum Ersatz defekter Sektoren zur Verfügung, die beinhalten aber keine Daten und schon gar keine Datenkopien.

Das Auslesen der Nebenspuren ist ein weiteres Märchen, das er auftischt. Bei Disketten oder zu Anfangszeiten der Festplatte, als noch Schrittmotoren zur Positionierung der S-/L-Köpfe verwendet wurden (dieselbe Technik wie bei Diskettenlaufwerken), mag das vielleicht mal funktioniert haben. Heutige Festplatten arbeiten diesbezüglich ganz anders. Andernfalls wären solch hohe Datendichten gar nicht möglich gewesen.

Sobald Daten ein einziges Mal überschrieben wurden, können sie nicht mehr wiederhergestellt werden. Mit irgendwelchen Undelete-Programmen schon mal gar nicht.

Schaut euch den Artikel an, den Flo89 bereits verlinkt hat. Hier nochmals: klick!
 
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Seid ihr euch sicher, dass eine "vollstädige" Formatierung unter Windows wirklich jedes Bit überschreibt? Ich dachte bisher "vollständig" heißt hier im gegensatz zu "schnell" lediglich, dass bereits eine vollständige Master File table angelegt wird, die aber nur 10 oder 19% der Partition einnimmt - ich wüsste beim besten Willen nicht, wozu bei einer Formatierung jedes Bit beschrieben werden sollte.

Imho kann man ruhig einfach mal über das komplett geleerte Laufwerk mit Eraser oder dban rübergehen. (wenn man bereits eine Linux Live CD hat, kann man natürlich auch wie bei heise beschrieben die für dd nehmen - dban macht ja im Prinzip nichts anderes)
 
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Jupp, das sollte so schon stimmen - jedenfalls war eine mit Win7 formatierte Platte leer soweit ich das per HxD gesehen habe.
Vor Vista wurde nur die Lesbarkeit jedes Sektors überprüft, jetzt wird eben jeder Sektor beschrieben um ggf. schwebende Sektoren zu beseitigen.

Ansonsten kann man auch gleich andere Tools nehmen, ja, die löschen dann auch gleich die Partitionierungsinfos usw.
 
@MountWalker
Microsoft schrieb:
Change in the behavior of the format command in Windows Vista

The format command behavior has changed in Windows Vista. By default in Windows Vista, the format command writes zeros to the whole disk when a full format is performed. In Windows XP and in earlier versions of the Windows operating system, the format command does not write zeros to the whole disk when a full format is performed.
Quelle: klick!
 
MountWalker schrieb:
[...]
Imho kann man ruhig einfach mal über das komplett geleerte Laufwerk mit Eraser oder dban rübergehen. (wenn man bereits eine Linux Live CD hat, kann man natürlich auch wie bei heise beschrieben die für dd nehmen - dban macht ja im Prinzip nichts anderes)
Sofern man nur einmal überschreibt ist es gut, nur bitte keine Gutman oder ähnliche Verfahren - die toll klingen - anwenden.
 
ich denke wir haben ihm auf jeden fall viele möglcihkeiten aufgezeit on denen er sich eine aussuchen kann ;)
 
Teste es doch einfach selber... lad dir n paar datenrettungs programme und teste deine platte damit. Nachdem du z.B. mit der schnellsten lösch methode anfänngst...

p.s.: Ich verkaufe meine Platten z.B. nicht mehr... werden halt externe oder weitergereicht inna familie
 
Richtig, wie der Heise-Link sagt, reicht einmaliges Löschen. In der c't war mal ein Artikel samt Anleitung, wie man HDDs wirklich löscht. Es kam DBAN - Darik's Boot And Nuke zum Einsatz. Das ISO auf CD brennen, booten und los. Selbst die schnellste Methode ist nicht weniger sicher als die anderen. Jetzt weiß ich aber nicht mehr, in welcher c't das stand und vor allem nicht, welches die schnelle Methode war - leider.

PS: Ich meine DoD Short war es.
 
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