Fileserver

Fretful

Cadet 4th Year
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Nov. 2005
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hallo wertes forum!

ich möchte einen fileserver aufstellen, er soll max um die 600 euro kosten

darauf laufen wird linux und die festplatten werden verschlüsselt

der rechner wird 24/7 laufen

er soll als ftp server ,p2p client und als webserver dienen.

welche cpu & wie viel ram würdet ihr mir da empfehlen? lassen wir mal das gehäuse weg und sagen es kostet 70 euro.
 
Nun, bei einem "normalen" Fileserver würde ich eine stromsparende Low-End- beziehungsweise Office-CPU empfehlen. Sollen die Platten jedoch verschlüsselt werden, kann gar nicht genug Rechenleistung zur Verfügung stehen. Eine Dual-Core-CPU, besser noch ein Quad erscheint mit unausweichlich.

Als Server-Board favoritisiere ich momentan das GigaByte MA78G-DS3H. Es verfügt über 6 SATA-Ports, eine Oboard-Karte, unterstützt 16 GB Speicher usw.

Dazu würde ich vielleicht eine X4-Phenom-CPU nehmen - eine mit B3-Stepping versteht sich. Entweder die stromsparende Varaiante (X4 9150e oder 9350e) oder wenn mehr Leistung gewünscht wird ein X4 9550/9650/9750. Eine CPU mit noch mehr TPD geht bei einem 24/7-Sys fast nicht...

Speicher: Je nach Ansprüchen 2*2 bis 4*2 GB. Kostet momentan eh nicht viel.

NT: Wie wäre es mit einem kleinen Enermax Modu82+? Ist eigentlich überdimensioniert ("keine" Graka). Vielleicht ein Seasonic S12II-380HB?

Wie viele Platten möchtest du denn (mit wie viel Speicher?)? Stromsparende sind halt zu empfehlen - mit wenigen, aber kapazitären Plattern...
 
Wie wäre es denn erst einmal mit einer Auflistung der verwendeten Distribution nebst konkreter Anwendungen? Ohne zu wissen, was Du einsetzt, etwa welche Art der Verschlüsselung, ist jeder Rat zwecklos.

Ach, über mir, völliger Overkill dein Rat. Was baust Du da? Einen Supercomputer?
 
Nun, kennst du irgendeine Verschlüsselung, die nicht in der CPU hängt? Naja, wenn der Server nur mit 100 MBit angebunden würde, dann wäre eine solche CPU wohl tatsächlich stark überdimensioniert. Aber wenn ich mir da vorstelle, was da so alles gerechnet werden muss, erschiene mit ein X4 9150e durchaus angebracht.
 
also angebunden ist der server mit 1000mbit

als distri wird debian verwendet

jo zwecks verschlüsselung, sollte doch ziemlich gut sein (hab mir noch keine gedanken darüber gemacht)

achja, p2p wird nicht genutzt auf dem server, und webserverfähigkeiten eher ganz selten!

es werden schon mindestens 4 festplatten werden, später dann wahrscheinlich 6 (also jeweils 1 TB platten)
 
Zuletzt bearbeitet:
@lord
Du hast praktische Erfahrung bei der Einschätzung von Verschlüsselungssystemen unter Linux?

Wie sich die Schlüssellänge und verschiedene Algorithmen auf die Rechenzeit auswirken und auf die zu erzielenden Datenraten?
Sind die Programme multithreaded programmiert, bringt ein Dualcore überhaupt etwas?
Und was sollen 8GB RAM in einem Fileserver?

@fretful
Welches Verschlüsselungsprogramm, AES, Blowfish oder doch etwas ganz anderes...

Nicht zuletzt ist es wichtig, sich vorher Gedanken über den Ernstfall zu machen. Was passiert, wenn der Rechner nicht mehr startet und Daten gerettet werden müssen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Mit Linux nicht, aber Verschlüsselung wird unter Windows auch nicht langsamer laufen...

30 MBit? Keine LAN-Anbindung? Dann wirds wirklich nicht so viel Rechenleistung brauchen...

Ich dachte eher, der Server wird an ein Gbit-LAN angeschlossen und muss da als Speicherriese zur Verfügung stehen. In dem Fall würde Rechenkapazität en masse benötig... Viele Verschlüsselungsalgorithmen sind auf Parallelisierung ausgelegt.

@ topic

Ein ganz genaues Anforderungsprofil des gewünschten Rechners würde helfen, den Performancedisput zu klären... Wo kommt der hin? Hängt er nur am Internet? Wie viele Rechner hängen im selben LAN? Was wird an den Rechnern gemacht? Wie intensiv schätzt du den Zugriff auf den Server ein? usw...
 
also der server steht im lan genauer gesagt im gigabit lan und stellt dann diverse Dateien zu verfügung. ansonsten hängen nur 2 pcs mit im lan, wo auch selten beide auf den server zugreifen.

tja im internet hängt er auch und zwar mit 30mbit.

zwecks verschlüsselung, was is da zu empfehlen?!

achja, die wichtigen daten sichern wir doppelt und zwar auf einem der beiden pcs im lan!
 
Du solltest dich erst einmal fragen, aus welchem Grund Du die Daten verschlüsseln willst und dich dann daran machen, dir ein Programm deiner Wahl auszusuchen, testweise Daten zu ver- und entschlüsseln und den Ernstfall zu proben.

Die Blauäugigkeit mancher User, ihre Daten ohne Test einer Verschlüsselung anzuvertrauen, trifft in vielen Threads auf die harte Realität. Wenn schon die Ein-Klick-Verschlüsselung unter Windows problematisch ist, sollte das den Blick schärfen für Linux.

Hinzu kommt, dass wenn Du die Daten woanders sicherst, Du konsequenterweise verschlüsselte Daten sichern musst, um deren Sinn nicht ad absurdum zu führen.

Warum fällt deine Wahl auf Debian oder anders, warum überhaupt Linux?
 
https://www.computerbase.de/news/apps/truecrypt-6-0-veroeffentlicht-benchmark.22317/

Das dürfte wohl am ehesten geeignet sein...

Skaliert auf Mehrkernsystemen extrem gut - doppelt so viele Kerne, doppelte Performance. Und die Verschlüsselung ist ausreichend. Je nach Verschlüsselungsgrad ist die benötigte Rechenleistung unter Umständen enorm. Bei einer AES-Twofish-Serpent ist vorstellbar, dass ein Dual-Core-Prozessor limitiert und nicht die GB-Bit-LAN-Anbinung oder die Festplatten... Ein kleiner Quad wäre in solch einem Fall durchaus angebracht.
Also wirds darauf hinauslaufen, dass du dir überlegst, wie stark die gewünschte Verschlüsselung sein muss. Dann kann man entscheiden, wie potent die CPU sein muss.
 
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