FOS oder doch lieber Abi? FH oder Uni?

Painigore

Cadet 1st Year
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Hallöchen!

Also ich stehe momentan vor folgendem Problem:

ich mache eine schulische ausbildung (größte fehlentscheidung meines lebens), möchte allerdings studieren gehen. anfangs hatte ich es so geplant, nach der ausbildung FOS ran zu hängen um dann an die fachhochschule zu gehen. allerdings bin ich mir jetzt dessen nicht mehr ganz so sicher, da mich auch ein studium an der uni interessieren würde (richtung soll angewandte informatik werden).

demnach würde es heißen: 1 jahr FOS gegen 3 jahre Abitur. für das abitur würde sprechen das ich, wenn ich mich beruflich neu orientieren möchte/muss, wesentlich mehr auswahl habe und auch einen gewissen eindruck hinterlasse, da die FH-reife eine recht einfache methode ist um studienberechtigt zu sein. dagegen sprechen allerdings 3 lange jahre, wenn ich den abschluß mache bin ich dann auch schon 22.

für die FOS sprechen die kurze dauer, das fach speziefische was meiner meinung nach an einem gym fehlt und zumal eine längere schulzeit auch bedeutet das ich erst später in die berufswelt einsteigen kann (das können mal schnell 40-50k € p. a. werden, bildung kostet halt ^^).

ich denke auch das ich hauptsächlich das abi machen möchte um halt eine art neustart zu wagen, voll motiviert an die sache ran gehen usw., da ich die herausforderung suche und die finde ich in der schulischen ausbildung bzw. dann auch auf der FOS definitiv nicht.

tendieren würde ich momentan, aufgrund oben genannter gründe, zum abitur, allerdings habe ich kaum noch lust derart lange die schulbank zu drücken, liegt wohl an der ausbildung da sich diese regelrecht in die länge zieht und die lehrkräfte einen extremst demotivieren :o

würde mich über erfahrungsberichte freuen von leuten die vor einem ähnlichen problem standen oder von erfahrungsberichten der jeweiligen absolventen.

mfg

p.s.: die unterschiede von FH und Uni sind mir geläufig und sachen ala "FH ist halt praxisorientierter" sind für mich irrelevant :)
 
Ich hätte mich in deinem Fall für FOS entschieden. Liegt aber daran das mein Studiengang an einer FH angeboten wurde und ich dort hin wollte. 2 zusätzliche Jahre Ausbildung(Schule) sind schon ziemlich lang.
Wenn dein Studiengang aber nur an einer Uni angeboten wird dann mach Abi. So schlimm ist es auch nicht und im Prinzip ist es eine sehr schöne Zeit im Leben.

PS: Es gibt auch andere Wege an das Abi zu kommen. Wenn du Fachhochschulreife hast kannst du an einigen FHs deine Hochschulreife zusammen mit dem Vordiplom erhalten. Ob dir das was bringt musst du entscheiden.
 
also ich persönlich habe nach meiner ausbildug zum automobilmechaniker in einem jahr mein fachabi gemacht, und studiere jetzt fahrzeugtechnik auf einer fachhochschule. das bringt dir zwei vorteile:

1). Zeit. Durch die vorherige Ausbildung kommste mit einem jahr fürs fach abi hin (ich bin mit 23J. im 7ten Semester mit abstand der jüngste im kurs)

2). ein Studium an einer fachhochschule ist meistens viel praxisbezogener, ein studium an einer uni dagegen viel theoretischer
 
ich bin der meinung du solltest zur Fos gehen(mach ich auch gerade)
da sind dann nur menschen die das gleiche wollen wie du, was das ganze etwas einfacher macht. Außerdem ist die FOS eine sehr schöne schulform, Fachbezogen und nicht zu schwer.

Allerdings gibt es auch technische Gymnasien, wo man auch schon Fachspeziefisch unterrichtet wird(bei uns in Osnabrück zumindest)
 
jap bin 3 Jahre auf Fachgymnasium Technik gegangen (Informatik). Ist total geil, wir hatten in Woche 10 Unterrichtstunden IT, Mathe, Deutsch und paar nebenfächer und das war´s, und unser abi wird auch in allen Bundesländern (abgesehen von Bayern) anerkannt, ich würde dir auf jeden fall empfehlen auf einem Fachgymnasium zu gehen
 
Also ich kenne deinen Werdergang von mir selbst recht gut.

Ich habe auch eine Schulische Ausbildung gemacht und bin dann zur FOS gegangen und begann zu studieren.

Nun meine Erfahrungen die ich gemacht habe sagen mir, dass der FOS-Abschluss dich nur geringfügig auf ein Studium vorbereitet.

Man hat zwar in diesem einen Jahr sehr viel Abi-Stoff, jedoch bist du nicht ausreichend unterrichtet wie beim normalen Abitur.

Und wenn du an eine Uni willst, dann nützt dir das Abitur sowieso mehr als der FOS-Abschluss.

In manchen Bundesländern gibt es auch noch eine andere Form, das nennt sich glaube Berufliches Gymnasium oder so. Da kann man in 2 Jahren das reguläre Abi nachholen.

Wenn du allerdings Informatik studieren willst, dann empfehle ich dir eine Fachhochschule, da diese viel praktischer angelegt sind.
Schau dir aber Studienführer an, denn nicht jede Hochschule ist in jedem Fachgebiet gut.

Was auch ich leidvoll erleben musste.

Und nochwas, mach dir über dein Alter noch nicht so viele Gedanken, mit 22 wärst du noch lange nicht zu alt, mit einem Studium anzufangen.

Ein kleiner Tipp, Mathe ist seeeeeeeehr wichtig und das heißt viel üben und lernen, glaub mir. ;)

Ich hoffe ich konnte dir etwas helfen. Viel Erfolg.
 
ich habe dieses jahr abitur an der FOS geschrieben und wenn man noch ein jahr dranhängt(13. klasse) kann man an der uni studieren. ich studiere ab 1. oktober druck- und medientechnik an der fh münchen.

würde mich über erfahrungsberichte freuen von leuten die vor einem ähnlichen problem standen oder von erfahrungsberichten der jeweiligen absolventen.
ich bin von der hauptschule 10. klasse auf die fos gegangen und habe mir die ersten eineinhalb jahre schwer getan. dann ein halbes jahr vor dem abitur habe ich angefange hausaufgaben zu machen und zu lernen begonnen und ab da war es wirklich einfach.

am ball bleiben, dann hat man ein sehr schönes und einfaches leben auf der fos :D
 
Zuletzt bearbeitet:
also ich persönlich studiere an der fh, aber mein bruder hat das große los gezogen: abitur gemacht mit schnitt 1,2, berufsakademie bei ibm 3 jahre als BWLer mit fachrichtung informatik, dann paar jahre dort weiter gearbeitet, dann 1 jahr ausland und jetzt weltweiter interner prüfer bei ibm, d.h. 4 jahre nach dem ende seiner berufsakademie wohnt er zb im gleichen hotel wie das mclaren f1 team in ungarn, der chef eines landes muss ihm alles offenlegen etc und bei monster.de bekommt er laufend jobangebote ab exorbitant hohen summen aus aller welt und hat mittlerweile neben dem arbeiten seinen master of economy + science oder so fertig...
da ich selbst auch kurze zeit an der uni studiert habe und jetzt an der fh bin, viele klassenkameraden und bekannte damals größtenteils auch uni und ba gemacht haben, würde ich heute ne ba ausbildung machen und empfehlen.
wenn du wirklich genug motivation hast dann mach die beste ausbildung die du im moment machen kannst und das ist abi mit anschließendem ba oder uni studium. für ba braucht man fast überall abi, aber in bestimmten bundesländern gibts da auch abweichende regeln...
 
@ giro: FOS würde ich auch nur im Falle einer vorherigen einschlägigen berufsausbildung empfehlen, wodurch die vielleicht nicht ganz so gute studiumsvorbereitung durch das fachabi wieder ausgeglichen wäre...
 
was zur hölle ist FOS?
 
Ist deine Frage ernst gemeint?

Fachoberschule! Sie führt innerhalb der Jahrgangsstufen 11 und 12 zum Fachabitur (Fachhochschulreife).
 
Fach oberschule.

Zumindest gibt es die in Bayern. Weis nicht wo du her bist.
Falls aus Bayern hast du die Möglichkeit
dort FOS in 1 Jahr nach einer Berufsausbildung zu machen.
ansonsten nach Realschule sind es 2 Jahre zum Fachabi.

Als weitere Möglichkeit haste dann noch die BOS.
da kannste in insg. 3 Jahren das allgemein Abi machen.
Wie lange du brauchst kommt auf deine vorbildung an.
zb. Real und Ausbild. 1 Jahr Fachabi , 2 Jahre allg. Abi

ich ahbe damals 1 Jahr FOS gemacht, (war stressig) und dan Angewandte Informatik (FH) in aber dann BW (Zum SS, BY nur WS)studiert.
 
k!su schrieb:
2). ein Studium an einer fachhochschule ist meistens viel praxisbezogener, ein studium an einer uni dagegen viel theoretischer
Im Fachbereich Informatik spricht meiner Meinung nach deine Aussage zu 100% für ein Studium an einer Uni. Informatik ist nun mal zu (Hausnummer) 70% Theorie.

Ein Abgänger einer FH hat es anfangs wahrscheinlich leichter, da er mehr praktische Erfahrung hat, aber die praktischen Konzepte ändern sich im Bereich Informatik sehr schnell. Die dahinterstehenden theoretischen Konzepte nur sehr sehr selten. Ein Absolvent einer FH beherrscht die praktischen Konzepte sehr viel besser als ein Uni-Absolvent; die theoretischen jedoch nur (meiner Erfahrung nach) sehr begrenzt. Und wenn man die Theorie beherscht, lernt man neue praktische Umsetzung davon sehr schnell; ohne das Theorie-Wissen jedoch fällt einen das nicht so leicht.
 
möglich das du da recht hast, morpheus.
kann da nur von den erfahrungen sprechen, die ich im bereich fahrzeugtechnik mache/gemacht habe.
möglich das sich das beim studiengang informatik anders verhält
 
Man kann FH und Uni so trennen bzw. vergleichen:

Wenn du ein FH studium machst, dann sind es zum größten Teil Berufsbezogene Studiengänge
und man plant normalerweise mit einem FH Abschluss wieder praxisbezogen zuarbeiten.

Wenn du ein Uni Studiom absolvierst, geht es meistens in Richtung Wissenschaft.


Kenn mich auch nicht genau aus aber mal sls Bsp vielleicht verständlicher, wenn jemand maschinenbau
an der FH studiert, so wird er wissen wie er maschinen komplett auseinander baut und diese wieder zusammensetzt. aber jemand der Maschinenbau an der Uni studiert hat, wird maschinen weiterentwickeln.


unter mir: so mein ich es :)
 
Zuletzt bearbeitet:
auch ein FH stundet wird einen motor weiterentwickeln können.
nur denkt er auch noch in folgende richtung (halt praxisbezogener):

was bringt zB die konstruktive gestaltung eines motorblocks, in dem ölkanäle usw so verlaufen, das der ölfilter an einer derart ungünstigen stelle liegt, das man beim normalen wartungsumfang in der werkstatt den halben motor auseinanderbauen muss, um "mal eben" den ölfilter zu wechseln...

deswegen hört man in der werkstatt oft den spruch "...ach, das hat wieder ein theoretiker gebaut..." wenn mal wieder ein Bauteil derart versteckt/durch andere teile verbaut ist, das man für eine eigentlich kleine reparatur eine denkbar lange zeit braucht...
 
bawde schrieb:
ich bin von der hauptschule 10. klasse auf die fos gegangen und habe mir die ersten eineinhalb jahre schwer getan. dann ein halbes jahr vor dem abitur habe ich angefange hausaufgaben zu machen und zu lernen begonnen und ab da war es wirklich einfach.

am ball bleiben, dann hat man ein sehr schönes und einfaches leben auf der fos :D

Hey, ich gehe zurzeit (leider) auch auf eine Hauptschule, will auch die 10. Klasse machen und danach möglichst viel weiterlernen. Wie hast du die 10. Klasse abgeschlossen? Reicht ein "einfacher" erweiterter Haupschulabschluss um an die Fos zu gehen?

MfG, welcen.
 
Zuletzt bearbeitet:
mich würd interessieren wie ihr über die hauptschule zur FOS könnt, bei mir in hamburg setzt das ja realschulabschluss voraus 0.o

b2t: ich an deiner stelle würde mich auch für die fos bzw. die FH entscheiden, denn mit nem studium anner FH bekommste auto. ja auch dein vollabi, und soweit ich weiß kannste bei nem guten bachelor abschluss deinen master auch an der uni machen.
 
k!su schrieb:
auch ein FH stundet wird einen motor weiterentwickeln können.
nur denkt er auch noch in folgende richtung (halt praxisbezogener):

was bringt zB die konstruktive gestaltung eines motorblocks, in dem ölkanäle usw so verlaufen, das der ölfilter an einer derart ungünstigen stelle liegt, das man beim normalen wartungsumfang in der werkstatt den halben motor auseinanderbauen muss, um "mal eben" den ölfilter zu wechseln...


Jetzt würd mich wirklich mal interessieren, wie dieser Praxisbezug an FHs aussieht.
Was wird konkret an der FH vermittelt, damit der spätere Ingenieur nicht vergisst, dass man einzelne Bauteile auch wieder auswechseln muss?
 
hui, vielen dank für die rege beteiligung :)

ich habe mir eigentlich schon das Abitur ins Auge genommen, da ich der Ansicht bin das es mir halt weitaus mehr Möglichkeiten schafft. Der größte Vorteil an dem Abitur sehe ich darin, das ich halt wirklich machen kann was ich will, z. B. würde mich auch ein Duales Studium interessieren, da aber was mit der Fachhochschulreife zu reißen ist fast unmöglich.

Das einzige was gegen eine solange Schulkarriere spricht ist, das ich halt bis 22 nicht auf eigenen Beinen stehen kann/werde. Solange meine Eltern hinter mir stehen wird das (ok, Beziehung mit Freundin könnte stressig werden, aber für eigene Wohnung ist auf kurze Zeit eh kaum was in Sicht, zumal mir der Vater die Hölle heiß machen würde ^^) aber auch nicht sooooooo fatal werden.
 
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