Fps, Hz & Co.

Es gibt eine Fraktion von Spielern, die auf 120 Hz und dreistellige FPS schwören, weil sie es noch aus Röhren-Zeiten so gewohnt sind. Zum Teil spielt auch m.E. der FPS-Hype im Bereich der Spiele auf Basis der Quake-Engine eine Rolle. Hier gab es ja tatsächlich Geschwindigkeitsvorteile für den Spieler in der Spielwelt, wenn er mehr FPS hatte (Stichwort: Strafejump).

Auf der anderen Seite, gibt es die 25 FPS-Fanatiker und das Argument der Trägheit des Auges. Wobei man in der vordersten Reihe im Kino bei schnellen Schwenks schon merkt, dass da etwas nicht so ganz stimmen kann. Peter Jacksons "Der kleine Hobbit" wird darum ja auch in 48p produziert.. wird wohl einen Grund haben.

Dann gibt es dazwischen eben noch viele Störfaktoren, wie Bildschirmeinstellungen, VSync-Eingriffe in die Framerate und das Auge selber, das sich eben nur zu leicht täuschen lässt. Nach wie vor kaufen die Leute im Laden immer den TV, bei dem Farbe und Kontrast hochgedreht wurde (Boar, super Bild).

Jedenfalls glaube ich den 120Hz-Vertretern absolut, dass es für Sie wirklich ein Vorteil ist und wer auf 120 Hz verzichtet und dafür eine bessere Panel-Technik bekommt, mach sicher auch nichts falsch. Werde mich mal weiter umgucken..

und beim Wechsel von meinem alten Samsung 226bw werde ich wahrscheinlich eh total "geflashed".
 
andy_0 schrieb:
@ audioph1le
Tut mir leid dir das sagen zu müssen, aber es interessiert niemanden was irgendwelche selbsternannten "Profis" denken. Ein 60Hz Monitor stellt nur 60 Bilder in der Sekunde da. Es spielt also keine Rolle ob das Spiel mit 60, 100, 300 oder 6000 Bilder/s läuft (solange es immer mindestens 60 Frames/s sind), da der Monitor nur 60 Bilder in einer Sekunde anzeigt und die restlichen verworfen werden.
Da muß ich aber audioph1le Recht geben, denn zum Spiel gehört schon mehr als nur die Bilder die der Monitor anzeigt. Eine hohe Framerate zeugt davon, dass der PC das Spiel schneller abarbeitet und darunter eben auch die Abfrage der Eingabegeräte.
Das habe ich damals bei Quake 3 (oder auch UT, wo die Engine dann keinen Bonus gebracht hat) auch stark gemerkt, ob ich meine 125fps habe oder eben nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
@ SavageSkull
Nein, das ist Schwachsinn. Wie von daddel_lars gesagt war dies etwas sehr spezielles bei der Quake Engine. Grundsätzlich ist die Bildwiederholrate nur genau das - wie oft das Bild an die Grafikkarte ausgegeben wird. Von einer Verarbeitsungsgeschwindigkeit kann man da überhaupt nicht sprechen, da die Grafik und die restliche Eingabe für gewöhnlich extra berechnet wird.
 
Ich meine nicht die Reichweite eines Sprungs, sondern wirklich eine Reaktion der Steuerung. Für mich ruckelt ein Spiel sobald es Einbrüche unter 40FPS gibt, nicht weil das Bild stottert, sondern weil die Steuerung hängt.
Es kann sein, dass das heute anders ist, weil man selten am CPU Limit ist, was früher (und bei mir immer noch) der Fall war.
 
SavageSkull schrieb:
Eine hohe Framerate zeugt davon, dass der PC das Spiel schneller abarbeitet und darunter eben auch die Abfrage der Eingabegeräte.

Mit der Aussage hast du dich selbst disqualifiziert...

Kinder, wenn ihr meint ihr braucht die 120Hz damit ihr "pro" seid, dann macht.
 
Vielleicht ist der Satz etwas unglücklich gewählt. Die Eingabegeräte am USB haben ja eine Polling Rate, in der sie abgefragt werden.
Wenn der Rechner jedoch am Limit ist, kann er schlecht die Eingaben im Spiel umsetzen. Das Steuerung auf niedrigen Frames laggy wird und das bei einstelligen Frames die Maus nur noch Sprünge macht ist jedoch Fakt.
Daher bin ich schon der Meinung FPS sind wichtig, allerdings hat das nichts mit der Bildwiederholrate zu tun, was ich auch nicht geschrieben habe.

PS:
Mal wieder typisch, ich erklär die halbe Technik und drück mich in einem Satz schlecht aus und schwupps wird sich daran wieder aufgehangen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hrrr, ihr seid alle lustig. Das ist hier ja fast genauso unterhaltsam wie die Diskussion, ob ein HDMI-Kabel für 50€/m den besseren Klang als ein günstigeres Kabel liefert. :)
 
Biggunkief schrieb:
Mit der Aussage hast du dich selbst disqualifiziert...

Kinder, wenn ihr meint ihr braucht die 120Hz damit ihr "pro" seid, dann macht.


ich habe meinen erfahrungsbericht mehrmals verlinkt, wenn es um die frage "120 hz was bringt das" ging.

kurz und gut, der wechsel auf 120 hz macht keinen plötzlich godlike. da ist mehr übung wesentlich produktiver (wofür ich leider viel zu wenig zeit habe).

dafür ist das bild einfach angenehmer. da ich schnelle shooter bevorzuge, hatte ich (wahrscheinlich wegen des langsamen bildaufbaus) regelmäßig eine art schwindel nach dem zocken, eine leichte übelkeit, die ich seit dem abschied von der röhre hatte und die seit 120 hz nicht mehr auftritt.

zudem kommt mir das 60 hz bild verwaschen vor, was mir früher nicht aufgefallen war.

rein um angenehmer zu spielen hat sich der kauf also gelohnt (S27A750D für 350 € ersteigert), von einer k/d-ratio her nur wenig.
 
Noerd schrieb:
ob ein HDMI-Kabel für 50€/m den besseren Klang als ein günstigeres Kabel liefert. :)

Aufpassen. Das ist ein schlechter Vergleich.

Während HDMI Kabel digitale (0,1 und nichts anderes - gibt also kein schlecht und gut, sondern geht und geht nicht) Signale liefert und es somit egal ist, wieviel so ein Kabel kostet (lange Kabel ab 5m müssen jedoch gut verarbeitet sein, womit der Euro/Laufmeter bei zunehmende Länge stark ansteigt), sieht man bei 60Hz und 120Hz wenigstens die Unterschiede.
120Hz sieht einfach um Welten flüssiger aus als 60Hz. Am besten sind immer noch die Röhrenmonitore, meiner Meinung nach.
Ich persönlich zocke noch mit 60Hz und hab schon so manche Monitore oder Fernseher gesehen, die einfach um Welten saubere Bilder abliefert. Unterschied wie Tag und Nacht.

Ich kann sagen: Wer 120Hz nie benutzt, verpasst eigentlich nichts und man ist mit den lahmen 60 zufrieden.
Gott sei Dank hab ich nie mit solchen Monitoren gezockt. Kann mir gut vorstellen, dass nach 120Hz nur noch 120Hz gekauft werden muss und man von 60Hz nichts mehr wissen will.
 
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