Frage zu QLC-SSDS

SlaterTh90

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Hallo,

ich will bald meinen Desktop-PC mit einer zweiten SSD ausstatten, die dann vermutlich als neues Boot-Drive für Linux laufen wird. Entweder 1TB oder 2TB, da bin ich noch am überlegen.

Die QLC-SSDs sind preislich ziemlich gut dabei (Intel 660p ist gerade mein Favorit). Die "Problematik" mit der Schreibgeschwindigkeit ist mir bewusst. Was aber irgendwie kein Test so richtig geprüft hat, ist die Lesegeschwindigkeit. Gibt es da bei QLC auch diesen Abfall auf HDD-Geschwindigkeit, wenn die Daten nicht im Cache sind?
 
Also wenn du davor Angst hast würde ich lieber zu einer MX500 für 5€ mehr greifen.
Die hat TLC, was auch mit einer längeren Haltbarkeit einhergeht. (200 vs 360 TBW)

Gibt es allerdings nur als 1 TB wenn M2 wichtig ist

Übersehen das es um eine NVME SSD geht

Edit: Hier mal ein Zitat von Hardwareluxx, klingt niht sehr positiv

"Zum Verhängnis werden die SSD 660p aber zwei Nachteile der QLC-Technik. Zum einen geht damit eine im Vergleich mit TLC-Zellen geringere Leistung einher, zum anderen fällt die Haltbarkeit geringer aus. Ersteres Problem will Intel mit einem im Idealfall großzügig bemessenen variablen SLC-Cache umgehen. Das gelingt auch, so lange der Pufferspeicher nicht komplett gefüllt ist. Ist er jedoch aufgebraucht, können die Daten keine Abkürzung in den QLC-Bereich der SSD nehmen. Stattdessen müssen sie regelrecht anstehen, was die Leistung auf HDD-Niveau drosselt und zu hohen Latenzen führt.

Für das Problem der geringeren Haltbarkeit hat Intel hingegen keine Lösung, sondern setzt auf die Wirkung der Garantie. Die versprochenen fünf Jahre wirken großzügig, kaschieren aber lediglich den minimalistischen TBW-Wert, der lediglich ein Drittel so hoch wie bei der SSD 600p ausfällt und der bislang schlechteste Wert der getesteten SSDs ist. Natürlich führt das Überschreiten des TBW-Werts nicht zum sofortigen Ausfall des Laufwerks. Doch er zeigt, wie wenig Vertrauen Intel in seine SSD hat. Das belegen Vergleiche mit anderen QLC-basierten SSDs."
 
Zuletzt bearbeitet:
SlaterTh90 schrieb:
Gibt es da bei QLC auch diesen Abfall auf HDD-Geschwindigkeit, wenn die Daten nicht im Cache sind?
Das ist anzunehmen, aber die führenden QLC SSDs von Intel und Samsung haben beide Cache, daher ist das aktuell nicht praxisrelevant...

Meines Wissens nach ist QLC in Lesegeschwindigkeit mit einer TLC-SSD vergleichbar.

edti: Anscheinend nicht, zumindest haben vergleichbar große QLC-SSDs nur die halbe Lese-Leistung einer NVMe TLC SSD:

Intel SSD 660p 1TB, M.2
Corsair Force Series MP510 960GB, M.2

Gegenüber einer TLC SATA SSD sind die aber locker überlegen was reine Leseleistung angeht:
Crucial MX500 1TB, M.2
 
TowelieMcTowel schrieb:

Die ist eher keine Alternative - gibt es zwar als M.2, aber nicht mit PCI-E. Ich hab jetzt jedenfalls keine gefunden.

Rickmer schrieb:
Meines Wissens nach ist QLC in Lesegeschwindigkeit mit einer TLC-SSD vergleichbar.
Das würde ja reichen. Pure MLC oder SLC SSDs sind mir sowieso viel zu teuer - entweder es wird QLC oder TLC. Wenn beim Lesen kein oder kaum ein Unterschied existiert, wohl eher QLC.
 
SlaterTh90 schrieb:
Das würde ja reichen. Pure MLC oder SLC SSDs sind mir sowieso viel zu teuer - entweder es wird QLC oder TLC. Wenn beim Lesen kein oder kaum ein Unterschied existiert, wohl eher QLC.
Wie im Edit geschrieben - QLC ist halb so schnell wie eine gleich große TLC SSD... jedoch doppelt bis dreifach so schnell wie eine gleich teure SATA SSD.

Ich hatte auch mal überlegt eine 1TB QLC für meinen Heimserver zu kaufen da ich dort seltenst größere Writes brauche (höchstens wenn ich mal eine VM klone) aber hatte dann stattdessen hier im Forum eine MLC basierte NVMe SSD gekauft.
 
Oh sorry das habe ich übersehen. Der Test den ich verlinkt habe klingt allerdings nicht sehr rosig

Von daher würde ich eine SATA SSD nicht direkt ausschließen, die meisten Nutzer werden kaum einen Unterschied merken, trotz beserrer Benchmarks, hättest dafür aber eine deutlich höhere Haltbarkeit
 
TowelieMcTowel schrieb:
hättest dafür aber eine deutlich höhere Haltbarkeit

Ich glaube eherlich nicht, dass die TBW ein Problem bei mir sind. ~100GB am Tag, jeden Tag, für 5 Jahre. Das sind die Werte die man erreichen darf innerhalb der Garantie (bei der 1TB 660p). Da ich weder Videos editiere noch sonst irgendwie täglich hunderte Gigabyte bewege, sollte das komplett egal sein. Mir gehts eher um Speicherplatz und hohe IOPS/Read-Performance. Das erste kann Sata sehr gut, das zweite nicht so wirklich.

Die Werte von der Corsair Force Series MP510 sehen ziemlich verlockend aus. Die könnte ein guter Kompromiss sein zwischen Platz und Performance.

TowelieMcTowel schrieb:
die meisten Nutzer werden kaum einen Unterschied merken, trotz beserrer Benchmarks,
Das stimmt auch wieder ^^. So viel teurer ist NVMe aber auch nicht, da nehme ich lieber den Performance-Bonus mit.

EDIT: Sehe gerade, die MP510 ist überall ausverkauft. Muss ich nochmal weiter gucken.
 
Ich habe eine Crucial P1 1TB, mit der ich bisher sehr zufrieden bin. Der SLC-Cache war für mich bisher immer groß genug, sodass ich immer die volle Leistung hatte.
 
Ich würde eher eine sehr gute 512GB NVME nehmen und eine billige 2TB SATA zur Auslagerung. So ähnlich hab ich es gemacht. Wobei meine Auslagerung ein 10 Gbit NAS ist ^^
 
Wenn es denn eine Blender mit QLC und NVME sein soll dann bitte die Crucial P1 denn die knausert nicht so mit dem DRAM-Cache wie die Intel 660: bei der Crucial gibt es etwa 1GB DRAM Cache pro TB Nennkapazität, bei Intel ist das deutlich geringer
 
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