Fritzbox augehandelte Verbindungseigenschaften bei Überlastung

Arcturus128

Captain
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Hi Leute, ich habe da mal eine kurze Frage zu den ausgehandelten Verbindungseigenschaften bei einer Fritzbox.

Wenn die Datenrate sinkt, da viele andere Nutzer das Internet nutzen und das Netz überlastet ist, sinkt dann nur die 'aktuelle Datenrate', oder auch die 'Leitungskapazität'?

Gruß
 
Zuletzt bearbeitet: (Korrektur)
BDie Raten haben absolut nichts mit dem Netz und der Last im Netz zu tun. Die beiden Werte sind ausschließlich von der Signalqualitäta abhängig. Und damit von der Leitung zwischen dem DSLAM und der FritzBox. Von nichts anderem.
 
Ah, verstehe. Aber mehr als die 'aktuelle Datenrate' sind doch definitiv nicht möglich, korrekt?
Und die Leitungskapazität sollte (sofern kein Ausbau vorgenommen wird) doch immer gleich bleiben, korrekt?
 
Die Leitungskapazität wird immer wieder neu ausgemessen. Starte die Box neu und es steht ein anderer Wert dort.
 
Bleibt sie denn grob definitiv immer gleich? Es geht darum, den Wert zu nutzen um eine außerordentliche und fristlose Kündigung aufgrund deutlich zu langsamer Geschwindigkeit zu rechtfertigen (20 % des maximalen Wertes).
 
tageszeitabhängig. Bei meinen Eltern steht einmal 9Mbit dort und ein anderes mal nach nem Neustart dann 6,5Mbit. Geschaltet werden aber eh nur 3mbit
 
Was die FritzBox sagt, das ist unerheblich. Wichtig ist Dein Vertrag und die tatsächliche Geschwindigkeit, die bei Dir ankommt. Die FritzBox Werte sind eine Einschätzung. Mehr nicht. Die Dämpfungswerte kann man sicher nur durch eine richtige Messung feststellen.

Was kommt jetzt bei Dir an? Was hast Du für einen Vertrag? Aufgrund Deine Fragestellung kann man schon sehen, was Die FritzBox Dir da sagt, das kannst Du in keinster Weise einschätzen.
 
Da im Vertrag maximal 16 Mbit/s festgelegt sind und allein die 'aktuelle Datenrate' meist nur 20 % davon beträgt spielt es in diesem Fall eigentlich keine Rolle ob real noch weniger ankommen, da es eh schon zur außerordentlichen und fristlosen Kündigung berechtigt.

Trotzdem: Auf welche Art und Weise könnte man denn die tatsächlich übertragene Datenrate messen? Speedtests eignen sich dazu ja nur bedingt, weil im Zweifelsfall (vor Gericht) ein zu langsamer Server oder Computer angeführt werden können.
Man möchte ja möglichst eindeutige Beweise haben, was ein Speedtest daher nicht ist.

Edit: Es geht um den Anschluss eines Bekannten.

BlubbsDE schrieb:
Die FritzBox Werte sind eine Einschätzung. Mehr nicht.
Bedeutet das, dass real sogar höhere Werte möglich sind, als die Fritzbox als Leitungskapazität angibt? Wenn die Leitungskapazität definitiv nicht überschritten werden kann reicht diese als Kündigungsgrund schon locker aus; wenn sie doch überschritten werden kann ist sie leider kein guter Beweis.
 
Zuletzt bearbeitet:
Noch gibt es keine Regelung, die bei zu langsamer Leitung eine Sonderkündigung vorsieht. Meines Wissens nach lässt die Telekom einem aus einem 16k Vertrag wenn weniger als 6 Mbit ankommen. Aber sonst, eher nicht. Da ist man erst am Anfang und da wird irgendwann mal was kommen. Der einfache Grund. Die Provider können vor Schaltung heute nicht sagen, wie schnell es wirklich wird.

Es gibt bei DSL im Grunde nur noch 3 Geschwindigkeiten und Verträge dazu. 100 MBit, 50 Mbit und 16 Mbit. Bei 100 muss mindestens 50 anliegen, bei 50 mindestens 25 und bei 16K ist alles unterhalb 16K möglich.

Warum will er kündigen? Andere DSL Provider können auch nicht mehr liefern. Und, du könntest mal ein Screenshot der Leitungswerte posten. Da kann man etwas mehr sagen. Oft ist auch die Hausverkabelung ein großes Problem was Leistung schluckt. Die Leitung vom Hausanschluss (=APL) zu und inklusive der ersten TAE Dose. Das liegt auch nicht in der Verantwortung des Providers.
 
Ich habe eine 6000er Leitung und die Fritzbox zeigt bei mir viel zu schlechte Werte an.

Leitungsdämpfung von 42 Db, zum Beispiel. Wenn das stimmen würde, wäre DSL 6000 nicht möglich.

Bei mir kommen aber die vollen 6000 an und die Leitung ist stabil.

Somit kann man sich nicht auf die Fritzbox Werte verlassen. Im Positiven wie auch im Negativen.

Der einzigste Wert wo die Fritzboxen relativ genau sind, ist die Störabstandsmarge.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Hallo zusammen,

ein Screenshot wäre auf jedenfall praktisch um die Situation besser zu verstehen.
Die Werte Leitungskapazität und Datenrate sind auch vom Standard abhängig. Mit ADSL gehen nicht mehr als 8160KBit. Mit ADSL2+ gehen an diesen Leitungen dann aber ggf. kanpp 16Mbit, je nach Leitungsqualität.

Bleibt die Technik und Leitung gleich kann es zu Schwankungen kommen die aber eher im Rahmen sein sollten. Je länger die Leitung umso stärker Stören andere Quelle die Leitung und damit schwanken die Werte. Überlandleitungen sind da grausam.

@rg88

Die 3Mbit Profile sind längst ausgestorben, jedenfalls bei der Telekom. Es gibt nur noch folgende ADSL2+ Bereiche:

384Kbit bis 2Mbit
2Mbit bis 5,6Mbit
6 bis 16Mbit

Außnahme: extrem lange Leitungen -> 384Kbit

Wenn jemand noch 3Mbit hat kann auf 6Mbit hochgehen, das geht ohne Tarifwechsel über das Kundencenter bei der Telekom. Selbst wenn nur 5Mbit ankommen, den Upload einer 6000er Leitung hat man immer, mit Annex J (nurnoch VoIP möglich) sogar bis zu 2,4Mbit Upload.
 
Zuletzt bearbeitet:
@BlubbsDE
20 % des Bis-zu-Wertes ist nicht ausreichend, das haben einige Urteile bestätigt und auch ich persönliche würde es darauf ankommen lassen, wenn der Anbieter meint dann klagen zu müssen. In der Realität mag es zwar oft noch so sein, aber auch nur, weil die Leute sich damit abfinden.
Wenn man die Bis-zu-Argumentation auf die Spitze treibt wären ja auch Internet mit 1 kbit/s in Ordnung. Damit kann man aber nichts anfangen, weshalb die Geschwindigkeit trotzdem nicht zu stark abweichen darf.

Er würde dann über Unitymedia Internet beziehen, z. B. 120 Mbit/s.

Ich werde den Bekannten mal bitten ein Screenshot zu machen.

@Blueeye_x
Ist denn die reale Geschwindigkeit (Speedtest) manchmal wirklich HÖHER als die Leitungskapazität?
 
@Nero:

Nö, das geht hier nicht, weil es ein klassicher Altvertrag ist. ISDN bei der Telekom, DSL bei 1&1.

Vorteil:
Nachdem es der Telekom bisher nicht gelungen ist mein Eltern den DSL-Vertrag abzuwerben ist kein DSL RAM geschaltet. Dadurch können die das jetzt auch nicht auf Internettelefonie umstellen und das ist sehr wichtig wegen den Großeltern, dass das Telefon immer funktioniert. Darum bleibts solange es irgendwie geht bei ISDN und DSL bei einem anderen Anbieter.
Die T-Com kann auch nicht einfach abschalten, weil 1&1 dern Vertrag auch nicht hergibt.
3Mbit reichen, 4,x wären mit DSL-RAM angeblich laut Telekom möglich. Kein großer Fortschritt wenn dafür das Festnetz wegfällt.

Ein Anschluß blockiert nun die VoIP-Umstellung im Ort :D Aber die Tcom kann bisher nichts machen und darum wurde die Umstellung jetzt auf unbestimmte Zeit zurückgestellt.

Ach ja: und der Upload ist auch höher als sonst, weil da noch die alte Upload-Funktion aktiv ist. Die kann nicht mehr gebucht werden. Kostet zwar 1,99 aber interessiert niemanden. Hauptsach Emails gehen halbwegs schnell raus
 
Leli196 schrieb:
Wenn man die Bis-zu-Argumentation auf die Spitze treibt wären ja auch Internet mit 1 kbit/s in Ordnung. Damit kann man aber nichts anfangen, weshalb die Geschwindigkeit trotzdem nicht zu stark abweichen darf.

Ist unsinnig. Weil Dir niemand DSL mit dieser Geschwindigkeit verkauft und schaltet. Zur Zeit gib es keine höher gestellte Regelung. Wenn ihr meint, der Vertrag wird nicht erfüllt, dann ist das ein Einzelfall und auch der würde letzten Endes vor Gericht gehen. Je nachdem, was der Povider da von sich aus macht. Es bringt heute nichts, dagegen etwas zu machen. Man schließt heute Verträge ab. Und in denen ist das alles für jedermann ersichtlich nach zu lesen. Und ob das was gesetzlich verbindliches kommt, das sollte man mal abwarten. Bei DSL gibt es zu viele Störfaktoren um im Vorfeld genaues sagen zu können. Und nicht zuletzt die eigene Hausverkabelung. Ich kann Dir nicht sagen bei wie vielen Kunden von mir neue TAE Leitungen die Leitung erheblich verbessert haben. Und da hat kein Provider Zugriff drauf. Im Vorfeld.

Und warum alles zu verkomplizieren? Dein Kollege kann doch maximal 24 Monate gebunden sein. Und da das Problem wohl nicht so neu ist, auch viel weniger Monate. Der Kabel Provider hier in NRW übernimmt bis zu 12 Monate die Vertragsgebühren. Wenn man noch einen unkündbaren DSL Anschluss besitzt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nein, mit der Geschwindigkeit verkauft einem niemand DSL. Wohl aber mit 16 Mbit/s von denen dann max. 20 % ankommen.
Erinnert ihr euch noch an die Zeiten in denen es 1 Mbit/s, 6 Mbit/s und 16 Mbit/s (als krönenden Abschluss) gab? Da hätte sich auch jeder beschwert, wenn er nur 4 Mbit/s bekommt; und jetzt ist es plötzlich okay, weil das alles als 'bis zu' 16 Mbit/s zusammengefasst ist um das Angebot übersichtlicher zu gestalten? Inakzeptabel.

Aber das spielt ja hier auch keine Rolle. Da mehrmals etwas in der Richtung gesagt wurde, würde ich mich freuen wenn mir jemand ganz explizit bestätigen könnte, dass er real eine höhere Datenrate erreichen konnte, als die Fritzbox als Leitungskapazität angezeigt hat.
 
Nein. Wenn man den Werten der FritzBox vertraut. Die Geschwindigkeit kann niemals höher sein, als die Leitungskapazität. Sie ist immer geringer. Und da sind wir wieder beim Thema. Die Werte der FritzBox haben keinerlei Bestand, wenn man etwas beweisen will.

Und ja, in meinen Augen sind die bis zu 16K Verträge OK. Das ist eben nichts, was man nach Bedarf einkauft. Das ist wie damals in der DDR. Man bekommt, was da ist. Respektive, man bekommt das, was technisch möglich ist. Und diesen Tarif deswegen auszudiffernzieren ergibt für mich keinerlei Sinn. Dein Kollege hätte auch direkt zum Kabelprovider gehen können. Und hätte auch ohne Vorwissen gewusst, dort bekomme ich mindestens das 10x an Leistung. Wenn man mit den potentiell vielen kleinen Nachteilen eines Kabelanschlusses leben mag.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zum einen sagst du, die Geschwindigkeit kann niemals höher sein, als die Leitungskapazität; zum anderen sagst du man könnte damit nichts beweisen. Aber wenn ersteres stimmt, dann ist damit doch bewiesen, dass der ISP maximal Datenrate x Mbit/s zum Zeitpunkt z bietet.

Darüber hinaus deutest du an, man könne den Werten der Fritzbox nicht vertrauen. Deshalb fragte ich ja, ob jemand schon einmal eine höhere Datenrate als die Leitungskapazität hatte.
 
Passt doch. Schau in das Menue der FritzBox hinein. Dort siehst Du die Leitungskapazität und die aktuelle Datenrate. Die aktuelle Datenrate ist auch bei der FritzBox immer geringer, als die Leitungskapazität. Und die aktuelle Datenrate ist absolut verlässlich. Aber auch nur die. Weil die tatsächlich anliegt und eindeutig nach meßbar ist. Von der FritzBox.

Also stimmt das, was ich sagte. Und es stimmt auch, das was die FritzBox Dir sagt, akzeptiert aber niemand bei Streitigkeiten. Oder besser, er muss es nicht. Weil es keine echte Messung ist.
 
BlubbsDE schrieb:
Und die aktuelle Datenrate ist absolut verlässlich. Aber auch nur die. Weil die tatsächlich anliegt und eindeutig nach meßbar ist. Von der FritzBox.
BlubbsDE schrieb:
Weil es keine echte Messung ist.
Ist das nicht eigentlich ein Widerspruch?

Was wäre dein Vorschlag? Wäre tatsächlich ein Speedtest im Internet aussagekräftiger?
 
Einige Anbieter haben das je nach Vertrag auch in ihren agbs bzw im kleingedruckten. So gibt es bei 16k Leitungen auch oftmals ein Hinweis das 6mbit zugesichert werden, wenn nicht gerade höhere Gewalt vorliegt.
Dann wird man halt auf ein 6mbit Vertrag umgestellt oder der Anbieter kann an der Leitung basteln, falls ein Fehler vorliegt.

Einfachster weg ist die Kontaktaufnahme beim Provider, evtl mit Screenshots der Werte. Freundlich bleiben. Wenn das gar nicht fruchtet, mal beim verbraucherschutz nachfragen.

Der letzte weg wäre per Anwalt, aber kann auch nach hinten gehen, bzw die Mehrkosten sind höher als eine neue Leitung mit anderer Technik, sofern möglich.

Lg
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