Fritzbox mit zusätzlichem Kabelrouter von Unitymedia kombinieren.

Halema

Lt. Commander
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Hi,

ich benötige kurz eure Unterstützung. Vielleicht hat jemand schon ein vergleichbares Problem gehabt.

Mein Kabelanschluss befindet sich im Keller. Als Basis möchte ich weiterhin eine Fritzbox verwenden, die ich bereits im Erdgeschoss für DSL stehen habe. Im Obergeschoss soll ein Repeater (Fritz 1750e) verwendet werden. Ich stelle mir das so vor:

Keller: Unitymedia Kabelanschlus mit Router
Verbindung Keller <-> Erdgeschoss: Fritz Powerline 1220e
Erdgeschoss: Fritzbox 7590
Verbindung Erdgeschoss <-> Obergeschoss: Fritz Mesh
Obergeschoss: Fritz Repeater 1750e

Das sollte eigentlich alles kein Problem sein. Ich bin mir nur nicht sicher, ob das mit den Festnetztelefonen funktionieren wird. Die Telefonen befinden sich im Erdgeschoss und müssen auch dort angeschlossen werden.

1. Kann eine Fritzbox als Telefonbasis genutzt werden, obwohl der Unitymedia-Router als Telefonbasis als Standard eingerichtet ist?
oder
2. Kann ich den Unitymedia-Router nur als Modem verwenden?
oder
3. Kann der Unitymedia-Router nur die Internetverbindung herstellen, aber nur die Fritzbox soll für die Telefonate zuständig sein?
oder
4. Oder benötige ich einen Fritz Kabelrouter?
oder
5. Alles keine gute Idee? :)

Ich freue mich über eure Unterstützung.

Danke und Gruß
Dennis
 
1. Kann mir nicht vorstellen wie das funktionieren soll. Bin mir 99% sicher, dass das nicht geht.

2. Ja, aber die Steuerung der Telefonie wirst du nicht vom Unitymediagerät weg bekommen. Du kannst dann die Fritzbox als Router hinter dem Modem nutzen. Würde ich aber so nicht machen. Siehe 5.

3. siehe 1.

4. Das wäre sicherlich die beste Lösung.

5. Ehrlich gesagt macht für mich nur 4. Sinn. Ich würde mich von der Fritzbox trennen und die verkaufen.

Die Fritzrepeater kannst du mit mit dem Unitymediarouter nutzen. Ich würde aber überlegen dein Vertrag so umzustellen, dass du eine Fritzbox Cable bekommst, dann sollte das mit dem Mesh auch funktionieren.

Die Meshfunktion geht mit dem Standard Unitymedamodem höchstwahrscheinlich nicht.

Wenn du Telefonie Empfangsprobleme haben solltest weil die Fritzbox Cable im Keller steht kannst du auch überlegen die Telefonie auf die Fritz WLAN Telefone umzustellen.
 
Vielen Dank für deine ausführliche Antwort.

Wir haben hier aktuell einen Anschuss bei der Deutschen Glasfaser. Leider ist ein Wechsel sinnvoll, da wir nur Stöungen haben.

Theoretisch ist VoIP ja nur ein Telefonaccount, der über das normale Internet geht. Wenn dieser Account beim Unitymedia-Router deaktivierbar sein sollte, sollte doch ein anderes Gerät dieses übernehmen können, oder? Funktioniert zu mindestens bei Deutsche Glasfaser einwandfrei.
 
1. Da das alles VoIP ist, ist es im Prinzip egal, welches Gerät die Telefonie übernimmt, aber du solltest das nur eine von denen machen lassen, sofern beim Hauptgerät abschaltbar (Was ich nicht vermute).

2. Jein. Möglicherweise geht mit denen inzwischen Bridge Mode. Aber es ist im Prinzip egal, denn Fritzboxen können auch Teil eines bereits aufgespannten Netzes sein.

3. Wie gesagt, du kannst versuchen, deine DECT Telefone an der Fritzbox anzumelden und deren Telefonservice mit den Daten von Unitymedia füttern. Wenn der Unitymediarouter da nicht dazwischen grätscht, könnte das klappen. Ich weiß es aber nicht genau.

4. Ist die Variante mit den meisten Einflussmöglichkeiten

5. Auch keine gute Idee ist es, mit 5 Punkten eigentlich nur 2 Fragen zu stellen.

Zusatz: DLAN ist definitiv eine nicht zu unterschätzende Problemkomponente in deinem Netzwerk, da bei diesem Setup der gesamte Traffic inklusive Telefon drübergeht. Das sollte nicht einfach so im Nebensatz abgefertigt werden, denn DLAN ist einfach keine besonders zuverlässige Verbindung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was mir an der ganze Sachen nicht gefällt ist die Powerline Verbindung aus dem Keller. Die zwei Hauptgeräte würden schon mit einer Notlösung verbunden. Hast du Powerline bei dir schon mal mit deiner Hausverkabelung getestet? Welche Geschwindigkeit des Kabelanschluss willst du buchen?
 
@Grimba: Vielen Dank. Sorry für die 5 Fragen. Sind halt alles Dinge, die ich so im Kopf habe. :)

Ich muss dann wohl mal schauen, wie ich die Telefonfunktion deaktivieren kann, sobald der Router endlich hier ankommt. Werde wohl im Notfall ein neues Gerät kaufen müssen.

Das mit dem DLAN ist ein guter Punkt. Zwischen Keller und EG sind es vielleicht 4-5 Meter Kabel (Gebäude 15 Jahre alt). Der Durchsatz liegt aktuell bei 700 MBit. Auch gab es bisher keine Probleme beim Telefonieren. Der Kabelanschluss wird 250 Mbit haben. Selbst wenn nur 100 Mbit im Obergeschoss ankommen, wäre das OK.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist ein guter Wert für DLAN, allerdings neigt DLAN zu Verbindungsabbrüchen. Bei dauerhaft hoher Auslastung, z.B. Downloads und Streaming, machen die auch gerne mal kurz die Grätsche.

Wenn es sich hier jetzt um 1-2 Clients handeln würde, die du damit anbindest, dann würde ich sagen, egal. Aber bei dir geht ALLES darüber. Da stellt sich mir dann die Frage, ob deine Probleme mit deinem Glasfaser Anbieter nicht ggf. auch vom Powerline kommen.
 
Hi,

wenn das Providergerät eingesetzt wird, wird die Telefonie direkt auf diesem bereitgestellt und es gibt keine SIP-Zugangsdaten. Diese gibt es nur bei Einsatz eines eigenen Kabelrouters/-modems.
 
@Grimba: Nein, die Probleme gab es schon vorher. Ich teste das DLAN erst seit ein paar Tagen.

@Tom_123: Das wäre echt blöd.
 
Noch mal ein riesen Dank für eure Antworten. Ich habe nun ein paar weitere Fragen.

Wie stabil seht ihr folgende Kombination:
  • Fritzbox 6660 cable im Keller
  • Fritzbox 7590 im EG
  • Fritz Repeater 1750e im OG
  • alle Verbindungen über WLAN

Der Durchsatz sollte bei 100+ Mbit sein. Die 250 MBit wären nett, aber nicht notwendig. Mein Computer kann die aktuell 400 Mbit über WLAN komplett ausreizen (7590 im Keller, Computer im EG). Kenne mich aber nicht mit Repeatern im Detail aus (z.B. Performance).

Kann eine Fritzbox 7590 als WLAN und/oder Dect Repeater arbeiten (die 7590 habe ich schon)? Oder sollte lieber die Fritzbox die 6660 im Keller lieber als Modem ansprechen und auch als Telefonbasis arbeiten?
 
Das Konzept variiert je nach vorhandenem Router. "Unitymedia Router" hilft da nicht viel, da gibts unterschiedliche. Du wärst Neukunde?

Halema schrieb:
alle Verbindungen über WLAN
Mal von diesem Punkt abgesehen ist das Konzept nicht so schlecht, aber halt auch nicht günstig.
Da musst du halt schauen wie gut die WLAN Verbindungen durch die Decken sind. Sind die zu stark gedämpft, bringt der ganze Aufwand wenig.

Halema schrieb:
Kann eine Fritzbox 7590 als WLAN und/oder Dect Repeater arbeiten
Die 7590 funktioniert (afaik) nicht als DECT Repeater, sondern als zusätzliches DECT Gerät. Du hast also keinen nahtlosen DECT-Wechsel wenn du rumläufst, aber du hast bei beiden Geräten guten DECT Empfang.

Halema schrieb:
Oder sollte lieber die Fritzbox die 6660 im Keller lieber als Modem ansprechen und auch als Telefonbasis arbeiten?
Das wäre ziemlicher Quatsch, die 6660 kann ja fast alles was die 7590 kann außer z.B. dem ISDN Anschluss.
Würde dir die WLAN/DECT Abdeckung denn reichen mit einer FB im Keller und dem 1750e im EG oder OG? Das kannst du ja schon vorab testen.
Halema schrieb:
Kann der Unitymedia-Router nur die Internetverbindung herstellen, aber nur die Fritzbox soll für die Telefonate zuständig sein?
Nicht wenn du die Rufnummern und die Flat von Unitymedia nutzen willst.
Die Telefonie läuft immer über das UM-Modem. Nur wenn du ein eigenes Kabelmodem hast bekommst du die Daten zum frei einrichten.
Du könntest die Telefonausgänge des UM Modems aber in die 7590 einspeisen und dann dort nutzen/verwalten. Das können aber nur sehr wenige Fritzboxen.
 
Danke. Das wäre die neue Vodafone Station.

Mit der 7590 kann ich aktuell die Verbindung durch die Decke mit 440 Mbit ausreizen (vielleicht auch mehr, habe aber nichts zum testen, außer den Glasfaser-Anschluss mit 400 Mbit.). Das wäre also schnell genug für die geplanten 250 Mbit.

Leider reicht eine Fritzbox im Keller nicht aus. Auf der Terrasse und in manchen Ecken im OG bricht die Dect-Verbindung ab. Ein Repeater ist also notwendig oder halt ein Gerät im EG.

Ich dachte an die 7590, da ich die eh schon habe und die Kombination Dect-und WLAN Repeater ungefähr das gleiche kosten.
 
h00bi schrieb:
Du könntest die Telefonausgänge des UM Modems aber in die 7590 einspeisen und dann dort nutzen/verwalten. Das können aber nur sehr wenige Fritzboxen.

Das kann jede Telefonfähige FritzBox. Muss man nur richtig anschließen und einrichten. TAE Ausgang des Kabelmodems in den DSL Eingang der FritzBox. Und in der FritzBox die Telefonummer(n) als Festnetznummern einrichten.
 
Ich wusste es. Und wollte erst noch DSL vor der FritzBox schreiben. Kabelboxen können mit einer anlogen oder ISDN Telefonleitung nichts anfangen, richtig. Müssen sie auch nicht.

Bei einer 6490 ergibt das keinen Sinn... Das ist eine Kabelbox. Die füttert man mit den VoIP Daten des Kabelproviders.

Was auf jeden Fall geht. Ist es eine Providerbox, macht sie das automatisch. Ist es eine eigene, muss man sie vom Provider freischalten lassen und man bekommt die VoIP Daten.
 
BlubbsDE schrieb:
Das kann jede Telefonfähige FritzBox. Muss man nur richtig anschließen und einrichten. TAE Ausgang des Kabelmodems in den DSL Eingang der FritzBox. Und in der FritzBox die Telefonummer(n) als Festnetznummern einrichten.

Stimmt nicht! Die FB 7x30, 7560, 758x zum Beispiel können es alle nicht ;)
Es können nur einige DSL-Modelle (7270, 7360, 7x90, welche aber deutlich in der Minderheit sind.
 
Halema schrieb:
Kann eine Fritzbox 7590 als WLAN und/oder Dect Repeater arbeiten (die 7590 habe ich schon)? Oder sollte lieber die Fritzbox die 6660 im Keller lieber als Modem ansprechen und auch als Telefonbasis arbeiten?
Wenn du dir eine eigene 6660 in den Keller stellst, bekommst du SIP Daten. Die müssen aber nicht auf der 6660 eingerichtet werden. Sondern sollten auch auf der 7590 verwendbar sein. Und damit kann die 7590 auch als Telefon/DECT Basis dienen.
Du hast dir schon die Betriebsart "Vorhandener Zugang über WLAN" der 7590 angeschaut ?
Wie gut wie eine WLAN Verbindung von der 6660 zur 7590 bei dir funktioniert mußt du aber selbst herausbekommen.
 
Ich habe nun die 6660 erhalten. Über Mesh (6660 -> 7590) erhalte ich 300 Mbit mit N und 600 Mbit mit AC.

Verstehe ich das richtig, dass mit Mesh der große Nachteil von normalen Repeatern entfällt (halbe Bandbreite, da das Frequenzband vom Repeater blockiert wird)? Wenn dem so ist, welcher Vorteil bietet dann überhaupt der Fritz Repeater 3000 mit 2x 5 GHz, wenn man Mesh nutzen möchte? Schade, dass es noch keinen Fritz Repeater mit WLAN 6 gibt.
 
Halema schrieb:
welcher Vorteil bietet dann überhaupt der Fritz Repeater 3000 mit 2x 5 GHz, wenn man Mesh nutzen möchte
Du hast einen Kanal über den sich der Repeater selbst mit Daten versorgt und einen Kanal mit dem die Clients mit Daten versorgt werden. Bei nur einem Kanal bräuchte der Repeater die Hälfte des Kanals um sich selbst mit Daten zu versorgen.
 
Super, danke. Ich habe mal den Repeater 3000 geholt. Somit kommen oben tatsächlich statt 85 Mbit nun 390 Mbit an. Wenn ich das Netzwerk mit einer Reihenschaltung nun noch einmal mit einer 3000er erweitern würde, müsste doch selbst nach x-Geräten in Reihe die volle Bandbreite ankommen oder?
 
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