AW: Frust für Gelegnheitszocker!?!
(Mir ist erst am Ende des Textes aufgefallen, dass ich ganz schön viel geschrieben habe...
Ein Großteil der Sachen beziehen sich auf "Nicht-IRNV" Aufsätze. Mit IRNV gibt es ganz andere Spielweisen und man kann die Karte nicht lernen, weil die Details vorgefiltert werden!)
Habe in der Beta-Demo mit Bf3 angefangen und kein Schwein gesehen bzw. getroffen.
Was hab ich geflucht, weil der Typ nur ein paar Schritte von mir entfernt war oder neben mir stand und ich nicht bemerkt habe, dass der Drecksack nicht zu meiner Fraktion gehört.
Nach ein paar Stunden spielen bekommt man dann ein Gefühl für "Wie sieht der Gegner eingentlich aus?", "Ist das ein Kopf oder ein normales Objekt?", "Wo würde ich jetzt stehen, wenn ich auf mich schießen würde?" oder der absulte klassiger "Ist das unser Panzer?".
Ich habe viel auf Hardcore-Servern gelernt, weil dort sehr viele Sachen, die einen sonst verwirren könnten, gar nicht angezeigt werden. - Keine Mini-Map, kein 3D-Spotting, keine Munition, keine Regeneration der Lebenspunkte. Dafür aber mehr Squad-Aktion.
Man wird dazu gezwungen zu sterben, bis man sich an die Darstellung der Objekte gewöhnt hat. Sonst macht man sich abhängig von gespotteten Gegnern.
Fragen, die man bei der Analyse der Gegend beantworten kann:
Man hockt sich ein paar Minuten an einem Flaggenpunkt, wandert von einem zum anderen Gebäude und schaut durch die Fenster. (Ich denke gerade an die Tankstelle bei Caspian Border.)
- Wohin könnte ich schauen?
- Kann ich von hier auf einen anderen Flaggenpunkt feuern?
- Wie hört sich die Gegend an - ist Feuer oder ein Generator in der Nähe?
- Gibt es Fahrzeuge die hier spawnen können, in die der Gegner gerne einsteigt und wenn ja, wo könnte er stehen, wenn er schnell das Fahrzeug erreichen möchte?
- Welche Dächer sind zugänglich und von wo brauch ich keinen Beschuss befürchten (ausgenommen Fallschirmjäger landen dort)?
- Wenn ein Fahrzeug kommt, wo könnte es herkommen?
Das sind einfache Überlegungen, aber ohne dieses Wissen ist man in der Kampfsituation komplett überfordert.
Angenommen ich laufe von der Bergspitze zur Tankstelle. Wenn ich einfach kopflos den direkten Weg nehme, können mich Gegner vom Wald, von der Straße und von der Tankstelle sehen. Wenn ich erst die Fenster bei der Tankstelle kontrolliere, dann die zwei großen Felsen beim Wald und dann "höre" ob ein Fahrzeug in der Nähe ist, hat man seine Überlebenschance drastisch erhöht.
Zwar passiert es trotzdem, dass man dann aus dem Fenster der Tankstellengebäude erledigt wird, weil man gerade Richtung Wald geguckt hat und nicht alles gleichzeitig im Auge halten kann, aber man weiß zumindest was passiert ist und das dort jemand sein könnte, wenn man den gleichen Weg wählt.
Dann versucht man sein Glück im Wald und gewöhnt sich an Gegner die im Gebüsch hocken. Dann die Gegner hinter Felsen, die vor der Antenne auf Opfer warten.
Dann an die immer (!) gleichen Positionen beim Checkpoint (Gebäude bei dem LKW, wo auch eines der MComs im Rush-Modus steht) und die Scharfschützen im Container hinter dem zerstörbaren Gebäude, welches Richtung Spawn-Punkt der USAler zeigt und praktisch die gesamte Grünfläche überblickbar macht.
Wenn man die Karte und ihre Möglichkeiten kennt, kommt es nicht auf "ich sehe den Gegner" sondern "ich weiß, dass da ein Gegner sein kann" drauf an. Alles andere ist der Reflex > wer macht zu erst Dauerfeuer, einen Kopfschuss oder feuert die Rakete ab.
Spielt nicht einfach alle Karten nach der Reihe.
Irgendwann weiß man, wo der verdammte Scharfschütze beim Wald liegen könnte. Die Karten ändern sich ja nicht...
Ich kann noch nicht alle Karten so auswendig, dafür habe ich nicht die Zeit und manchmal möchte man ja doch nur Spaß haben und nicht "arbeiten". Die Karten, die ich aber in und auswendig kenne, gehen deutlich leichter von der Hand.
Noch ein Hinweis am Ende:
Nicht immer nur laufen. Wer läuft, kann nicht feuern und ist tot.
Nicht immer nur nach unten/grade schauen. (denkt an die Ölraffinerie bei Firestorm!)