Gehaltswunsch

m3nt0r

Cadet 4th Year
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Nov. 2007
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123
Hi,

ich bin grad auf Jobsuche und hab folgendes Inserat gefunden:
Software-Engineer

Die wollen, dass ich einen Gehaltswunsch angebe...
Wie soll der ausschauen, also in den Text miteinbinden oder nach dem Schreiben noch unten angefügt? Soll der Betrag in Brutto/Jahr angegeben werden?

Und natürlich die wichtigste Frage, was kann ich mir "wünschen" :) ? Einstiegsgehlt sind glaub ich zwischen 1600 - 2000 Brutto für HTL Absolventen (Österreich).
Zu meinen Background, ich habe die HTL (Höhere technische Lehranstalt) mit Matura abgeschlossen und studier jetzt berfusbegleitend "Elektronik und Wirtschaft", hab dort auch Informatik, wo wir C programmieren. Berufserfahrung hab ich so gut wie keine, bis auf ein paar Ferialpraktika.

MfG m3nt0r
 
Hü,

angegeben wird das Bruttojahresgehalt, außerdem soll man keinen fixen Betrag angeben, sondern eine Spanne: Xxx € bis Xxx €. Kann aber nicht sagen, was du in deinem Fall für Xxx einsetzen musst ;)

Ich würde es am Ende der Bewerbung schreiben (Meine Gehaltsvorstellung liegt bei Xxx € bis Xxx €. o.ä.), vielleicht vor Ich freue mich auf eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch (je nachdem, was du halt so schreibst :)).
 
Die angabe einer Gehaltsspanne ist kontraproduktiv....

was soll ein HR´ler mit ner Angabe von 60.000 - 80.000 €, er wird wohl kaum nen Mittelwert nehmen. ;)

Bei Gehaltsvorstellungen immer den minimum Jahresbruttoverdienst angeben, alles andere ist Verhandelbar
 
Bei Gehaltsvorstellungen immer den minimum Jahresbruttoverdienst angeben
Aber nur, wenn man sich selbst ins Knie schießen möchte. Auch der Arbeitgeber hat eine Gehaltsspanne im Kopf, innerhalb der er vergleichsweise flexibel ist. Da spielen Faktoren wie besondere Kenntnisse oder Berufserfahrung des Bewerbers hinein.

Wenn ich mir als Arbeitgeber 1.800 bis 2.000 Euro vorstelle und der Kandidat nennt seinen Minimalwert von 1.750 oder 1.800 Euro, dann nagele ich ihn darauf fest. Ich kann dann immer noch ein Ticket für den öffentlichen Nahverkehr oder so drauflegen und komme trotzdem gut weg.

Man kann als Bewerber durchaus eine (kleine) Spanne angeben, wenn man darauf hinweist, dass sich die konkrete Gehaltsvorstellung aus den noch zu klärenden Details des Arbeitsvertrages ergibt (Flexibilität der Arbeitszeit, Urlaubstage, Verantwortungsbereich usw.).
 
vielen Dank, ihr habt mir sehr geholfen.
Hab eine Spanne angegeben auf Grund der Argumenation von keshkau...
 
Natürlich nicht so eine riesige Spanne von 20.000 €. Ich würd vielleicht 2.000 € als Spielraum machen.
 
In Betracht könnte man auch ziehen überhaupt keine Summe zu nennen sondern nach "ortsüblichen Tarif" zu schreiben.
Entsprechende Gehälterinformationen kann man i.d.R. bei der örtlichen Kammer bekommen (zumindest in Deutschland).
 
Noch eine Anmerkung:
Bei einer Bewerbung sollte man die Angabe der Gehaltsvorstellung - wenn möglich - außer Acht lassen. Die Personaler haben meistens eh einen gewissen Betrag vorgegeben und können somit gleich bei Auswahl der Bewerbungsunterlagen ein Entscheidungkriterium anwenden. Besser: Gehaltsvorstellungen im Bewerbungsgespräch klären. Die Betragshöhe messen an aktuellen Statistiken und, wie keshkau schon sagte, eigenen, beweisbaren Fähigkeiten und Zusatzleistungen.
 
Na dann mal ein kleiner Exkurs ins HR...

"Die wollen, dass ich einen Gehaltswunsch angebe..."

Regel Nummer eins: klare Antwort auf klar gestellte Frage!
Was wollen sie verdienen? hmmmm irgendwas zwischen 2000 und 2200 €! :freak:

Das wäre genauso wenn ich auf die Frage einer Projektübergabe antworten würde.... irgenwann 2009.

Natürlich muss in den Bewerbungsunterlagen nicht stehen "Summe X" dies kann probremlos im persönlichen Gespräch erörtert werden.

Aussagen wie "zwischen xxx und yyy sollte ich schon verdienen" am besten gleich Vergessen
 
Zuletzt bearbeitet:
In Betracht könnte man auch ziehen überhaupt keine Summe zu nennen
Bei einer Bewerbung sollte man die Angabe der Gehaltsvorstellung - wenn möglich - außer Acht lassen.
Völlig indiskutabel. Soll ich Dir verraten, wie viele Bewerbungen ich schon auf Grund eines fehlenden Gehaltswunsches, den ich in der Stellenanzeige ausdrücklich verlangt habe, aussortiert habe? Je mehr Bewerbungen auf dem Tisch liegen, desto leichter fällt mir das.

Ich erwarte, dass ein Bewerber weiß, wie viel er auf dem Arbeitsmarkt wert ist. Wenn ich ihn danach frage und er mir das nicht schreiben will ("Meine Gehaltsvorstellung möchte ich in einem persönlichen Gespräch unterbreiten."), kann er mir gestohlen bleiben.
 
Mehr als verständlich oder??

Weshalb sollte ein "Personaler" seine Zeit mit einem Bewerber verschwenden, wenn die Gehaltsvorstellungen nachher unüberbrückbar auseinandergehen!?

Du legst ja auch ein Führungszeugnis bei wenn es gefordert wird, oder?
 
Muss man als Arbeitgeber denn wirklich noch extra dazu schreiben, dass der Bewerber seinen Preis gleich in die Bewerbung schreiben soll? Ich dachte, das sei selbstverständlich. Schließlich ist das doch mitunter das wichtigste Kriterium.
Ich würde immer eine fixe Summe angeben, keine Spanne. Verhandeln kann man später immer noch, wenn man da die Courage zu hat (was einige wohl nicht bringen).
 
Nun ja... Lebbe is kein Ponyhof
 
Also wenn jetzt die Gehaltsangabe nicht angegeben wurde, ist der Bewerber raus? Es ist also vollkommen egal welche Fähigkeiten dieser Bewerber hat usw..?
In der Regel ja. Es gibt ganz wenige Ausnahmen, wo einem die Bewerbung sehr zusagt und es nur an der Gehaltsvorstellung mangelt. Dann könnte man z. B. anrufen und diese telefonisch erfragen. Ebenso gut könnte ich aber einen Hals auf den Bewerber haben, dass er mir diese zusätzliche Arbeit zumutet.

Von den 250-300 Bewerbungen, die auf eine Stellenanzeige eintreffen, bleiben ohnehin nur 40-50 übrig. Die anderen gehen sofort zurück. Und von diesen verbleibenden Bewerbungen hat man sich vielleicht 8-12 herausgelegt, die man "auf den ersten Blick" in Ordnung bzw. passend für die Stelle findet.

Die restlichen 40 Bewerbungen sind "zweite Wahl", auf die man nur im Notfall noch einmal zurückgreift und von denen die meisten einer kritischen Prüfung nicht standhalten würden.

Dann lädst Du Dir 8 Leute vom ersten Stapel ein und stellst fest, dass maximal 2-3 zum Job und zum Arbeitgeber passen. - Und nun hast Du z. B. einen Bewerber aus der Schweiz, der in Basel umgerechnet 5.000 Euro verdient hat und Dir jetzt seine Dienste für 3.800 Euro anzubieten bereit ist. Dein Budget sieht aber nur ca. 3.000 Euro vor. Dann hättest Du Dir den Aufwand (und die Erstattung der Anreisekosten) auch gleich sparen können. Dann passt es einfach nicht.
 
Die von keshkau erwähnten 300 Stellanzeigen sind jetzt bestimmt nicht die Regel, aber je größer das Unternehmen, desto strikter läuft der Bewerbungsprozess ab. Daher bevorzugen Konzerne wie Daimler auch die Onlinebewerbung, in dem der Interessent seine Bewerbung gleich in ein Raster einpflegt, mit dem man weiterarbeiten kann. So fällt es viel leichter, per Filtersoftware alle Bewerber im Alter zwischen 26 und 28 mit einer Abschlussnote mit besser als 2,0 anzeigen zu lassen und allen anderen eine automatisierte Absage zu erteilen.

Zumindest in meinen Augen zeigt man durch die selbstständige Angabe des richtigen Gehaltswunsches das man in dieser Richtung recherchiert hat und die ganze Sache ernst nimmt. Man vermittelt damit auch Anerkennung gegenüber seinem Ansprechpartner im Unternehmen, dem man möglichst wenig Arbeit machen will und demonstriert so von vornherein ein professionelles Auftreten. Nicht professionell ist, wenn man das Gehalt im persönlichen Gespräch klären will, weil dann der Eindruck entsteht, der Bewerber wäre von seiner eigenen Leistung nicht überzeugt und will sich so gleich in Runde 2 einschmuggeln.
 
Ich würd trotz der hier angegebenen Einwände eine Spanne angeben. Die kann durchaus 5000 € breit sein. Schließlich mache ich meinen Gehaltswunsch von vielen Faktoren abhängig, die ich vor einem Vorstellungsgespräch noch nicht kenne.
 
Bei einem Jahresgehalt von ca. 25.000 Euro ist eine Spanne von +/- 2.500 Euro schon recht viel. Denn dann reden wir über 22.500 bis 27.500 Euro. Hier läge der prozentuale Unterschied zwischen dem minimalen und maximalen Wert bei über 20 Prozent.

Geht es dagegen um ca. 50.000 Euro, sieht die Sache schon besser aus, weil man sich dann in einem (prozentual) recht schmalen Korridor von 47.500 bis 52.500 Euro bewegt. Die Differenz macht monatlich zwar immer noch eine Stange Geld aus. Aber darüber könnte man reden.

Es geht dem Arbeitgeber auch darum, ob sich der Bewerber richtig einschätzen kann bzw. ob er die Stelle richtig einschätzen kann. Man stelle sich vor, der Arbeitgeber würde freiwillig 2.800 Euro monatlich für einen bestimmten Job zahlen wollen. Nun hat er vier Bewerber mit folgenden Gehaltsvorstellungen: 2.100 Euro, 2.600 Euro, 3.000 Euro und 3.500 Euro.

In diesem Beispiel würde ich nicht den Bewerber mit 2.100 Euro nehmen, weil ich davon ausginge, dass er bisher nur Arbeiten gemacht hat, die in etwa seiner Gehaltsvorstellung entsprechen. Damit wäre er womöglich mit der Stelle überfordert. Und der vierte Bewerber wäre mir zu teuer, sodass ich mich mit den beiden verbleibenden Kandidaten beschäftigen würde. - Der Arbeitgeber hängt nicht unverrückbar an seinen 2.800 Euro. Es kommt auch auf den konkreten Bewerber an.
 
Bei der Angabe des Gehaltswunsches sollte man seinen Marktwert kennen.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es von Vorteil ist, sich über die Gehaltsstruktur bzw. Benfits des Unternehmens vorher zu informieren.

Urlaubstage? Firmenwagen? Boni? Weihnachts bzw. Urlaubsgeld? Betriebliche AV? Sonstige nichtmonetäre Leistungen?

Im Vorfeld macht sich ein Anruf bei der entsprechenden Personalabteilung gut, in dem man offene Fragen zu Stellenausschreibung (nicht nur zum Gehalt) klären kann.

@Odium

Soweit nicht explizit gefordert, würde ich meine Gehaltsvorstellungen nicht in meiner Bewerbung angeben. Ich denke, dass man hier im persönlichen Gespräch eine bessere Verhandlungsposition besitzt.

Hier würde mich mal die Erfahrung und Meinung von keshkau interessieren.

MFG
 
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