Gehaltszahlugn ausstehend. Wie siehts rechtlich aus?

Cpt. Subtext

Lieutenant
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Hallo zusammen,

hatte mich gestern im Biergarten mit einem Kumpel unterhalten der nun schon seit 6 Monaten sein Gehalt zu spät erhält. Und zwar immer zum Ende des Monats anstatt zum Anfang. Vertraglich auf den 1sten geregelt.
Der Kommentar seines Cheffes dazu war: "Er braucht noch ein paar Rechnungszahlungen von Kunden um überweisen zu können".
Jetzt würde mich doch sehr interessieren wie da die rechtliche Seite aussieht. Nach mehrmaligem Ermahnen.

Dass es dem Betrieb nicht gut geht ist wohl ersichtlich denke ich.
Aber ab wann kann er fristlos kündigen oder zum Beispiel die Arbeit niederlegen?

EDIT: Habe mal gehört dass man in diesem Fall 2 Wochen davor schriftlich bescheid geben muss das man z.B. die Arbeit bei Nichtzahlung niederlegt. Weiss hier jemand mehr?
 
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Wenn er Mitglied einer Gewerkschaft ist, würde ich mich dort beraten lassen.

Aber soweit ich weiss, hat man die Möglichkeit den Arbeitgeber in solchen Fällen abzumahnen. Es können wohl auch Verzugszinsen geltend gemacht werden. wenn man z.B. den Dispotkredit in Anspruch nehmen muss, können die anfallenden Zinsbeträge geltend gemacht werden. Es gibt wohl auch die Möglichkeit die Arbeit nieder zu legen, wenn der Arbeitgeber mit 2 Gehältern in Vollzug gekommen ist, ohne dabei den Anspruch auf das Entgeld zu verlieren.

Diese Infos sind allerdings ohne Gewähr.

Es gibt einige Vereine und Einrichtungen, bei denen Arbeitnehmer Hilfe und beratung finden. Vielleicht gibt es so etwas in euer Region.
Ich meine z.B. so etwas:
http://www.arbeitnehmerhilfe.de/

Ansonsten kann eine Beratung bei einem Anwalt für Arbeitsrecht auch sehr sinnvoll sein. Das wäre in dem Fall wohl meine erste Anlaufstelle.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich hatte auch mal nen Job wo es zu Problemen kam... im Nachhinein habe ich zwar alles bekommen aber was ich vor allem raten möchte:
Steckt die Energie in die Jobsuche und nicht in juristische Sucherei wegen paar Tagen verzögerter Gehaltszahlung. Klar kann man fällige Zinsen durch Kontoüberzug beim Chef zurück holen. Er hat sie schließlich verursacht - wenn im Vertrag nen Zahlungstermin vereinbart ist um so leichter. Aber die gezahlten Zinsen muss man auch belegen etc. Und wegen 2 Euro lohnts dann einfach nicht. Wie gesagt: Die Zeit ist sinnvoller in eine neue Stelle investiert.
Wichtig ist natürlich, dass am Ende das gesamte Geld gezahlt wurde und dass man ein gutes Arbeitszeugnis bekommen hat und dass man seinen Urlaub genommen hat (der jedem angestellten zusteht - Vertrag oder Anstellungsart hin oder her und unabhängig von Aushilfs- Studenten oder sonstwas Titel der Stelle. Ausnahme: Selbstständige)
 

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