Geld in Gold anlegen?

Das stimmt schon, die Firmen sind Pleite und Teilverstaatlicht und genau deshalb ist deren Aktienkurs auch am Boden. Allerdings kommen hier meiner Meinung nach zwei Fakten zum tragen, die eine langfristige Investition zwar gefährlich aber trotzdem sinnvoll macht:

1. Der Staat und die Weltwirtschaft als ganzes, kann es sich einfach nicht leisten, all diese großen Firmen die ja hauptsächlich im Finanzsektor angesiedelt sind sterben zu lassen, denn sie sind der eigentliche Motor der Wirtschaft.

2. Der Staat hält derzeit die meisten Anteile an besagten Firmen (AIG, Citigroup), doch er ist auch daran interessiert, die Kontrolle nach und nach wieder in die Privatwirtschaft zurückzugeben. Schließlich handelt es sich hier um eine freie, demokratische Marktwirtschaft und nicht um ein Kommunistisches System (was ja auf Dauer noch weniger tragbar wäre).

Für mich zwei schlagende Argumente für eine Langzeitinvestition. Ich gebe zu, dass dies natürlich nicht Risikofrei ist und einzelne Unternehmen wirklich sterben könnten, aber sicherlich nicht alle, denn dann können wir uns alle eingraben. Das Rezept für ein gutes Depot lautet hier meiner Meinung nach Streuung! Seht Euch mal die aktuellen Nachrichten zu AIG, Citigroup etc. an, es tut sich was, die Kurse steigen derzeit gewaltig. Ich bin mir zwar sicher, sie werden in nächster Zeit nochmal abstürzen, aber auf lange Sicht kann der Großteil davon nur steigen.

Von vorgestern auf heute, hat sich übrigens die Performance von +45% auf +87% geändert!!!
 
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AIG? Ist das nicht der Versicherungskonzern, dem gerade die staatliche Unterstützung wieder entzogen werden soll, weil sich die Manager trotz Riesenplete weiterhin die Gelder in die eigenen Taschen stopfen ... ?

Spiegel-online schrieb:
Der Versicherungsgigant AIG kann nur dank eines gigantischen Hilfspakets der US-Regierung überleben - trotzdem hat er 165 Millionen Dollar Boni an Manager ausgezahlt. Jetzt folgt die Strafe: Finanzminister Geithner will sich die Gelder rückerstatten lassen und die Abwicklung des Konzerns beschleunigen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,613930,00.html

Kommt mir vor wie Roulettspielen, wenn man sein Geld auf diese Konzerne setzt ... ;)

Sicher können Aktien eine gute Anlage sein, man kann auch wie du kurzfristig hohe Gewinne erzielen ( wie beim Roulette im übrigen auch ;) ) - aber dem Threadersteller ging es ja um eine sichere Anlage - um Vermögenserhalt, und gerade nicht um Zockerei. Wenn Aktien, dann doch lieber in eine breite Auswahl solider Unternehmen, aber auch da kann man Pech haben.

Edit: Übrigens

Der Staat und die Weltwirtschaft als ganzes, kann es sich einfach nicht leisten, all diese großen Firmen die ja hauptsächlich im Finanzsektor angesiedelt sind sterben zu lassen,

Mag sein, aber kann er es sich auch leisten die alle retten zu wollen ?

US-Notenbank pumpt eine Billion Dollar in Finanzmärkte

Klingt für mich nach rotierender Notenpresse - womit wir wieder beim Gold wären ... ;)
 
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Es ist unseriös, wenn jemand wegen drohender Inflation von Tagesgeld auf Gold umsteigen will und ein anderer dann irgendwelche zweistelligen Renditen in den Raum wirft. Das steht für mich auf der gleichen Stufe wie die Werbung für Pennystocks. Tob dich hier aus, da bist du Seite an Seite mit anderen Leuten, die ihre Großartigkeit demonstrieren wollen.
 
@-eraz- bzgl. AIG ... auf www.finanzen.net

"10:21 Uhr: AIG vor Umbenennung und Auflösung?
Der angeschlagene US-Versicherer American International Group soll umbenannt und aufgelöst werden. Das erklärte Konzernchef Edward Liddy vor dem US-Kongresses. Einer massiven Sanierung soll die Finanzprodukte-Sparte unterzogen werden. Vor dem Verkauf steht unterdessen der Firmansitz in New York, wovon sich das Unternehmen zusätzliche Einnahmen erhofft. Nur durch milliardenschwere Finanzspritzen der Regierung hat der Versicherer in den vergangenen Monaten sein Überleben sichern können."

bzgl. CitiGroup auf www.finanzen.net

"14.12 Uhr: Die Citigroup Chart zeigen will ihren gebeutelten Aktienkurs mit einer Zusammenlegung der Anteilsscheine erhöhen. Das am Tropf der Regierung hängende Institut erklärte am Donnerstag, seine Aktionäre um die Erlaubnis zu bitten, in einem umgekehrten Aktiensplit zwei bis 30 Titel zusammenzufassen."

:rolleyes:
 
Hi,
also von der Idee her finde ich deine Gedanken gar nicht schlecht.
Wenn wir schon beim Thema Gold wären, ich hab einges an Altgold zuhause rumliegen, das ich nie benutze.
Nun bin ich am überlegen ob ich zu einem Goldankauf gehe. Was denkt ihr?
 
Ich sag mal so, nur Gold und Silber sind Geld... alles andere ist Papier ;-)


Ed:

Sobald der Goldpreis nicht mehr nach unten zu drücken ist, wird es eh kurz eine Hyperinflation geben, darauf folgt dann eh schnell eine Währungsreform.
Wer da kein Gold/Silber hat kann sich schlicht und ergreifend nicht mehr retten.
Persönlich denke ich, wird es 2015 den Euro nimmer geben.

Parallelen:

http://de.m.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Inflation_1914_bis_1923

" Geldentwertung - Übersicht " die Grafik.
 
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Naja, selbst wenn du Gold hast, musst du es in Krisenzeiten ja auch wieder brauchbar los werden. Denn essen kannst du's auch nicht.
Und (in bezug auf den der das Thema von den Toten erweckt hat): Die Feld, Wald und Wiesen Ankäufer die ja überall aus dem Boden sprießen sind i.d.R. abzocke pur. Rechne mal mit gut 50-70% des eigentlichen Wertes den du da bekommst.
Gold wirst du eigentlich nur in Form von sauber geprägten Barren oder den üblichen Anlagemünzen wieder halbwegs gut los.
Z.B. Krügerrand 1oz von einem Händler: 990,48€ Verkauf und 980,58€ Ankauf. Das ist OK. Aber Schmuck und anderes "Restgold"... Da wirst du es schwer haben einen Händler zu finden der halbwegs fair bezahlt.
 
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Für wirkliche Kriesenzeiten sollte man ja eh nicht in Finanzmitteln anlegen. Mit Gold kannst irgendwann nix anfangen, du kannst es nicht essen und auch sonst kann das Zeug nix ausser rum liegen.
 
Mit dem Geld in eigene Bauernhöfe investieren, die man dem Nachwuchs vererben kann, und Selbstversorger werden. ;)
 
BlauX schrieb:
Ed:

Sobald der Goldpreis nicht mehr nach unten zu drücken ist, wird es eh kurz eine Hyperinflation geben, darauf folgt dann eh schnell eine Währungsreform.
Wer da kein Gold/Silber hat kann sich schlicht und ergreifend nicht mehr retten.
Persönlich denke ich, wird es 2015 den Euro nimmer geben.

Parallelen:

http://de.m.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Inflation_1914_bis_1923

" Geldentwertung - Übersicht " die Grafik.

Das lustige ist, der Startpost sagt im Enddefekt genau das gleiche aus wie du.
Auch damals schon haben (selbst ernannte) Experten die Inflation kommen sehen!!!!111

...gehen Experten von einer riesigen Inflation in ein paar Monaten aus (10% und mehr).

Das ganze war Anfang 2009 - und was ist bis jetzt passiert?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Pfff, bei mir auf jeden Fall :lol:
Ich hab in Kinder investiert. Haben ne scheiß Rendite, aber machen ne Menge Spass :freaky:

Kommt halt immer drauf an wie man investieren will. Der Durchschnittsdeutsche ist eben eher konservativ und sicherheitsliebend. Da ist es nur normal das die Rendite mies ist. Und abgesehen davon müsste man bei den Affen den long run bestrachten. Wobei die selbst da wohl gewinnen dürften. Im Affen PF sind fast ausschließlich Aktiengebundene Anlagen enthalten (was stand denn zur "Auswahl"?). Und da in den letzten Jahren in Summe die Indizies kräftig gestiegen sind würde statistisch ein willkürlich gewähltes Aktienbasiertes PF ein bewusst konservatives gewähltes logischerweise in den Schatten stellen.
 
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