News Gerichtsurteil: Qualcomm bekommt zwei Dollar von Arm

nlr

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Ein Geschworenengericht in Delaware hat Arm im Streit mit Qualcomm Vertragsbruch und Eingriffe in Kundenbeziehungen vorgeworfen. Zugleich sprach es Arm in vier weiteren Punkten Recht zu. Beide Unternehmen werten das gemischte Gerichtsurteil als Erfolg – der Konflikt um Lizenzen und technische Zusammenarbeit geht damit weiter.

Zur News: Gerichtsurteil: Qualcomm bekommt zwei Dollar von Arm
 
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qualcomm bekommt 2 dollar, arm bekommt in vier punkten recht und beide verkünden den sieg. eigentlich fehlt nur noch, dass die anwälte ihre rechnung veröffentlichen.
 
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Die am schwersten verdienten $2 der Welt.
 
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Die eigentlichen finanziellen Gewinner bei diesem Rechtsstreit... wie üblich, die Anwälte.
 
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Es werden für die Endkunden dann womöglich auch $2 Preisaufschlag pro Gerät (mit ARM oder Qualcomm-Kernen im SoC)... um die Anwälte zu bezahlen. 😕
 
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Für 2 piepen bekommt man nicht mal mehr ne LKW.
 
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Nitschi66 schrieb:
Und ich dachte es seien 2$ pro Gerät...
Das wäre beim Streitpunkt, ob/wie ARM auf Kunden von Qualcomm zum Schaden von Qualcomm eingewirkt hat etwas merkwürdig. ARM verkauft ja keine Geräte[1], sondern IP. Da ist schwer nach Gerät abzurechnen ;).


[1] Besser: Verkaufte zu den Zeiträumen die im Rechtsstreit beachtet wurden
 
Piktogramm schrieb:
ARM verkauft ja keine Geräte[1], sondern IP. Da ist schwer nach Gerät abzurechnen ;).
Es gibt bei ARM min. zwei verschiedene Arten der Lizenzierung.
Qualcomm hat die umfangreiche Architekturlizenz. Diese beinhaltet eigene Kerne basierend auf dem ARM-Befehlssatz entwickeln zu dürfen, das müsste eine Pauschallizenz sein.

Die meisten Chiphersteller dürften aber die Lizenz wählen welchen denen erlaubt fertige Kerne von ARM in deren Chips zu verbauen... und da werden die Lizenzgebühren nach verkaufter Stückzahl abgerechnet, soweit ich das mal recherchiert hatte.
 
Das Problem ist, wenn man auf Schadensersatz klagt sollte man nachweisen können, dass man einen Schaden erlitten hat.

Ich kann mir jetzt nicht vorstellen dass Meta vor Gericht testiert, vorher hätten wir X gezahlt und wegen der Unsicherheit die um die Lizenzen entstanden ist haben wir nur Y bezahlt.

Nur so hätte Qualcomm einen Schaden reklamieren können.

Das muss Qualcomm von vorne herein klar gewesen sein. Also bleibt die Frage was sollte das ganze.

Das ist ein öffentlich ausgetragener Ehekrach.

Die spannende Frage ist ob sich beide wieder zusammen raufen.

Btw. Christiano Amon hat vor Gericht gesagt Qualcomm habe sich bei Intel um eine X86 Lizenz bemüht.
 
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WinnieW2 schrieb:
Es werden für die Endkunden dann womöglich auch $2 Preisaufschlag pro Gerät (mit ARM oder Qualcomm-Kernen im SoC)... um die Anwälte zu bezahlen. 😕

Ist nicht pro Gerät. Es sind einfach nur 2$ die Qualcomm bekommt. Also 2$ Cash. 2$. Wie zwei 1$ Scheine in die Hand. Fertig. Einmalig. Von daher hat das überhaupt keine Auswirkung auf irgendwas.
 
WinnieW2 schrieb:
[...]
Die meisten Chiphersteller dürften aber die Lizenz wählen welchen denen erlaubt fertige Kerne von ARM in deren Chips zu verbauen... und da werden die Lizenzgebühren nach verkaufter Stückzahl abgerechnet, soweit ich das mal recherchiert hatte.
Wie beschrieben ist das IP und keine Geräte seitens ARM!

Irgendwelche Schadensersätze anhand von Geräten/Chips Dritter zu bemessen ist absolut wir. Weil Mediathek erfolgreich Systeme mit ARM IP verkauft bekommt Qualcomm mehr Geld Geld?
 
WinnieW2 schrieb:
Es gibt bei ARM min. zwei verschiedene Arten der Lizenzierung.
Qualcomm hat die umfangreiche Architekturlizenz. Diese beinhaltet eigene Kerne basierend auf dem ARM-Befehlssatz entwickeln zu dürfen, das müsste eine Pauschallizenz sein.

Die meisten Chiphersteller dürften aber die Lizenz wählen welchen denen erlaubt fertige Kerne von ARM in deren Chips zu verbauen... und da werden die Lizenzgebühren nach verkaufter Stückzahl abgerechnet, soweit ich das mal recherchiert hatte.
Bei beiden Lizenzarten gibt es eine Komponente je Kern bzw je CPU.

Dieser ist bei der ALA Architektur Lizenz niedriger als bei der TLA (Lizenz für fertige Kerne). Außerdem geht es um die Anwendung, Server-Kerne sind teuer Kerne in Mobiltelefon SoCs sind billiger.

Details dazu wurden bei Prozess im Rahmen der NUVIA Übernahme bekannt.
 
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Geil, 0,030769% einer 5090. Sachen in den Wert einer 5090 umzurechnen ist mein neues Hobby.
 
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ETI1120 schrieb:
[...]
Das muss Qualcomm von vorne herein klar gewesen sein. Also bleibt die Frage was sollte das ganze.
[...]
Die spannende Frage ist ob sich beide wieder zusammen raufen.

Btw. Christiano Amon hat vor Gericht gesagt Qualcomm habe sich bei Intel um eine X86 Lizenz bemüht.
Gerichtlich wurde festgestellt, dass ARM nach bestehenden Verträgen ihren Lizenznehmern nichts bzw. nur bedingt Geschäft abwerben darf. Das wird vor allem bei Wiederholung interessant.

Das wird weiter zu Streitereien kommen. Qualcomm ist schon recht aktiv was juristische Durchsetzung ihrer Interessen angeht. Zusätzlich war ARMs Neuausrichtung zuletzt gegenüber IP-Kunden, die ARM-Implementierungen an Dritte verkaufen wollen, eher in Konkurrenz als partnerschaftlich.
 
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Würde mich echt mal interessieren, wie diese 2$ beglichen werden. :D
Per Überweisung? Check? Oder legen die Anwälte von ARM denen von Qualcomm am Ende 2 Dollar auf den Tischen bevor sie den Raum verlassen? :D
 
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Piktogramm schrieb:
Gerichtlich wurde festgestellt, dass ARM nach bestehenden Verträgen ihren Lizenznehmern nichts bzw. nur bedingt Geschäft abwerben darf. Das wird vor allem bei Wiederholung interessant.
Ja

IMO es ist eine Möglichkeit, dass Qualcomm Stück für Stück eine Kulisse aufbaut um ARM es schwerer zu machen die Verlängerung der Lizenz zu verweigern.
Piktogramm schrieb:
Das wird weiter zu Streitereien kommen. Qualcomm ist schon recht aktiv was juristische Durchsetzung ihrer Interessen angeht.

Der erste Prozess ging von ARM aus und es verwundert mich immer noch was ARM geritten hat Klage einzureichen.

Sie hatten nichts. Und Qualcomm ist es sehr gut gelungen zu zeigen, dass sich Arm in der Sache böswillig verhalten hat.

Ging es bei diesem Prozess nicht auch darum nachzuweisen dass ARM damals eine öffentliche Kampagne gegen Qualcomm initiiert hat?

Piktogramm schrieb:
Zusätzlich war ARMs Neuausrichtung zuletzt gegenüber IP-Kunden, die ARM-Implementierungen an Dritte verkaufen wollen, eher in Konkurrenz als partnerschaftlich.
Die Zeichen sind unübersehbar das ARM mehr vom Kuchen anhaben will.

Am Anfang war auch Intel sehr großzügig damit Lizenzen für X86 zu vergeben. Als Intel bemerkt hat, dass der X86 mit dem IBM PC den Jackpot gezogen hat, hat Intel immer mehr Anstrengungen darin investiert die Lizenznehmer wieder loszuwerden.
 
Grumpy schrieb:
Ist nicht pro Gerät. Es sind einfach nur 2$ die Qualcomm bekommt. Also 2$ Cash. 2$. Wie zwei 1$ Scheine in die Hand. Fertig. Einmalig. Von daher hat das überhaupt keine Auswirkung auf irgendwas.
Das ist @WinnieW2 auch durchaus bewusst. Der Kommentar...
WinnieW2 schrieb:
Es werden für die Endkunden dann womöglich auch $2 Preisaufschlag pro Gerät (mit ARM oder Qualcomm-Kernen im SoC)... um die Anwälte zu bezahlen. 😕
...zeigt das deutlich; besonders, der er nach diesem erschien...
Nitschi66 schrieb:
Und ich dachte es seien 2$ pro Gerät...
...aber auch, weil er sonst schlicht keinen Sinn ergeben würde! Denn 2$ Aufpreis pro SOC können ja nicht eine (fiktive) Strafe von 2$ pro Einheit und die Anwaltskosten zugleich decken.
 
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