Sologruppe schrieb:
Ich war mit dem belauschen vom Internet und den Sexdingen im Mainstream- und der war eben falsch. Hätte ich mich darüber besser informiert, hätte man mir den Aluhut angedichtet, aber ich wäre richtig gelegen. In vielen anderen Dingen bin ich nicht im Mainstream- ob ich damit richtig oder falsche liege, weis ich oftmals immer noch nicht. Wenn ich daran denke, das die ägyptischen Pyramiden angeblich mit Kupfermeiseln geschaffen wurden... Kann sein, klingt aber nicht sehr logisch. Aber Logik kann auch eine Falle sein und es stimmt doch.
All jene, die immer geglaubt haben, dass die Regierungen das Internet belauschen, hatten nicht automatisch schon immer Recht, als Snowden sein Insider-Wissen preis gegeben hat. Und wenn morgen Vulkanier auf der Erde landen, dann haben all jene, die schon immer an Roswell geglaubt haben, nicht automatisch Recht. Zwei Geschichten können das gleiche oder ähnliche Ende haben, aber das Ende von Geschichte A bestätigt nicht all jene, die an Geschichte B glauben.
Und weil wir einzelne Details in der Entstehung der Pyramiden nicht kennen oder eher nicht eindeutig beweisen können, können wir nicht schließen, dass es ja auch Aliens gewesen sein könnten oder gar gewesen sein müssen. Tatsächlich ist es so, dass wir gleich mehrere Theorien haben, wie die alten Ägypter die Pyramiden errichtet haben, und alle Theorien funktionieren im Experiment. Es fällt uns lediglich schwer, einzelne Theorien auszuschließen, aber dass die alten Ägypter das Wissen hatten, um die Pyramiden zu bauen, kann nicht bezweifelt werden.
Sologruppe schrieb:
Vieles ist erstaunlich: Die Steinblöcke der Pyramide sind auf 0,2 Millimeter genau geschlagen. Gerade mal eine Rasierklinge würde zwischen die Steinreihen passen. Die Fundamente der Pyramide weichen nur maximal 16 Millimeter von der Horizontalen ab und das bei einer unteren Kantenlänge von rund 230 Metern.
Auch die rechten Winkel der Ecken lassen Ingenieure heutiger Zeit vor Neid erblassen: Die Winkel sind so genau geschnitten, dass man selbst mit lasergestützten Messapparaten nicht genauer arbeiten könnte.
Du unterschätzt die Ägypter und übersiehst einen wesentlichen Punkt. Die Ägypter waren nicht dumm, sondern genauso gescheit wie der moderne Mensch. Und sie hatten alle der Zeit und haben ganze Lebenszeiten oder gar Generation genutzt, um sich einer Aufgabe zu widmen, nämlich Pyramiden aus nahezu perfekt geschlagenen Quadern zu errichten. Uns mag das heute kaum begreiflich erscheinen, wie ihnen das ohne moderne Werkzeuge gelingen konnte, aber die Bauherren der Antike hatten eben viel Zeit und haben andere, clevere Lösungen gefunden. Und geht man durch Ägypten, sie man auch den Werdegang der altägyptischen Baukunst.
Einige Jahrhunderte oder Jahrtausende später haben die Menschen des Mittelalter gewaltige Sakralbauten errichtet, und deren Messwerkzeug war ein geschlossener Faden mit drei Knoten. Aber dieser Faden war genug, um alle Distanzen, Kurven und Winkel zu berechnen und auf hunderte Meter nahezu perfekt zu ziehen.
Übrigens, eine Methode, um einen Stein oder eine Fläche exakt gerade und plan zu behauen, ist, die Oberfläche mit Wasser zu benetzen. Wo die Wasseroberfläche nicht exakt plan ist oder gar noch Material durch die Oberfläche sticht, muss eben nochmal mit dem Meißel nachgegangen werden. Oder eher mit einem Doleritstein. Trägt zwar nur 5mm pro Stunde ab, aber an Zeit und Arbeitskräften hat es eben nicht gemangelt. Und gerade diese Ineffizienz der Werkzeuge ist es, mit der die Ägypter und viele anderen Bauherren der Antike kleinste Unebenheiten auf den Steinoberflächen sorgfältig abtragen konnten.