@Megatron
Ich verstehe deinen Beitrag im Kontext des Themas nicht so recht. Das hier hat nichts mit der Frage zu tun, ob wir in einem holografischen Universum leben (für jene, die sich mit dem Thema nicht auskennen: es bedeutet nicht, dass wir auf einem Holodeck oder in der Matrix leben). Und auf die Frage, wer die Naturkonstanten so genau festgelegt hat, dass wir existieren können, gibt es seit 30 Jahren eine mögliche Antwort, die aber noch ihrer Bestätigung harrt: Das inflationäre Universum. Das Wunder der derartig exakt eingestellten Naturkonstanten legt auch nicht nahe, dass es einen Schöpfer geben muss, der diese Werte exakt eingestellt hat, sondern dass einen bisher unentdeckten Mechanismus geben muss - zum Beispiel die Inflation - durch den es unausweichlich ist, dass die Werte exakt eingestellt sind - und/oder dass wir in einem vielleicht unendlichen Multiversum leben und in diesem eben in einem von unendlichen vielen Universen, in denen die Werte exakt passend sind, um unsere Existenz zu gewährleisten.
@Helios co.
Warp-Antriebe, Wurmlöcher und "Fast-Tracks" (den kanntest du noch nicht, oder?), sind mathematische Lösungen, die das Problem mit der "Lichtbarriere" umgehen. Die Wahrscheinlichkeit aber, dass diese Lösungen aber auch in der Realität existieren und umsetzbar sind, ist verschwindend gering. Wollen wir dieses Thema aber vernünftig diskutieren, müssen derartige extrem unwahrscheinliche Möglichkeiten ausschließen.
Das Problem ist, dass diese "Hinter den Grenzen unseres Wissens ist alles möglich!"-Phrasendrescherei bei bei FTL-Antrieben nicht aufhört. Sobald wir uns darauf geeinigt haben, dass die Erfindung von FTL-Antrieben nur eine Frage der Zeit ist, reden wir wahrscheinlich über fremde Zivilisation. Du willst vielleicht gerne glauben, dass fremde Welten und fremde Zivilisationen beliebig andersartig sein können, also behauptest du, dass unser Wissen begrenzt ist und dass jenseits dieser Grenzen Q sein Unwesen treibt. Vielleicht möchtest du auch gerne an Zeitreisen glauben. Also behauptest du, dass eine zu entdeckende höhere Physik schon die passende Antwort liefern wird. Und was wenn eine höhere Physik dann doch keine Möglichkeit anbietet, Einsteins Postulaten aus dem Weg zu gehen? Dann muss eben eine noch höhere Physik gefunden werden, in der dann alles so zusammen passt, wie man es gerne hätte.
So können wir nicht diskutieren. So können wir kein besseres Verständnis über unser Universum und unserer Rolle in diesem Universum erlangen. Wir würden eine eine Fiktion schaffen, die höchstwahrscheinlich wenig mit der Realität zu tun hat.
Freilich können wir die Frage stellen, wie unser Universum aussähe, wenn wir es mit FTL-Antrieben bereisen würden, aber ich befürchte, dass die folgende Diskussion so aussähe, wie ich es eben skizziert habe.
Und in diese Richtung zielten auch meine Aussagen auf die Wurmlöcher oder die F117 ab. Die F117 ist schlicht und ergreifend nicht steuerbar ohne besagten Workaround, auch nicht von einem Autisten (dazu hätte ich übrigens wirklich gerne eine Quelle!).
Die Grenze, die einen Workaround in Form von "fly-by-wire" erforderlich macht, ist lediglich durch die Fähigkeit des Menschen ein solches Gerät zu steuern definiert. Das ist kein physikalisches Problem, und schon gar nicht eines, dass mit Einsteins Postulaten zu vergleichen ist. Du vergleichst hier Äpfel mit Schlangengurken. Passender wäre der Vergleich mit dem Betriebssystems deines Computers, denn wir sind auch nicht der Lage, direkt auf die Ressourcen unserer Computer zuzugreifen und diese gezielt auszureizen. Das übersteigt unsere Fähigkeiten, weshalb haben wir auf eine zusätzliche Ausführungsebene mit grafischer Benutzeroberfläche, um unserer Computer überhaupt vernünftig bedienen zu können. Ist Windows 7 jetzt der Beweis, dass ein "Workaround" um Einsteins Postulate herum nur eine Frage der Zeit ist?
Was die Widerlegung von Einstein anbetrifft: Bitte Google einfach mal nach "Widerlegung Einstein".
Es ist ganz schlechter Stil, die Zuhörer aufzufordern, irgendetwas zu googeln. Was soll man dabei bitte heraus finden? Dass das Internet voller Crackpots mit wirren Ideen ist? Dass Journalisten nicht in der Lage sind, einen Sachverhalt korrekt dazustellen? Kein ernstzunehmender Wissenschaftler hat die Absicht, Einstein zu widerlegen, und wenn ein Journalist der BILD oder des Spiegel in einer Überschrift etwas anderes behauptet, etwa dass irgendwer irgendwo Einstein widerlegt hat, dann hat dieser Journalist den Sachverhalt sensationslüstern dargestellt.
Es ist nicht möglich, Einstein zu widerlegen! Einsteins Theorien sind experimentell belegt. Diese Experimentaldaten verschwinden nicht einfach wieder. Wenn überhaupt kann man aufzuzeigen, dass Einsteins Theorien unvollständig sein müssen, was aber ohnehin klar ist, oder dass Einsteins Theorien anders zu formulieren sind - wobei jede andere Formulierung die beeindruckende Belege, die Einsteins Postulate untermauern, beinhalten müsste.
Ein Beispiel sind die Neutrinoexperimente im CERN. Was denkst was die da indirekt damit beweisen wollen? Entweder die Gültigkeit der aktuell gültigen Modelle oder deren partielle Ungültigkeit! Und dazu zählen auch die angeblich unumstößlichen Theorien(!) von Einstein!
Bitte befasse dich auch mal mit dem, was du so vollmundig in den Raum wirfst! Das
OPERA-Experiment am CERN ist ein Experiment, dass die
Neutrinooszillation untersuchen soll. Es geht gar nicht darum, Einstein widerlegen zu wollen. Aber man hat in den Experimenten vermeintlich beobachtet, dass sich die Neutrinos schneller als mit Lichtgeschwindigkeit bewegen. Diese Beobachtung hat man ganz unaufgeregt und ohne die Aussage, man habe Einstein widerlegt, der wissenschaftlichen Gemeinschaft vorgestellt und die Kollegen gebeten, die Ergebnisse zu überprüfen. Sofort hat man angenommen, dass ein Messfehler vorliegen muss - auch wenn jeder glücklicher gewesen wäre, wenn man tatsächlich etwas Neues entdeckt hätte - und auch prompt gleich zwei Messefehler gefunden (einer hat die Neutrinos 75ns schneller gemacht, der andere 15ns langsamer) und nach Behebung der Fehler wieder die erwartete und experimentell bestätigte Geschwindigkeit der Neutrinos gemessen.
Diese Anomalie ist übrigens ein gutes Beispiel für die verfälschte Darstellung in den Medien, denn es hat wie gesagt niemand davon gesprochen, dass man Einstein widerlegt hat. Diese Aussage wurde erst durch die Medien in Unkenntnis des Sachverhalts eingestreut. Und tatsächlich wäre Einstein auch nicht widerlegt worden, denn all die Experimentaldaten, die Einstein ziemlich spektakulär belegen, wären nicht verschwunden. Man hätte einen neuen Grenzfall entdeckt, in dem Einstein offenbar seine Gültigkeit verliert.
Im übrigen verbitte ich mir die Anfeindungen und das ins Lächerliche ziehen von Aussagen hier (und nicht nur von meinen).
Dann hör endlich damit auf, dein Halbwissen als vollmundigen Beweis für irgendwas in den Raum zuwerfen. Dein Diskussionsstil ist auch unter aller Kanone, nicht nur weil du offensichtlich selber nicht versteht, wovon du eigentlich redest, sondern auch weil du die Zuhörer aufforderst, irgendetwas zu googeln, und weil du Argumente, auf die dir offenbar nichts mehr einfällt, gekonnt ignorierst.
Wenn man in der Art und Weise diskutiert, dann endet dieser Thread ganz ganz schnell im Jenseits.
Das ist keine Diskussion. Wäre es eine, würde der arme Ockham hier nicht so mit Füßen getreten werden.
Wenn jemand immer noch nicht geralt hat, dass unsere Physik lediglich Modelle erstellt basierend auf Beobachtungen, sollte lieber kleinere Brötchen backen als er es hier aktuell tut!
Ja, und? Deshalb können wir uns doch nicht zusammen spinnen, was wir gerne wahr haben würden. Wo sind eigentlich die Beobachtungsdaten, die nahe legen, dass FTL-Antriebe möglich sind?
Und hätte man vor 40 Jahren jemanden ein Modell der F117 vorgeschlagen, hätte er nur müde gelächelt.
Die Entwicklung F117 hat vor über 40 Jahren begonnen, und fly-by-wire- und Stealth-Technologien wurden schon während des Zweiten Weltkriegs erprobt. Wieder eine Wissenslücke aufgetan, die die dich zu einer falschen Aussage verleitet hat. Hast du eigentlich überhaupt schon etwas in dieser Diskussion von dir gegeben, was nicht sofort widerlegt werden konnte oder - aufgrund deiner Verständnisprobleme - nicht richtig gestellt werden musste? Warum backst du nicht mal kleinere Brötchen, und zwar ganz, ganz kleine?
Inwiefern ich also diesbezüglich falsch lag will sich mir nicht erschließen. Das ist nun einmal die Kernaufgabe der forschenden Physik oder liege ich hier falsch?
Nochmal: Beim OPERA-Experiment ging es zu keiner Zeit darum, Einstein zu widerlegen. Es geht auch nie darum, etwas zu widerlegen - denn dann ginge man schon mit einer Erwartung an das Experiment heran - sondern Vorhersagen von Modellen zu überprüfen.