Helios co. schrieb:
Über den Rest sind wir uns durchaus einig.
Wenn du also auch der Meinung bist, dass die Wahrscheinlichkeit, dass irgendwann FTL-Technologien entwickelt werden könnten, ganz stark gegen "nicht existent" geht und daher in einer Diskussion, in der wir darüber reden wollen, was wahrscheinlich sein wird, nicht zu berücksichtigen ist, warum zwingst du uns dann diese Diskussion auf? Damit wir alle darin übereinstimmen, dass es eine Wahrscheinlichkeit von einem Nano-Prozent gibt, dass eine noch zu entdeckende Physik doch noch den Weg in ein Star Trek Universum ebnen wird? Kannst du haben: Es gibt eine beinahe unendlich geringe Chance, dass wir irgendwann mit Warp-Antrieben oder Wurmlöchern zu den Sternen reisen werden, aber weil diese Chance unendlich gering ist, ist sie in dieser Diskussion nicht zu berücksichtigen. Freilich können wir darüber reden, was wäre, wenn es doch möglich wäre, aber dazu müssten erst einmal all jene, die unbedingt haben wahr haben wollen, dass eine noch zu entdeckende Physik den Weg zu den Sternen ebnen wird, den Mund halten. Im Moment ist keine Diskussion möglich, wenn jeder behauptet, dass eine Extra-Dimension oder eine noch zu entdeckende Physik oder die Erkenntnisse einer höher entwickelten Zivilisation schon noch alles richten wird.
---------------
@B0xR
Du Bei dir ist wirklich Hopfen und Malz verloren. Deine Beiträge sind aufgrund des offensichtlich Halbwissens einfach nur zum Schreien komisch. Noch komischer ist, dass du dir nichts sagen lassen willst, dass du nichts verstehen willst und unbeirrt dein Halbwissen zum Besten gibst, als ob du hier der Einzige bist, der von irgendwas eine Ahnung hat.
Könnten wir an dieser Stelle belegen, dass die Relativitätstheorie nicht allgemeingültig ist, wovon man in der Quantenmechanik mittlerweile ausgeht, hätten wir den Physik-Nobelpreis bereits in der Tasche.
Dass die Realtivitätstheorie wie auch die Quantenmechanik nicht allgemeingültig sind, ist offensichtlich und jedem bekannt. Das musst uns nicht als große Erkenntnis verkaufen. Wenn die Relativitätstheorie oder die Quantenmechanik allgemeingültig wären, dann könnten wir alle Forschungs-Satelliten vom Himmel holen und alle Teilchenbeschleuniger abschalten, denn dann wäre die Suche nach der großen Vereinheitlichung beendet. Was willst du uns hier also erzählen? Das Regen nass ist? Danke, wissen wir schon. Ist auch recht offensichtlich.
Eine außerirdische Intelligenz ist zumindest im Rahmen einer annehmbaren Wahrscheinlichkeit denkbar. Ebenso denkbar ist dann auch, dass eine solche Intelligenz eine Entwicklungsstufe erreicht haben könnte, du unserer Technik weit voraus ist.
Bis hierhin kein Widerspruch.
So könnte eine solche Zivilisation durchaus über Energiequellen verfügen, die aus unserer Sicht unvorstellbar stark und nahezu unerschöpflich sind. Neben (kalter) Kernfusion und Materie/Antimaterie-Reaktoren könnte die Anzapfung der Energiestrahlung von (künstlichen) Singularitäten eine der leichtesten Übungen einer solchen Intelligenz sein.
Und jetzt dringen wir wieder in die Region der von Halbwissen befeuerten Spinnereien vor. Die Kalte Fusion als auch die Materie-/Antimaterie-Reaktion liefern nicht genug Energie, um interstellare Reisen zu einem Kinderspiel zu machen, bei Weitem nicht. Und mit der Hawking-Strahlung wirst du erst Recht nirgendwo hin kommen.
Vor dem Hintergrund uns noch lange nicht verfügbarer oder sogar vorstellbarer Energiequellen, die aber technisch durchaus denkbar sind,
Sie sind nicht vorstellbar, aber technisch durchaus denkbar? Ah ja, da spricht der Experte. Das haben wir ja im vorherigen Absatz gesehen.
erschließen sich natürlich ganz andere Möglichkeiten in der Antriebstechnik, der Kommunikation, der Raumfaltung, der Teleportation und der Umwandlung von Materie und Energie.
Du kannst den Raum nicht falten. Dass ist eine Idee aus einer Zeit, als man angenommen hat, der Raum sei gekrümmt. Das ist er aber nicht. Und Teleportation ist gründsätzlich unmöglich. Da brauchst niemand einen Floh ins Ohr zu setzen. An der Heißenbergschen Unschärferelation und dem No Cloning-Theorem kommt niemand vorbei, egal mit welcher Technologie.
Und was meinst du bitte mit der Umwandlung von Materie in Energie. Das kann jeder Atom-Reaktor, und mehr als eine Materie-/Antimaterie-Reaktion ist nicht drin - die aber wie gesagt auch kein geeigneter Energieträger für die interstellare Raumfahrt ist.
Ohne jetzt noch auf die Punkte in der Quantenmechanik einzugehen, die im Wesentlichen die Relativitätstheorie in Frage stellen,
Quatsch. Die Quantenmechanik und die Realtivitätstheorie befinden sich an gegenüberliegenden Enden der Größenskala des Universums. Die Quantenmechanik befasst sich mit dem sehr Kleinen aber Fundamentalen, der Quantenwelt, die Relativitätstheorie mit den großen Skalen, dem Universum. Die beiden Theorien sind gar nicht in der Lage, sich gegenseitig in Frage zu stellen. Und beide Theorien lassen sich auch nicht in Frage stellen, da sie durch überwältigende Experimentaldaten belegt sind. Es geht nicht darum, welche der beiden Theorien Recht hat. Es geht darum, wie beide Theorien zusammen passen, Stichwort Quantengravitation.
dürften der Wissenschaft in den nächsten Jahren und Jahrzehnten einige neue fundamentale Erkenntnisse bevorstehen.
Wahrscheinlich. Aber es sollte auch mal gesagt werden, dass eine große Vereinheitlichung der Quantenmechanik und der Relativitätstheorie in Form der Quantengravitation nicht existieren muss. Wir würden gerne glauben, dass ein großes, vereinheitliches Modell für unser Universum existiert. Deshalb suchen wir nach einem solchen Modell. Aber es gibt keinen Grund, keine Beobachtung, die nahe legt, dass ein solches Modell existieren muss. Es ist daher ebenso möglich, dass eine Vereinheitlichung nicht existiert, und in diesem Fall würden auf diesem Gebiet keine großen Durchbrüche mehr machen.
Vielleicht sollte man den Thread einfach mal 15 Jahre ruhen lassen. Wobei ich eher davon ausgehe, dass dies bereits in 2 oder 3 Jahren der Fall sein wird.
Yeah! Und in fünf Jahren fliegen wir zum Vulkan! Ist dir eigentlich bewusst, dass eine mögliche Vereinheitlichung keine Antwort auf die Probleme der interstellaren Raumfahrt liefern muss? Und die Chancen stehen nicht 50/50, dass noch ein Hintertürchen gefunden wird. Es gibt kein Phänomen, keine Beobachtung, die nage legt, dass im Unbekannten eine solche Hintertür versteckt ist. Insofern ist alles, was du hier von dir gibst, reines Wunschdenken. Auf dieser Grundlage ist aber eine echte Diskussion unmöglich.
Selbstverständlich sind interstellare Reisen auch mit heutiger Technologie möglich. Das nächste uns gelegene Sonnensystem Alpha Centauri wäre mit einer Entfernung von etwa 4 Lichtjahren durchaus in denkbarer Reichweite, auch wenn dies eventuell mehrere Generation dauern würde. Ob eine Reise dorthin allerdings sinnvoll wäre, steht auf einem anderen Blatt.
Eigentlich würde ja gerne wieder und weiter über dieses Thema reden, aber kaum hat man es geschafft, mit dem einen (Helios co.) vielleicht eine Basis für eine fruchtbare Diskussion zu schaffen, kommt der nächste daher (du), der zu glauben scheint, dass Quantenteleportation irgendwas mit "Beamen" zu tun hat und die Antimaterie-Reaktion genug Energie liefert, um all unsere Wünsche zu erfüllen.
Es ist jedoch wissenschaftlich nicht erwiesen, dass die mehrfache Inbetriebnahme einer tibetanischen Gebetsmühle den Wahrheitsgehalt einer Aussage steigert. Wo bitte bleibt der Beweis dafür?
Der Beweis für was? Dass interstellare Raumfahrt und vor allem Kolonisation wahrscheinlich nicht statt finden? Na du bist doch hier, und das wäre nicht möglich, wenn interstellare Kolonisation ein Klacks wäre.
----------
Daaron schrieb:
Was soll man in Alpha Centauri? Das Ding hat keine Planeten und auch sonst nix, was die Reise lohnt.
Noch wissen wir nicht, ob das Ding einen Planeten hat oder nicht. Wir haben noch nicht nachgeschaut und haben gerade erst verstanden, dass um Doppelstern-System durchaus Planeten existieren können. Aber selbst wenn Alpha Centauri einen Planeten hat, gibt es dort nichts, was den immensen Aufwand lohnen würde.
Daaron schrieb:
- Platz für wirklich große hydroponische Gärten oder ähnliches. So n kleines Kabuff wie auf der Voyager bringt Null.
Ich glaube nicht mehr an hydroponische Gärten. Man würde wohl eher Zellkulturen in Tanks züchten, die man dann mit 3D-Druckern zu mundgerechter Nahrung weiter verarbeitet. Natürlich braucht auch diese Methode enorme Ressourcen, aber sie wäre sehr viel effizienter, als Kühe zu versorgen. Die mirzuführende Nutzlast würde um etliche Größenordnungen schrumpfen.
Daaron schrieb:
- Eine Hülle, die nicht nur die kosmische Strahlung komplett abschirmt, sondern auch Kollisionen mit den ganzen Krümeln abhält, die sowohl innerhalb eines Sonnensystems als auch im interstellaren "Vakuum" so rumgurken.
Dieses Problem ist nicht so groß wie du glaubst. Aber natürlich muss ein großer Teil der Nutzlast aus einer Form der Abschirmung bestehen. By the way, es wird bereits erörtert und erforscht, auch Raumschiffe in riesigen 3D-Druckern zu bauen. Hat mit dem Punkt jetzt nicht so viel zu tun, aber wenn Raumschiffe in einer fernen Zukunft tatsächlich Molekül aus einem Drucker kommen, dann könnte man das perfekte Raumschiff bauen mit einem perfekten Verhältnis aus Masse und Nutzen.
Einwurf von der Seite: Geil! Wir reden mal wieder einige Zeilen über wirkliche bzw. tatsächlich greifbare Technologien und reale Herausforderungen.
----------
@RealAudioslave
Die Biosphären sind gescheitert, dennoch haben sie unser Verständnis über die Funktionsweise von Biospähren bedeutend weiter gebracht. Und sie sind nicht gescheitert, weil ihnen eine inhärente Unmöglichkeit inne wohnt, sondern weil man Fehler gemacht. Zum Beispiel waren die Wasserflächen zu klein angelegt. Das haben wir nun gelernt.
Allerdings ist das Scheitern der Biosphären für mich auch ein Argument gegen Terraformind. Die Biosphären sind gescheitert, weil wir kleine aber entscheidende Faktoren übersehen haben. Ein ganzer Planet ist aber um ein Vielfaches komplexer als eine Biosphäre, und wenn wir während der Terraformierung eines Planeten eine Kleinigkeit übersehen, erschaffen wir vielleicht ein Monster von einem Planeten.
---------
@Megatron
Wir reden von tausenden oder gar Millionen von Zivilisationen, die die Erde erreicht haben könnten, vor allem wenn man wie du annehmen möchte, dass selbst intergalaktische Raumfahrt möglich ist. Und die haben sich alle über die letzten drei, vier Milliarden Jahre, in denen sie die Erde hätten erobern können, nicht nur an eine Oberste Direktive gehalten, sondern auch allesamt unabhängig voneinander eine solche Direktive entwickelt. Ein ziemlich extreme Annahme, nicht wahr?
Was die höheren Dimensionen angeht war die Stringtheorie ein schlechtes Beispiel, hier orientiere ich mich an den 12 dimensionalen Raum wie ihn Burkhard Heim beschrieben und berechnet hat.
Den Heim fand ich mal klasse, aber an seinen Theorien ist nicht viel dran. Erstaunlicherweise sind seine Theorien nur für Teilchen und Erkenntnisse zutreffend, die bereits bekannt waren, als Heim seine Theorien aufgestellt hat. Für allen weiteren Teilchen, die gefunden wurden, nachdem Heim seine Theorien ausgearbeitet hat, stimmen die Werte, die aus seinen Theorien hervor gehen, nicht mehr mit realen Werten, die man ermittelt hat, überein.
Wahrscheinliche Erklärung für diese Beobachtung: Heim hat sich einfach angeschaut, welchen Teilchen damals bekannt waren und welche Eigenschaften diese besitzen und seine Theorien so formuliert, dass sie den Experimentaldaten entspricht. Natürlich muss er das tun. Natürlich muss eine Theorie zunächst den bereits vorhandenen Experimentaldaten genügen. Ich kann nicht behaupten, dass Regen nicht nass ist, wenn wir alle wissen, dass Regen nass ist. Aber darüber hinaus hat Heim keine zutreffenden Vorhersagen machen können. Die Eigenschaften, die sich aus seiner Theorie für die Teilchen ergeben, die erst nach der Entwicklung der Theorie gefunden wurden, weichen stark von den tatsächlichen Eigenschaften dieser Teilchen ab, und die Teilchen, die in seiner Theorie vorher gesagt werden, konnten in Teilchenbeschleunigern nicht gefunden werden. Heim ist also auch experimentell widerlegt.
Allerdings bin ich nicht frei von jeder Spiritualität, was vielleicht daran liegt, dass der Tod in meiner Familie sehr präsent ist (aber dafür werden jene, die "es schaffen", steinalt, also drückt mir die Daumen!). Ich bin selber überzeugt davon, dass dieses Leben noch nicht alles ist. Aber da man diesbezüglich keine vernünftige Erkenntnisse gewinnen kann, solange man lebt, und man unweigerlich in die Esoterik abdriftet, wenn man es doch versucht, mache ich mir diesbezüglich keine weiteren Gedanken. Ich werde es ja ohnehin früh genug erfahren
Hier gibt es (abgesehen von den vielen Fälschungen) auch einige die mit keinen anderen irdischen Phänomen erklärbar sind.
Das ist dann aber noch keine außerirdisches Flugobjekt, sondern einfach nur ein Phänomen, für das es keine Erklärung gibt. Und bisher konnte noch jedes Phänomen früher oder später ohne Außerirdische erklärt werden.
An der Stelle ein Wort der Warnung und eine Bitte: Eine Vielzahl von Fotos und Zeugenaussagen können keinen Beweis ersetzen. Ich will niemanden aufzuzwingen, den Glauben an außerirdische Besucher abzulehnen. Gleichzeitig kann und sollte man aber auch niemanden den Glauben an außerirdische Besucher aufzwingen, schon gar nicht anhand von Fotos und Zeugenaussagen. Das ist wirklich eine Glaubensfrage, die sich einer wissenschaftlichen Beweisführung entzieht. Lasst uns bitte nicht den Weg gehen, diese Frage anhand von Fotos und Zeugenaussagen, die wie angedeutet stets den Willen zum Glauben voraussetzen! Eine solche Diskussion würde zu nichts führen außer dass wir uns noch heftiger zanken, als es ohnehin schon der Fall ist.