Glasfaser und Fritzbox-Mesh und interessante Fehler

country_egg

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Hallo zusammen,
mein Netzwerk funktioniert zwischen volle Lotte und endlosem Warten und ich komme nicht recht dahinter.

Die Konfiguration ist folgende:
Internet: Deutsche Glasfaser GPON 1Gbit download, 500 Mbit upload
Router: Fritzbox 5590 Fiber, alle Ports auf 1 Gbit
Dahinter:
Port 1: D-Link Go 16-Port unmanaged GBit-Switch über Cat6 Patchkabel angeschlossen
Port 2: NoName 5-Port GBit-Switch für 2x QNAP NAS
Port 3: NoName 8-Port GBit-Switch für PV-Wechselrichter, Akkusteuerung, Wärmepumpe, Wallbox (nur die Wallbox läuft mit 100 Mbit, alle anderen beherrschen GBit)

Vom D-Link switch geht es mit 12 Patchkabeln (Cat 5e) in ein Patch-Feld, in dem die vom Elektriker fest verlegten Cat 7a-Netzwerkkabel enden. Diese Kabel laufen dann in die jeweiligen Zimmer und enden dort in LAN-Dosen.

In den LAN-Dosen stecken dann Cat5e-Patchkabel und es geht entweder
  • in einen weiteren GBit-fähigen Switch und von dort wieder mit Cat 5a-Patchkabeln in die Endgeräte sowie in eine als Mesh-Repeater konfigurierte Fritzbox 7530 (ohne AX) oder
  • per Cat 5a-Patchkabel in eine FB7530 (Mesh-Repeater) und von dieser aus in die Endgeräte.

Und jetzt kommt der Fehler:
Ab und zu habe ich mit dieser Konfiguration 940 Mbit/s im Download und 510 MBit/s im Upload und dann freue ich mich.
Das ist mir auch Beweis genug, dass die ganzen Komponenten das können.
Aber viel öfter kommen nur 400, 200 oder auch mal nur 30 MBit/s im Download an, der Upload ist spannenderweise fast immer über 500 MBit/s !
Was aber viel mehr stört ist, dass ich einen Download anwerfe und alles ist schön.
Starte ich dann einen zweiten Download, ist es als ob der Browser (egal welcher) einfriert und sehr lange auf eine Antwort (von wem auch immer) wartet. An der/den Gegenstellen liegt es definitiv nicht.

Und das ist das, was ich dann nicht mehr begreife. Hat jemand eine Idee ?
 
Wenn es zu den Auffälligkeiten kommt bitte mal tracert auf computerbase.de und Screenshot hier rein.
Tritt das primär zwischen 17 und 22 Uhr auf?

Wenn es zu dem Fehlerbild kommt, wie verhält sich Datentransfer im LAN?
 
Hier das trecert-Ergebnis:
1763817721199.png

Ergänzung ()

Die guten Downloads habe ich auch mit dem ganzen Gedöns, also Fritzbox Fiber, Switch, Patchfeld, Lan_dose, Fritzbox, Laptop.

Dass WLAN ausscheidet, versteht sich hoffentlich von selbst :-)

LAN-Intern kopiere ich gerade von der Problemstelle mit 112 MB/s Vom Nas auf den Laptop:

1763818034096.png

Ergänzung ()

Nero FX schrieb:
Tritt das primär zwischen 17 und 22 Uhr auf?
Nö, auch tagsüber, vollkommen regelmäßig unregelmäßig
 
Zuletzt bearbeitet:
Dann würde ich als erste Fehlerquelle entweder einer der lankabel oder einer der noname Switch in Betracht ziehen. Alles abstecken und einzeln testen. Lankabel wechseln und testen…
 
Das ist jetzt auch wieder lustig. Ich hatte gerade 20 down/480 up.

Dann habe ich den letzten Mesh-Repeater aus der LAN-Dose gezogen und den Laptop direkt an die LAN-Dose angeschlossen: Volle Lotte.

Alles wieder zurück: Auch volle Lotte. Jetzt tausche ich die Fritzbox und berichte dann.

Aber das bringt uns ja noch nicht weiter auf der Suche nach den Verzögerungen, wenn mehrere parallele Downloads gestartet werden.
Ergänzung ()

Mickey Mouse schrieb:
wie wird gemessen?
wo wird gemessen?
was sagen die diversen Infos der Fritzbox?
Wie: Mit der Breitband-Messung-App unter Windows 11
Wo: Zuhause ?
...div. Infos....: Gar nichts, die Fritten finden alles toll.
 
dEagle schrieb:
Hast du die Möglichkeit, die Switches mal nach diesem Schaubild anzuschließen? Vielleicht hilft das.
Wo möglich, hab ich das umgesetzt. Allerdings war die Route nicht betroffen, die NAS-Replikation läuft nachts mit >100MB/s.
Wo es nicht geht, ist z.B. das Home Office, da gibt es nur eine LAN-Dose, aber 2 Desktops, 1 Laptop, 1 Barebone und 1 Fritzbox für WLAN und DECT, da dort auch per Festnetz telefoniert wird. WLAN ist nur für Handy/Tablet, gewissermaßen Accesspoint. Hab ich in dem Fall hinter dem switch angeschlossen.
 
Die Leute meinen, Du sollst zwischen PC A und PC B oder Client A und Client B im LAN messen, während das Internet 20 Down/480 Up meldet. Dann siehst Du, ob es am LAN oder am Internetzugang liegt.
Bei schnellem WLAN kannst Du auch die Fritz AVM WLAN App auf dem Smartphone nehmen. Das wird intern iperf sein. Die Fritzbox kann ein iperf Server sein.

An die LAN-Experten, gibt es wirklich Konstellationen/Fehler, wo genau eine Richtung gestört ist?
Und ja, mal prüfen, ob das Problem direkt am Haupt-Router auch auftaucht.

Edit: Ich bin auch bei Deutsche Glasfaser und bei mir wird bei Computerbase standardmäßig IPv6 genommen, wenn ich es nicht forciere.
 

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Edit: Ich bin auch bei Deutsche Glasfaser und bei mir wird bei Computerbase standardmäßig IPv6 genommen, wenn ich es nicht forciere.
Interessanterweise nimmt er jetzt beim gleichen Aufruf (also ohne rgendwelche Parameter) auch IPv6:
1763824202640.png

Ergänzung ()

Wilhelm14 schrieb:
Die Leute meinen, Du sollst zwischen PC A und PC B oder Client A und Client B im LAN messen, während das Internet 20 Down/480 Up meldet.
Ich kann im LAN fröhlich mit dem maximal möglichen 1GBit hin- und herkopieren, unabhängig vom up und down des GF-Anschlusses.
 
Kannst Du parallel mehrere Geräte am Hauptrouter betreiben?
Wenn Rechner A beim Download hängt, einen weiteren Rechner mit einem Download betreiben.
So schließt Du zum einen Dein LAN, zum anderen den Rechner aus.
Wenn plötzlich mehrere Geräte gleichzeitig direkt am Hauptrouter im Download schwächeln, wird es an diesem oder tatsächlich am Glasfaser liegen.

Edit: Auch ein Klassiker sind verstellte, getunte Netzwerkkarten.
Mit diesem Tool kann man wieder auf Windows Default stellen.
https://www.speedguide.net/downloads.php

https://www.computerbase.de/forum/search/?q=Windows+Default+TCP+Optimizer&o=relevance
 
Der Hauptrouter ist im Haustechnik-Raum.
Um das Szenario durchzuspielen, muss ich mir irgendwoher einen 2. halbwegs performanten Laptop leihen. Habe gerade keine LAN-Kabel in ausreichender Länge z.B. ins Büro.

Ich werde noch ein wenig herumprobieren, Kabel tauschen etc., aber ich bin ja schon mal froh dass ich keine grundsätzlichen Fehler in meinen Überlegungen zu haben scheine. Ich werde berichten, wenn ich was herauusgefunden habe.
 
Smartphones sollten mittlerweile performantes WLAN haben. Zumindest direkt am Router solltest Du mit dem Telefon messen können. Auch wenn Sie das Gigabit nicht immer ausreizen, die nervigen 80 MBit kannst Du messtechnisch immer prüfen.
 
Ich stolpere gerade darüber, dass sowohl die FB Fiber als auch die 3 x FB7530 alle auf FritzOS 8.02 laufen, aber die mit dem interessanten Verhalten tatsächlich eine 7530AX auf 8.20 war. Sollte eigentlich kein Problem sein, oder ?
 
country_egg schrieb:
Interessanterweise nimmt er jetzt beim gleichen Aufruf (also ohne rgendwelche Parameter) auch IPv6:

So interessant wie auch nicht reproduzier- oder nachvollziehbar, da in keinem der Rechner IPv6 bevorzugt gegen IPv4 behandelt wird. Gleichermaßen offenbar Teil der Lösung.

Ich habe jetzt überall (im Mesh Master und allen Mesh Repeatern) IPv6 deaktiviert.
Sicherheitshalber den Mesh Repeater (FB7530AX) der auf FritzOS 8.20 lief, rausgenommen.
Jetzt laufen alle Fritten auf FritzOS 8.02 und sollten sich optimal verstehen.

Alle Kabel, Switches etc so gelassen wie es war, denn das war's nicht. Ich hab jetzt stabil über 930 MBit/s im download und etwas über 510 MBit/s im upload. Keinerlei Wartezeiten mehr zwischen parallelen Downloads, spontane Antworten von allen Beteiligten.

Fall gelöst.
 
Dann landest Du vermutlich in diesem Thread … Wenn Du im Forum nach „29889196“ suchst, findest Du weitere Threads, die potentiell dieselbe Ursache haben. Mein Bitte: Schau Dir jene Threads an, teste was dort beschrieben ist, und wenn Du dasselbe hast, melde es bitte, bitte, bitte so nachdrücklich wie es Dir möglich ist. Wie Du vielleicht siehst, bindet allein schon uns hier in ComputerBase.de jenes Problem recht ordentlich.
 
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