Gleichstellung von Bachelor und Meister?!

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S!lent Death schrieb:
[...]Ansonsten bitte noch ausrambolan wieso FH und Uni Abschlüsse gleichgestellt wurden.(wobei Ingenieure kriegen an der FH "nur" einen B.Eng, an der Uni einen B.Sc :])

FALSCH!

Ich studiere momenten Elektro- und Informationstechnik an einer FH und bekomme auch dort den B.Sc. :o;)
 
Wobei es aber absolut schei..egal ist, ob es ein B.Eng, ein B.Sc. oder gar ein B.A. ist!

Aber das wisst ihr pfiffigen Kerlchen ja sicherlich.
 
Zumindest den Unterschied von B.Eng. und B.Sc. hab ich bis jetzt noch nicht verstanden...

B.Arts zeigt ja eine Geisteswissenschaft an, soweit ichs mitbekommen hab.
Mehr als ein Indikator ists wohl nicht.
 
So schaut's aus!

Ok, ein Ingenieurstudiengang wird nur unwahrscheinlich ein B.A. erhalten sondern eher ein B.Eng. oder B.Sc.! In geringen Ausmaßen kann es die Ausrichtung eines Studiengangs anzeigen. So soll ein B.Sc. etwas mehr rein wissenschaftliche Ausrichtung anzeigen, ein B.Eng. bspw. ein wenig mehr auf Anwendung ausgelegt sein.

Ein B.A. wird auch nicht nur für Geisteswissenschaften vergeben sondern z.Bsp. auch für Wirtschaftswissenschaften, u.a.
Im Endeffekt entscheidet die jeweilige Fakultät was sie vergibt. So vergibt bei uns z.B. die ingenieurwissenschaftliche Fakultät in den Bachelor-Studiengängen ein B.eng. und bei den Mastern ein M.Sc.

Aber wie gesagt, mehr als ein Indikator ist dies nicht. Es gibt keine rechtlichen Unterschiede!
 
Japp. Bachelor ist Bachelor, egal ob in Agrarwissenschaften oder Elektrotechnik.
Auch an der Berufsakademie bekommt man (rechtlich gesehen) einen gleichwertigen Bachelor, den bei gleichen Studieninhalten theoretisch auch alle Universitäten so anerkennen müssen für ein späteres Masterstudium. Wird in der Praxis dann eher so gehandhabt, dass man Fächer nachholen muss...
 
Auch an der Berufsakademie bekommt man (rechtlich gesehen) einen gleichwertigen Bachelor...

Nicht ganz, der Bachelor einer BA ist kein akademischer Grad, sondern eine Abschlussbzeichnung. Somit hat dieser keinen Anspruch auf ein weiterführendes Studium im Gegensatz zu Bachelor von Uni/FH. I.d.R. müssen dann, wie du sagtest, Zusatzprüfungen abgeschlossen werden, um eine Zulassung zu erhalten.
 
Ich habe heute mit meinem ArbeitsWirtschafts Lehrer gesprochen.
Er meinte, die Gleichstellung ist völlig fair! Und Da brauchen sich auch die Akadimeker nicht beschweren.
Mit der Begründung, soll mal einer eine Meister Ausbildung machen, das ist gar nicht so einfach.
Nicht einmal der Proffessor, würde was handwerklich zustande kriegen...
 
amdandre schrieb:
Nicht ganz, der Bachelor einer BA ist kein akademischer Grad, sondern eine Abschlussbzeichnung. Somit hat dieser keinen Anspruch auf ein weiterführendes Studium im Gegensatz zu Bachelor von Uni/FH. ....

Kann ich so nicht bestätigen, unsere Berufsakademieabgänger haben teilweise bereits den Master angefangen ohne zusätzliche Prüfung, der Bachelor ist gleich dem anderer FHs.
 
loveherati schrieb:
Ich habe heute mit meinem ArbeitsWirtschafts Lehrer gesprochen.
Er meinte, die Gleichstellung ist völlig fair! Und Da brauchen sich auch die Akadimeker nicht beschweren.
Mit der Begründung, soll mal einer eine Meister Ausbildung machen, das ist gar nicht so einfach.
Nicht einmal der Proffessor, würde was handwerklich zustande kriegen...

Danke für diesen wertvollen Beitrag. Die Begründung ist natürlich kein bisschen subjektiv, mit ausreichend Quellen & Schlussfolgerungen belegt und überhaupt reicht natürlich ein Satz, um folgerichtig zusammenzufassen, dass die Gleichstellung berechtigt & fair ist.

Besonders wenn der Lehrer sagt, es ist "völlig fair" nimmt man das natürlich einfach so hin und hinterfragt seine Meinung nichtmal ansatzweise..


Fu Manchu schrieb:
Kann ich so nicht bestätigen, unsere Berufsakademieabgänger haben teilweise bereits den Master angefangen ohne zusätzliche Prüfung, der Bachelor ist gleich dem anderer FHs.

Das ist aber glaub ich Fach- und/oder Uniabhängig. Ich hab im Bekanntenkreis auch einen, der Zusatzprüfungen an der Uni ablegen musste, um zugelassen zu werden für den Masterstudiengang..
 
Ob eine Hochschule zusätzliche Prüfungen oder Eingangstests verlangt, liegt an der Hochschule...ändert nichts daran, dass BA-Bachelor keine akademischen Grade sind und man keinen Anspruch auf eine akademische Weiterbildung hat.
Ist auch zum Teil bundeslandabhängig wie damit verfahren wird bzgl. Anerkennung, etc. Ist aber eh Off Topic.
 
@amandre

Das was du schreibst, stimmt teilweise...aber nur teilweise.
Es kommt nämlich auf das Bundesland an. Die Berufsakademien nach dem BW-Modell, die mittlerweile jedoch offiziell duale Hochschule genannt werden, sind durchaus Hochschulen und verleihen daher akademische Grade. Diese finden sich in Baden-Württemberg, Hessen, etc.

Bei den anderen Berufsakademien, z.b. In rheinland-Pfalz handelt es sich wie du sagst nicht um Hochschulen und vergeben damit keine akademischen Grade sondern Abschlussbezeichungen.
 
@ascer Mein Lehrer (68) hat 2 Meister begleitet und ist selber gelernter Schlosser.
Er wird wohl Ahnung haben...Nun ja ich werde ihn eh nochmals darauf ansprechen.
Ich bin mir sicher er wird bei seiner Meinung bleiben...
 
Jace, du triffst den Nagel auf den Kopf! :D

Besser & prägnanter hätte ich es nicht formulieren können^^


Und @loveherati: Ein paar mehr Fakten, Schlüsse/Interpretationen und Begründungen gehören schon dazu...

...lies dir z.B. mal Post #80, #85 und #116 von mir durch, dann weisst du, warum ich dir ganz vehement widerspreche (sowie deinem Lehrer), dass die Abschlüsse vergleichbar sind.

Ebenso wie bei der Tatsache, dass nach den Kriterien der Gleichstellung dem Meister große Fertigkeiten der Lernniveaustufe 4-6 zugeschrieben werden, die er aber in der Realität nicht hat, da er größtenteils nur auf Lernniveau 1-3 agiert.


Post #80, #85 und #116 kannst du auch gerne ausdrucken und deinem Lehrer zeigen und ihn Fragen, was er zu den von mir genannten Fakten, Beispiel und den daraus gezogenen Schlüssen sagt..^^
 
Am Ende bleibt doch wieder nur, dass beide Abschlüsse komplett unterschiedlich sind. Und dass man die berufliche Bildung aufgewertet hat.

Nur: Ich kann mich nicht daran erinnern, wann man das letzte Mal die akademische Ausbildung aufgewertet hat....

Man sieht beide Systeme in gewisser Weise als konkurrierend an, wobei man aber immer nur zugunsten der beruflichen Ausbildung angleicht, aufwertet oder etwas durchlässiger gestaltet. Gegenbeispiele wären interessant, mir fällt jedenfalls nichts ein...
 
Zuletzt bearbeitet:
ascer schrieb:
Besonders wenn der Lehrer sagt, es ist "völlig fair" nimmt man das natürlich einfach so hin und hinterfragt seine Meinung nichtmal ansatzweise..

Ein Handwerker muss aufpassen dass er nicht rausfliegt, wenn er dem Meister nicht folgt und einfach mal irgendwas auf seine eigene Weise umsetzt. In der Wissenschaft hingegen wird es ausdrücklich (zumindest von unseren Professoren) gewünscht, dass man auch ihr Gelehrtes kritisch hinterfragt.

Sehr gutes Beispiel für die Unvergleichbarkeit von Bildungswegen, wenn dann sind nur die Berufe selbst vergleichbar.
 
MR2007 schrieb:
Sehr gutes Beispiel für die Unvergleichbarkeit von Bildungswegen, wenn dann sind nur die Berufe selbst vergleichbar.

Das wollte ich auch gerade sagen^^

Ein perfektes Beispiel für die Trimmung auf Lernniveau 1-3 beim Meister/Gesellen und Lernniveau 4-6 beim Akademiker...woraus, egal um welches Thema es überhaupt geht, folgt, dass die Lernziele und damit Ergebnisse und damit Fähigkeiten vollkommen unterschiedlich und unvergleichbar sind.
 
Die Fronten sind hier ziemlich engstirnig festgefahren.
Inzwischen werden schon Gesellen mit Akademiker verglichen.
Gebetsmühlenartiges wiederholen "objektiver" Meinung macht es auch nicht besser. Hier muß keiner bekehrt werden.
 
@phil:
Also ohne aufzuzeigen, auf welche Aussagen du dich direkt beziehst, finde ich es recht fragwürdig von "objektiv" (also in Anführungszeichen) zu sprechen. Sicher wurde im Laufe der Diskussion von mehreren auch ordentlich subjektives vom Stapel gelassen...aber dennoch gab es ja auch eindeutig genügend objektive Argumente, seriöse Zitate, Quellenangaben & Fakten um objektiv zu diskutieren.

Was die Gesellen angeht: Niemand hat hier Gesellen mit Akademikern verglichen.
Ich denke mal ganz stark, dass du dabei auf meinen Post #137 anspielst und der handelt ja eben gerade davon, dass Gesellen/Meister in ihrer ganzen Laufbahn und auch Tätigkeit später ganz andere Lernziele haben, die dem Lernniveau 1-3 entsprechen.
Damit werden ganz andere Aufgaben und Ansprüche gestellt woraus sich ganz andere Fähigkeiten entwickeln.

Bei Akademikern steht Lernniveau 4-6 im deutlichen Vordergrund, wodurch, im Vergleich zum Gesellen/Meister, ganz andere Themen & Aufgaben behandelt werden und sich deutlich unterschiedliche Fertigkeiten bilden.

Das Lernziel und die Methoden sind eben enorm unterschiedlich.

In dem Post steht ja keinerlei Wertung...der zielte lediglich darauf ab, dass alleine schon durch diesen Umstand Meister <-> Akademiker NICHT vergleichbar sind.


Das die Lernniveaus, damit die Lernziele und damit schlussendlich die daraus resultierenden Fertigkeiten eben -grundsätzlich- komplett unterschiedlich sind.

--> Keine Wertung, kein Vergleich, sondern ein Argument dafür, warum sie eben NICHT vergleichbar sind.
 
Second Nick schrieb:
[...]Nur: Ich kann mich nicht daran erinnern, wann man das letzte Mal die akademische Ausbildung aufgewertet hat....[...]

Wie auch.
Man hat sie doch erst mit der Umstellung von Diplom auf Bachelor/Master abgewertet.
 
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