Grammatik verbessern

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Hey,

Kennt jemand Tipps,Übungen,Hefte oder sonstiges wie man effektiv das deutsche Sprachbewusstsein verbessern kann ?
 
Das geht nur mit Büchern, egal, um welche es sich handelt. Es gibt zwar gute und schlechte Autoren, aber wenn du ab heute drei Stunden täglich liest, kommt zwangsläufig das Sprachbewusstsein.
 
Also um die deutsche Grammatik besser zu erforschen solltest du dich erstmal schleunigst aus diesem Forum verziehen :evillol:

Zusätzlich könntest du dir mal die lateinische Grammatik besorgen, und den lateinischen Teil vergessen... denn meistens sind dort auch deutsche Übersetzungen der Wörter. Dadurch lernst du auf jeden Fall schonmal das Formale ;)

LG
 
Kann Kingfisher OK nur zustimmen, ich habe mir damals erst durch den Latein-Unterricht richtige Gedanken über die deutsche Grammatik gemacht ;)
 
Um die Grammatik zu verbessern, sollte man als CB-User vor allem aufpassen, dass man auch in Beiträgen in Foren keine Rechtschreibefehler macht. Im Eingangspost hat es zum Beispiel schon mal einen groben Fehler und eine grobe Unschönheit, die bei elektronisch verfassten Texten nicht passieren darf.

Lesen hilft sicher, aber es ist 100% nicht egal, was man liest. Von irgendwelchen Klatschzeitschriften, Magazinen, Gratiszeitungen oder ähnlichem ist dringend abzuraten.

Auch von "Unterhaltungsromanen", wie zum Beispiel Harry Potter oder Bücher von Dan Brown würde ich abraten. Ich lese das zwar auch gerne, aber wenn du dir als Ziel gesetzt hast, dein Sprachverständnis, deine Wortgewandtheit und die Grammatik zu verbessern, dann musst du dich definitiv mit "höherer" Literatur befassen.

Unterhaltungsromane bedienen sich meistens einer sehr einfachen Sprache, da es ja auch für Jugendliche oder im Falle von Harry Potter auch für Kinder gedacht ist. Einfacher Satzbau ohne viele Nebensätze, keine Fremdwörter etc., sowas eignet sich nicht für "Erwachsene", die ihr Deutsch "aufpolieren" möchten.


Ich kann dir eine ganze Reihe von Buchempfehlungen geben, falls du das willst.


Lesen hilft sicher, aber genügt sicher noch nicht alleine. Trainieren kann man die Grammatik und die Wortgewandtheit sicher auch gut, wenn man regelmässig Stellungsnahmen oder Eröterungen zu einem Thema schreibt oder in dem man längere Artikel aus Zeitungen oder Bücher zusammenfasst und diese dann jemandem zur Korrektur gibt. Der Inhalt und der Stil ist dabei auch sehr wichtig, da man erst daran erkennen kann, wie gut du etwas verstanden hast und wie gut du etwas wiedergeben kannst.

Jemandem Latein-Unterricht in der Freizeit andrehen zu wollen, ist wohl eine sehr komische Idee :D Ohne Unterricht und Lehrer hat man absolut keine Chance, sich sinnvoll mit Latein beschäftigen zu wollen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ja, war ja nicht ganz ernst gemeint. Aber wenn sich der TE grad rein zufällig die Frage stellen sollte, welche weitere Fremdsprache er fürs Gymnasium wählen soll, wäre Latein zumindest aus diesem Grunde empfehlenswert.

Was auch ganz nützlich sein kann: Künstler, wie z. B. Bodo Wartke, die sehr mit der deutschen Sprache spielen, können auch durchaus nützlich sein, um einen etwas feineren Stil vermittelt zu bekommen als es bei der Musik bestimmter, zumeist aus den Randbezirken von Berlin stammenden, Künstlern der Fall ist.

Neben den "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod"-Büchern kann ich Dir auch noch Max Goldt empfehlen. Der war früher (oder ist es immer noch?) Autor der Titanic und hat mittlerweile mehrere Bücher veröffentlicht, in denen er auch sehr amüsant mit der deutschen Sprache umgeht. Ich zumindest lese die Bücher gerne.
 
Ich kann es dir nur empfehlen viele klassische Bücher zu lesen.
Besonders die Werke von Friedrich Nietzsche haben meines empfindens nach, einen außergewöhnlichen Reiz. Nietzsche bei Amazon. Das Buch "Der Antichrist" und "Also sprach Zarathustra" sind nicht zu verachten.
Franz Kafka, Bertold Brecht, (Wolfgang Goethe ist nicht wirklich gut für Grammatik :D ) etc.

Ich muss aus meiner eigener Erfahrung sagen, dass ich zumindest in allen Deutschklausuren nicht der schlechtes war. War ich an einer Diskussion beteiligt, musste ich mir öfters Fragen meiner Klassenkameraden anhören, meist recht simple, wie "hä?". Der Lehrer hat's verstanden und schmunzelte immer wieder :D Ich mein, wieso sollte ich Wörter wie Epiphanie oder Nihilismus meiden, nur weil diese nicht Allen bekannt sind.
Was ich eigentlich damit sagen will: Baue dir keinen zu starken inviduellen Stil auf, sonst triffst du damit mehr auf Missverständnisse als auf Verständnis ;)

Ergänzung:
Darf man fragen was genau du verbessern willst? Artikullation, Vokabular, Allgemeine Ausdrücke oder eher explizite Grammatikregeln?

Ergänzung #2:
@Kartonschachtel
Ja genau, Standart :D ist immer wieder witzig zu lesen. Aber Übertag(c?)ten? Hat das ernsthaft jemand, jemals hier geschrieben?
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Leute schreiben immer übertackten, scheint bald standart zu sein :D Schau mal in der Suchfunktion
 
Ich möchte Grammatikregeln, explizit Kommaregeln und die Fälle+ deren Anwendungen.

Ich habe ein Ausschnitt dieses Buches gelesen und fand es ganz interressant. Ist das solch ein Buch,welches hilft die Grammatik zu verbessern ?
 
Wir haben die Kommaregeln in der Schule gelehrt bekommen. Fande diese 'Regeln' schwer umzusetzten, bzw. sich zu erinnern, wann welcher Fall eintritt. Zudem gibt's ja eine Regelung/Toleranz die besagt, dass man eine gewisse willkür hat (natürlich keine vollständige!) um Kommas zu setzten, um damit bestimmte Sachen zu betonen.
Apposition fallen mir jetzt spontan ein, diese sind meist leicht zu erkennen und auch leicht sich zu merken.
Ich denke Literatur hilft dir auch hier, weil du bei Nietzsche und anderen immer wieder mit 'fummligen' Satzzeichen zuerecht kommen musst.

Doch mit Grammatikwerken kann ich dir leider nicht helfen, muss auch zugestehen, dass Deutsch nicht meiner Muttersprache ist.

@Kartonschachtel
Komisch :D Wieso verbinden die übertakten mehr mit einem Tacker als mit einem Takt. Wobei Hertz als Einheit einer Frequenz steht, und eine Frequenz auch mehr oder weniger ein Takt ist.

Ergänzung:
Ja für den Anfang nicht schlecht. Habe zwar nicht viele Werke von Dürrenmatt gelesen, denn sie sind nicht sehr anspruchsvoll. Aus grammatikalischer Sicht. Inhaltlicht gibt es doch sehr wohl schöne Werke. Für den Anfang aber sicher nicht schlecht. Ich weiß ja nicht deinen genauen Kenntnisstand.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du musst nicht explizit nach genau diesen und diesen Büchern fragen, wie ich oben geschrieben habe geht es grob mehr um die Unterscheidung zwischen Kiosk-Literatur - und "richtiger" Literatur.

Dürrenmatt ist ein sehr guter Autor und das Buch ist sehr empfehlenswert wie auch andere von Dürrenmatt ( mir gefällt Die Physiker am besten).

Eigentlich egal, welche Bücher du liest, ob von Shakespeare, Gotthelf, Stefan Zweig, Goethe Siegfried Lenz oder was weiss ich...hauptsache du liest etwas im "gehobenen" Deutsch. Wenn man regelmässig Bücher liest und diese auch wirklich liest und nicht einfach durchliest und nach 5 Minuten weiss man den Inhalt der zuletzt gelesen Seite nicht mehr, dann hilft das deinem Wortschatz und der Grammatik sicher....


In den ( neueren ) Duden sind alle Kommaregeln ziemlich gut erklärt, diese kann man aber nur mit Übungen oder Praxis ( Textschreiben) festigen.

Die Fälle sollten eigentlich jedem, der die Grundschule besucht hat, bekannt sein.

Aber soweit ich beurteilen kann, haben die meisten Probleme mit dem Akkusativ:

In dem Stil:
Falsch: Ich hab mir ein Tisch gekauft <- Richtig: Ich habe mir einen Tisch gekauft
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich sehe das anders. Wenn man ausschließlich auf höhere Literatur setzt - jetzt nicht unbedingt Kafka & Co - dann besteht die hohe Wahrscheinlich, dass man sehr schnell die Lust verliert. Und dann hat man gar nichts erreicht.

Ich würde auf Quantität setzen. Je mehr man liest, desto mehr Übung bekommt man, desto schneller wächst der Wortschatz und umso stärker erhöht sich die Lesegeschwindigkeit. Dann kann man sich immer noch über auf Wälzer mit höherem Schwierigkeitsgrad stürzen.
Ein einziges Buch über deutsche Grammatik für deutsche Muttersprachler ist sicher auch nicht verkehrt, damit endlich mal Klarheit herrscht. Ich hab hier schon Leute gesehen, die haben aus Angst vor Satzzeichen *beinahe jeden* Satz mit ... beendet.

Der Büchermarkt ist ausgesprochen vielfältig, da ist für jeden etwas dabei, und sei es nur eine Abhandlung über Militärfahrzeuge des 2. Weltkriegs ^^
 
Ah ich dachte er meint mit Fälle, die Fälle, wann man ein Komma einsetzt.
Oder doch die 4-Fälle (Kasus)?

"Der Physiker" kann ich auch nur wärmstens empfehlen.

Wer sagt denn das hohe Literatur keinen Spaß oder Lust macht? Werke Dostojewskis oder Kants sind doch nicht automatisch für jeden langweilig. Für mich zumindest nicht.
So wie es mir ging, kann man das Interesse am Lesen schnell verlieren, wenn man früh Kontakt mit schlechten Büchern hat. Denn assoziiert man Lesen gleich mit 'langweilig/schlecht'.
Hauptsache man liest nicht so einen Schund wie "Feuchtgebiete", dass einen nur provozieren soll, sowohl Inhaltlich als auch Sprachlich ein Alptraum.

Und was dem Threadhersteller 'interessiert', kann ich leider nicht wissen. Das Alter halte ich zumindest sehr ausschlaggebend, da einige (öfters höhere) Werke eine gewisse "menschliche Reife" vorraussetzten.

Übrigens, fällt mir gerade noch ein weitverbreiteter Fehler auf:
"Meine Großmutter wollte mir 3 Lexikons kaufen, damit ich diese für meine 2 Praktikums gebrauchen könnte!"
Richtig wäre natürlich: Lexika, und Praktika
 
Zuletzt bearbeitet:
Eagle-PsyX- schrieb:
[...]

Wer sagt denn das hohe Literatur keinen Spaß oder Lust macht? Werke Dostojewskis oder Kants sind doch nicht automatisch für jeden langweilig. Für mich zumindest nicht.
So wie es mir ging, kann man das Interesse am Lesen schnell verlieren, wenn man früh Kontakt mit schlechten Büchern hat. Denn assoziiert man Lesen gleich mit 'langweilig/schlecht'.
Hauptsache man liest nicht so einen Schund wie "Feuchtgebiete", dass einen nur provozieren soll, sowohl Inhaltlich als auch Sprachlich ein Alptraum.

[...]


Schuldig im Sinne der Anklage :lol:


Bin noch relativ in den jungen Jahren mit meinen zartem Alter von 17
 
Bin noch relativ in den jungen Jahren mit meinen zartem Alter von 17
Naund es schadet ja trotzdem nicht sich mal ein Buch von Kant anzusehen.;)
Obwohl ich dies nicht gerade für die einfachste Lektüre halte.
 
Kant? Ich dachte du möchtest Grammatik erlernen? :D

Wenn es dir darum geht, Bücher zu verstehen, solltest du von Kant die Finger weg lassen.

Der tiefere Sinn bei Kant mag zwar ganz interessant sein, sein Schreibstil ist aber eine Frechheit.
Schließlich lesen Menschen Bücher, um Informationen zu bekommen ;)

Lies lieber Sachen, wie die FAZ. Das hilft.

Cheers
K
 
Man muss sicher nichts philosophisches lesen, das geht 100x übers Ziel hinaus. Man muss etwas lesen, das einen interessiert und unterhaltet und das nebenbei in einem guten Deutsch geschrieben ist, d.h. nicht zu einfach!!

Man muss es wirklich nicht übertreiben mit den Autoren. Ich habe mich wohl mit "höherer" Literatur falsch ausgedrückt. Es muss nicht etwas sein, dass man kaum versteht.


Er redet im Titel von Grammatik verbessern und im Text von Sprachbewusstsein. Ich meine mit höherer Literatur nicht Kant oder so ( sowas ist z.T. schon ziemlich mühsam zum lesen, freiwillig würde ich und sicher auch viele andere das nicht lesen), ich meine nur, wenn man seinen Wortschatz und die Sprache selber erweitern will, man nicht unbedingt ein Kinderbuch, ein PC-Magazin oder ähnliches lesen sollte, wo nur kurze, einfache Sätze vorhanden sind und keine schwierigen Wörter und Fremdwörter.

Ich meine nur schon am Beispiel von Harry Potter..... eine wirkliche Herausforderung ist das nicht wirklich, wenn man sich die Sätze anschaut. Sehr einfach zu lesen, kaum Fremdwörter, sich wiederholende Satzkonstruktionen und Anfänge etc.....
 
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